@RalphB ich empfehle schon seit mindestens 20 Jahren, allen Leuten mit denen ich über das Thema rede, am Ende einer Reise die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit zu betrachten und zukünftige Fahrten an der zu orientieren weil das gut für Umwelt, Verkehrsfluss, Stresslevel und den Geldbeutel ist. Nach einigen Fahrten hat man dann ganz schnell die ideale persönliche Reisegeschwindigkeit ermittelt.
....nunja, einige wenige konnte ich laut Rückmeldung wohl überzeugen aber die Masse macht weiter ihr Ding und wundert sich über Staus.
Die wenigsten dürften überhaupt Durchschnittsgeschwindigkeiten von 100 erreichen, gerade bei Distanzen über 100km Entfernung halte ich das in Deutschland tagsüber für reine Utopie, da dürfte sich das in der Regel bei max. 75km/h bewegen. Jeder Stop an Ampeln, Vorfahrtsstraßen, wegen Staus oder Pausen drückt die Durchschnittsgeschwindigkeit drastisch nach unten. Fährt man die gleiche Strecke erneut und mit exakt der errechneten Durchschnittsgeschwindigkeit, dann wird man feststellen das man nur unwesentlich länger brauchte (weil natürlich immer noch das genannte einwirkt aber längst nicht mehr in dem Maß) aber deutlich sparsamer und entspannter unterwegs war. Meine Empfehlung ist es mit etwa 5km/h mehr als max Geschwindigkeit zu fahren als man an Durchschnitt errechnet hat, das Ergebnis ist dann der beste Kompromiss weil man noch etwas weniger Zeitdifferenz bei minimal höheren Kosten hat.
Fährt man länger, d.h. auch in die Nacht hinein oder über Nacht, dann sollte man zum tagsüber errechneten Wert 15km/h zugeben als max. Wert für die ganze Distanz, je nach dem wann man losfährt.
Das muss man aber selbst erfahren, erzählen kann ich viel.
Mit Anhänger relativiert sich das ganze erheblich und auch wenn ich damit max. 80km/h fahre dann kalkuliere ich meine Routen mit 60km/h Durchschnitt, was meistens Perfekt passt, je weiter, desto genauer ....wenn nicht unvorhersehbare Zwischenfälle eintreten wie z.B. die drei jeweils einstündigen Polizeikontrollen der letzten Tour Da ich durch die vielen und langen Gespannfahrten eine Art Tempomat im Gasfuß entwickelt habe bin ich in der Regel in der weiteren Umgebung meines Wohnorts auch meist mit 80 unterwegs, fahr ich wirklich mal Solo eine weitere Strecke, dann Überland mit 90 und auf den paar Kilometern Autobahn, die ich immer integrieren muss in die Routenwahl, weil es Regionen gibt die Alternativ nur durch Ortschaften führen, dann fahre ich da 100. Mehr macht absolut keinen Sinn.
Wenn man diese gesammelten Erfahrungen kombiniert mit der Verantwortung Rohstoffe und CO² einzusparen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und allgemein Verantwortungsbewusst zu handeln, dann muss man einfach zu dem Schluss kommen das ein Tempolimit von 100 auf der Autobahn und von 80 auf der Landstraße sinnvoll und nötig ist.