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"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

vor 4 Minuten schrieb schwinge:

Klingt nicht wenig, in Relation zu den Kosten der "Energiewende" allein in D ein doch eher dünnes Scheibchen.

Wenn man Müllentsorgung mit sinnvollen Investitionen vergleichen möchte dann vielleicht. Aber das macht doch niemand ernstlich, oder? 

vor 4 Stunden schrieb -martin-:

Alleine dafür könnte man über 80 GW PV mit 80GWh netzdienlichen Batterien bauen. Die würden im Jahr 80 TWh Strom liefern und das Stromnetz extrem entlasten. Das würde in D für 28 Millionen Elektroautos reichen.

Und die 125 Mrd. sind nur die Kosten für Entschädigungen und Produktionsausfall. Da ist noch keine Planung, kein Bau, kein Betrieb dabei.

Atomkraft ist sowas von tot.

Dann sind die Japaner sicher viel dümmer als wir. 

In D kann übrigens weder das selbe passieren und selbst wenn, wäre das Umfeld nicht kontaminiert worden. 

Dass ein AKW-Gau eine teure Sache ist, ist unbestritten. Deshalb wird ja der enorm hohe Aufwand zur Risikominimierung betrieben. Auch wenn es in Fukushima keinen Toten gab. 

Durch den Tsunami starben leider 20000 Menschen und die Schäden beliefen sich auf über 200 Milliarden Euro.

vor 1 Stunde schrieb schwinge:

Klingt nicht wenig, in Relation zu den Kosten der "Energiewende" allein in D ein doch eher dünnes Scheibchen.

Es sind aber nicht nur die "dummen Deutschen" die wenden. Selbst der von Dir so bewunderte Chinese wendet nicht unerheblich. Trump versucht in der Kurve eine Vollbremsung ...ob das mal gut geht? Aber da ist er eher die Aussnahme, und in fast allen Laendern zieht die Industrie mit. BTW: Die wesentlichen Kosten der Energiewende sind bereits gestemmt, die Anlagen und somit auch der Strom wird immer guenstiger, waerend die Ewigkeitskosten der Kernenergie noch gar nicht absehbar sind. 

9 minutes ago, MatthiasM said:

[...] der Strom wird immer guenstiger [...]

:D

vor 9 Stunden schrieb Ebby Zutt:

Bei der ganzen Atomkraftistsexydebatte fällt der hochradioaktive Müll ( der schon freundlich strahlend in schlecht gesicherten Lagern steht) einfach nicht ins Gewicht?

Allein dieser Punkt sollte doch schon ausreichen, um auf die Bremse zu treten und sich anderen möglichen Energiequellen zuzuwenden : KEIN Endlager !

 

vor 10 Minuten schrieb schwinge:

:D

Ja, nicht unbedingt fuer den Verbraucher, aber schau mal was Solar oder Windstrom vor nur 5 Jahren gebracht hat und wie heute der Erzeugerpreis ist. Das Solarpanel auf dem Dach hat sich schon manchmal in weniger als 3 Jahren armotisiert. Halten wird es wahrscheinlich zehn mal so lange. Bei Industrieanlagen wird es etwas laenger dauern, aber deutlich unter der Zeit die man fuer andere Investitionen rechnet.  Vergleiche das mal mit neuen KKWs. 

Bearbeitet ( von MatthiasM)

Ach, das ist doch immer wieder dasselbe.

AKW sind hier zusätzlich teuer, weil erst "totreguliert", dann vergessen, und nur in Einzelstücken gebaut. Die aktuell in Europa befindlichen Neubaukunststücke beweisen das eindrucksvoll. Wer AKW bauen kann, das schrub ich hier bereits. Müssen wir halt einkaufen. Am Besten inklusive der kompletten Bautrupps. So weit ist es schon gekommen.
PV ist bei einem "guten" Preis angekommen (Gestehungskosten), richtig. Nur darf man da die Zusatzkosten für die "Energiewende" nicht vergessen. Teilweise wird der Anlagenbetreibende für Strom bezahlt der die Kanalisation heruntergespült wird. Es müssen fleißig die Netze aus- und umgebaut werden. Es müssen Speicher gebaut und betrieben werden. Es müssen Reservekraftwerke gebaut und betrieben werden.

Letztlich ist das einzige was zählt der Endkundenpreis, den Haushalte und der verbliebene Rest unserer Industrie zahlen.

Bearbeitet ( von schwinge)

vor einer Stunde schrieb schwinge:

Ach, das ist doch immer wieder dasselbe.

AKW sind hier zusätzlich teuer, weil erst "totreguliert", dann vergessen, und nur in Einzelstücken gebaut. Die aktuell in Europa befindlichen Neubaukunststücke beweisen das eindrucksvoll.

Ach, das gilt auch fuer das Atomwunderland Frankreich? Und auch fuer Hinkley Point das von der EDF gebaut wurde?

Ja, klar in China sind sie billiger und schneller, aber ist in China nicht alles billiger und besser? Wundert mich dass nicht jeder dorthin auswandern moechte. 

Was verstehst Du den unter "totreguliert"? Das man dabei andere Interessen und die Sicherheit beruecksichtigt? Dann bist Du wohl wohl wirklich im falschen Land geboren. Ja, die scheiss Arbeitsstunde fuer einen KFZ-Schlosser kostet inzwischen 200 Euro. Die Planer und Erbauer einer komplexen technischen Anlage sind eben auch nicht billiger. Ich kaufe auch Kram(!) aus China, aber ein AKW wuerde ich dort niemals kaufen.

vor einer Stunde schrieb schwinge:

PV ist bei einem "guten" Preis angekommen (Gestehungskosten), richtig. Nur darf man da die Zusatzkosten für die "Energiewende" nicht vergessen. Teilweise wird der Anlagenbetreibende für Strom bezahlt der die Kanalisation heruntergespült wird. Es müssen fleißig die Netze aus- und umgebaut werden. Es müssen Speicher gebaut und betrieben werden. Es müssen Reservekraftwerke gebaut und betrieben werden.

Ach, das Lied vom "verschenkten" Strom wieder! Ich finde, im Gegensatz zur Elektromobilitaet, haben die Bundesregierungen bei der Energiewende vieles richtig gemacht. Die Buerger sind mit einbezogen worden* und man hat die Erneuerbaren subventioniert. Das nennt sich "Investition"oder auch "Anschubfinanzierung". Es war, und ist wohl noch, finanziell atraktiv in die Erneuerbaren zu investieren, dazu gehoert auch das Ausfallgeld und der Rest den Du anfuehrst. Die Gewinnzone wird aber langsam erreicht und ist absehbar. 

Irgendwann war auch mal das Pferdefuhrwerk absehbar nicht mehr zukunftsfaehig, und da musste man auch investieren, trotz dem der Gaul ja viel billiger war ...

Und der "die Kanalisation herunter gespuelte" Strom wird sich auch bald speichern lassen oder anders sinnvoll verwenden. Die ersten Motorkutschen waren auch nicht gerade ein Ausbund an Effizienz und Leistungsfaeigkeit. 

* natuerlich nur ein Teil, eben diejenigen die sich Solar aufs Dach zimmern koennen. Ein Freund hat mir damals geraten, genau das zu machen. Ich hebe es nicht gemacht, was finanziell sicher ein Nachteil war. Aber ich beschwere mich auch nicht, weil es eben andere gemacht haben und gutes Geld damit verdient haben. 

 

Bearbeitet ( von MatthiasM)

1 hour ago, MatthiasM said:

[...] wohl wirklich im falschen Land geboren.

Das halte ich für ausgeschlossen, ich durfte in Bayern das Licht der Welt erblicken.

1 hour ago, MatthiasM said:

[...] ist in China nicht alles billiger und besser? Wundert mich dass nicht jeder dorthin auswandern moechte. 

Wenn die Steuerzahlenden auswandern, siehts hier dunkel aus. Auch frage ich mich wieso hier immer wieder der Vorschlag des Auswanderns kommt, wenn man darauf hinweist daß "wir" augenscheinlich nicht alles am Besten können.
Da öffne ich mir lieber ein paar Flaschen Meißner und lese ich mir die Texte in den Kronkorken durch. Da hab ich mehr davon. Vor ein paar Tagen fand ich "Bleibt heimattreu, trinkt Schwerter Bräu". :)

Bearbeitet ( von schwinge)

vor 5 Stunden schrieb schwinge:

Letztlich ist das einzige was zählt der Endkundenpreis, den Haushalte und der verbliebene Rest unserer Industrie zahlen.

Jein. Wenn bei der einen Stromquelle alle Kosten auf die Stromkunden umgelegt werden (teilweise Großkunden ausgenommen, sodass der Rest noch mehr zahlen darf), bei der anderen aber erhebliche Anteile über Steuern finanziert werden, ist der Vergleich der Endkundenpreise nicht ganz fair. 

vor 7 Stunden schrieb PuckX2:

Allein dieser Punkt sollte doch schon ausreichen, um auf die Bremse zu treten und sich anderen möglichen Energiequellen zuzuwenden : KEIN Endlager !

 

Das wir ein Endlager brauchen (wenn der technische Fortschritt uns nicht davon befreien kann), daran änderte der Atomausstieg nichts. Ich habe dieses Argument der Atomkraftgegner immer als nicht zielführend begriffen. Zumal wir heimische Atomkraft durch Importe von Atomstrom aus dem Ausland ersetzt haben .

44 minutes ago, phantomas said:

[..] ein Endlager [...]

...wird es nie geben. Das halte ich für eine Märchengeschichte, um Atomkraftbegegnende zu besänftigen.

Wenn ich hier an meinen Treckern fleißig das Öl wechsle, stehen mir mehrere Möglichkeiten offen wie ich mit dem überflüssigen Zeug verfahren könnte.
- ich streiche meinen Gartenzaun damit
- ich verklappe das im Bach oder im Wald
- ich verfackel das
- ich filtere das und fülls in den Tank
- ich bunkere das in Blechfässern.

Die Blechfässer werden unweigerlich irgendwann rostig werden und auslaufen. Nur ein Idiot würde auf die Idee kommen, das Einstapeln von Altöl in Blechfässern als "Endlösung" in Erwägung zu ziehen.

1 hour ago, NonesensE said:

Jein. Wenn bei der einen Stromquelle alle Kosten auf die Stromkunden umgelegt werden (teilweise Großkunden ausgenommen, sodass der Rest noch mehr zahlen darf), bei der anderen aber erhebliche Anteile über Steuern finanziert werden, ist der Vergleich der Endkundenpreise nicht ganz fair. 

Ich rede von dem, was der Verbrauchende zahlt. Aus welcher Quelle da grad der Strom sprudelt oder auch nicht, das interessiert keinen. Politische Lenkungsinstrumente oder Zukunftskosten darf man natürlich nicht vergessen, die spielen im Großen und Ganzen aber eine eher untergeordnete Rolle.
Außerdem frage ich mich, von welcher Stromquelle du redest, bei der "alle Kosten auf die Stromkunden umgelegt werden". Die gibt es nichtmal ansatzweise.

Bearbeitet ( von schwinge)

Zitat

Am Freitag waren es etwa 77,2 Prozent. Das zeigen Zahlen des Fraunhofer ISE. Aus der Windenergie kamen dabei 52,7 Prozent des Stroms und aus der Solarenergie 14,2 Prozent. Fossile Energieträger wie Kohle und Erdgas lieferten insgesamt 22,5 Prozent des Stroms.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Strommix-Deutschland-Wie-ist-der-Anteil-erneuerbarer-Energien,strommix102.html

Im Jahr 2000 hat man den Atomausstieg beschlossen und gleichzeitig das EEG eingeführt. Beides hat enorm viel Steuergeld und Arbeitsplätze gekostet und uns in Abhängigkeiten geführt. 

Geld und Strom sind nun weg und fehlt uns an allen Ecken und Enden. Und während unsere Nachbarn wie Belgien den Atomausstieg abgeblasen haben und andere einsteigen, erklärt Merz den Atomausstieg für irreversibel und führt die teure Energiepolitik von Habeck fort. 

Man müsste natürlich erst einmal Gesetze ändern. Und Geld umleiten. Überall wird nun an Reaktoren mit geschlossenem Brennstoffkreislauf gearbeitet. Die nächste Entwicklung, die ohne uns ablaufen wird. Wie die KI, dafür haben wir keine Energie.

https://www.bewegung-koerper-seele.de/12-165614-dieses-franzosische-unternehmen-baut-mit-einem-us-rechenzentrumsriesen-den-weltweit-ersten-reaktortyp-dieser-art/

vor 7 Stunden schrieb schwinge:

mehrere Möglichkeiten

Du kannst es auch an die Tierfutterproduzenten weiterreichen, da kriegt das Premiumhundefutter erst den richtigen Geschmack.

 

vor einer Stunde schrieb phantomas:

Arbeitsplätze

Geschaffen* in der Wind- & Solarbranche.
Und in der Stromwirtschaft ging erst mal kein einziger verloren, diese unsägliche Technik durfte noch locker weiter laufen.
Und über die Steuergelder, wie oft hat hier schon jemand versucht, dir die Zusammenhänge zu erklären?
Im Ergebnis sinnlos.
Wenn du widerlegt bist (auf 578 Seiten oft genug passiert), kommst du mit was anderem ( meist gut unbewiesenes Zeug) und kehrst ein paar Tage später zu genau dem alten Kram zurück, als wäre er dir nicht um die Ohren geflogen.

Ignoranz? Tiefgläubig? Altersstarrsinn?

* leider erst ab 2011:
https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-beschaeftigte-im-bereich-erneuerbare#die-wichtigsten-fakten

ah, hier:
…Seit Beginn des neuen Jahrtausends sind Daten zu den Beschäftigungszahlen verfügbar. Von 2000 bis 2011 nahm die Zahl der Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien kontinuierlich zu und erreichte etwa 415.000. Der sogenannte „Altmaier-Knick“ – benannt nach dem damaligen Minister Peter Altmaier – führte jedoch in den Jahren danach zu einem Rückgang um rund 100.000 Arbeitsplätze. Dies resultierte aus dem Zusammenbruch der heimischen PV-Industrie und einem deutlichen Rückgang der Investitionen in neue Anlagen. Seit 2020 sind die Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen wieder gestiegen, was auch zu einem Anstieg der Beschäftigung geführt hat. Der Wert von 400.000 Arbeitsplätzen wurde 2023 wieder überschritten...
https://solarinput.de/mehr-beschaeftigte-in-den-erneuerbaren-energien/
 

Der Altmaierknick 😀 sehr schön

Ah, wieviele Arbeitsplätze gingen denn durch den Atomausstieg von 2000- 2011 verloren?

vor 8 Stunden schrieb schwinge:

Außerdem frage ich mich, von welcher Stromquelle du redest, bei der "alle Kosten auf die Stromkunden umgelegt werden". Die gibt es nichtmal ansatzweise.

War nicht die EEG-Umlage genau das, bevor der Staat 2022 angefangen hat, das EEG-Konto zu bezuschussen? Beziehungsweise wurden eigentlich sogar mehr Kosten als intrinsisch durch die EE generierten umgelegt, seit ab 2010 mit der Ausgleichsmechanismusverordnung noch Strombörsenteilnehmer über die EEG-Umlage reich gemacht wurden. 

vor 10 Stunden schrieb phantomas:

Ich habe ..... immer .... nicht .....   begriffen. 

Man muss nur etwas korrigieren und kommt ganz schnell auf des Pudels Kern.

Ausdrücklich KEIN Smiley !

https://epaper.rp-online.de/api/sharing/article/neussgrevenbroicherzeitung69b5559e51d0a2.89284371-749f0a31acd25

Fast der ganze Artikel aus der Rheinischen Post/Neuss-Grevenbroicher Zeitung, ihres Zeichen eher konservativ ausgelegt, vom 13.03.2026 :


Es geht nicht darum, die drei zuletzt abgeschalteten Meiler in Deutschland wieder ans Netz zu holen. „Unsere Vergangenheitsbewältigung beim Thema Kernkraft ist abgeschlossen“, sagte RWE-Chef Markus Krebber am Donnerstag. Der Rückbau schreite voran, die im April 2023 abgeschalteten Anlagen könnten gar nicht mehr ans Netz. Von der Leyen setzt ihre Hoffnung auf „Kernreaktoren der nächsten Generation“ – auf Small Modular Reactors (SMR). Man darf sie nicht für Balkon-Kraftwerke halten. Es sind große Anlagen mit einer Leistung von bis zu 300 Megawatt, aber sie sind kleiner als ein Braunkohle-Block oder ein klassischer Atommeiler, die über 1000 Megawatt schaffen. Sie sollen modular und in Serie gebaut werden.


Was dafür spricht: Kernkraft könnte Europa helfen, die Klimaziele zu erreichen. Zum einen erzeugen Kernkraftwerke keine CO2 -Emissionen und sind aus Klimasicht jedem Kohlekraftwerk überlegen. Deshalb hat die EU Atomkraft zum Entsetzen von Umweltverbänden auch als nachhaltig und förderwürdig eingestuft. Selbst Aktivistin Greta Thunberg findet Atomkraft besser als Kohle. Zum zweiten können Atommeiler die zentrale Aufgabe der Kohlekraftwerke übernehmen und die Versorgung sichern, wenn Dunkelflaute herrscht, also die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Damit wären sie eine Ergänzung für erneuerbare Energien, mit denen allein die Versorgung nicht zu sichern ist. Es braucht ein Backup – Speicher, Gas- oder Atomkraft. Doch es gibt drei Probleme.

„Wir müssen das gesamte nukleare Ökosystem stärken“

Ursula von der Leyen
Erstens die Kosten: „Wenn es gelingt, die kleinen Reaktoren – international oder zumindest in der EU – zu standardisieren und in großer Stückzahl zu bauen, können sie auch wirtschaftlich sein“, hatte Eon-Chef Leonhard Birnbaum schon 2024 gesagt. „Derzeit sind es aber alles Prototypen und es ist noch nie gelungen, eine Technik für die ganze Welt zu standardisieren.“ 2023 hatte das US-Unternehmen NuScale sein Vorzeigeprojekt in Idaho gestoppt – die Kosten waren explodiert, mit 9,3 Milliarden Dollar war es nicht mehr wirtschaftlich. „Es müssten 3000 SMR produziert werden, bevor sich der Einstieg in die Produktion lohnen würde“, schreibt das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Wenn Staaten solche Anlagen nicht massiv subventionieren, funktionieren sie nicht. Derzeit gebe es keine privaten Anbieter, die die Milliarden-Kosten und Risiken auf sich nähmen, betont auch RWE-Chef Krebber. Man behalte die Entwicklung aber im Auge.

Zweitens das Uran: Das ist auch im Minireaktor nötig. In der Hoffnung, sich unabhängiger von importiertem Öl und Gas zu machen, werde man dann abhängig von Uran-Importen – und erneut auch von Russland, warnte Grünen-Politiker Jürgen Trittin. Die größten Vorkommen von Uran liegen in Kasachstan, Kanada, Australien und eben in Russland.

Drittens die Endlagerung: Auch in Mini-Reaktoren entsteht radioaktiver Abfall, der über Jahrhunderte gelagert werden muss. Von einem Endlager ist Deutschland weiter entfernt denn je. Der Zeitplan, bis 2031 den Standort für ein Endlager nur zu finden, wurde gekippt. Massiver Widerstand ist programmiert. Bayern hat zwar selbst über Jahrzehnte von Atomkraft profitiert, lehnt aber von vornherein ein Endlager auf seinem Gebiet ab. Wie kann man in die zweite Generation Atomkraft einsteigen, wenn man nicht mal die Erblast der ersten Generation geklärt hat?

In der Bundesregierung ist das Thema ohnehin umstritten. Im Koalitionsvertrag hat sich Schwarz-Rot lediglich darauf verständigt, die Fusionsforschung stärker zu fördern. Ziel ist, dass der erste Fusionsreaktor der Welt in Deutschland stehen soll. In der CSU gehen die Vorstellungen deutlich weiter: Sie wirbt seit Langem für Mini-Atomkraftwerke und eine „Kernenergie ohne radioaktive Abfälle“. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sprach sich zuletzt für kleine Kernreaktoren aus. Auch in der CDU gibt es Befürworter dieses Kurses. Gitta Connemann, Chefin der Mittelstandsunion, nennt Forschung an kleinen Reaktoren und an der Kernfusion „wichtig und richtig“.

Beim Koalitionspartner SPD stößt das auf Ablehnung. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) macht keinen Hehl daraus, dass er nichts von neuen Atomkraftwerken hält. Der EU warf Schneider eine „rückwärtsgewandte Strategie“ vor. „Diese kleinen Atomkraftwerke werden schon seit Jahrzehnten angekündigt, schaffen aber den Durchbruch nicht und ringen stattdessen um Subventionen“, kritisierte er. Schneider plädierte stattdessen für Strom aus Wind und Sonne. „Der vor 15 Jahren erreichte Atomkonsens hat unserem Land gutgetan, das sollten wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“ Aussagen von Friedrich Merz (CDU) deuten darauf hin, dass es dabei bleibt. Er teile zwar von der Leyens Einschätzung, sagte der Kanzler in dieser Woche. Aber: Der Ausstieg aus der Kernkraft sei von früheren Bundesregierungen beschlossen worden und „irreversibel“, so Merz. „Ich bedaure das, aber es ist so.“

 

IMG_8565.jpeg

vor 21 Stunden schrieb schwinge:

Auch frage ich mich wieso hier immer wieder der Vorschlag des Auswanderns kommt, wenn man darauf hinweist daß "wir" augenscheinlich nicht alles am Besten können.
 

Ich versuche da nur der Logik zu folgen die einigen Populiusten so nahe liegt :): Dass Migranten keine Heimattreue haben und wegen wirtschaftlichen Vorteilen eben ihr Glueck in Deutschland suchen. 

Aber das Bigotte ist ja die Domaine der Rechten :): In Bawue bejammern sie, wenn die Gruenen ein echtes Video leaken, die Schutzkampagne, obwohl sie selbst auch gerne mit der Unwahrheit arbeiten um politsche Gegner zu dikreditieren. Wenn Harbeck einen Kumpel, mit dem er glaubt gut zusammen zu arbeiten, in ein Amt holen will, witteren sie einen Abrund von Vetternwirtschaft, gleichzeitig bewundern sie aber autoritaere Staatslenker, fuer die so etwas selbsverstaendlich ist. 

Aber trotz aller Heimattreue haben sie staendig was an Deutschland zu noergeln und fuehren fremde Laender als leuchtendes Beispiel an. Was ich im Falle Chinas ziemlich deplatziert finde. Da wird weder ueber eine Maskenpflicht debattiert, noch ueber den Standort von Industrieanlagen oder vielleicht auch Endlagern. Xi Pinng bestimmt! Ist es das was Du unter "entbuerokratisieren" verstehst?

BTW: Ich gehoere nicht zu denen die alles "am Besten" koennen und erwarte es auch nicht von anderen. Aber ich lebe gern in einem demokratischen Rechtsstaat und weiss, dass Rosinenpicken zwar attraktiv klingt, dem Kuchen aber schadet. 

Bearbeitet ( von MatthiasM)

2 hours ago, MatthiasM said:

wenn die Gruenen ein echtes Video leaken, die Schutzkampagne

Das ist, bei allem Respekt, nicht der Punkt. Manuel Hagel Sexismus zu unterstellen, ist schlicht daneben. Einfach nur despektierlich. Peinlich. Durchschaubar.

vor einer Stunde schrieb StefanMartin:

Manuel Hagel Sexismus zu unterstellen

Ja, das ist auch wirklich übertrieben und lenkt eigentlich von anderen Knackpunkten ab.ich sag mal Werteunion…

vor 2 Stunden schrieb StefanMartin:

 Manuel Hagel Sexismus zu unterstellen, ist schlicht daneben.

Hat das jemand? So weit ich weiss, wurde ein Video veroeffentlicht, was in keiner Weise manipuliert war.

vor 2 Stunden schrieb StefanMartin:

 Einfach nur despektierlich. Peinlich. Durchschaubar.

Ja, diese Interpretation hatten wohl einige die das Video gesehen haben.* Ich habe es nicht gesehen, wundere mich nur, dass eine Partei die kein Problem hat, besonders die Gruenen, auch unter der Guertellinie anzufeinden, das grosse Mimimi bekommt. 

*Mein Nachwuchs hat mir mal eine Formel genannt die ein akzeptables Verhaeltnis benennt. Halbes Alter plus 7 Jahre. Der Mann war damals doppelt so alt wie die mit eindeutiger Konotation Angesprochen. Das finde ich irgendwie auch daneben. 

Ob das jetzt politisch relevant war oder ist, finde ich gleichgueltig, zumal die CDU gerade die Gruenen genau in dem Bereich diffamiert hat, weil es ein paar Gruene gab (!) die auch ein etwas "merkwuerdiges" Verstaendnis von Sexualreife und angemessener Altersdifferenz hatten. Und bei Edaty sind sie auch mit beiden Fuessen drauf gesprungen .... Hagel hat einfach nur eine Wahl verloren, welchen Anteil das Video hatte kann man ohnehin nicht feststellen. Sie durften einfach mal ihre eigene Medizin schmecken!

Aber ich rieche schon wieder Bigotterie, Rechtspopulisten anwesend :)?

 

 

Bearbeitet ( von MatthiasM)

2 hours ago, MatthiasM said:

[...] Rechtspopulisten anwesend :)?

Wobei kann ich helfen? :P

Bearbeitet ( von schwinge)

Am 14.3.2026 um 08:52 schrieb Ebby Zutt:

Du kannst es auch an die Tierfutterproduzenten weiterreichen, da kriegt das Premiumhundefutter erst den richtigen Geschmack.

 

Geschaffen* in der Wind- & Solarbranche.
Und in der Stromwirtschaft ging erst mal kein einziger verloren, diese unsägliche Technik durfte noch locker weiter laufen.
Und über die Steuergelder, wie oft hat hier schon jemand versucht, dir die Zusammenhänge zu erklären?
Im Ergebnis sinnlos.
Wenn du widerlegt bist (auf 578 Seiten oft genug passiert), kommst du mit was anderem ( meist gut unbewiesenes Zeug) und kehrst ein paar Tage später zu genau dem alten Kram zurück, als wäre er dir nicht um die Ohren geflogen.

Ignoranz? Tiefgläubig? Altersstarrsinn?

* leider erst ab 2011:
https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-beschaeftigte-im-bereich-erneuerbare#die-wichtigsten-fakten

ah, hier:
…Seit Beginn des neuen Jahrtausends sind Daten zu den Beschäftigungszahlen verfügbar. Von 2000 bis 2011 nahm die Zahl der Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien kontinuierlich zu und erreichte etwa 415.000. Der sogenannte „Altmaier-Knick“ – benannt nach dem damaligen Minister Peter Altmaier – führte jedoch in den Jahren danach zu einem Rückgang um rund 100.000 Arbeitsplätze. Dies resultierte aus dem Zusammenbruch der heimischen PV-Industrie und einem deutlichen Rückgang der Investitionen in neue Anlagen. Seit 2020 sind die Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen wieder gestiegen, was auch zu einem Anstieg der Beschäftigung geführt hat. Der Wert von 400.000 Arbeitsplätzen wurde 2023 wieder überschritten...
https://solarinput.de/mehr-beschaeftigte-in-den-erneuerbaren-energien/
 

Der Altmaierknick 😀 sehr schön

Ah, wieviele Arbeitsplätze gingen denn durch den Atomausstieg von 2000- 2011 verloren?

Die Erneuerbaren ergänzen Atomkraft und ersetzen diese nicht. Natürlich kann man Erneuerbare neben Atomkraft ausbauen. Wenn man bei Photovoltaik von Anfang an den Fokus auf Eigenverbrauch statt irre teurer Netzeinspeisung gelegt hätte, wäre die Entwicklung nicht so schnell hin zu chinesischen Billigmodulen gegangen. Hätte viel an Subventionen gespart und Arbeitsplätze geschaffen. 

Siemens Areva (heute Framatome) hat heute 14000 Mitarbeiter. Bis zum Verkauf von Siemens Areva war D führend in der Technologie weltweit. In F sucht die EdF 10000 neue Mitarbeiter pro Jahr.

 

Bearbeitet ( von phantomas)

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