Ich habe heute wieder etwas getüftelt. Es diente er Erprobung und dem Verständnis. Aber auch um mit Fakten und Erkenntnissen zu dienen. Es geht um die Federkugeln und Druckspeicher. Da ich ja im Zuge der Kernsanierung die 7 Kugeln auf Tecnosir Befüllventile umrüsten werde habe ich heute ein wenig experimentiert.
Da ich nun einige Altkugeln übrig habe und den Akt des Umrüstens gern an einer unwichtigen Kugel durchexerzieren wollte habe ich mit mir die vordere Radkugel mit 20bar Restdruck genommen.
Das Material lässt sich wirklich sehr gut bearbeiten. Analog der zwei hier existierenden Anleitungen habe ich den Knubbel abgesägt, plan geschliffen und mit 600er fein geschliffen. In der Ständerbohrmaschine vorsichtig den 6mm Bohrer leicht eintauchen lassen bis der Druck entwichen ist. Dieser entweicht bereits nachdem man die Außenhaut durchbohrt hat. Danach kommt eine gelb verzinkte Schicht und schlussendlich Kunststoff. Da ich nicht wusste wie weit ich bohren kann und muss, keine Schnittbilder gefunden habe und auch so nicht erkennen konnte habe ich in kleinen Schritten weiter gebohrt. Fakt ist man ist erst fertig wenn der obere Kunststoffteil durchgebohrt ist. Das sind rund 7 bis 7,5 mm. Durch das mehrmalige absetzen hat sich der Innendeckel verrückt und das Bohrloch fluchtete nicht mehr mit dem Loch in der Außenhaut der Kugel. Damit weiß ich bei den anderen Kugeln werde ich die Bohrung in einem, maximal zwei Schritten fertig bohren. Denn die Bohrlöcher ließen sich nicht mehr in Flucht bringen. Nun konnte ich keine Membrane fühlen oder erleuchten. Da ich mir weder vorstellen wie das da drin aussieht und auch nicht weshalb der Innere Deckel verklemmt war aber ich dien Kugel mal obduziert und interessante Erkenntnisse gewonnen, die ich euch keineswegs vorenthalten will. Zunächst ist es unter keinen Umständen möglich die Membran zu erwischen denn selbst wenn sie nach oben zum Bohrloch gestellt wäre sind reichliche cm Platz. In meinem Fall war sie nach unten gestülpt und lag sozusagen am anderen Gegenende an, weshalb ich sie auch nicht ertasten konnten. Innerlich konnte ich zwei Löcher der inneren Membran feststellen und auch unterhalb am Metallteller hatte sie schon leichte Rissbildung. Lange, selbst bei Neubefüllung, wäre das nicht mehr gut gegangen. Die Wandung der Kugel beträgt am Außenrand etwa 4,5mm, also wirklich sehr stark. Das Befüllventil sitzt etwa bündig unter dem Kunststoffgehäuse in montierter Position. Ich hätte in dem Fall einfach nochmal durch das verrutschte Innengehäuse durchbohren können, denn es ist so dünnwandig das es hier primär auf das Gewinde in der Kugel selbst ankommt. Wem das also mal passieren sollte, einfach den Bohrer nochmal durchschicken. Hauptsache die Kernlochbohrung im Gehäuse bleibt auf 5,6 bis 6mm. Ich jedenfalls fand das sehr Interessant und weiß nun genau wo und wie das Ventil angebracht ist, wo die Bohrung sitzt und wie die Kugel im generellen aufgebaut ist. Achja das Gewinde kann einige Kraft im Schraubstock ab, vorrausgesetzt man schütz es mit Pappe und benutzt Alubacken. Ich bin wirklich nicht zimperlich damit umgegangen um bei den richtigen Federkugeln alles richtig zu machen. Ich hoffe dem Einen oder Anderen hilft das hier weiter. Mir hat es das.
Membran unten Rissbildung
Unter Kugelteil
Entfernung Membran vom oberen Teller
Membran beschädigt
Befüllventil eingesetzt
Fast 20mm bis zur nach oben gestülpten Membrane