Wenn es regnet, regnet es von oben, nicht von unten. Das was oben ist, wird landläufig als "Himmel" bezeichnet, im Gegensatz zu dem was "unten" ist; dieses wird als "Erde" bezeichnet. Das Wortpaar "Himmel und Erde" also.
Der Himmel, in den die "Gerechten" kommen, ist woanders. Das weisst du.
Es gibt also verschiedene Himmel. Paulus schreibt, er sei zwischenzeitlich "entrückt worden bis in den vierten Himmel". Von Verliebten sagt man, sie seien "im siebten Himmel".
Zu deiner zweiten Frage: Wie ist ein gerechter Gott? - Wenn Gott gerecht ist, lässt er Unrecht nicht ungesühnt. Dann werden Übeltäter bestraft. Das ist das Gleiche wie bei der weltlichen Gerichtsbarkeit / bei der weltlichen Gerechtigkeit. (Die weltliche Gerichtsbarkeit hat aber die Einschränkung, dass die Gesetze und auch die Richter Fehler und Mängel haben.)
Wenn Gott also Menschen verschont, obwohl sie übel getan haben, dann ist Gott nicht gerecht. Dann ist ihm Barmherzigkeit wichtiger.
Sei froh.
Und nimm dir ein Beispiel.
Und sei gewiss: Auch wenn du beim Barmherzigkeit Üben nicht perfekt bist, so ist doch Gott mit dir barmherzig.
Also natürlich nur wenn du willst. (Es soll ja Leute geben, die denken, sie hätten Gottes Barmherzigkeit nicht nötig.)
Nun hinzugehen und Gott "vorzuschreiben", er müsse barmherzig sein und zwar immer, - das finde ich, gelinde gesagt, unverschämt.