So, sorry, dass ich mich hier sooooo lange nicht mehr gemeldet hatte. Aber mit einem anderen "Hobby-Projekt" war ich von Ende Mai bis Mitte Juli sehr gut beschäftigt gewesen ...
Zwischenzeitlich bin ich um die 15.000 Km mit der Störung gefahren. Es ging deshalb, weil ich rechtzeitig vor jeder roten Ampel und vor jedem Stauende den Motor abgestellt habe und ausgerollt bin. Wie schon geschrieben, hat die Schaltfunktion selbst ja stets funktioniert. Nur eben das Anfahren nicht bei heißem Motor. Um das System zu entlasten, bin ich nur noch im M-Modus gefahren. Ist natürlich kein Problem, aber nicht ganz so komfortabel.
Schlussendlich habe ich mich dann dazu entschlossen, bei meinem netten “Ex-Freundlichen“ den "Stellmotor" ersetzen zu lassen. Das Neuteil kostet alleine schon 600,- EUR (Fremdhersteller SACHS), inkl. Kleinteile und Arbeitszeit hatte ich am Ende 900,- EUR auf der Uhr. Aber das entsprach dem Angebot, das war mir so schon klar gewesen. Die Kupplung war durch die Werkstatt auf Rutschen geprüft und als "noch nicht fällig" bezeichnet worden.
Das Ergebnis nehme ich jetzt mal vorweg - auch wenn das gar nicht die tatsächliche Erklärung wiederspiegelt: Nach jetzt 2.000 Km Autobahnfahrt mit endlosen Stau- und Stopp-and-Go-Phasen bei hohen Aussentemperaturen kann ich vermelden, dass der Fehler nicht mehr auftritt und ich ganz normal fahren kann - auch im Automatik-Modus. Insofern jetzt eine wirklich sehr gute Entwicklung.
Aber: Ihr erinnert Euch vielleicht noch, dass ich immer wieder nachgefragt hatte, was es denn mit der Temperatur auf sich haben könne, weil, solange der Wagen kalt war, funktionierte ja stets alles prima. Ich hatte sogar mal darauf hin gewiesen, dass bei mir der Klimakompressor defekt sei und ob es da vielleicht einen Zusammenhang geben könne. Mit dieser Frage war ich der Lösung wahrscheinlich näher, als irgendjemand nur erahnen hätte können.
Denn als der Wagen jetzt in der Werkstatt war, hatte ich darum gebeten, auch noch mal nach dem Klimakompressor zu schauen, ob man den Magnetschieber vielleicht wieder gangbar machen könne, mit dem der Kompressor eingeklinkt wird. Dabei hat die Werkstatt im Fehlerspeicher entdeckt, dass der Vorwiederstand für die zweite Stufe des Motorkühlgebläses defekt war und das Motorkühlgebläse nur auf der ersten Stufe arbeiten konnte.
Für 60,- EURonen wurde ein neuer Vorwiderstand eingebaut. Jetzt höre ich beim Stehen an der Ampel o.ä. ein lautes Kühlergebläsegeräusch - was vorher so nicht hörbar war. Und jetzt wird auch der Mitteltunnel zwischen den Vorderrsitzen nicht mehr so krass warm wie bisher.
Meine starke Vermutung: Durch die eingeschränkte Gebläsefunktion wurden Motor und Getriebe nur eingeschränkt gekühlt. Deshalb hat sich bei Hitze dort der Getriebefehler gezeigt. Metallteile können sich bekanntermaßen bei großer Hitze ausdehenen. Und das kann ja völlig ausreichen, eine sensible Mechanik an ihre Grenzen zu bringen -> "Getriebefehler"! Nachdem ich dann aber vor jeder Ampel und jedem Stauende ohne Motor ausgerollt war, hat der Fahrtwind offenbar ausgereicht, die Überhitzung am Getriebe / Stellmotor wieder ein wenig abzukühlen, sodaß ich dann bei Grün oder beim Weiterfahren des Stauendes anfahren konnte. Nur so war es möglich gewesen, mit diesem Fehler noch 15.000 Km kreuz und quer durch Deutschland zu fahren.
Niemand konnte vorher auf diesen Zusammenhang kommen - hätte mir aber viel Geld gespart ;-).
Wäre der Defekt des Vorwiderstands jetzt nicht aufgrund meiner Frage zum Klimakompressor entdeckt worden, ist stark davon auszugehen, dass wg. Überhitzung auch der neue Stellmotor über kurz oder lang gleiche Probleme gemacht hätte. Gott sei Dank ist jetzt beides in Ordnung und die Sensodrive-Schaltung funktioniert einwandfrei.
Bleibt noch mein defekter Klimakompressor, aber für diese Reparatur muß ich jetzt erst noch etwas ansparen... technisch wird das wohl kein Problem werden.
Mit besten Pluri-Grüßen aus dem Schwarzwald,
Saint-Ex