Gut, dann roll ich mal den Teppich aus. Erstmal freut es mich zu lesen dass ich dazu beitragen konnte, dein Fahrzeug weiter zu erhalten. Was besseres als Fahrzeuge aus den 90ern werden wir wohl nicht mehr erleben dürfen. Da lohnt sich jede investierte Schweißperle. Jedes verschrottete Exemplar ist unwiederbringlich verloren. Bevor ich mich für den XM als mein erstes und letztes Automobil entschieden habe, hab ich ja mit dem C6 geliebäugelt. Und auch den CX hab ich näher beleuchtet. Der C6 schon mit zu vielen "unreparierbaren" Bauteilen versehen. Der CX zu unmodern. Eins haben alle alten Citroen gemeinsam: Reparieren tut man die lieber besser selbst. Oder man hat mehr Geld als der Karren wert ist und einen der wenigen fähigen Reparateure an der Hand. Meine ersten XM hab ich bei dem ersten größeren Problem eingelagert und mir den nächsten gekauft. Kupplung. Zahnriemen. Rost. etc. Damals hab ich bei meiner lokalen Cit-Werke angerufen, ob sie den XM kennen und reparieren würden. Mir wurde mitgeteilt, sie könnten sich da "einlesen". Das kann ich auch selber dachte ich mir, habe mich bedankt und aufgelegt. Mit der Zeit hab ich mich dann an immer mehr Sachen drangetraut. Fazit: Es gibt nix, wovor man Angst haben müsste. Ist (fast) alles selbst hinzubekommen. Man braucht halt Platz für eine Werkstatt und Teilelager. Ohne gehts nicht. Nun zum Doppelblech: Wie ich bereits feststellte, handelt es sich beim Hilfsrahmen um ein tragendes und für die Crashsicherheit essentielles Bauteil. Das Doppelblech verstärkt den Hilfsrahmen im Bereich der Aufnahmen für die Lagerung der Querlenker. Dass das nicht nur einfach so zur Zierde dort vorhanden ist, sieht man wenn man sich anschaut, wo das verschweißt und verpunktet wurde. Nix mit "Gleitschutzblech" oder "Eindringen von Schmutz in den Rahmen verhindern". Ein paar Eindrücke von "Reparaturen": (woher diese Bilder stammen, das verrate ich nicht) If the rights owner wants me to take down those images, please reply to this thread and I will remove them immediately. Und hier ne typische TÜV-Reparatur. Das olle Blech irgendwie weggeschnitten. Nen mehr schlecht als recht passenden Fetzen mittels leidlicher Schweißkunst angeklebt. Rotbraune Farbe drauf und anschließend mit dem wunderbaren Bitumen überpinselt. Das angefressene Blech darunter hat keiner ersetzt. Warum auch. Sieht ja niemand. Ordentliche Karosseriereparaturen kosten richtig teuer Geld. Weil sie viel Zeit fressen. Man kann es den Prüfern nicht verübeln, wenn sie die Stirn runzeln wenn sie Schweißarbeiten sehen. Soviel Unfug wie da getrieben wird. Ich sehe auf der anderen Seite aber keinen Grund, warum man an dem Rahmen nix schweißen können sollte. Ersatzteile gibt es nicht mehr. Einen gebrauchten Ersatzrahmen ohne Rost zu finden so gut wie aussichtslos - meiner Erfahrung nach ists unter mindestens 80% aller Doppelbleche rostig. Die Reparatur ist also alternativlos. Muss aber ordentlich durchgeführt werden. Immer wieder benötigte Bleche lass ich mir auslasern. Die Doppelbleche hab ich schon lange als DWG digitalisiert. Das "Deckblech" hab ich vor ein paar Tagen geradegedengelt, muss noch eingescannt und nachgezeichnet werden. Materialqualität HC380LA oder vergleichbar (nicht analysiert, aber nach Bauchgefühl eines Auskenners auf dem Gebiet). Dann muss man nur noch schweißen können. Dann klappts auch mit dem TÜV. Hinterher ist die Reparatur quasi nicht mehr zu sehen. Wenn ich ein Fahrzeug das erste Mal meinem TÜV-Mann vorstelle, gibts immer nen Hefter mit Bildern und Dokumentation dabei. Bei Nachfolgeterminen traut sich dann auch keiner der weiteren Mitarbeitenden irgendwelche Dinge in Frage zu stellen, die alle vorher vom Cheffe abgesegnet wurden.