Ich bin ja ziemlich fassungslos, welch billiger Populismus hier vorgetragen wird, von Foristen, die "selbstverstaendlich" keine Rechten sind, aber die Trommel der AfD schlagen. Mit Argumenten, die mit wenigen Gedankengaengen als hohle Nuss zu entlarven sind und mit mehr als zweifelhaften Geschichten aus den Boulevardblaettern.
Das Menschen mit fremder Staatsbuergerschaft ueberproportional in den Fandungslisten auftauchen ist wenig verwunderlich und wohl in jedem Land der Welt so. Nicht wenige davon haben wahrscheinlich auch nie in dem Land gelebt und selbst wenn, waere ein Finne beispielsweise, schoen dumm wenn er nicht dort hin geht, wo die Wahrscheinlichkeit einer Verhaftung wesentlich geringer ist. Dabei sind die Mehrzahl wohl auch geringe Vergehen. Wenn man eine Geldstrafe nicht zahlt, wird irgendwann auch Haft verhaengt.
Und aus dem Termin einer Einbuergerung eine Verschwoerung zu basteln kann mit Dummheit alleine nicht mehr erklaert werden, das ist Boshaftigkeit. Das war eine scherzhafte Hoeflichkeitsfloskel!
Ich sehe da auch gar kein Problem. Ich habe in den USA habe ich einen wohl chinesischstaemmigen Amerikaner getroffen der seine Frau um Hilfe bitten musste um mit mir zu kommunizieren. Wie die Leute leben und welche Perspektiven sie sehen kann sich innerhalb der Familie schon unterscheiden. Wir hatten eine tuerkischstaemmige Reinigungskraft auf der Arbeit, die, schon wegen der Enkel in Deutschland bleiben wollte, waerend ihr Mann den Lebensabend in der Tuerkei verbringen wollte. Ich weiss nicht welche Staatsbuergerschaften sie hatte, sie sprach auf jeden Fall gut Deutsch. Menschen die nicht in einem Beruf stehen und bei denen zu Hause die Muttersprache gesprochen wird, sprechen eben nicht so gut Deutsch, wo soll das Problem sein. Ein mir bekannter Kurde, der nicht nur auch Tuerkisch und Arabisch spricht, sondern auch gut Deutsch, was ihm auch der Mitarbeiter bei der Migrationsbehoerde attestierte, bekommt auf jeden Fall ohne einen Beleg das seine Kenntnisse B1 erfuellenkeine Staatsbuergerschaft, trotz dem er hier schon lange lebt und arbeitet.
Dieser ambige Vorwurf ohne gute Sprachkenntnisse kein guter Staatsbuerger zu sein und vielleicht auch noch kriminell, ist, wie auch der Begriff "Clan", AfD-Sprech. Niemand nennt die kriminellen Steuerhinterzieher-, Ausbeuter-, oder kartoffeldeutscher Bankrotteursfamilien "Clan".
Aber wie jeder gute Rechtsradikale hat man natuerlich einen Auslaender als Freund oder vermietet an einen solchen oder geht zumindestend dort essen. Klar, es sind ja nicht alle kriminell, man ist ja kein Rassist. Und natuerlich die sarkastische Verwendung des Begriffs "Einzelfall", darf nicht fehlen. Wir sind hier in Deutschland 80 Millionen Einwohner und eine Informationsgeseschaft, in der jeder umgefallene Reissack ein mediales Echo hat. Wenn sich nur jeder Hunderttausendste, im Jahr, eine mittelschweres Vergehen zu schulden kommen laesst, ist an jedem Tag im Jahr fuer den Boulevard Weltuntergang. Was natuerlich auch nicht fehlen darf, ist das Maerchen, die deutsche Staatsbuergerschaft, die man sich durch den muehevollen Geburtsvorgang erkaempft hat, wird an Unwuerdige verschleudert. Und man kennt natuerlich einen der zahlreichen reaktionaeren Migranten, die in die gleiche Tute blasen! Welch ein Beweis!
Aber solch ambige Anwuerfe kann ich durch eigene Erfahrung kontern. Auffaellig viele der selbstgefaelligen Faulenzer und Schummler in meiner Umgebung haben diese rechtsradikal Haltung auch . Und darunter sind sogar Migranten (mit deutschen Vorfahren). Der groesste unter den kleinen Sozialbetruegern, ein ehemaliger Arbeitskollege, war allerdings auf seine adligen deutschen Vorfahren stolz (wenn er betrunken war)!