Das ist alles richtig und das ist das Traurige. Mir geht es nicht darum, dass sich Muslime für die Extremisten entschuldigen. Warum sollte sie auch? Ich finde, es muss für sie selbst schrecklich genug sein, dass diese Terroristen weltweit den muslimischen Glauben in den Dreck ziehen. Das macht das Leben für sie selbst in der "westlichen Welt" um so schwieriger, weil viele einfach zu ungebildet, naiv, dumm, borniert oder rechts sind, um den Unterschied zwischen Islam und Islamismus zu kapieren. Was bei mir aber nicht ankommt (und ich finde nicht, dass es irgendwas (HEUTZUTAGE) Vergleichbares zu diesem "Glaubensterror" gibt) ist, dass sich irgend eine muslimische Gruppe weltweit massiv dagegen auflehnt. Mir ist bewusst, dass Muslime nicht sowas wie einen Papst haben. Es gibt also niemanden, der weltweit die Stimme gegen den Terror im Namen Allahs erheben könnte. Aber warum gibt es kaum Demos dagegen, warum gibt es keine bis kaum öffentliche Ansagen, auch außerhalb von Zeiten von Anschlägen? Warum gehen die Muslime in D nicht auf die Straße gegen den Terror? Damit meine ich nicht nur Attentate hier in Europa o.ä., sondern generell gegen Islamisten. Und jetzt zum Thema Vergleichbarkeit (in Bezug auf Terror maximal, wenn überhaupt, mit den Kreuzzügen vergleichbar) mit dem Christentum: Viele Muslime lassen ihre Kinder auch heute nicht zum Religionsunterricht in der Schule gehen. Das ist ihr gutes Recht, verständlich und sei ihnen natürlich unbenommen. Aber: statt dessen gehen sie in die Koranschule. Und dort ist es so (und das ist keine Spekulation), dass ausschließlich der Koran gelehrt wird. Und zwar als Text, nicht inhaltlich zur Diskussion oder als Vergleich. Inhaltlich nur insofern, dass dies die Regeln sind, die dann der lokale Iman auch noch selbst füttert, je nachdem wie seine persönliche Ausrichtung ist. Nichts wird an Lebensweisheiten, Vorsichtsmaßnahmen oder Kritik rüber gebracht. Das verstehe ich nicht. Ich bin jetzt 58 und schon bei mir in der Grundschule bestand Religionsunterricht hauptsächlich aus menschlichen Themen, nicht religiös. Es ging um Frieden, Familie, Freunde, Gesundheit, Ängste und um Krieg und Terror usw. Das Leben eben. Wir als Gesellschaft müssen selbst viel tun, um Terrororganisationen sämtlicher Couleur zu bekämpfen. Der muslimische Teil unserer Gesellschaft muss aber auch mehr tun und das fängt bei den eigenen Kindern und Schülern an.