Was ist das für ein unmenschliche und auch in der Konsequenz fatale Einstellung? Zum Einen unterscheidet uns von Terrorstaaten, Diktaturen und Unrechtsregimen (und vom Islamisten), dass wir, unabhängig wie ein potentieller Täter denkt und was er für ein Arschloch ist, Grundsätze haben und uns daran halten. Dazu gehört auch, dass wir das Leben von Menschen achten und schützen. Sollte die Situation das Erschiessen eines Menschen erfordern, wird kein Gericht in Deutschland den Schützen verurteilen - weder einen Beamten, noch eine private Person. Ich kann von einer Spezialeinheit, die schon einige Zeit vorher (so die Berichte) am Ort waren und sich somit vorbereiten konnten, erwarten, dass einen Täter von dem bekannt ist, dass er bewaffnet ist, unschädlich macht ohne ihn zu töten. Das die Theorie von der Praxis überholt wird ist auch mir bekannt. Daher würde ich (!) auch dafür keinen Beamten verurteilen oder ihm hinterher erklären, was er hätte anders machen sollen. Aber die Frage muss gestellt und geklärt werden - auch im Interesse dieses und kommender Schützen. Hier klingt allerdings von Sesselsitzern ein "hat er sich selbst zu zuschreiben" durch - und dem folge ich nicht. Auch weil in der Vergangenheit immer wieder unschuldige Menschen dabei umgekommen sind, muss diese Frage anders beantwortet sein. Auch hier denke ich, dass sowas immer wieder passieren wird. Bei aller Tragik - nur wenn von vorne herein die Einstellung "hau weg den Scheiß" vorherrscht, dann nehmen wir auch das billigend in Kauf - hat halt Pech gehabt.... ich bin mal auf einen umsetzbaren Vorschlag gespannt. Auf diese Frage bekomme ich nie eine Antwort. Einfach nur rechte Mörder wählen, weil die "einfache Antwort" so schön klingt - das kann ich nicht mehr hören. Diese Denke ist definitiv ein Teil des Problems. Die Verantwortung liegt beim Täter - aber eine Gesellschaft kann es potentiellen Tätern leicht oder schwerer machen. Und eine Gesellschaft kann einfache Antworten wollen oder wirkliche Lösungen mit allen damit zusammen hängenden Problemen. Und ja, "die" Politik hat eine Verantwortung. Sie kann einem aber nicht jedes Lebensrisiko abnehmen und selbst in der so herbei geschriehenen "rechten Diktatur" gibt es keinen umfassenden Schutz - oder glaubt hier wirklich jemand, 380 Morde pro Jahr an Frauen durch ihren Partner wären dann Geschichte? Oder die über 250 Ermordeten durch rechten Terror würden leben? Und nein, die 24 durch Islamisten umgebrachten Menschen in Deutschland sind keinen Milimeter weniger Wert - jeder diese Toten ist eine Tragödie. Wir haben ein grundsätzliches Gewaltproblem. Und dort ist die größte Gruppe sehr eindeutig zu definieren: Männer. Differenzierter, junge Männer. Und ganz deulich geschrieben: Kommentare, wie oben, sind die Basis für diese Gewalt. Ihr glaubt wirklich, dass ihr so weit entfernt von dem Arschloch vom Samstag seit?