Salut à tous!
Es gibt einen Neuzugang zu den Alltagsfavoriten. Bevor ich ihn hier beschreibe, musste er sich selbstverständlich belastbar bewähren. Ich koche dieses Gericht nun seit über einem halben Jahr regelmäßig. Und ich könnte es (wirklich!) nach wie vor dreimal die Woche essen.
Das neue Traumzeug für den Alltag heißt "Linsencurry".
Die guten Nachrichten:
Das Rezept ist absolut simpel!
Das Curry lässt sich hervorragend einfrieren und schreit deshalb geradezu nach einer üppigen Portion
Das Zeug ist in hohem Maße gesund.
Man braucht keinen Weinkeller, ein Bier ist ein absolut hervorragender Begleiter dazu.
Das Gericht ist sehr sehr preiswert!
Die realistischen Nachrichten:
Es braucht eine gewisse Zeit der Zubereitung, die für diejenigen, die regelmäßig kochen, allerdings lächerlich ist. Für die anderen: ein schönes Bier oder ein schöner Wein zur Zubereitung lässt die Zeit verfliegen.
Die Brühe, die eine wichtige Zutat ist, muss selbst gemacht werden. Instant ist absolutes NoGo. Ich bereite einer Hühnerbrühe. Vegetarier und Veganer können auch eine (kräftige) Gemüsebrühe nehmen.
Die Zutaten:
Die Brühe:
Ein gutes Bio-Huhn oder wahlweise Bio-Hähnchenschenkel. Mit Karotten, Sellerie, Lauch, 2 Lorbeerblättern, Salz, kalt aufgesetzt, bei ganz kleiner Flamme köcheln. Ich würde etwa 1-1,5l Wasser angießen. Die Brühe ist gut, wenn die Haut des Huhn an den "abgeschmolzen" ist und das Muskelfleisch "frei liegt". Die Lieblingsexemplare der Götter unter euch (die in F leben) nehmen ein schönes Huhn von rund 2 kg mit "Label-Rouge-Zertifizierung. Ich bereite die Brühe oft am Vortag zu. Dann stelle ich sie in den Kühlschrank und kann sie sehr leicht entfetten.
Das Curry-Gewürz:
Das ist wichtig. Kein Bullshit. Ich finde das "Goldencurry" und das "Kokos-Curry" von der (Demeter zertifizierten) Marke Lebensbaum hervorragend.
Die Kokosmilch:
Terrasana-Bio Kokos-Milch ist der absolute Hammer. Die Bio-Kokosmilch von Alnatura von Rossmann/DM (knapp 2 EUR) ist auch sehr gut. 2 Dosen à 400g brauchen wir.
Die Linsen:
Rote Linsen sollen es sein. Ich nehme die Bio-Linsen von Rossmann. 500g unter 2 EUR. Für das Gericht brauchen wir rund 300g.
Das Gemüse:
Karotten, Knollensellerie, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch.
Für eine Portion für 6 Personen braucht man etwa:
Brühe: Ein Bio-Huhn/Schenkel von rund 1500g, 1 mittelgroße Karotte, ein Stück von etwa 100g Knollensellerie, 1 Stange Lauch.
Für die Gemüseeinlage des Currys:
3-4 mittelgroße Karotten, rund 200g Knollensellerie, 2 mittelgroße Stangen Lauch, 3 mittelgroße Zwiebeln, 3+ Knoblauchzehen
300g rote Linsen
Ich bereite zuerst die Gemüseeinlage vor. Dabei gehe ich in zwei Schritten vor. In einem kleineren Topf gebe ich 3 EL Rapsöl (Rapsol) und dünste die in mittelgroße Stücke gehackten Zwiebeln und den Knoblauch an. Kurz vor dem Ende der Garzeit salze ich. Das Ganze darf noch etwas Biss haben und gerne 2-3 Stunden im Topf ziehen.
In einem weiteren mittelgroßen Topf gebe ich 4-5 EL Rapsöl und dünste die in Kleinere Würfel geschnittenen Karotten, die in noch kleinere gewürfelte Knollensellerie an. Das Ganze soll am Ende noch Biss haben. Vor dem Ende der Garzeit gebe ich den in sehr feine Stücke geschnitten Lauch hinzu, verrühre alles mehrfach, gebe ein sehr fein gehackte Knoblauchzehe dazu und salze. Die Mischung darf auch 2-3 Stunden stehen, um Aroma zu entfalten.
Die Zwiebel-Knoblauch-Mischung und die Karotten-Sellerie-Lauch-Mischung gebe ich zusammen in einen großen Topf und erwärme sie. Dann füge ich die Linsen hinzu und vermenge alles. Anschließend gebe ich rund 3 leicht gehäufte EL Curry (darunter optional 1 EL Kokoscurry) dazu. Wer hat und mag kann noch 2-3 TL Piment d'Espelette dazugeben. Alles durchrühren und sehr kurz anziehen lassen. Abschmecken und gegebenenfalls nachsalzen Von der Hühnerbrühe gut 500ml angießen, verrühren, beide Dosen Kokosmilch angießen, verrühren. Das Ganze kocht nun 20-30 Minuten bei ganz kleiner Flamme. Gelegentlich kontrollieren und Wasser angießen, falls die Masse zu dick wird. Ich mag es sehr, wenn die Linsen noch ein wenig Biss haben. Zum Schluss das in Streifen portionierte Hühnerfleisch unterheben.
Servieren kann man das Gericht mit in feinen Scheiben geschnittenen Lauchzwiebeln sowie glatter Petersilie. Wer mag, kann zu seiner Portion einen EL Crème Frâiche in den Teller geben. Ich brauche dazu keine Beilage. Aber gut passen sollte Baguette, Fladenbrot oder Basmatireis.
Wer sich grundsätzlich kulinarisch angesprochen fühlt: Nicht von meiner sehr detaillierten Beschreibung abschrecken lassen. Es ist wirklich absolut simpel zu bereiten.