Hallo Hartmut,
Klingt gut. Wenn du Beratung in Sachen Wärmepumpe suchst, würde sich das Forum von der Seite Haustechnikdialog anbieten:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/30/Waermepumpen
Viele Heizungsinstallateure haben leider wenig Ahnung von Wärmepumpen und konfigurieren die Dinger wie herkömmliche Heizungen. Die Folge sind zahlreiche Schaltintervalle pro Tag, weil die Wärmepumpe ein bisschen heizt, dann abschaltet und 10 Minuten später wieder nachheizt. Besser ist es, die Wärmepumpe lange Takte laufen zu lassen. Planst du einen Pufferspeicher, außer vielleicht für Warmwasser? Pufferspeicher vermindern die Effizienz der Wärmepumpe und sorgen manchmal für ein merkwürdige An- und Ausschaltverhalten. Die Vorlauftemperatur so wählen, dass du das Haus warm bekommst, die Wärmepumpe aber nicht unnötig oft takten muss. Oft empfehlen die Wärmepumpenauskenner, dass man die Einzelraumregelung (ERR) abschaltet (im Zweifelsfall alle Thermostate voll auf), das glättet die Temperaturkurven und sorgt für eine bessere/effizientere Regelung der Wärmepumpe. Unterschiedliche Temperaturen in diversen Räumen erreicht man dann mittels hydraulischem Abgleich und über die Anpassung der Heizkurve (das ist eine Fleißaufgabe, die kein Heizi macht, da muss man selber ran oder mit den diversen Unzulänglichkeiten leben).
Die Ölheizung als Unterstützung für sehr kalte Perioden ist keine schlechte Idee. Schau dir einfach mal an, ab welcher Temperatur die Arbeitszahl deiner Wärmepumpe nicht mehr deinen Vorstellungen entspricht und stelle die Sache so ein, dass unterhalb dieser Temperatur die Ölheizung heizt. Bei uns sind das etwa 0°C, wenn man bei Temperaturen um die 0°C den Kaminofen (wassergeführt) anmacht (da reichen bei uns etwa 5-6 Stunden aus, Haus nach KfW55), hat die Wärmepumpe ca. 24 Stunden Pause.
Beim Speicher für deine PV musst du schauen, vermutlich bekommst du den im Winter nicht voll und im Sommer nicht leer. Im Endeffekt muss man den Preis des Speichers und die Ladeverluste auf die Nutzungsdauer umlegen und bestimmmen wieviel Cent pro kWh das Speichern kostet. Ist der Speicherpreis niederiger als der Strompreis abzüglich Einspeisevergütung, dann sollte man den Speicher anschaffen, ansonsten nicht speichern und aus dem Netz beziehen. Eventuell auf mehr PV gehen...
Viele Grüße
Fred