Das würde ich so unterschreiben. Der C6 ist ein qualitativ hochwertig gebautes und zuverlässiges Fahrzeug, wenn man von der Achillesverse V6 -Diesel absieht. Ich bin in 13 Jahren C6 kein einziges Mal liegengeblieben und Defekte waren höchst überschaubar. Trotzdem habe ich das Thema C6 vor einem Jahr beendet. Der Auslöser war ein sich andeutender Turbolader-Schaden beim HDI170. Daneben hatte ich keine Lust mehr, den bei Stellantis nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen hinterher zu suchen, Frontscheibe, Turboschläuche, Scheibenwischermotor um nur ein paar Dinge zu nennen.
Eine der wenigen Störungen war der Ausfall der Federung bei -3 Grad und Schneefall. Pumpe lief nicht, konnte aber in der Werkstatt repariert werden. Wenn nicht noch meinen alten 2000er Berlingo haben würde, hätte ich bei den Störungen auf der Seife gestanden, grössere Wartungen bzw planbare Reparaturen hat Jens Behn gemacht, 200 km entfernt, dann stand das Auto 2 Wochen bei ihm in der Werkstatt. Ohne 2. Auto gehts also nicht. Darauf kann man sich sogar noch irgendwie einstellen, aber wo ist was den C6 angeht die echte Langfristperspektive? Die Defekte werden eher mehr als weniger, die Teileverfügbarkeit wird noch schlechter, die fähigen Werkstätten werden eher weniger als mehr. Zudem ist das Thema Kosten beim C6 zunehmend unkalkulierbar. Mal passiert ein Jahr nichts, im nächsten Jahr verschwinden 4.000€ . Irgendwann artet das in Stress aus und das geht definitiv auf Kosten des Spasses, den man mit einem so aussergewöhnlichen Fahrzeug wie dem C6 haben wird. Als Hobbyauto meinetwegen, als Alltagsauto sind die Tage des C6 vorbei. Ich werde die Jahre mit dem C6 in sehr guter Erinnerung behalten weil ich für mich zum richtigen Zeitpunkt ausgestiegen bin. Jetzt geniesse ich, an den Alltagswagen null Gedanken verschwenden zu müssen, das hat auch was.