gute frage!
sich auf die verbleibenden alternativen konzentrieren. schon seit jahren nehme ich z.b. die jährliche stromrechnung als anlass, um weitere einsparungen zu realisieren. energiesparende geräte, eine einfache schaltuhr sorgt dafür, dass nachts nur noch der kühlschrank strom verbraucht (war schon beeindruckend, wieviel strom man so im schlaf verbraucht!). seit 2 Jahren läuft ein balkonkraftwerk, das zwar nicht in jeder, aber wenigstens einige mieter installieren können.
das spart zwar noch keine heizkosten, in summe aber immerhin einen teiil der energiekosten. (dazu zählen übrigens auch die treibstoffkosten. wer in der wohnung nicht viel sparen kann, tut's dann eben in diesem bereich).
auch in der mietwohnung bestehen noch möglichkeiten, heizkosten zu sparen. als erster wäre der verzicht auf unnützes heizen ohne komfotverlust mittels automatisierter thermostaten zu nennen. ferner zeigen auch hinter den leicht veralteten doppelverglasungen schwere vorhänge, mit denen man einst die eisblumen der einfach verglasten Fenster verdeckte noch inner ihre wirkung! beispiel dazu: in das 2-lagige genähte rollo im gästezimmer habe ich eine lage rettungsdecke eingetackert. das zimmer wird nur indirekt durch einen schornstein beheizt, so dass da kein thermostat etwas ausgleichen kann. die maßnahme brachte fast 1,5 grad.
in älteren gebäuden verursachen lüftungsverluste bald 1/3 der heizkosten. Insbesondere in mehrgeschossigen gebäuden wird dies durch die kaminwirkung in den treppenhäusern noch gefördert. für die eingangstür gibts für die unterkante diese besenlisten - für handwerklich weniger begabte zugar zum aufkleben! ebefalls als saisonartikel sind dichtbänder für die fenster sogar bein discounter für einstellige eurobeträge erhältlich. oft hilft schon das blosse reinigen der dichtungen und dichtflächen.
dann sind einsparungen auch immer mit investitionen verbunden. als eigenheimbesizer schraub ich mir dieses jahr noch für etwa 3000 € genönk auf's dach und ins haus. dank eigenleistung rentiert sich das in wenigen jahren. dennoch ist dies nur eine von vielen alternativen. ebenso könnte ich die zeit in honorararbeit investieren und die 3000 auf dem kapitalmarkt anlegen, in berufliche Fortbildung investieren oder mit dem ausbau der nächsten mietwohnung beginnen. letzen endes sind's alles nur investitionen mit renditen. wie immer im leben, hat nur der verkackt, der meint auf solche verzichten zu können und im notfall dann auf staatliche unterstützung zu hoffen.
schliesslich gibt's dann auch noch nette vermieter. meine mieter erhalten dieses jahr u.a. noch runde 140qm weitere aufdämmung der oberen geschossdecken. eine große antike haustür wird aus thermosandwichplatten, 3-fach verglasten scheiben und mit gummidichtungen nachgefertigt. die mieter fassen mit an, dafür werden die kosten nicht auf die miete umgelegt.