Abschluss und Fazit:
Nach insgesamt 25 Tagen konnte ich meinen Pluri vollständig repariert wieder übernehmen. Die lange Zeit war aber auch meiner etwas längeren Abwesenheit aus der Region geschuldet. Mittlerweile bin ich mit meinem Pluri auch schon wieder über 1.000 Kilometer völlig störungs- und problemfrei unterwegs gewesen.
Die Firma stg24 aus Berlin hatte an meinem vorhandenen Motorsteuergerät die Stehkontakt-Buchse mit einem gut erhaltenen Gebrauchtteil erneuert, innerhalb von drei Arbeitstagen. Nach einem Funktions-Check geben Sie ein Jahr Garantie auf diese Reparatur. Kosten: 180 € inklusive allem.
Einer der drei Buchsenstecker vom Kabelbaum war dementsprechend ebenfalls vergammelt und musste ersetzt werden. Ein gut gebrauchtes Ersatzteil war aus dem semi-professionellen Pluriumfeld unseres Kreises hier für einen angemessenen kleinen Taler beigesteuert worden.
Mein traditionsbewusster “Ex-Freundlicher“ im märkischen Oderland, der sowohl den Fehler relativ schnell identifiziert, das Steuergerät ausgebaut, den Kabelbaum-Buchsenstecker mit über 20 Litzen umgelötet und am Ende alles wieder eingebaut hat, hat dafür insgesamt lediglich zweieinhalb Arbeitsstunden berechnet. Das finde ich angemessen und fair.
Alles in allem hat mich dieser Schaden jetzt sechseinhalb Hunnies gekostet, inklusive Mietgebühr für einen Kfz-Anhänger, inklusive Spritkostenanteil für den Kollegen, der mich einmal mit seinem SUV mit Anhänger + Auto drauf und einmal ohne Anhänger jeweils zweimal 60 km hin und her chauffiert hat (=> 240 Km), inklusive “Spende“ für die liebevolle Bereitstellung eines gebrauchten Buchsensteckers und inklusive der beiden Werkstattrechnungen.
Klar, mit dem Geld hätte man viele andere schöne Sachen machen oder kaufen können. Und geplant war dieser Kostenfaktor jetzt auch nicht unbedingt. Aber vor dem Hintergrund, was alles sonst hätte kaputt sein können, insbesondere auch hardwaremäßig an Motor und/oder Getriebe, habe ich das Gefühl, doch noch mal mit einem blauen Augen davon gekommen zu sein.
So weit der Abschluss dieses völlig unerwarteten, am Ende aber doch beherrschbaren “Gammel-Defekts“.
Und ja, durch das Abschneiden und Neuverlöten der einzelnen Litzen kann es meines Erachtens jetzt keine Kapillarverbindung mehr zwischen Thermostat-Gehäuse/Thermosensor und Steuergerät geben.
LG, Saint-Ex