Ich versuche mal auf die Frage zu antworten, da es @andreas_a vermutlich um "gefühlte" Unterschiede der "computergesteuerten" Versionen ging. Non-Hydractive klammere ich daher mal aus.
Ich bemühe hierzu eine Quelle, die die Unterschiede meiner Ansicht nach gut erklärt:
Hydractive I (XM Y3 + Y4 ab 1994)
Mit dem Erscheinen des XM 1989 gab es eine Weiterentwicklung der hydropneumatischen Federung: das hydractive Fahrwerk. Im Gegensatz zur Hydropneumatik hat Hydractive I je Achse zusätzlich zu den zwei Federkugeln noch eine dritte (inklusive Dämpfer). Diese dritte Federkugel wird bei Bedarf automatisch oder vom Fahrer manuell (="Sportmodus") zu- oder abgeschaltet.
Diese Zusatzkugeln erhöhen das Gasvolumen (im Vergleich zur Hydropneumatik um 50%) und die Zusatzdämpfer verringern die Dämpfung (wenn zugeschaltet), was zusätzlichen Federungskomfort bringt. Sind diese Zusatzkugel und die Dämpfer abgeschaltet, wird die Fahrwerksabstimmung straffer und somit werden Seitenneigung und Nickbewegungen der Karosserie verringert und ein stabileres Fahrverhalten in kritischen Situationen erzeugt. Im normalen Betrieb werden zu ca. 85% alle 6 Federkugeln in Betrieb sein und das Umschalten von hart auf weich und umgekehrt ist nicht (bzw. kaum) zu spüren.
Verschiedene Sensoren (Karosseriebewegung, Bremsdruck, Beschleunigung am Gaspedal, Einschlagswinkel und Einschlagswinkelgeschwindigkeit am Lenkrad, Fahrzeuggeschwindigkeit) geben ihre Daten an einen Rechner, der dann aufgrund von Kennlinien die beiden dritten Kugeln je Achse zu- oder abschalten.
Bei Hydractive I sind die mittleren Kugeln im "Sportmodus" immer abgeschaltet.
Die Hydractive-Rechner haben bei Hydractive I die Bezeichnungen H1, H2 und H3.
Hydractive II (XM Y4 bis zum Produktionsende)
1993 kam mit dem Xantia Hydractive II, welches Ende 1993, Anfang 1994 auch im XM Hydractive I ersetzte. Hydractive II funktioniert im Prinzip wie Hydractive I, nur einige Details änderten sich. So gab es:
nun zwei statt einem Schaltventil für die Umschaltung hart / weich
die Umschaltung erfolgt nun in 4/100 Sekunden statt vorher 5/100 Sekunden
die Rechnerleistung wurde verdreifacht
Während bei Hydractive I durch betätigen des Schalters "Auto / Sport" die 3. Kugel abgeschaltet wurde, so wurde bei Hydractive II durch betätigen des nun "Norm / Sport"-Schalters lediglich die Kennlinien verändert, der Wagen bleibt im Hydractive-Modus, schaltet aber eher die 3. Kugel ab.
H1, H2, H3 und H4 werden oft mit Hydractive I und II verwechselt. Mit H1 bis H3 wurden die Rechner bei Hydractive I bezeichnet, seit Hydractive II gabs H4
Technik von Citroën : AntiSink
Hydropneumatisch gefederte Citroën senken sich ab wenn der Druck in der Hydraulikanlage entweicht.
Um dieses zu verhindern, wurde mit Orga-Nummer 6246 (laut CitDoks.de) am 14. Dezember 1993 AntiSink (franz. SC.MAC) verbaut.
Antisink bedeutet, dass der Wagen vorne und hinten Absperrventile hat, die beim Abstellen des Motors ein Absinken vermeiden. Startet man den Motor und neuer Systemdruck wird aufgebaut, öffnen die Ventile wieder.
Auch wenn überall von der AntiSinkKugel zu lesen und zu hören ist, verhindert aber keine Kugel das Absinken, sondern Ventile!
Die sogenannten "AntiSinkKugel" ist ein Leitungsdruckspeicher, der zusammen mit AntiSink verbaut wurde.
Dieser Leitungsdruckspeicher soll die Leitung zwischen Antisinkventil und Bremsventil bei abgestelltem Fahrzeug unter Druck halten. Im normalen Fahrbetrieb ist die diese Kugel ohne Funktion.
Den folgenden Text habe ich dem Forum des Andre Citroen Clubs entnommen:
"Warum muss diese eine Leitung unter Druck gehalten werden? Das Antisinkventil ist ein Dreikammerventil: eine Kammer in Richtung Hauptkreis, eine Kammer in Richtung hinterer Federung und eine Kammer -- das ist der Knackpunkt -- d a z w i s c h e n (!) zum Bremsventil. Im Fahrbetrieb verbindet das Antisinkventil den hinteren Federungskreislauf mit dem Bremsventil. Das ist dann so wie ohne Antisink. Stellt man das Fahrzeug ab, schliesst das Ventil, sobald der Druck im Hauptkreis unter den Druck des hinteren Federungskreises sinkt. Letzterer ist jetzt vollkommen abgetrennt und haelt somit laenger den Druck, sprich Antisink. So weit, so gut. Dummerweise haben wir jetzt aber ein Problem. Die Leitung zum Bremsventil verliert ziemlich schnell an Druck, weil das Bremsventil immer ein wenig leckt. Ohne Antisinkkugel (ooops, jetzt habe ich das boese Wort ja doch geschrieben, mea culpa...) und weil LHM nunmal nicht komprimierbar ist, wuerde der Druck in dieser Leitung schon nach sehr geringem LHM-Verlust auf Atmosphaerendruck fallen. Ist der Druck im Hauptkreis zu diesem Zeitpunkt noch nicht stark abgesunken (was normalerweise der Fall ist), macht es "KLACK" und das Antisinkventil ist wieder offen. Das waere es dann gewesen mit Antisink... 😞 Doch zum Glueck gibt es ja diese poese, poese, poese Antisinkkugel! Die gleicht den LHM-Verlust in der Leitung zum Bremsventil einfach aus, erhaelt damit den Druck und verhindert so das vorzeitige Oeffnen des Antisinkventils. Dazu ist sie da. Zu nicht mehr und nicht weniger."
http://www.xactiva.de/technik/antisink.html