Ein Vergleich zwischen zwei Fahrzeugen die in ihrer Entwicklung 20 Jahre auseinanderliegen, ist doch wenig ergiebig. Als der C6 raus kam waren alle gespannt, ob sich wieder das CX Fahrgefühl ergibt.
Schnell war klar: Nein. Und es war eigentlich eine ziemlich törichte Hoffnung rückwirkend betrachtet. Vielmehr wurde häufig wippen von hinten etc.etc....beklagt. Letztlich mussten ja über die Jahre einstellbare Stabiknochen (oder so ähnlich) hinten Abhilfe schaffen. Und Citroen wiederholte die größte Fehlentscheidung beim CX: Keine grosse Heckklappe mit umlegbaren Sitzen. Damit wären sicher höhere Verkaufszahlen möglich gewesen. Für mich ist der C6 nach anfänglicher Begeisterung gefühlt schnell gealtert. Vor allem innen, da ist er schon stellenweise arg langweilig bzw. konnte den extravaganten Schwung der Karosse nicht weiterführen. Das konnten bereits 2-3 Jahre später die Konkurrenten besser. Auch von der Optik/Haptik her. Selbst der C5 aus dem selben Hause. Ich nehme an, bereits 2009 ist das Aus des C6 beschlossen worden, deshalb nur noch Motor-Upgrade. Als ich 2008 erstmalig einen XJ 6 2.7 fahren konnte war endgültig klar: C6 - bei mir nicht. Der Unterschied zum Luftfahrwerk ist für mich zu marginal. Konnte kürzlich einen erwerben, wird mein Luxus- Langstreckenauto.
Dem Marco-Bashing kann ich mich so auch nicht anschließen. Er hat wie jeder sein Spezialgebiet , wo er sich richtig gut auskennt und Bescheid weiss. Und eben Neuland, wo er sich rein tasten muss. Hier Schlüsse Richtung Schlichtheit oder Proletengehabe zu formulieren, finde ich unangemessen und absolut Fehl am Platze.
Im großen und ganzen ist doch sein Eindruck vom C6 ganz positiv - auch weil der C6 2006 die Ansprüche der potentiellen Kunden der Mitbewerber treffen musste, um sich zu behaupten. Also kein Wunder, dass er den Wagen auch "von unten ganz normal" einstuft. Die "unsicheren" Eindrücke vom CX werden sich nur verflüchtigen, wenn er damit 2 Wochen in Urlaub fahren würde - völlig normal. Dennoch ist der CX eben heute ein "sehr anderes" Relikt aus anderen Zeiten.
Nochmal zu Marco: Einem C-Kadett Kombi Tuning zu verpassen, war schon zu Produktionszeiten völlig normal. Und naheliegend. Denn man konnte sich der Aggregate neuerer Opel bedienen. Motoren, Achsen, Bremsen, Getriebe- alles gaben die Regale der Autoverwertungen her. Z.B der Umbau der 3-0 24v Reihensechszylinder in kleinere/ältere Modelle war damals einer der feuchten Träume nicht weniger Opelaner. Und sowas war bei allen deutschen Marken möglich. Über diese Möglichkeiten habe ich sie immer beneidet. Bei den Hydropneumaten herrschte in diesen Regalen immer gähnende Leere. Bis zum Schluß.🥲
Ich war noch ein nie Orginalitätsfetischist, aber ich verstehe und akzeptiere es. Aber man sollte auch die anderen machen lassen, wie sie möchten und nicht herabwürdigen.
Beim C-Kadett-Kombi kann man alles so machen, dass man wieder auf Original rückrüsten könnte. Machen wird das niemand, wenn er mal den 2 Liter mit 150 PS mit Dellorto-Sound, Konis und fetten Bremsen gefahren ist.🙃