Eingangs des heutigen Interviews gefragt, wann sie das letzte mal geholfen, also etwas in die Ukraine geschickt habe, überlegte Elwira Niewiera kurz und sagte sinngemäß: "Vorgestern, einen Bus voll mit Solarpaletten, Powerstations, also Akkus für Drohnen, Starlink und Funkgeräte". Sie schickt das, weil sie täglichen Telefonkontakt mit Soldaten und Soldatinnen in der Ukraine hat, die ihr sagen, was dringend gebraucht wird. Das war schon so in den ersten Kriegsmonaten. Im Ukrainekrieg kämpfen 40.000 Frauen, fast alle jung, und, da hier ab und zu mit der "Freiwilligkeit" kokettiert wird, keine von denen muss sich dem Kampf aussetzen. Die schreiben mit 21 Jahren ihren Eltern einen Brief, in dem sie sich entschuldigen, dass sie diesen Schritt tun. Natürlich fehlt es aber in der Ukraine gänzlich an Militärkleidung für Frauen. Nicht nur die organisierte Niewiera, sie legte auch noch Nachtsichtgeräte dazu.
Das alles macht sie nebenher, eigentlich schreibt die deutsch-polnische Autorin Theaterstücke oder dreht Filme. Ihr größter Erfolg gelang ihr mit dem Theaterstück, "The Hamlet Syndrom" für das sie viele Auszeichnungen in Europa, aber auch in den USA und Australien erhielt.
'The Hamlet Syndrom' startet heute als Film in den deutschen Kinos. Hier der Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=lbmFWXOhn4k&ab_channel=Balapolis
Die obigen Ausführungen habe ich heute früh in der Sendung "Im Gespräch" im Deutschlandradio gehört, hier der noch aktive Link, danach im Podcast nachhörbar.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/programm