Früher sagte man: Ein Dummer kann mehr Fragen stellen, als sieben Weise beantworten können. Die Gleichberechtigung der Geschlechter vollzog sich auch in dieser Disziplin.
"Rückfrage" (statt Frage) ist natürlich sowas von Mädchensprache. Im Normalfall einer Konversation (unter Männern) bedeutet "Rückfrage", im Grundsätzlichen, aber auch in den Details ist man sich einig. Aus einem Harmoniebedürfnis, einem Windhauch von Irritation oder einem starken Redeverlangen, stellen manchmal selbst gestandene Kerle, weil sie wissenschaftlich gesehen angeblich auch über diese gewissen anderen Chromosomen verfügen, eine Rückfrage.
Wenn das aber einer Frau passiert, nein, das muss ich anders formulieren, denn das (dass sie noch eine Rückfrage aus all den genannten Trieben hat) widerfährt ihr immer... Bleibt die Antwort auf eine sogenannte "Rückfrage" aus, weil nicht jeder will mit jemanden nur so reden, nur weil sie reden will und dabei offensichtlich gar nichts verstanden hat. Zuerst sollte sie viel nachdenken, bevor sie eine Frage, keine Rückfrage, stellt.
Wer wegen einer Rückfrage anruft, den tröstet selbst ein Anrufbeantworter, denn eigentlich weiß er, dass es so ist, wie er denkt. Insofern ist ihre Lieblingsformulierung - "da kommt dann nichts" - in zweierlei Weise enttarnend. Wo nichts ist, da kann nichts hinkommen, das wäre geistige Ressourcenverschwendung und, wenn man etwas verstanden hätte, dann erübrigt sich jede Rückfrage, sollte aber eine (aus all den und noch vielen anderen Trieben) herausgerutscht sein, dann sollte man nicht darüber jammern, sondern froh sein, dass "nichts kam".