Ich würde vermuten, dass die Tartiflette eine Weiterentwicklung auf der Grundlage des Gratin Dauphinois ist, in dem Käse (zumindest traditionell) verpönt ist.
Was ich beiden Gerichten mag: Dass ein einfaches Gericht mit qualitativ hochwertigen Produkten von wahrer Delikatesse sein kann. Und das hat nichts mit horrenden Preisen zu tun. Wir kaufen Kartoffeln z.B. bei einem örtlichen Bauern/Händler, der regional zukauft und vertreibt. Er verkauft nur eine Sorte (Belana). Für 5 kg nimmt er 8 EUR. Nicht wenig, aber geschmacklich immer top, haben auch gar nichts mit dem (Bio-) Bullshit aus dem Supermarkt zu tun. Zwiebeln: Der blaue Discounter, der sich nach eigenen Angaben lohnt, hat bei uns "Zwiebeln aus Roscoff" für 3,79 EUR/kg-Zopf im Angebot. Daneben noch franz. Schalotten von "Prince" de Bretagne. Beide Produkte sind im Vergleich zum deutschen Standard geradezu überragend.
Beide Rezepte stellt übrigens auch François-Régis Gaudry vor. Ein (bodenständiger) Gastro-Journalist, der einen Kanal über France-Inter hat. Ich sehe seine Videos sehr gerne. Hat auch ein wunderschönes Buch über die französische Küche herausgebracht.
https://www.youtube.com/watch?v=BYJ-BYNW0-o
Ein Tartiflette-Rezept stellt übrigens auch Chef Michel Dumas, ein kanadischer Koch vor. Sooo coool der Typ!
https://www.youtube.com/watch?v=QAI5BTuQZ1k