Eigentlich ist es eher nicht die Leitfähigkeit. Wenn ich kurz einen Vortrag zu so einem Nebenkriegsschauplatz halten darf?
Die Leitfähigkeit unterscheidet sich nämlich nur um etwa Faktor 1,5. Dem hast du mit dem 1,5-fachen Querschnitt schon Rechnung getragen. 40kW bei was? 400V? Macht also maximal so 100A. Nach VDE-Tabelle braucht man dafür 16mm² Kupfer oder 25mm² Alu - wieder Faktor 1,5. Das entspräche Verbindern von lediglich 8mm Breite (ja, für Leitertemperatur max. 85°C, was du vermeiden möchtest, dementsprechend ist die Überdimensionierung natürlich sinnvoll). Die VDE-Grenzen gelten aber für lange Kabel. Ich habe mal für Flurförderfahrzeuge - damals noch mit Blei- und NiCd-Batterien - Testreihen betreut. Dort konnten wir die kurzen Batteriepolverbinder massiv überlasten, ohne an die Temperaturgrenzen zu kommen. Ich habe das Datenblatt noch hier liegen, ein 16mm²-Verbinder mit 10cm Länge war dort bis 500A belastbar. Warum? Weil die ganze Wärme von den Zellblöcken geradezu weggesogen wurde. Solange diese massive Wärmekapazität nicht auf Temperatur ist, bleiben die Verbinder kühl. Wie breit sind deine Verbinder, geschätzt 20 oder 25mm? Also mindestens 40mm², bei 10cm Länge sollten die knapp 1kA tragen.
Klar, Lithiumbatterien haben nicht ganz so viel thermische Masse wie Blei. Aber grundsätzlich gilt das gleiche Prinzip. Der Grund, weshalb Alu nicht geht, dürfte schlicht am schlechten Kontakt liegen. Große Übergangswiderstände erzeugen zusätzliche Wärme, schlechter thermischer Kontakt verhindert die Ableitung der Wärme in die Zellen. Es ist das klassische Problem mit Aluminiumleitern. Alu ist zu weich und fließt weg, auf der Oberfläche bildet sich die passivierende Oxidschicht. Kontakt war einmal.