Dreizehnter Januar: Der Lackierer meldet sich - er könnte den CX jetzt abholen.
Ich begebe mich an diesem sonnigen, aber sehr kalten Montagmorgen zur Halle.
Ob es an der Dreizehn des Datums liegt (es ist doch gar kein Freitag!?) oder an meiner Aufgeregtheit, jedenfalls macht der CX nach routinemäßigem Anklemmen der Batterie keinen Muckser. Kann doch wohl nicht sein, das Auto ist die ganze Zeit über immer einwandfrei angesprungen, und jetzt soll die Batterie plötzlich leer sein!?
Da das Kombiinstrument komplett abgeklebt ist, kann ich visuell nicht auf die Schnelle erkennen, ob dessen Beleuchtung wie gewohnt funktioniert.
Inzwischen ist der Mitarbeiter des Lackierers mit dem Gespann eingetroffen. Während ich fieberhaft probiere, den CX zum Laufen zu bekommen, macht es "kröck" und ich halte das Kunststoffteil des Zündschlüssels ohne Bart in der Hand - das darf doch nicht wahr sein!!!
Zum Glück hat sich nur der Verbindungssplint zwischen Plastik und Metall herausgearbeitet und lässt sich wieder hineinschieben.
Nächste Idee: Batterie überbrücken. In weiser Voraussicht habe ich das Starthilfekabel eingepackt.
Als ich das Kabel am Pluspol meines XM anschließe, habe ich plötzlich dessen Polklemme in der Hand. Ich stelle fest, dass sie eingerissen ist und nicht mehr ordentlich verschraubt werden kann... oh man!
Nachdem dann doch alle Klemmen irgendwie befestigt sind (der Einbauort des Akkus im CX ist echt sch.....), rührt sich der Anlasser noch immer nicht. Doch kein vernünftiger Kontakt?
Also Batterie umbauen, denn die des XM funktioniert ja nachweislich einwandfrei... und immer noch kein Mucks, nur ein ganz leises "Klick" ist zu vernehmen. Anlasser im A....? Anlasser - moment, da war doch was mit dessen Pluskabel. Abgezogen und direkt an den Pluspol der Batterie gehalten, springt der CX sofort an... und beginnt, langsam rückwärts zu kriechen... jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Beim letzten Zurückschieben des CX hatte ich offensichtlich vergessen, den Wählhebel auf "P" zu stellen.
Nachdem nun alle Klarheiten beseitigt sind und der CX seine Höchststellung eingenommen hat, können der geduldige Helfer und ich endlich aufladen, was dank Kipprampe völlig unspektakulär vonstatten geht.
Leider entledigt sich der zuvor gründlich abgeklebte CX während der zwanzigminütigen Fahrt einiger größerer Papier- und Folienstücke, die ich jeweils einsammle. Merke: Abkleben vor der Überführung ist keine gute Idee. Zum Glück ist wenig Verkehr, und kritische Situationen bleiben aus. Ich hatte erwartet, dass sich die Verklebungen durch den Fahrtwind lösen würden, aber dass eine derartige Gewalt dahinter steckt, hatte ich nicht erwartet.
Im Betrieb angekommen, demontiere ich Kofferraumdeckel und die hinteren Radabdeckungen. Die Abklebung wird ergänzt und der Auftragszettel geschrieben. Ich gehe mit dem Lackierer die Details durch, darf aber aus versicherungstechnischen Gründen leider nicht während des Prozesses mit dabei sein. Vom Lackierer gemachte Fotos stelle ich hier später ein, sobald er mir diese übermittelt hat.
Ein Blick in die Lackmischsysteme von Standox und Lesonal offenbart eine nicht vorhandene Formel für AC543 (Vert Tamarin). Also muss der Lack gescannt werden. Glücklicherweise habe ich das Lüftungsgitter an der Frontschürze noch nicht geschliffen, sodass dessen nicht ausgebleichte Oberfläche als Basis dienen kann.