Weiter oben wurde ein Dokument verlinkt, dem zu entnehmen ist, dass gerade mal 250Mio. pro Anlage in D versichert sind. Zwei weitere Milliarden müssten die Betreiber übernehmen, haben sich aber zum Geld sparen gegenseitig Versichert. Die haben aber nur etwa 40Mrd. Vermögen, und ob dann was davon verstrahlt und damit entwertet würde, kann man nicht ausschliessen. Geschätzt werden die Kosten eines SuperGAU jedoch auf zarte 6.250Mio €.
Sieht für mich nicht danach aus, als ob die Betreiber für Schäden aufkommen. Ihr Vermögen, woraus sie mit 40Mrd. Wert 2Mrd. abdecken wollten, dürfte angelegt sein, hauptsächlich in Betriebsmitteln und Anlagen. Die sind nach einem SuperGAU entweder entwertet durch Verstrahlung oder weil sie niemand mehr haben will. Die 250Mio. von Versicherungen dürften gerademal die Verfahrenskosten in zehntausenden Schadensersatzprozessen decken, oder alternativ den Versorgerschaden der Feuerwehrleute der ersten Angriffswelle (1Mio pro Person, davon ausgehend, dass die danach Erwerbsunfähig werden. Todesfälle sind billiger), vielleicht auch nicht mal ganz, je nach dem, wie viele das dann sind. Mehr kaum.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152250/umfrage/stromerzeugung-aus-kernenergie-in-deutschland-seit-1998/
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/atomausstieg-atomstrom-importe-101.html
Es ging um 35TWh Atomstrom, die D 2022 noch hatte. Das war noch vor dem Streckbetrieb, als der Anteil dann auf 5% und weniger sank.
Im gleichen Zeitraum exportierte Deutschland 26.28TWh Also etwa den Anteil, den man noch im Streckbetrieb mit den AKW erzeugte. Da ist noch kein Zubau und kein Kohlestrom drinnen. Das geht auf, und wenn mal ein, zwei Jahre nicht, dann später wieder.
Wenn im ersten Quartal soviel Leistung zugebaut wurde an erneuerbarem Strom, wie die AKW produzierten, und die zu so gut 10% ausgelastet sind, dann hat man an guten Tagen jetzt schon keine Lücke, an nicht so guten bis Ende nächsten Jahres. Das ist im Zweifel schneller, als man die AKW revidieren und neue Brennelemente einkaufen kann.
Den fehlenden Stromtrassenausbau kann man dem gleichen Söder anlasten, der jetzt übers Atom-Aus heult. Genau deswegen tut er das. Weil er nun damit rechnen muss, dass der Strom teurer wird, weil jetzt der Netzausbau nachgeholt werden muss, den der Norden schon hat, und man gleichzeitig die Windräder vermisst, die in den letzten Jahren mit der 10h-Regel und anderem Quatsch verhindert hat.
Und nein, man kauft sich den Sprit nicht vor dem Auto. Man überlegt sich aber, wie viel Sprit ein Auto verbrennen darf, bevor das zu teuer wird. Insofern gibt es da schon ein Vorausdenken. Da der Strom nunmal Leitungen braucht, müssen die stehen, bevor der Strom da sein muss.