Ich wollte eigentlich mal einen Bericht für hier schreiben, bin dann aber irgendwie nicht dazu gekommen. Inzwischen weiß ich auch nicht mehr alle Details, aber sowohl meine Frau als auch ich hatten ein ganz komisches Gefühl bei der Sache. Wir waren uns eigentlich fast schon sicher, diesen Camper bestellen zu wollen, aber nach der Veranstaltung war das gegessen.
Es waren zum einen die Leute dort. Die ganze Firma scheint nur aus Chefs zu bestehen (CEO, COO, CSO, CFO usw.). Keiner davon hat eine Ahnung von E-Mobilität, jedenfalls konnte uns der anwesende C-irgendwas keinerlei Details zu den Batterien, der Ladetechnik oder dem Motor nennen. Und zwar nicht, weil es geheim war, sondern er hatte schlicht keine Ahnung. Er war sich aber ganz sicher, dass man mit dem Camper mit einer 15kWh-Batterie 200km weit kommen würde. Bei dem cw-Wert! Never ever!
Der vorgesehene Austausch der riesigen und schweren Batterien unterwegs ist heftig aufwändig, es wird aber damit geworben, dass man mit zwei Ersatzbatterien (und insgesamt 45kWh) 600km weit kommen soll. Wenn man zwei dieser Batterien mitnimmt, dann kann man ganz sicher nicht mehr drin campen.
Die billige Verarbeitung fand ich ok, die Autos sind ja auch billig. Und ich bin auch Enten-Fan.
Die Ladekante des Transporters ist noch höher als beim VW T2 und der Laderaum daher echt winzig.
Die Raumaufteilung ist so unpraktisch, dass die kleinen Busse noch weniger Platz bieten als man vermuten würde.
Der Einstieg bei der E-Isetta war dermaßen ungünstig gestaltet, dass ein normaler Mensch (nicht ich, aber z.B. meine Frau) kaum ohne externe Hilfe ein- und aussteigen konnte.
Das ganze Gehabe dieser Verkaufsprofis war absolut durchschaubar. Für mich sind das typische StartUp-Leute, die jedem Investor das Ohr wegkauen und nur in einem wirlich gut sind: im Geld einsammeln.