Ich glaube, der Satz stimmt. Morgen muss man dann aber als die Zeit definieren, in der kein Diesel, kein Heizöl und kein Benzin mehr getankt wird.
Wir sind soweit noch nicht. Noch Jahrzehnte nicht. Das könnte so ab 2050 langsam werden. Wahrscheinlich aber eher noch deutlich später.
Die Überlegung dahinter: Irgendwas wird man als handelbare Pufferenergie brauchen. Man braucht in Europa im Winter mehr Strom, als Wind und Solar hergeben. Jedenfalls kann das lokal vorkommen. Dann wird man Brennstoffzellenkraftwerke nutzen. Die brauchen Brennstoff, und das wird eines Tages grüner Wasserstoff sein.
Die Vorstellung, dass jeder PKW damit fährt, ist sicher falsch, und war es auch 2019 schon. Dass aber, statt Tankern mit Benzin, Diesel, Rohöl oder Erdgas, Wasserstoff auf den Weltmeeren transportiert werden wird, wenn man einmal aufhört, fossile Energieträger zu verbrennen, halte ich für gut vorstellbar. Man wird eher Wasserstoff von Afrika, Arabien oder Südamerika in den Norden verschiffen, als dass man Stromleitungen zwischen den Kontinenten wird bauen können. Auch lässt sich Wasserstoff lagern. Strom eher weniger, denn Batterien sind teuer und haben auch ne Selbstentladung, die nicht zu vernachlässigen ist.
Dass die Börsianer das 2019 nicht gerafft haben, ist nicht die Schuld des Wasserstoffs.