Ansprache von Moshe Dayan nachdem ein (sorgloser) Soldat an der Grenze umgebracht wurde. Er will damit keineswegs zum Frieden aufrufen, an anderer Stelle heißt es, man solle nicht denen Gehör schenken, die dazu aufrufen, die Waffen niederzulegen, da die Gegenseite die Schwäche sofort nutzen würde. Ich empfinde das als offenes und ziemlich ehrliches Statement, das die Ursache des Hasses mal nicht ausklammert.
„Gestern am frühen Morgen wurde Roi ermordet. … Lasst uns heute nicht die Schuld auf die Mörder schieben. Warum sollten wir ihren brennenden Hass auf uns erklären? Seit acht Jahren sitzen sie in den Flüchtlingslagern in Gaza, und wir haben vor ihren Augen das Land und die Dörfer, in denen sie und ihre Väter wohnten, in unser Eigentum verwandelt. Nicht unter den Arabern in Gaza, sondern in unserer eigenen Mitte müssen wir nach Rois Blut suchen. Wie konnten wir die Augen verschließen und uns weigern, unserem Schicksal ins Auge zu sehen und das Schicksal unserer Generation in seiner ganzen Brutalität zu erkennen? …
Wir werden heute mit uns selbst abrechnen; wir sind eine Generation, die das Land besiedelt, und ohne den Stahlhelm und den Schlund der Kanone werden wir nicht in der Lage sein, einen Baum zu pflanzen und ein Haus zu bauen. Lassen wir uns nicht davon abhalten, den Abscheu zu sehen, der das Leben von Hunderttausenden von Arabern um uns herum entflammt und erfüllt. Wenden wir unsere Augen nicht ab, damit unsere Arme nicht schwächer werden. Dies ist das Schicksal unserer Generation."
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