Ja Du hast sicherlich recht, das man sich über die Presse ärgern kann, allerdings ob V-Mann mit oder ohne BRD finde ich unerheblich, mal wird mit oder ohne berichtet, gedanklich ist "der Brd" immer mit dabei...
Viel wichtiger wäre es, auf den gewählten Vorsitzenden zu schauen. Das geht völlig unter! Denn da wird einem tatsächlich speiübel. Dieses Kasperletheater mit dem Gruselclown scheint eher ein spektakuläres Ablenkungstheater von der wahren Bühne zu sein:
https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2025/11/28/der-rechtsextreme-schwiegersohn/
Dazu Christina Christiansen/Fb:
Die AfD hat gestern in Gießen etwas gemacht, was sie seit Jahren perfektioniert hat: Sie hat unsere Empörungsreflexe gegen uns benutzt.
Und ja – diesmal sind sogar wir reingetappt.
Während sich halb Deutschland über Alexander Irgendwas kaputtgelacht, aufgeregt oder mit offenem Mund angewidert hat, ist exakt das passiert, was passieren sollte: Niemand hat über Jean-Pascal Hohm gesprochen.
Niemand über den Mann, der tatsächlich gewählt wurde.
Niemand über den, der für diese Partei langfristig gefährlich wird.
Niemand über denjenigen, der – politisch betrachtet – eine weitaus größere Bedrohung darstellt als irgendein performativ gruseliger Bewerber, der laut redet und viral geht.
Das war kein Zufall.
Das war Strategie.
Das war der älteste Trick im populistischen Handbuch:
„Wir geben euch ein groteskes Spektakel – und während ihr auf die Bühne starrt, tragen wir im Hintergrund den echten Machtwechsel ein.“
Alexander „Hold my Beer“-Showact war der perfekte Nebelwerfer.
Ein bewusst provozierter Medienmoment, der genau dafür geschaffen wurde, die Empörung maschinenheiß zu laufen zu bringen. Alles daran: kalkuliert.
Seine Rhetorik?
Sein Auftreten?
Sein Look?
Es war wie ein bewusst erzeugtes Meme – und wir haben es geteilt, kommentiert, zerrissen, millionenfach reproduziert.
Und währenddessen,wurde Jean-Pascal Hohm – ein Mann mit eindeutig radikaler, antidemokratischer Agenda – ohne größere Öffentlichkeit zum Vorsitzenden der neuen AfD-Jugendorganisation gewählt. Ein Mann, der im Schatten dieser Comedy-Einlage plötzlich vollkommen ungestört in seine Machtposition rutschen konnte.
Unsichtbar gemacht, indem man uns etwas noch Absurderes vor die Nase gesetzt hat.
Das eigentliche Problem ist nicht nur, dass sie es tun,sondern dass es funktioniert.
Weil wir alle – auch wir Linken, wir Aktivist:innen, wir politisch Wachen – einen Populismusinstinkt in uns tragen, der immer auf den lautesten Krach reagiert.
Und die AfD weiß das.
Sie spielt damit wie mit einem Joystick.
Gestern war ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie man die demokratische Öffentlichkeit austrickst:
Man liefert einen Clown – und im Hintergrund marschiert der Fascho durch.
Und ja: Selbst wir haben erst über den Clown gesprochen.
Das Beängstigende ist doch eigentlich,wie schnell die AfD es schafft, die Aufmerksamkeit weg von den real Machtentscheidenden zu lenken – hin zu einer Figur, die bloß als grelles Ablenkfeuer dient.
Jean-Pascal Hohm ist jetzt Vorsitzender.
Nicht, weil Deutschland hingeschaut hat,
sondern weil Deutschland weggeschaut hat, während es eigentlich hingeschaut hat.
Herzlichen Glückwunsch an die AfD.
Das war strategisch-infantiler Populismus vom Feinsten – so bewusst lächerlich inszeniert, dass sogar wir für einen Moment geblendet waren.
Aber jetzt reden wir darüber.
Und wir reden laut.
Und wir reden nicht über den Nebelwerfer –
sondern über den, der im Schatten gewählt wurde.
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Und wenn schon komische Vögel, gab noch andere 😉 :
Uwe Brückner/Fb-Video
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Zum Link von Magoo Autonom: Der ging gestern auch schon rum und wird fleissig verwurstet 😉