In dem Link steht ein Exportüberschuß ( nach F) vom 16,3 Mrd KWh. Also geht unser Atomstrom
(oder der aus Kohle ) nach Westen. Wer hier hatte behauptet, die frz AKW seien bald wieder am Netz? 😂
SZ im September:
„Liberté, égalité, sobriété" stand in der vergangenen Woche auf dem Cover des französischen Wochenmagazins L'Obs, also: "Freiheit, Gleichheit, Sparsamkeit". Die Energiekrise ist inzwischen voll in Frankreich angekommen - und das, obwohl das Land verhältnismäßig wenig von russischem Gas abhängt. Als Hauptenergiequelle setzte man in Frankreich bisher zufrieden auf heimische Atomenergie. Viele Haushalte haben elektrische Heizungen, mehr als zwei Drittel des in Frankreich produzierten Stroms stammten im vergangenen Jahr aus Kernkraftwerken. Atomstrom galt lange als günstig und zuverlässig.
Das ist in diesem Herbst anders. Aktuell sind nach Angaben des französischen Stromkonzerns EDF, der alle Kernkraftwerke in Frankreich betreibt, 27 von 56 Reaktoren nicht in Betrieb. Weil der französische Atomstrom auf dem europäischen Markt fehlt, steigen die Strompreise auf dem ganzen Kontinent. Frankreich wiederum muss verstärkt teuren Strom aus dem Ausland einkaufen, um Ausfälle zu verhindern. Es gibt in Frankreich zwar einen Strompreisdeckel für Privathaushalte. Doch Premierministerin Élisabeth Borne kündigte am Mittwoch an, diesen zu lockern. Statt bisher um maximal vier Prozent soll der Preis ab Februar 2023 um bis zu 15 Prozent steigen dürfen. Wenn alle Verantwortung übernähmen und die notwendige Sparsamkeit aufbrächten, werde es keine Abschaltungen geben.
Das klingt schon wesentlich strenger als vor ein paar Monaten. Noch im Juni hatte Macron versichert, es gebe im Winter "überhaupt kein Risiko für Abschaltungen". Wenige Wochen später waren es die Chefs dreier großer französischer Energiekonzerne, die in einem offenen Brief die Bevölkerung dazu aufforderten, ihren Energiekonsum runterzufahren.