Zu Telepolis:
Neuber, der neue Chefredakteur, ist meines Erachtens Teil eines Linkspartei-Rackets um Wagenknecht, Dehm & co., das den Laden übernimmt, ihn von radikaler Kritik säubert und langsam auf eine opportunistische und rechtsoffen-populistische Wagenkencht-Linie bringt.
Telepolis scheint mir auf dem besten Weg, sich zu einem Querfront-Organ zu entwickeln. Ich kann vor diesem Organ nur eindringlich warnen – selbst wenn dort noch einige Linke oder kritische Stimmen geduldet werden sollten, um eine Zeit lang den Schein zu wahren. Zudem halte ich einen Boykott dieser „Nachrichtenquelle“ inzwischen für notwendig, auch wenn dort noch sporadisch vernünftige Texte publiziert werden sollten.
Nochmals: Telepolis ist keine kritische Nische im deutschen Medienzirkus mehr – meiner Ansicht nach besteht Neuberts Aufgabe faktisch darin, die bröckelnde Fassade eine Zeit lang noch aufrecht zu erhalten, indem rechtsoffener Opportunismus als Opposition verkauft wird.
Telepolis war früher eine Anomalie in der deutschen Medienlandschaft, eine offene Plattform, also für alles mögliche offen, auch für fortschrittliche, kritische wie uach reaktionäre, problematische Artikel – deswegen konnte ich auch dort, trotz aller schon immer gegebenen Einschränkungen, immer wieder Texte unterbringen, die eine radikale Kritik formulierten. Diesem „offenen“ System stülpt nun das Linkspartei-Racket um Neuber seine Ideologie, diese Querfrontlinie über, es fällt nur von Aussen nicht so auf.
( geschrieben schon 2021!)
https://www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch/gesellschaft/medien/telepolis-kritik-am-online-magazin-6755.html
und:
http://nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26441
und, weil du Wiki ja so magst:
Telepolis bietet vom sogenannten Mainstream abweichenden Meinungen zu zeitgeschichtlichen Themen ein Forum. Bereits zwei Tage nach den Terroranschlägen am 11. September 2001mutmaßte Mathias Bröckers in einem Beitrag auf Telepolis, die Bush-Regierung habe die Attentate mit Absicht geschehen lassen. Aus dem einen Artikel wurde im Lauf der Zeit eine Verschwörungsserie, die Bröckers zu einem Star der Truther-Szene machte[14] und ihm von Wolfgang Wippermann Antisemitismusvorwürfeeinbrachte.[15] Der Amerikanist und Verschwörungstheorieforscher Michael Butterreihte Telepolis 2019 ein in die alternativen Medien wie KenFM, NachDenkSeiten oder Rubikon, die alle eine Gegenöffentlichkeit zu den traditionellen Qualitätsmedien und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bilden würden. Laut Butter bedienen sie Verschwörungstheorienwie die von der „Lügenpresse“ und verkaufen diese als seriöse Nachrichten
Da sieht man mal wieder: aufpassen, gegenlesen und kritische Stimmen hören.