„Wo war eure Empörung damals?
Wo waren all die, die sich heute lautstark über das „Stadtbild“-Debatte empören – als in den Straßen von Berlin ein Mob „Tod den Juden“ brüllte?
Wo waren sie, als jüdische Familien in Deutschland ihre Namen von Klingelschildern entfernten, weil sie Angst hatten, erkannt zu werden?
Wo waren sie, als junge Männer mitten in Europa Jagd auf Juden machten, während die Zivilgesellschaft schwieg?
Wo war die Empörung, als Feuerwehrleute und Polizisten von Jugendlichen attackiert wurden, die längst jeden Respekt vor diesem Staat verloren haben?
Wo waren sie, als jüdische Studenten sich monatelang nicht mehr an Universitäten trauten, weil der Campus zur Bühne des Hasses geworden war?
Wo waren sie, als Tausende Islamisten in Hamburg und Berlin nach einem Kalifat riefen – mitten im Herzen Europas?
Wo war das Entsetzen, als antisemitische Parolen und islamistische Symbole offen auf Demonstrationen gezeigt wurden – Schulter an Schulter mit linksradikalen Aktivisten, die sich für „antirassistisch“ hielten?
Wo waren sie, als am 7. Oktober Frauen gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden – und die Opfer im Westen um Solidarität schrien, die nicht kam?
Wo war das große moralische Entsetzen, als in der Kölner Silvesternacht Frauen systematisch erniedrigt und missbraucht wurden?
Wer jetzt plötzlich sein moralisches Gewissen entdeckt, weil Friedrich Merz über das #Stadtbild deutscher Städte spricht, sollte sich fragen:
Wo war dieses Gewissen, als der Staat, die Gesellschaft und die Freiheit längst angegriffen wurden – nicht von Worten, sondern von Taten?“
A. Mansour