Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Dennoch will ich es ergänzen.
In diesem Zusammenhang kann von irgendeiner Toleranz oder von Geschmacksunterschieden keine Rede mehr sein. Solche Fahrzeuge sind hierzulande einfach vollkommen überflüssig und gefährlich.
In Ländern, wo wirklich geländegängige Fahrzeuge gebraucht werden, bevorzugt man dann eher Lada Niva, Suzuki Jimmy oder irgendwas von Nissan, Mitsubishi oder Toyota, denn die hiesigen SUVs sind da schlicht ungeeignet.. Das kostet z.T. nur einen Bruchteil des Preises solcher irrsinnigen Fahrzeuge und ist am Ende noch wirklich nützlich. Wenn diese 2,5 Tonnen mit 170 KM/H in einen C4, Renault Megane o.ä. mit immerhin noch 100 KM/H krachen, gibt es in jedem Fall Tote, mit sehr viel Glück "nur" Schwerstverletzte. Habe mir das mal an einem Beispiel erklären lassen, solche Autos sind teurer und gefährlicher Unsinn.
Die psychologische Wirkung, die von diesen Dingern ausgeht, ist katastrophal. Oft werden diese Fahrzeuge von Personen mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis gefahren. Von dem dann gesteigerten Sicherheitsgefühl, leitet sich ein Fahrstil ab, der nur noch als extrem gefährlich bezeichnet werden kann, sehr oft bei den sog. "Elterntaxis" zu beobachten.
Die Forderung nach Toleranz und Verständnis zeugt nur davon, dass einige grundsätzliche Entwicklungen überhaupt nicht verstanden worden sind. Die Freiheit, sich etwas leisten zu können und dadurch das Recht zu bekommen, dieses auch zu tun, ist so nicht mehr haltbar. Diese Form von Freiheit hat uns dahin gebracht, wo wir heute stehen. Die meisten der großen globalen Problemstellungen, aber auch viele andere, lassen sich darauf zurückführen. "Ich kann es mir leisten, also mache ich es", empfinde ich bei dem derzeitigen Zustand unserer Welt in vielen Fällen schon als asozial. Das beziehe ich auf viele Dinge, nicht nur auf das Fahren solcher überflüssigen Fahrzeuge.