Klingt schlüssig, was Du schreibst. Ich stelle mir nur die Frage, ob Politik als die Instanz, die sich um die Zukunft kümmern sollte, nicht genau hier permanent versagt: Nachtspeicheröffen waren eine reine Reaktion. Logisch und sinnvoll, wenn man nur von jetzt auf gleich denkt. Was mir fehlt ist, das seit den 1970 Jahren klar ist, welche Herausforderungen auf die Menschheit zukommen. Eigentlich schon viel früher, aber nimmt man diese Zeit einfach mal an, dann stellt sich mir die Frage, was ist Zukunfsweisendes seit dem passiert? Nicht viel! Windräder gab es schon in der Antike..... Wir haben eine höheren Anteil an erneuerbarer Energiegewinnung - aber weder Trassen, kaum Speicher und absolut kein nationales geschweige denn internationales Konzept. Es wird dort ein Windrad hingefrickelt, da gibt es mal eine steuerliche Begünstigung für ein paar Jahren und hier mal eine schön inzinierte Eröffnung irgendeines Werkes. Und bei jedem Solarpaneel gehen irgend jemandem die Hormone durch. Aber eine Idee, eine Vorstellung, geschweige denn einen Plan - ist nicht vorhanden, bekommen wir auch nicht mehr rein. Selbst als Bückware nicht zu bekommen. Nur kurzfristiges Gefrickel. Und jetzt sind auch noch die Flüße leer. Alter Schwede, das hat mich auch so richtig überrascht. Heute Morgen. Gibt es doch garnicht. Was ich meine ist, das wir jetzt 50, 60 oder 70 Jahre Zeit hatten, uns international um diese Themen zu kümmern. Wir, in diesem Fall die von uns dafür gewählten Vertreter. Was ist passiert? Vor 50 Jahren wurde mir gesagt, ich sei ein Spinner, vor 40 Jahren, das ich vielleicht Recht haben könnte - aber der Beweis ist ja nicht erbracht. Vor 30 Jahren kam ein OK, scheinst nicht ganz unrecht zu haben. Aber was soll man blos tun. Vor 20 Jahren ein "sorry, jetzt ist es leider zu spät" und heute ein "du bist schuld". Ist es wirklich zuviel verlangt, dass sich mal ein Kopp gemacht wird, was wir wollen. Z.B. ob KI nicht der nächste Scheiß im Frack ist und wofür überhaupt? Wofür brauchen wir Energie? Muss man jeden Tag 200 Kilometer zur Arbeit fahren? Müssen einige Wenige sich daran so satt verdienen, dass sie es nicht mal mehr ausgeben können. Und dem Rest wird erklärt, dass es nur so gehen kann. Wo es doch ganz offensichtlich so nicht geht. Wie wollen wir Leben - diese Frage steht überhaupt nicht zur Diskussion. Immer nur aus dem Jetzt ein Muss: z.B. KI, neu, also toll, also müssen wir haben... etc. Ist es zuviel verlangt, wenn Leistungsträger auch mal Leistung bringen; sprich die, die unsere Zukunft gestalten sollen, das auch mal tun und nicht mit einem Döner in der Hand bescheuert in jede Kamara grinsen. Oder bei jeder Frage nur "die Ausländer" schwaffeln, egal ob es um Marmelade oder die Höhe einer Treppenstufe geht? Nach hinten schauen kann ich auch alleine, dafür brauche ich weder Gott, Chef, noch Staat. Ist es zu viel verlangt, das International gedacht und geplant wird? Dort z.B. Wasserstoff produziert wird, wo es sinnvoll ist? Auch wenn "der Neger" dann auch mal was vom Kuchen abbekommt? Entschuldigt diesen Begriff - er gibt für mich exakt die westliche Denkweise wieder: alles meins und blos niemand anderem etwas zugestehen, denen schon mal garnicht. Sind sowieso alle bescheuert - ausser Mama und mir. Ist es wirklich nicht möglich, mal an Morgen und Übermorgen zu denken? Dafür muss man das Jetzt nicht automatisch vergessen. Das ist kein Gesetz. So, jetzt sitze ich hier in der total überhitzten Bude und lese etwas über Klimaanlagen, die hier in Deutschland noch überall fehlen - wird Zeit für ein erstes Bier. Glaube kaum, dass die Schreiberlinge schon mal was von so einem alten Baustoff wie Lehm gehört haben: Nimmt Hitze auf, gut für das Raumklima, recht billig, überall zu bekommen und leicht zu verarbeiten. Mit etwas modernem Scheiß ausgestattet, kann man im Putz oder in der Wand die Heizung intergrieren und (ich haue mich weg) darüber einfach kühlen. Aber gut, ist einfach zu einfach. Und Bäume in den Städten - um Gottes willen, das geht dann doch viel zu weit und zu schnell - wir wollen ja den Bürger nicht überfordern.