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Fahrwerksvergleich Citroen HA gegen Sportwagenfahrwerke


Patrick Haefner

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Patrick Haefner

Wir hatten neulich ein interessantes Thema: Ist Citroen HA konventionellen Sportwagenfahrwerken à la Porsche, Ferrari etc. AUCH hinsichtlich Handling und Kurvenverhalten überlegen?

Ich meine hinsichtlich Komfort ist es klar, bei Sportwagen wird die exzellente Straßenlage durch den Einsatz harter Stabilisatoren und Aufhängungen erkauft. Dadurch bleibt das Fahrverhalten neutral, auf der anderen Seite spürt man aber auch jedes Blatt auf der Straße. Jetzt ist die Frage, ob Citroen HA nicht auch die fahrerische Disziplin für sich entscheidet. Dt. Autozeitschriften verneinen dieses ja klar und attestieren dem C5 ein schlechteres Fahrverhalten als einer aktuellen C-Klasse oder einem 3er BMW, aber das ist ja bei weitem nicht objektiv. Dt. Autos sollen ja gekauft werden. Die Sportwagen legen die Latte um einiges höher als eine C-Klasse, das ist auch klar. Was ist nun richtig?

Gruß Patrick.

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Es freut mich ja als C5 Fahrer, dass es Enthusiasten gibt, die glauben, er hätte auch sportlich was zu bieten.

Die Realität ist aber: no chance! Du kannst zwar prima zügig fahren - mit dem bekannten Komfort - aber sportlich - nein beim besten Willen nicht (stört mich übrigens nicht im Geringsten - die Jungs in ihren sportlichen Kisten stressen wahrscheinlich deshalb so, weil sie möglichst schnell aus ihrer Karre wieder raus wollen)

Der C5 kann ja nicht alles können - Schweben ja, Fliegen nein

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Hoffe, den C5 gibt's irgendwann auch mit AFS. Dann gehen Lastwechsel fast auf Null zurück, Querbeschleunigung steigt über div. Sportwagen-Werte, womit sehr hohe Kurveneinfahrgeschwindigkeiten drin sind. Der Wedeltest macht dann auch richtig Spaß. Und im Alltag sinkt die Gefahr, das Auto durch Fahrfehler (heftiges Lenken bei hoher v) zum Schleudern zu bringen, auch wenn sowas nur einmal im Leben vorkommen mag.

Zum Vergleich: Xantia Activa V6 gewinnt 6s gegen stärkeren Golf V6 4Motion:

[vgl. http://www.kolumbus.fi/anttijp/activav6.htm]

Großer Vergleich der Federungssysteme: "...tested a Xantia Activa...and measured...0.94 g lateral acceleration. This compares competitively with many supercars - NSX managed 0.93 g, Ferrari 512TR 0.92 g, Toyota Supra 0.95 g and Ferrari F40's 1.01 g. This is even more impressive if you consider the Xantia wears just 205/55R15 tyres ! Most cars in its class manage around 0.8 g only !"[vgl. http://autozine.kyul.net/technical_school/suspension/tech_suspension3.htm]

In einer anderen Quelle ist gar von 1,2g die Rede, also 1,2 mal Anfangsbeschleunigung beim Aus-dem-Flugzeug-Springen ("Anfang", weil man nicht mehr beschleunigt, wenn m*g = Luftwiderstandskraft)

Beim C5 ist's wie mit normalen Xantias, BXen und allen anderen: zum Schweben gemacht, nicht zum Rasen.

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ACCM Holger Schulzen

Auch wenn ich die G-Werte des Xantia bewundere - das Konzept konnte sich offensichtlich nicht am Markt durchsetzen.

Zur Frage der Sportlichkeit eines Fahrzeuges. Die Presse versucht die emotionale Sportlichkeit mit der rationalen Sicherheit zu verknüpfen. Teilweise ist da ja auch was Wahres dran. Viel Gutes (Bremsen, Motorstandfestigkeit) kommt vom Motorsport. Aber dort wird wenig von Komfort gesprochen. Jetzt sitzen die meisten Golfer und Dreiler mit Ihren Rückenschmerzen beim Orthopäden und wissen nicht woran es liegt. Selbst Citroën-Fahrer haben schon ein Problem mit verhärteten HP-Gelenken.

Dabei könnten HP-Fahrzeuge von Citroen den optimalen Kompromiss von Komfort und Verkehrssicherheit liefern. Nur eine Frage der individuellen Einstellung, es müsste doch nur einen Knopf geben: von "DS" bis "Aktiva", in 10 Stufen.

Ach ja, noch einen Schalter für "simulation 2CV"

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Hallo Holger!

Obwohl ich viel über meinen Führer-Golf geschimpft habe, muß ich sagen dass ich bei selbigem Fahrzeug nie wirklich Probleme mit dem Rücken hatte. Das Fahrwerk war vielleicht straff, aber nicht wirklich Rückenschädigend.

Wie immer ist auch das Komfortempfinden sehr subjektiv. :)

Die "Simulation 2CV" ist allerdings bei den heute konstruktiv bedingten Merkmalen der Fahrzeuge (Aufhängung, Hochbau) bitte nur ausserhalb der STVO und mit eingeschaltetem ESP+SR (Stützräder :)) einzuschalten...

Gruß und geruhsamen Schlaf

Flo

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Guest gelöscht[107]

Hi all,

es kommt nicht nur aufs Fahrwerk an, sondern aufs ganze Auto. Sicherlich ist ein Activa einem Motzegolf oder Audi oder wasweißich für Geradeauslimousinen überlegen. Mag ja sein. Aber schon bei den elektronisch geregelten konventionellen Fahrwerken ist die Wahrmehmung eines Unterschiedes schon eher Glaubenssache. Bei echten "Sportwagen" wie Porsche und Kompatible braucht man einen Aktiva nicht mal mehr anlassen, da sind Schwerpunkthöhe und -lage schon nicht geeignet, mitzuhalten.

Die Messung einer konstanten Querbeschleunigung ist was ganz anderes als Wedeln, wo ständig massive Querbeschleunigungswechsel ausgeführt werden. Beim Activa ist die Konst. Querbeschl. recht hoch, die Querbeschl.wechsel sind hingegen (bezogen auf echte Sportler) eher müde. In dieser Disziplin wieselt übrigens ein Saxo 1.6 VTS mit 118 PS dem Activa davon. Hihi.

Gruß von P.

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Gerade das Wedeln kann der Activa so gut, weil er durch den max. absoluten Kippwinkel von knapp 1° zu beiden Seiten kaum horizontale Schwerpunktverlagerungen bzw. Lastwechsel aufbaut und damit auch der Massenschwerpunkt am Kurvenaußenrand geringer ausfällt, als bei gleichem Kurvenradius und einem Fahrzeug gleicher Masseverteilung, aber konventionellem Fahrwerk. Das ist auch der Grund, warum der Golf V6 4Motion trotz sportlicherem Fahrwerk im Test keine Chance hatte. Es waren Pylonen zu umfahren.

Man kann das alles per FE-Methode in ein Simulationsmodell einprogrammieren und dann theoretisch testen. Bei zwei Fahrzeugen mit gleichen Voraussetzungen, aber einmal mit und einmal ohne Kippwinkel, kommen bei allen Kurvenradien für die Querbeschleunigungswechsel geringere Deltas raus.

Ein Xantia hat natürlich immernoch einen längeren Radstand, als ein Saxo. Dafür hopst er ja auch nicht so.

Zum Thema Durchsetzen der ACtiva-Variante: wenn mir das mal jemand erklären könnte... Da frag' ich nämlich schon lange nach den Ursachen. Die techn. Lösung ist m.E. genial und war seiner Zeit voraus, zumal man schon im DS damit angefangen, jedoch das PRojekt gestoppt hatte. Heute wird es im 7er eingebaut und Mercedes versucht es mit ABC, auch wenn die Lösungen anders sind. Bei VAG sollte es wohl eine mechanische Lösung geben, aber hier bin ich nicht so genau informiert. Fakt ist, man trifft es nur in teuren Autos an.

Meine Vermutung ist daher, daß es sich einfach nicht gerechnet hat. Der tpyische Citroen-Fahrer muß sich ganz schön umstellen, da die härteren 26 mm-Stabis durch die AFS-Zylinder nicht so entlastet werden können, daß sie wirklich wie 23 mm-Stabis arbeiten. Das Fahrwerk ist daher immer etwas härter, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten und Querrillen. Neukunden wurden kaum angesprochen, denn es wurde kaum Geld für Werbung ausgegeben. Warum auch immer. Mit HP III und III+ hätte man wieder Entwicklungskosten gehabt, die bei ähnlicher Marktdurchdringung wie beim Xantia Activa wohl nicht eingespielt worden wären. Immerhin geht es nicht nur um die mechanische und hydraulische Lösung, sondern vor allem auch um die Software im Steuergerät und die zusätzliche Sensorik. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß der damalige Activa-Preis hoch genug war, um innerhalb des nur noch 5 Jahre währenden Produktlebenszyklus' die EK wieder einzuspielen. Dann hätte man schon alle Xantias damit ausstatten müssen.

Vermutlich wurde der "Cash Cow"-Status nie erreicht, ROI ergo negativ. Projekt abschießen. Vielleicht wurde es dem Vorstand auch noch schlecht präsentiert, Marketingberater gespart, wer weiß. Vielleicht ist es auch einfach eine Imagefrage, ob ein Hersteller sein Komfort-Segment durch Sportwagen bereichern sollte. Das dürfte für's Marketing schwierig werden und beim Xantia Activa hat es ja auch absolut versagt. Altkunden mit 20 oder mehr Jahren Citroen-Erfahrung sind auf Komfort orientiert und greifen wohl kaum zu einem Auto, das objektiv bei geringer v deutlich härter federt. Neukunden sind nur mit wesentlich höherem Aufwand und breiterer Medienstreuung zu gewinnen. Schade.

Wie gesagt, wenn hier jemand ein echtes Insider-Statement hätte: ich wäre unheimlich interessiert daran!

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ACCM Oliver Weiß

Da kann ich mir nur synolo anschliessen: warum gabs das AFS nur im Activa und danach Sendepause? Und wieviele Activas sind eigentlich gebaut worden?

Ein ähnliches Thema bzgl Activa gabs die Tage auf citforum.de und dort habe ich mal meine Spekulationen geäußert, warum es kein AFS mehr gibt, welche ich nun zitieren werde:

"Ausdrücklich: es handelt sich hier nur um Spekulationen meinerseits, die ich aufgrund Gerüchte, aktueller Modellpolitk, Geschichte von Citroen etc erstellt habe!!!

Warum gibt es keinen Activa mehr? (z.B. C5 Activa)

Nun, der Activa war das Topmodell der Xantia Baureihe und wie eigentlich jedes Topmodell einer Baureihe wurde es nicht viel gekauft. Lohnt sich also der Aufwand der Entwicklung für ein paar "Freaks"?

Der Activa hat eigentlich keinen Grenzbereich, denn er bleibt in der Spur oder fliegt aus der Kurve (wenn auch erst extrem spät). Dieses mag einige Fahrer zu einer sehr forschen Fahrweise verführt haben, die dann doch in den Abflug des Wagens und den Tod der Insassen führten. ("Der Activa ist ein tolles Auto, ein tolles Auto zum sich zu Tode fahren")

Ich bin letztens mit einem C5 2,2HDi mit H3+ durch einer meiner Lieblingskurven gefahren (innerstädtische 150° Kurve, die eng ist und noch enger wird) und ich bemerkte kaum Seitenneigung. Daher würde ich die H3+ irgendwo zwischen Hydractive2 und Activa ansiedeln, damit ist eventuell ein C5 Activa nicht mehr soooo "notwendig" wie beim Xantia (ohne den normalen Xantia abwerten zu wollen).

Man könnte den Xantia Activa auch als die Sportvariante des Xantia bezeichnen, das was bei anderen GTi oder so heißt (und natürlich nicht

dieses Fahrwerk hat). Sportmodelle bei Citroen tun sich immer was schwer, sind bei Fans hochgelobt, aber außerhalb der Citroenszene halt "nur" ein Citroen (Image und so). Es gab da nur wenige Ausnahmen: CX GTi (mit oder ohne Turbo), aber beim XM? Fehlanzeige! BX GTi und 16V, beim Xantia "nur" Activa, aber die Motoren des Activa gabs auch in normalen Xantias.

Ich persönlich finde den Activa für einen HP-Citroen recht hart, dieses mag einige komfortverwöhnte Citroenfahrer abgeschreckt und doch zu einem Hydractive2 Xantia geführt haben, die es ja auch z.B. als V6 gab. Daß der Activa dagegen besser federt als z.B. ein Golf 4 (ist meine subjektive Meinung) fiel dagegen kaum ins Gewicht.

Ach ja, und dann die Kosten wenn mal was am Fahrwerk ist, sprich einer dieser ASF-Federzylinder gewechselt werden muß. Die kosten ja

anscheinend (ich brauchte selber noch keinen, aber ich lese im Forum immer wieder Zahlen in den gleichen Größenordnungen) ein vielfaches einer

normalen Federkugel!

Ich denke, daß die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt und ich glaube mittlerweile auch nicht mehr an einen C6 Activa, eher an ein H4+++ oder

sowas. was Seitenneigungen nahezu eleminiert und dennoch sehr auf Komfort ausgelegt ist.

Nochmal: ich weiß dieses alles nicht, aber ich vermute es!!!" (Zitat Ende)

Zum eigentlichen Thema: mit einem Hydractiv-Fahrwerk kann man wohl sportlicher fahren als mit mit dem gleichen Wagen mit einfacher HP, aber richtig sportlich ist das nicht! Citroen baute auch nie wirklich Sportwagen, sondern eher Autos für alle und komfortable, sichere Limousinen (und Kombis), deren Fahrwerk durchaus einen flotten Fahrstil erlaubten. Bwevor jemand was vom SM schreit: der SM ist eher ein klassischer GT, also Gran Turismo, welcher wie z.B. auch ein CX GTi (Turbo) ein schnelles, komfortables Reisen ermöglicht! Ein echter Sportwagen ist was anderes.

Gruß

Olli

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Der Vergleich hinkt gewaltig, der C5 ist nun mal kein Sportwagen (viele, die als solche verkauft werden übrigens auch nicht), denn er hat den Antrieb am falschen Ende. Wenn man es wirklich fliegen läßt und das Auto gnadenlos durch enge Kurven, Spitzkehren usw. scheuchen will, brauchts einen Heckantrieb oder einen Allradler mit fester Lastverteilung, alles andere stinkt nach den ersten Kurven, möglichst noch auf Schotter, gewaltig ab.

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DirkPinschmidt

Mitteleuropäische Autostraßen sind fast immer asphaltiert, manchmal findet man auch noch Beton. Die Überlegenheit eines perfekten Frontantriebs auf trockener, asphaltierter Fahrbahn hat der lediglich frontgetriebene Xsara Kit Car durch nicht nur einen Sieg hinreichend bewiesen. Da helfen auch vier angetriebene Räder, oder gar der antiquierte Heckantrieb nichts.

Beste >> Grüße

Dirk

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Hallo,

was mich an den Citroën - Modellen der letzten Jahre so fasziniert ist die große Spannweite an Komfort UND Sportlichkeit.

Ich brauche kein Fahrzeug, daß schneller ist als mein Reaktionsvermögen und mein Anhalteweg es auf kurvigen mit Kuppen und Gegenverkehr behafteten Straßen erlauben.

Ich brauche aber auch kein Auto, daß mit extremer Seitenneigung fährt, beim Bremsen die Leuchtweite der Scheinwerfer verliert und beim Anfahren einen Blick auf das Wetter gestattet.

Gernot

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Ich war von dem Moment an vom Activa fasziniert, als er trotz meines Fahrfehlers in der Spur blieb. 150 km/h, AB mit drei Spuren, ich ganz rechts und vor mir ein Transporter, den es zu Überholen galt. Vor dem Überholen war ein BMW ganz links und weit weg, mindestens 200m, die mittlere Spur war frei. Ein paar Sekunden später war er plötzlich neben mir und zog mit einer Affengeschwindigkeit schräg in Richtung Ausfahrt. Ich bekam einen Schreck und zerrte das schon leicht nach links eingeschlagene Lenkrad zurück nach rechts. Es war ein Gefühl, als würde das Auto eine Weile zwischen den linken und rechten Radlagern hin- und herpendeln, aber es ist nicht seitlich eingeknickt, nicht ausgebrochen, es fuhr auch beim Gegenlenken spurstabil weiter. Wir waren zu dritt im Auto.

Ich will gar nicht wissen, was bei 200 passiert wäre, ob es da auch noch gereicht hätte und ob vielleicht ein ESP die Situation ebenfalls gerettet hätte. Ich kann es mir nicht vorstellen, da das gezielte Abbremsen einzelner Räder nicht zu der drastischen Geschwindigkeitsreduzierung führt, die das Fahrzeug wieder in einen Bereich befördert, der für Reifentyp, Schwerpunktlage, Lenkeinschlag usw. passend ist. Meine Vermutung ist, daß jedes andere Auto gnadenlos ausgebrochen wäre.

Was ich damit sagen will? Auch wenn man nicht rast, sind Situationen möglich, in denen ein aktives Fahrwerk lebensrettend eingreifen kann; mit ESP sicherlich noch ein Stück wirkungsvoller. Wenn der Aufwand vertretbar ist und vielleicht nicht einmal zu Lasten des Komforts geht, sollte man daher gar keine Wahl haben und immer ohne Seitenneigung fahren dürfen.

Jammerschade ist nur, daß vermutlich wirklich einige "Sportler" nicht an den Reserven interessiert sind, sondern an den höher gesteckten Grenzbereichen. Und damit ist natürlich auch klar, daß es dann nur noch schlimmer wird.

Übrigens Peter, welche elektronisch geregelten Fahrwerke meinst Du? ESP? Das verlagert nicht den Grenzbereich nach oben, es verhindert nicht das Schwerpunktpendeln auf der Querachse. Es hilft und ist - wie ABS - eine große Errungenschaft, aber es spielt in einer ganz anderen Liga als ACTIVA, macht ein Fahrzeug nicht mehr oder weniger sportlich, verhindert vermutlich nicht das Ausbrechen in einer Situation wie der oben beschriebenen, weil das PLÖTZLICHE Einlenken zum deutlichen Überschreiten der Haftgrenze führt und nicht ein kontinuierliches, langsames Beschleunigen oder Einlenken, dem man mit ESP gegenwirken kann. Damit es auch bei solchen Schlenkern wirksam wird, müßte man schon die Lenkbewegung unterdrücken.

Daher stimme ich hier nochmal zusammenfassend für HP III+, ACTIVA, ESP, ABS mit EBV und Kurvenbremskontrolle gleichermaßen. Oder für den 7er BMW? Muß sich Cit. das gefallenlassen?

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Guest gelöscht[107]

ESP, ABS und trallalla haben nix mit richtigen Aktivfahrwerken zu tun. So Zeugs hat überhaupt nix mit richtigen Fahrwerken zu tun. Das sind Fahrhilfen für den Fahrsportlaien. Fahrwerkaktivsysteme verstellen Fahrhöhe, Federweg, Federhärte und Seitenneigung, am besten radweise, wie (teilweise) beim Activa. Ob elektronisch, mechanisch oder hydraulisch, oder eine beliebige Koombination davon, ist Sache des Feintunings und der Zielsetzung. Nur kommen richtige Sportfahrwerke auch mit richtigen Quer- und Schräglenkern daher, im Gegensatz zum Activa, dessen Hinterachse nur passiv mitlenkt und dessen Voderachse mit hochbauenden Federbeinen nicht geeignet ist, niedrige Kraftangriffspunkte einer niedrigen Karosserie aufzunehmen. Richtige Sportfahrwerke erfordern übrigens auch ein gewisses aktives Können des Fahrers, solche Fahrwerke sind "unfahrbar" für den Landstraßenlaien. Solche Fahrwerke haben ein gang genau definierten Grenzbereich, in dem der Fahrer ebenso genau definierte Reaktionen provozieren kann. Das Activa-Fahrwerk des Xantia hat sowas leider nicht so sehr. Da ist der fühlbare Grenzbereich auch für einen Fahrprofi zu wenig spürbar.

Tja, und der Fahrer tut sein Übriges noch dazu. Erster weltbekannter Auftritt von W.Röhrl, der mit einen veralteten Ascona die Rallye-Weltmeisterschaft gegen dicke Audi-Quattros gewann. Ist wie im richtigen Leben: auf den Fahrer kommts an.

Dieser komische Golfviermoschn ist fahrwerkstechnisch wie eine halbgekochte Wassersuppe, fürn Sportler viel zu weich und fürn normales Auto viel zu unkomfortabel. Ist also nicht unbedingt einen sinnvollen Vergleich zum Xantia wert.

Gruß von P.

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Peter V postete

Tja, und der Fahrer tut sein Übriges noch dazu. Erster weltbekannter Auftritt von W.Röhrl, der mit einen veralteten Ascona die Rallye-Weltmeisterschaft gegen dicke Audi-Quattros gewann. Ist wie im richtigen Leben: auf den Fahrer kommts an.

Hmm?

Nach Rücksprache mit Dr. www.google.de hat Röhrl 1975 die WM auf einem Ascona A gewonnen. Das war etwa 10 Jahre vor der Quattro-Ära.

Was nichts daran ändert, daß Röhrl einer der Größten ist. Der konnte wirklich mit allem fahren. Und heute? zum Schalten an 2 Hebelchen ziehen, damit fahr' ich nach kurzer Eingewöhnung (& R-Fahrerlehrgang vorausgesetzt ) auch gute Zeiten ;-).

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Wenn mich nicht alles täuscht, hat Röhrl auch mit einem Fiat 131 den WM-Titel eingefahren. Ob damals die Quattros schon aktiv waren, weiß ich nicht mehr, auf alle Fälle hat ihnen aber der Lancia Rallye zu Beginn das Leben ganz schön schwer gemacht. War übrigens im Vergleich zu den kantig-langweiligen Quattros ein rassiger Sportler.

Hat Röhrl nicht auch Ascona B gefahren?

Gruss Maik.

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Guest gelöscht[107]

Röhrl hat mit einem Ascona B gegen Audi quattro gewonnen. Der Ascona B war zu dieser Zeit bereits seit einem Jahr aus der Serienproduktion. Dazu gibts auch einen Artikel in der Motorklassik (oder wars doch die Markt für klassische Automobile ?!). Das war gleichzeitig der letzte Auftritt eines Rallyefahrzeugs mit nur Einachsantrieb, das die WM gewinnen konnte. Von da an begann die Ära der High-Tech-Werkswagen mit Allrad und Elektronik.

Gruß von P.

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Hi Peter,

>ESP, ABS und trallalla haben nix mit richtigen Aktivfahrwerken zu tun. So Zeugs hat überhaupt nix mit richtigen Fahrwerken zu tun. Das sind Fahrhilfen für den Fahrsportlaien.<

Vollkommen richtig Peter. Wenn ich diverse Fahrzeuge mit sogenannten normalo Sportfahrwerken fliegen lasse, haben die HP Citroen nicht den Hauch einer Chance.

Allerdings ist das wohl auch nicht Sinn der Sache. Bei meiner Kilometerleistung bin ich ja nicht "Berufsrennfahrer" sondern muss neben meinem Job dummerweise oft unangenehm viel mit dem Auto Reisen(obwohl ich wenn immer sinnvoll die Bahn oder den Flieger nehme). Da ist der Kompromiss der HP absolut OK und da man auch schon mal abgelenkt wird, ein elektronisches Helferlein durchaus eine gute Angelegenheit.

Wenn ich mal richtig Spass will, nehm ich die DUC oder die Yam. Das ist eh 10x geiler, wirklich schnell und 1.000 Mal fahraktiver. Erfordert obendrein 1.000% Reaktion und Konzentration und schult den Blick für die abstrusen Verhaltensweisen der anderen Verkehrsteilnehmer. Vorzugsweise Sonntags in der Eifel oder am Niederrhein.

Gruß

Ralf

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Mythos und Messdaten - Activa gegen Sportfahrwerke

-http://www.fz-rossendorf.de/FVTB/temp/activaams96.pdf

-http://www.fz-rossendorf.de/FVTB/temp/Zusammenfassung.pdf

Viel Spaß

Milan

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ACCM Oliver Weiß

Was mich an diesem Test sehr irritiert:

Xantia SX Activa ???? Also entweder SX oder Activa!

Und kein Activa lief ab Werk mit 185ern, sondern alle hatten 205er! 185er sind meines Wissens nur als M+S erlaubt!

Da liegt der Verdacht nahe, daß man den Activa bewußt mit schmaleren (= schlechteren?) Reifen versehen hat um ihn weiter hinten im Test zu haben. Oder die haben einen SX mit Hydractive genommen und das für Activa gehalten, aber aufm Bild sieht es wegen Felgen und Heckspoiler doch nach Activa aus ...

Daher hat dieser Test einen sehr fahlen Beigeschmach bei mir hinterlassen.

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Denkbar, daß es so'ne Art Vorserienmodell gab, welches noch keine richtige Bezeichnung hatte. Diese merkwürdige Kombination taucht in allen Suchmaschinen, die ich ausprobiert habe, nur einmal auf: in einer Referenz auf einen ams-Kurz-Test von 1995. Diesen Test kann man bei ams auch bestellen. Hab' ich aber nicht gemacht.

Vielleicht hat man dem Activa anschließend 205er verpaßt.

Aber mal positiv interpretiert, ist es doch großartig, daß man einen Activa mit 185ern "Ballonreifen" in einem Test mit Porsche, 8er BMW, S600 usw. aufführt, die alle mindestens auf 205/60ern unterwegs sind. Ganz zu schweigen von den 265/40ern. Wer sonst könnte das von sich behaupten?!

Wenn die erst die "normalen" 205/60er aufgezogen hätten... Oder 235er... Wenn man also nicht Äpfel mit Birnen verglichen hätte... Das wäre wohl ein Politikum geworden.

Aber der Alfa ist auf 195/60ern auch nicht schlecht... Alle Achtung.

Ach ja, und die Bremswege... gleicher Zusammenhang wie oben.

Hat jemand noch andere Tests?

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SX mit 185er Bereifung hatte mich auch stuzig gemacht. Ist wohl versehentlich ein einfaches HP-Modell getestet worden ;-) Nicht auszudenken, wenn sie einen Activa genommen hätten :-))

Ich vermute aber, dass der serienmäßige 205er Activa getestet wurde. Irgendwer hat aber, schließlich nicht zum ersten mal bei ams, versehentlich das falsche Datenblatt erwischt und so den seltsamen Activa SX kreiert.

Gruß

Milan

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ACCM Oliver Weiß

Das mit dem Vorserienmodell hatte ich auch überlegt, aber als der Activa 1994 vorgestellt wurde und dann 1995 in Serie ging, wurde u.a. auch in manchen Berichten auf die von Michelin speziell gefertigten Reifen 205/55R15 XGTV hingewiesen. Das widerspricht der Möglichkeit eines Vorserienmodells mit 185ern. Außerdem handelt es sich um eine AMS-Ausgabe von 1996, da gabs den Activa ja schon gut ein Jahr.

Milans Möglichkeit erscheint mir da schon plausibler.

Es gibt irgendwo übrigens auch einen Vergleich zwischen Activa V6, Xsara 2,0 VTS und Volvo S40 mit Turbomotor. Der Xsara ist auf dieser Teststrecke etwas schneller als der Activa und Volvo als dritter! siehe http://www.kolumbus.fi/anttijp/bilsport.htm

Weitere Tests und sonstiges findet man auf meiner Homepage: http://home.wtal.de/olliweb/

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Milan, Deine Begründung klingt irgendwie schlüssig. Und Olli findet das auch. Was bleibt mir dann anderes übrig, als meinen Activa trösten zu gehen und ihm zu sagen, daß es vor allem auf die Seele ankommt, die einem Dinge innewohnt... Das mach ich dann mal (*seufz*).

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ACCM Oliver Weiß

Synolo, es wird immer jemand schnelleren geben. Und wenn nicht jetzt, dann bald.

Dennoch ist ein Activa ein sehr reizvolles Auto mit einer sehr seltenen Fahrdynamik. Die schnelleren sind nicht so komfortabel und die komfortablen nicht so schnell (mit evtl wenigen Ausnahmen).

Und wenn mich ein xyz in der Kurve überholt, na und? Mir fällt bei der nächsten Bodenwelle nicht das Gebiß raus! ;-)

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