Der Artikel ist unredlich und bedient ein schwarz-weiß Denkschema. Auffällig ist wie so oft, dass Israelkritikern vorgeworfen wird, sie würden das Massaker vom 7. Okt. gutheissen, da sie es nicht ausdrücklich verurteilt hätten. Hier trifft es wieder mal Judith Butler. Wie an anderer Stelle den UN-Generalsekretär, Bella Hadid, Slavoj Zizek und weitere. So wie jeder abgewatscht wird der es wagt darauf hinzuweisen, dass der 7. Okt. eine lange Vorgeschichte hat. Dabei haben alle deutlich das Vorgehen der Hamas am 7. Okt. verurteilt und das wissen auch Herr Schmid und Konsorten.
Judith Butler im Interview mit der FR: Philosophin Judith Butler über Israel und Hamas: „Die Gräueltaten waren entsetzlich“
"Wenn wir nur daran interessiert sind, zu klären, wer für die Anschläge am 7. Oktober verantwortlich ist, dann beginnen wir die Geschichte an diesem Tag. Wenn wir aber verstehen wollen, wie es zu diesen Anschlägen kam, dann müssen wir viel früher mit der historischen Erklärung beginnen."
"Wenn wir wissen wollen, wer für den 7. Oktober verantwortlich ist, dann nennen wir die Hamas."
"Wenn wir wissen wollen, was die Gewalt in der Region reproduziert, um der Gewalt endgültig Einhalt zu gebieten, dann müssen wir mit den Historikern zusammenarbeiten, um die selbsternannte Kolonisierung dieser Länder durch die politischen Zionisten, die Bedingungen, unter denen der Staat Israel gegründet wurde, und die Geschichte der Enteignung, Entrechtung, Inhaftierung, Belagerung und Bombardierung zu verstehen."
"Historisch zu verstehen, warum es zu dieser Gewalt kam, ist nicht gleichbedeutend mit der Billigung von Gewalt."
(Ich finde, es lohnt immer. Hab nur nicht immer Lust dazu ... 😉 )