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2cv Reifen alt KFZ-Brief

Hervorgehobene Antworten

Hallo!

TOP 1

Ich stolpere bei der Ersatzteilsuche immer wieder über alte Reifen, die verkauft werden. Häufig auch über Reifenschläuche. Nun frag ich mich, wieso kauft jemand Reifen, die teilweise 30 Jahre oder älter sind? Die darf man doch gar nicht mehr fahren, oder?

Selbst, wenn man unter diese alten Dinger Schläuche zieht, dann nützt einem das doch wenig, wenn einem die rissigen Dinger um die Ohren fliegen...

TOP 2

Darüber hinaus würde ich einmal interessieren, ob das üblich ist, dass wenn der TÜV bzw. die KFZ-Zulassungsstelle eine neuen Reifengröße einträgt, damit eine andere Reifengröße automatisch gestrichen wird?!

...oder gelten dann beide Größen oder nur die zuletzt eingetragene? Freue mich auch hier über Antworten.

 

VG

S

 

ps. Bilder wg. Wartungsarbeiten bei citdoks leider nicht einfügbar :-(

 

 

Zu 1: Es gibt kein gesetzlich festgelegtes Reifenhöchstalter, bis zu dem sie genutzt werden dürfen. Heißt: Ist der Reifen alt, aber optisch weder rissig noch porös, darf bei der HU lediglich ein Hinweis auf das Reifenalter in den Untersuchungsbericht geschrieben werden. Als Empfehlung, aber nicht als Mangel.

Zu Top1: Es soll Franzosen geben, die ihre Ente so original, wie möglich haben wollen. Dann ziehen die sich für Treffen dann gerne über 30 Jahre alte Schluffen drauf....

Zu Top2: Bei mir wurden auch neue Reifen eingetragen, aber die alte Größe blieb stehen. In meinem Brief sieht das so aus: Oben die kleinstmögliche Original-Größe und unten die nachträgliche Eintragung der größtmöglichen Größe.

 

 

Bearbeitet ( von EntenDaniel)

  • Ersteller

wie hastn du das bild eingefügt? *gruebel*

Unten ist ne graue Leiste, worüber man Anhänge hochladen kann - zumindest bei ACCM ist da eine.

Du kannst auch  ein Bild in Deiner Galerie hochladen und hier rüber kopieren.

  • Ersteller

Ah ok... ACCM-Besonderheit... Danke trotzdem fürs Antworten. Mein Standard-Account ist dafür net freigeschaltet. 

Aber im Grunde hätte ich auch nur ein Foto hochgeladen, wo der freundliche Zulassungsmitarbeiter eine Reifengröße durchgestrichen hat. 

Aber danke dennoch für alle Antworten. Meine rissigen Michelins wandern aber aufn Müll... Das ist mir zu unsicher. 

Da gehören sie auch hin, wenn sie rissig sind.

Ja, wenn sie rissig sind, gehören sie entsorgt. Aber meine Ente hat 12 PS, und wenn´s gut geht, erreiche ich vielleicht einmal 90 km/h, aber eher in Ausnahmefällen. Das halten auch 30 Jahre alte Michelins locker aus, und wenn sich bei z.B. 80 km/h mal ein Stück Profil verabschieden würde, wäre das auch kein Weltuntergang. Ich sehe das bei 12 PS relativ locker.

Bei höheren Geschwindigkeiten sieht´s natürlich schon anders aus.

  • Ersteller

In der Ente... mit 80?.... Profil fliegt weg?... Du beschreibst grad einen meiner schlimmsten Alpträume...

Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Auch eine 12-PS-Ente fährt mit frischen Reifen sicher noch schöner. ;)

vor 13 Minuten, Lumpi sagte:

Ja, wenn sie rissig sind, gehören sie entsorgt. Aber meine Ente hat 12 PS, und wenn´s gut geht, erreiche ich vielleicht einmal 90 km/h, aber eher in Ausnahmefällen. Das halten auch 30 Jahre alte Michelins locker aus, und wenn sich bei z.B. 80 km/h mal ein Stück Profil verabschieden würde, wäre das auch kein Weltuntergang. Ich sehe das bei 12 PS relativ locker.

Bei höheren Geschwindigkeiten sieht´s natürlich schon anders aus.

80 km/h ist für den menschlichen Organismus im Falle eines Falles eine höhere Geschwindigkeit.

vor 21 Minuten, BX Leader sagte:

In der Ente... mit 80?.... Profil fliegt weg?... Du beschreibst grad einen meiner schlimmsten Alpträume...

Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Die Ente ist kein modernes Auto, sondern ein gutes. Der Lenkrollradius ist nahe Null :-)

Die Ente fährt dadurch nämlich geradeaus weiter, es rumpelt und man bleibt stehen und schaut nach was das wohl war .

Deutsche Premiumprodukte brauchen zur Vermeidung eines Unfalls eine ganze Menge Assistenzsyteme :-)

Bearbeitet ( von jozzo_)

So sieht das mal aus. Selbst ein Reifenplatzer (was bitte nicht passieren sollte) bei der Geschwindigkeit ist i.d.R. relativ unproblematisch, wenn´s nicht gerade bei einem Vorderreifen in der Kurve passiert. Da gibt es ganz sicher deutlich schlimmere Albträume.

Und glaubt mir, im Laufe meines langen Autofahrerlebens habe ich schon manches Stück Profil fliegen sehen (bzw. hören). Und es war nie kritisch.

Und eine alte, originale Ente mit Reifen Michelin X 125 * 380 bzw. 400 (und nicht z.B. 15 Zoll) hat schon was!

Ein ausbrechendes Heck ist selbst bei 50 km/h kaum einzufangen. Und auch eine Ente kann hinten mal wegrutschen... Selten? Ja. Ausgeschlossen? Nein!

Wenns bei 80 passiert, leidet man aufgrund der "passiven Sicherheit" nicht lange.

Viele Grüße von einem, der kein Verständnis für alte (unsichere) Reifen hat

Unsere Ente bekommt dieses Jahr auch mal wieder 4 neue Schuhe. Die Michelins Baujahr 1998 bzw. 2000 haben zwar noch ausreichend Restprofil, aber insbesondere bei nasser Fahrbahn wird das Entchen langsam aber sicher unfahrbar weil die Reifen keinen Grip mehr haben. Da drehen sogar im 2. Gang noch die Vorderräder durch wenn man an der Ampel flott anfährt. Seit ich vorletztes Jahr eine Dyane mit nagelneuen Reifen pilotieren durfte weiß ich wie dringend der Austausch bei unserer Ente wirklich ist...

Natürlich leidet der Grip bei alten Reifen, keine Frage.  Wie man damit umgeht, muss jeder für sich entscheiden. Und es ist auch ein entscheidender Unterschied, ob ich die Ente häufiger im Alltagsbetrieb fahre oder nur zu besonderen Gelegenheiten, z.B. bei schönem Wetter zu Treffen. Meine Uralt-Ente hat jedenfalls seit ewig keinen Regen mehr gesehen, und wenn ich auf gemächliche 500 km/Jahr komme, ist es schon viel. Ich habe außerdem noch nie von wegfliegenden Reifenprofilen bei max. 80 km/h gehört.

Und ich lege größten Wert auf absolute Originalität. So hat meine Ente zum Beispiel noch im Fußraum unter den Gummimatten eine französische Zeitung vom 14.07.1960 liegen; und vorne in der Ablage liegt noch eine volle Schachtel Gitanes Mais :).

Wenn das Reifenalter sogar bei der Hauptuntersuchung das Reifenalter kein Kriterium ist, wird es so dramatisch wohl nicht sein. Wenn ich ein sicheres Auto im Alltagsverkehr bewegen will, ist eine Wellblechente ohnehin nicht unbedingt erste Wahl.

Aber, jeder wie er mag...

Die Hysterie um die Reifenalterung ist wegen der schlechten Qualität so mancher Reifentestsieger nach 5 Jahren - eine Erfindung der deutschen Premium-Reifenhersteller. Vorallem die 4er-Regel bei Winterreifen ist ein Hammer: Wenn unter 4mm unnd älter als 4 jahre soll man alle 4 Reifen wegwerfen (meint die PR-Abteilung, das wird in Clubmagazinen laufend abgedruckt)

Warum in F die Leute mit so alten orig. Michelin fahren, hat mehrere Gründe: die Langzeitqualität ist wirklich unglaublich, es regnet viel weniger, natürlich gibt es ein gewisses Nord-Süd-Gefälle beim Sicherheitsempfinden....

Ob ein Reifen nach Jahrzehnten noch brauchbar ist, ist von verschiedenen Punkten abhängig: die Karkasse muß völlig perfekt sein, d.h. er darf nie luftleer zw. Boden-Felge oder am Randstein gequetscht worden sein. Lagerung übers Jahr ohne UV-Lichteinfall, immer mit richtigen Luftdruck. Die ersten Kilometer sollen bei Trockenheit gefahren werden. Und ehrlicherweise geht das ohne Einschränkung nur mit einem Hersteller: Michelin. 

Wir hatten im Betriebslabor einen Vortragenden, der hauptberuflich Reifensachverständiger war  - er hat immer die Highlights des Monats mitgebracht...

Grüße, Walter

vor 16 Stunden, Lumpi sagte:

So sieht das mal aus. Selbst ein Reifenplatzer (was bitte nicht passieren sollte) bei der Geschwindigkeit ist i.d.R. relativ unproblematisch, wenn´s nicht gerade bei einem Vorderreifen in der Kurve passiert. Da gibt es ganz sicher deutlich schlimmere Albträume.

Und glaubt mir, im Laufe meines langen Autofahrerlebens habe ich schon manches Stück Profil fliegen sehen (bzw. hören). Und es war nie kritisch.

Und eine alte, originale Ente mit Reifen Michelin X 125 * 380 bzw. 400 (und nicht z.B. 15 Zoll) hat schon was!

Also, ich möchte auch Kurven sicher umrunden und nicht überlegen, ob die 30 Jahre alte Pelle das nun noch hinbekommt. Und ob da ein Zoll-Wert oder eine metrische Angabe auf der Reifenflanke steht, ist mir sehr wurscht.

vor 4 Stunden, Athanagor68 sagte:

Ob ein Reifen nach Jahrzehnten noch brauchbar ist, ist von verschiedenen Punkten abhängig: die Karkasse muß völlig perfekt sein, d.h. er darf nie luftleer zw. Boden-Felge oder am Randstein gequetscht worden sein. Lagerung übers Jahr ohne UV-Lichteinfall, immer mit richtigen Luftdruck. Die ersten Kilometer sollen bei Trockenheit gefahren werden. Und ehrlicherweise geht das ohne Einschränkung nur mit einem Hersteller: Michelin. 

Meine Autos rollen ausnahmslos auf Michelin-Pneus, somit auch der 2CV. Eben diese Michelins sind nach nunmehr 14 bzw. 16 jahren aber nicht mehr brauchbar. Nicht weil sie äußerliche Schäden aufweisen sondern weil sich das Fahrverhalten damit einfach massiv verschlechtert hat. An der Profiltiefe alleine wird es nicht liegen, denn die ist durchaus noch im akzeptablen Bereich. Zu wenig Luft und Beschädigungen durch äußere Einwirkungen kann ich ausschließen, außerdem verbringt das Entchen die meiste Zeit in der Garage und ist somit der UV-Strahlung nur sehr begrenzt ausgesetzt.

Auf meinem BX haben sich innerhalb von 4 Wochen mal zwei 18 jahre alte Michelin-Reifen zerlegt, da flog die Lauffläche auf der Autobahn bröckchenweise raus. Auch diese Reifen waren vorher äußerlich absolut unauffällig und hatten in ihrem Leben weder zu wenig Luftdruck noch irgendwelche Feindkontakte erlebt. Mein persönliches Fazit daraus: mit deutlich mehr als 10 Jahren ist ein Autoreifen zum Fahren nicht mehr brauchbar, auch nicht wenn Michelin draufsteht.

Und, hat das bröckchenweise Rausfliegen von Profilstücken vermutlich bei einer Geschwindigkeit, die weit jenseits der üblicnen Entengeschwindigkeit liegt, dich in arge Schwierigkeiten gebracht? Ich kenne jedenfalls keinen, dem ein Entenreifen schon mal wegen Überalterung um die Ohren geflogen ist.

Wer natürlich bei jeder Kurve überlegen muss, ob ein Reifen wegfliegt, der sollte vielleicht besser nicht ohne ABS, ESP, Airbags und sonstigen elektronischen Helferlein unterwegs sein.

Aber, lassen wir´s dabei: Das muss letztlich jeder für sich entscheiden. Und ein Glaubensbekenntnis sollte man auch nicht daraus machen.

Die Brocken flogen bei ca. 150km/h und haben mich zum Glück nicht in Schwierigkeiten gebracht weil sich der Wagen noch problemlos mit verringerter Geschwindigkeit zur nächsten Autobahnausfahrt bewegen ließ. Abseits der Autobahn konnte ich dann in Ruhe das Reserverad montieren - ebenfalls uralt aber für den vorübergehenden Einsatz bei entsprechend angepaßter Fahrweise noch geeignet.

Derart alte Reifen taugen höchstens dazu einen Wagen für längere Zeit abzustellen oder halt als Notbehelf im Falle einer Panne, auf der Straße hat man damit nichts verloren, auch nicht mit einem vergleichsweise langasamen Fahrzeug wie einem 2CV.

Auch wenn nix passiert, finde ich einen sich zerlegenden Reifen jetzt nicht so geil. Nervt halt. Anhalten, Radwechsel und so. Schlimm genug, wenn einem das alle Jubeljahre mal wg. eines Nagels oder so passiert.

Hab auf meiner Ente Bj 04/90 noch die originalen ersten Michelin drauf. Immer auf den akuraten Reifendruck geachtet. Das Autochen steht priviligiert in der Garage. C5 III+ Tourer muss leider draußen auf Michelin WR von 2009 stehen. Auch die SR sind  vom selben Jahr. Meine Neuerwerbung - Xantia Activa 16V 2.0 - hat ein neues Reserverad erhalten, denn der Original- Pneu von Michelin 205/55 Pilot SX x 15 aus 1995 war noch nie im Umlauf und entsprechend hart und gealtert. Natürlich vergibt Michelin keine Altersgarantie, doch bin ich auch nie wegen eines Reifenschadens immobil geworden, in meiner automobilen Zeit mit Michelin und Citroën seit 1967! Vive Michelin!

Bearbeitet ( von DS20FY3)
Schöne Grüße aus Trier

Damals, so in den frühen Achzigern sind wir doch alle auf so müden Schlappen gefahren. Wer hatte denn als StudentIn Geld für neue Reifen? Wenn da noch 1,5mm Profil drauf waren, hat man gesagt, die sind im Sommer noch gut. Ich hab aus solch einem Reifen auf der Autobahn mal die Luft verloren. Zuerst ging die Ente nur mehr 90, dann nur mehr 85. Also mal rechts ran auf den Pannenstreifen, nachschauen, was los ist. Aha, Plattfuß vorne rechts. Gewechselt war in einer viertel Stunde, wir waren doch geschickt und jung. Den Scherenwagenheber unter den Schwingarm und gut.

Andere Situation in der Neuzeit. Strömender Regen, Stadtgebiet, ich mit gut 50 km/h auf den alten Pellen, auf denen sich das Profil nicht mehr abfährt. Eine "Lebensmüde" läuft von links ohne zu schaun auf den Zebrastreifen. Ich in die Vollen und weiter mit stehenden Reifen und unveränderter Geschwindigkeit. Ich hab sofort losgelassen und Vollgas gegeben, und an ihr vorbei. Danach war mir anders. Hoffentlich ihr auch!

Also, bei Schönwetter ja, bei Regen lasst es lieber!

Und: Die Michelin aus der normalen Fertigung bis 2002 halten lang. Die danach aus dem Oldtimerprogramm (sie wurden damals mächtig teuer) werden rissig!

Heike

 

 

Am 30.3.2016 at 09:49 , Lumpi sagte:

Und, hat das bröckchenweise Rausfliegen von Profilstücken vermutlich bei einer Geschwindigkeit, die weit jenseits der üblicnen Entengeschwindigkeit liegt, dich in arge Schwierigkeiten gebracht?

Der BX hat HP :) Der bleibt  sehr gutmütig - macht nur seltsame Geräusche, wenn man mit nem Platten über die Autobahn ballert :D Ist meinem Vater 1988 mal mit unserem BX Break vollgepackt mit Familie+Urlaubsgepäck passiert und mir 2000 bei meinem ersten BX. 

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