Bisher waren alle Anlasser aus Autos - so ca. 10 Stück, alle weit über 20 Jahre alt - die ich auf der Werkbank liegen hatte,nicht wirklich defekt. Jedesmal das gleiche Bild: Im Magnetschalter ist eine Art Kolben verbaut, der Recht passgenau in einem Zylinder laufen soll.(Das ist die Mechanik, die das Ritzel ins Schwungrad zieht und am anderen Ende gleichzeitig den Stromfluss für den Motor herstellt). Besagter Kolben wird in der Büchse mit Fett geschmiert. Im Laufe der Jahrzehnte ist das Zeugs derart verharzt, dass es nicht mehr schmiert, sondern schon eher klebt. Das erklärt, warum die Ausfälle temperaturabhängig sind und die Methode "mit dem Hammer eins auf den Magnetschalter" hilfreich sein kann. So wars bei allen von mir zerlegten Anlassern. Kolben und Büchse mit Benzin reinigen und anschließend mit HT- oder Silikonfett schmieren und sie liefen alle wieder.
Einmal auf der Werkbank liegend, habe ich sie mir genauer angeschaut. Die übrigen Lagerstellen konnten ebenfalls mal wieder Fett vertragen. Meine Intention,bei der Gelegenheit auch gleich die Kohlen zu tauschen,erwies sich bei ALLEN Anlassern als überflüssig, da war stets ( bei Laufleistungen jenseits der 200tkm) noch reichlich Substanz drauf, alle Kollektoren wiesen Laufsspuren auf, waren aber ok. So genügte es in dieser Abteilung stets, den größten Teil des Kohleabriebs mit Bremsenreiniger herauszuspülen.
Dass kannst als Reparaturanleitung auffassen oder dir daraus eine Kaufempfehlung ableiten, da du nun weißt, voran ein von wem auch immer gefertigtes Teil mit größter Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal verrecken wird.