hier dazu ein paar Überlegungen, aber wie schon gesagt, ich vermute stark, dass deine Probleme mit dem Hantieren zum Auslesen oder so zusammenhängen.
Damit ein ZPJ überhaupt läuft, bzw. anspringt, muss der OT-Geber ein korrektes Signal liefern. Wer das über ein Oszilloskop prüfen kann, ist im Vorteil, ansonsten prophylaktisch ersetzen (Aber nur, wenn er gar nicht anspringt). Zündfunke an abgezogenem Zündkabel prüfen. Ist er da? Das kleine Elektronik-Zündmodel neben der Zündspule soll dem Vernehmen nach ebenfalls ein Kandidat sein. Am 2-Liter-XM hatte ich mal einen Totalausfall.
Die Spritpumpe muss laufen und mehr als fünf Liter Sprit im Tank sein. Eine defekte Spritpumpe ist nach meiner Meinung eine häufige Ausfallursache am ZPJ. Die kleinen Köhlchen im E-Motor der Pumpe sind einfach irgendwann „alle“. Mit Einschalten der Zündung muss die Pumpe für eine Sekunde anlaufen. Nicht länger und nicht kürzer (Achtung: gilt nur für ZPJ). Dann gibt es noch den Crash-Schalter, zur Sicherheit einmaliger Daumendruck auf Reset.
Hat der Rechner seine Versorgungsspannung, sollte der Motor anspringen. Drosselklappenpoti sorgt für Leerlaufkomfort und für Volllastanreicherung, wahrscheinlich auch für die Beschleunigungsanreicherung. Die Thermofühler beeinflussen die Gemischzusammensetzung, ebenso das Lambdasignal. Die beiden Klopfsensoren verstellen bei Bedarf den einprogrammierten Zündzeitpunkt in Richtung spät. Also, ohne diese Signale läuft der Motor zumindestens schon mal. Das Fenix-Steuergerät hat einprogrammierte Daten, falls Sensoren nichts liefern, damit ist (fast) immer ein Notlauf gewährleistet. Das gilt auch für die wichtige Haupt-Steuergröße, die vom MAP-Sensor kommt. Der kleine dünne Schlauch zum Sensor zerbröselt gerne, besonders am Anschluss des Ansaugkrümmers. Dann läuft der Motor zwar, aber „wie ein Sack Scherben“. Zur Not kommt man damit ein paar Meter weit.