Matthias, schon richtig aber zu kurz gedacht. Wobei in deinem Beispiel der Speicher mit 8.000,-- Euro recht günstig ist. Wie groß ist der Speicher?
Nun zum Thema, ob man einen Speicher braucht, oder nicht. Der Speicher kostet dich Geld und kann eine bestimmte Menge Strom speichern. Damit kannst du letztendlich ausrechnen, was dich das Speichern des Stroms kostet. Wenn das Speichern des Stroms mehr kostet, als Strom vom Energieversorger zuzukaufen, dann lohnt sich das Investment nicht. Außerdem ist der Speicher mit Verlusten behaftet, bei einem Rechner von Varta geht man bei meinem Rechenbespiel davon aus, dass ich knapp 2.000 kWh reinlade, aber nur 1.600 kWh rausbekomme. Das wäre ein Wirkungsgrad von 82%. https://www.varta-ag.com/de/konsument/produktkategorien/energiespeicher/berechnungstool
Gehen wir als Beispiel mal davon aus, dass der Speicher hilft, pro Jahr 2.000 kWh auf die Seite zu schaffen und später zu verwenden. Weiter gehe ich von einer Lebensdauer von 10 Jahren aus. 10 Jahre x 2000 kWh/Jahr = 20.000 kWh. Diese 20.000 kWh kosten dich 8.000,-- EUR, pro kWh also 0,40 Euro. Hält das Ding 15 Jahre, sind es 30.000 kWh und 0,267 EUR pro kWh. Der Speicher lohnt sich also nur, wenn der Strompreis abzüglich Einspeisevergütung (aktuell 8,5 Cent meine ich) höher als der Betrag für die Speicherung pro kWh ist. Ab einem Strompreis von mehr als 0,485 Euro (1. Beispiel) oder 0,325 EUR (2. Beispiel) wäre Speicher rentabel. Und wenn jetzt noch der Saidi von Finanz-Tipp kommt, und sein 8.000 Euro Investment verzinst haben möchte, lohnt sich der Speicher gar nicht mehr. Speicher müssen also noch viel billiger werden, um sich richtig zu lohnen. Wenn man seinen Verbrauch in Zeitfenster schieben kann, in denen man Sonne satt hat, wird die Bilanz des Speichers noch schlechter.
Viele Grüße
Fred