Naja, wenn man nur die Aussage als solche betrachtet und die Verfasserin und deren Intention mal außer Acht lässt, ist diese leider richtig. Vergewaltigungen sind bekannte Kriegsstrategien.
Frau Wagenknecht schien aber implizieren zu wollen, dass es beide Kriegsparteien im jetzigen Krieg gleichermaßen tun. Das ist aber widersinnig (Ausnahmen bei gestörten psychopathischen Menschen gibt es immer), da das Ziel einer Kriegsstrategie die Unterwerfung des angegriffenen Volkes ist. Diese Strategie also am eigenen Volk zu benutzen ist sinnlos. (Und jetzt bitte nicht wieder mit der Unterdückung der Menschen in den Ostgebieten seit 2014 kommen, außerdem gibt es dazu durch die UN null Belege).
Frau Wagenknechts Antwort "weil die Welt ist wie sie ist" finde ich viel entlarvender. Es ist die Akzeptanz sämtlicher Gegebenheiten. Aus ihrer Sicht wohl nur die Akzeptanz der Unumstößlichkeit Putins bzw. seiner Handlungen. Sie sucht nur nach Veränderungen auf der anderen Seite u vergaloppiert u ver(b)rennt sich total.
Folgt man der Aussage, dass die Welt ist wie sie ist, ist das ein Totschlagargument (schwierige Wortwahl) für ALLES. Es muss nicht mehr über Waffenlieferungen, Selbstverteidigung, Täter und Verhandlungen philosophiert werden. Talkshows fallen dann auch weg, weil überflüssig. Das hat dann jede Seite hinzunehmen.
"Die Welt ist wie sie ist" könnte übrigens auch jeder 2. Moskauer u fast jeder Bürger Russlands außerhalb der größeren Städte gesagt haben, wenn man sich Interviews mit Russen (von Russen) im Internet anhört.
Das ist eine russische, traurige u resignierte Denke. Aber leider wird sogar diese immer mehr ersetzt durch vermehrte Zustimmung zum Angriffskrieg aufgrund von Falschpropaganda.