Genau. Unser erster CX war von 79, und bereits im Alter von 4-5 Jahren waren die Türen ziemlich durchgefressen. Das wurde noch repariert, aber mit 7 Jahren war die Kiste insgesamt so morsch, daß mein Vater sie entnervt verkauft hat. Der nächste von 81 war schon wesentlich besser, da dauerte es 8 Jahre, bis sich an den vorderen Radläufen unten erste Flecken zeigten.
Ein 82er R5, also noch erste Serie, hielt bei uns 10 Jahre durch, zwar mit lauter kleinen oberflächlichen Roststellen, aber die Struktur war gesund. 5-6 Jahre später haben wir ihn nochmal zufällig gesichtet. War also ein zähes Kerlchen.
Renault macht es meiner Meinung nach zur Zeit genau richtig, gleich drei elektrische Retro-Kleinwagen rauszuhauen, die trotzdem modern aussehen (waren halt auch geniale Vorbilder). Mit den heutigen technischen Daten (praktikable Reichweite) werden die auch gekauft. Sogar die inzwischen veraltete Zoé wurde gekauft, trotz unauffälligem Design. Ich wette, die neuen R5 und Twingo gehen wie warme Semmeln, und bei Citroën beißt sich gerade jemand in den Hintern, warum sie nicht längst eine der durchaus vorhandenen Retro-2CV-Studien zur Serienreife entwickelt haben.
In den Zusammenhang auch interessant, sogar ohne Paywall:
https://www.spiegel.de/auto/renault-legt-r4-und-twingo-neu-auf-als-elektroautos-a-8e5ef3b0-8b4e-4e5c-8c4a-7b90285682ab
Das in den letzten beiden Abschnitten Diskutierte hatte ich noch gar nicht so bedacht. Da geht's um psychologische Effekte des Vertrauens in E-Autos, das sich scheinbar durch ein vertrautes Äußeres unterstützen läßt. Wir sind halt doch irgendwo Höhlenmenschen 🙂