Da kann ich auch eine Kleinigkeit dazu beitragen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt drei Autos. Einen Citroen XM Break ES9J4 Bj. 1997, einen Subaru Legacy BD 2,2i Bj. 1994 als Redundanz zum XM und einen Opel Manta B 1,9 GT/E Bj. 1976 als Klassiker/Sommerauto.
Der XM war mein modernstes Auto, dennoch bin fest ich davon ausgegangen, dass er mich eines Tages nicht wie gewünscht ans Ziel bringen wird. Aber der Erste, der den Dienst verweigert hat war der Opel "der Zuverlässige". Er hat sich auf der A7 Richtung Kempten mit einem kapitalen Motorschaden verabschiedet. Spontaner Leistungsverlust bis zum Stillstand. Es stand eine Rückreise mit dem ADAC an, und der Manta bekam einen neuen Motor. Der nächste, der den Dienst versagte, war der japanische Samurai, der eigentlich immer kämpft. Auf der Heimfahrt von der Arbeit (56km einfach) hat er nach ca. 5 km die Abgabe von Leistung rigoros verweigert. Die Rückreise erfolgte erneuet mit den gelben Engeln. Der Grund für die Arbeitsverweigerung war der zweite Katalysator (der Legacy hat aufgrund der Ausmaße zwei Katalysatoren in Reihe), der sich in selbstzerstörischer Absicht zerlegt hat, und den Auspuff dicht gemacht hat. Der Einzige, der bisher immer angekommen ist, ist der Citroen XM. Ich hätte bei dieser Fahrzeugauswahl absolut nicht auf diesen Wagen gewettet.
Ein anderes Mal war ich mit einem Kumpel auf dem Motorrad Richtung Ex-Jugoslawien unterwegs. In Italien haben beide Motorräder quasi zur gleichen Zeit den Geist aufgegeben. An meiner Kiste, einer Yamaha FZ750 hat der Kuplungsnehmerzylinder aufgegeben und die ganze Kupplungsflüssigkeit ist ins Getriebe gelaufen und hat damit das Motoröl verdünnt. Man konnte nur noch ohne Kupplung schalten. Bei meinem Kumpel mit einer Triumph 900 Tiger hat der elende Dreizylinder rumgespackt, dass die Kiste nicht mehr fahrbar war. Zum Glück hatte ich in der Ecke einen Bekannten, bei dem wir die Kisten stehen lassen konnten, und den Urlaub mit einem seiner Autos fortsetzen konnten. Aber das Problem war, dem ADAC klar zu machen, dass zwei Motorräder von zwei ADAC-Mitgliedern an einem Ort zur gleichen Zeit stehen geblieben sind und nach Deutschland zurück transportiert werden müssen. Aber die Krönung war dann, dem ADAC klar zu machen, dass wir NUR ein Auto für die Rückreise benötigen, das aber etwas größer ausfallen sollte, wegen des vielen Gepäcks (Koffer, Helm, Motorradklamotten, sonstiges Gepäck...). Der ADAC hat fast alles hinbekommen, bis auf das größere Auto. Wir bekamen einen 3-Zylinder-Polo und mussten/wollten den Fahrzeugzusteller auch wieder mit zurück nehmen. Er hat uns das Auto aus Rosenheim gebracht. Wir hätten ihn auch am nächsten Bahnhof absetzen können, aber Rosenheim lag eh auf unserem Rückweg, da haben wir ihn mit zurück genommen. Aber ich schätze, dass er dieses Angebot danach nicht mehr angenommen hat, er hat sicher darauf bestanden, am nächsten Bahnhof abgesetzt zu werden. Mit diesem elenden Polo kann man nur digital fahren: 0 oder 1. Das mag für Mitfahrer befremdlich wirken. Bei der Ankunft in Rosenheim hat er fast den Papst gemacht (aussteigen und den Boden küssen). 😉
Gruß Joachim