Dann müssen die Deutschen Atommüllfreunde aber gut erklären...
Was mich angeht: Ich halte die Endlagerung für keine gute Idee, wenn ich an die Asse denke.
(p.s.: Zu weit weg. Die Sondermülldeponie in Kölliken AG reicht auch. Die war glaub ich seit den 1960er Jahren ein lukrativer Betrieb, und wurde dann seit etwa Anfang des Jahrhunderts für zig Milliarden CHF wieder ausgehoben, mit einem Aufwand, den man im Lande noch nie gesehen hatte. Da wurde ein gigantisches Zelt über der Grube aufgestellt, damit der Giftmüll beim Wiederausgraben nicht noch das ganze Mittelland verseuchen konnte. Wie bei der Asse war einer der Hauptunsicherheitsfaktoren und damit ein grosser Kostentreiber und Zeitfresser, dass man nicht mehr wirklich wusste, was da alles liegt, und was wo wie abgekippt worden war. Aus dem Auge, aus dem Sinn. Sollen sich künftige Generationen drum kümmern! Das war die Devise.)
Man müsste Atommüll rückholbar lagern und dann natürlich auch überwachen. Nur schon für den Fall, dass aus der Kernfusion mal was brauchbares würde und man die Scheisse irgendwann dann doch noch zu Gold machen könnte, oder für den Fall, dass man drauf käme, die Zerfallswärme dann doch noch nutzen zu wollen.
Auch für den Fall dass unvorhergesehenes passiert, wärs besser, man kriegte das per Überwachung mit und könnte dann reagieren, ehe ganze Grundwasserströme radioaktiv würden.
Ja. Denn die Entsorgung radioaktiven Abfalls passiert dann nicht in D.
Noch sicherer wärs allerdings gewesen, hätte man erkannt, nicht zu wissen, wie mit dem Zeug umzugehen sei und deshalb gar nie AKW gebaut. Ist ja nicht so, dass in den 1940ern noch kein Wind geweht hätte, und Brennstoffzellen gab es seit dem Apollo-Programm anwendungsreif. Etwa zur selben Zeit auch Photovoltaik.
Das hätte konsequent weiterentwickelt gehört, und nicht so ne Seuche, die man kaum eindämmen kann und die im wahrsten Wortsinn strahlt, solange die Sonne glüht!
Die Anschaffung von Atomwaffen war in den 1960er Jahren tatsächlich mal Thema. Vermutlich hat die Idee, auch wenn sie nie umgesetzt wurde, begünstigt, dass auf AKW überhaupt gesetzt wurde.
Ein anderer Faktor war die damals noch sehr viel bedeutendere Maschinen- und Elektroindustrie. Die sah in schlüsselfertig zu liefernden AKW damals einen zukunftsträchtigen Geschäftszweig, insbesondere, wenn es gelänge, einen Reaktor zu entwickeln, der im Wesentlichen mit Natururan auskäme. Das Ding wurde in Lucens aufgestellt und flog nur wenige Wochen nach Betriebsaufnahme in die Luft - um welche herum Gott sei dank aber eine Felskaverne war.
Seit ich von Lucens und den näheren Umständen weiss, klingt das jedesmal wie Hohn, wenn behauptet wird, die Sicherheitsstandards in westeuropäischen AKW seien die höchsten der Welt. Ich bin mir nämlich sicher, die Betreiber von Lucens waren ganz genau der gleichen Ansicht! Bis zum Knall.