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"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

Energiewende Deutschland:

2005: Anteil Drecksenergien Fossil und Atom - 59,1% + 29,5% = 88,6% / Erneuerbare 11,4%

2025: Fossil 35,4% / Importsaldo 4,4% / Erneuerbare 60,2%

In nur 20 Jahren. Faszinierend.

1 Stunde her, Joschko schrieb:

das in der Diskussion wenig Aufmerksamkeit bekommt, aber hoch relevant ist. Nämlich die Tatsache, dass Deutschland aus einer einzigen Gebotszone für den Strompreis besteht.

Das ist ein durchaus viel diskutiertes Thema. Eine Netzaufteilung wäre insofern gerechter, als die Gegenden profitieren wo der Strom produziert wird. Andererseits entstehen dadurch Wettbewerbsnachteile für Stromverbraucher an entfernteren Standorten. Schweden z.B. hat sein Netz in 4 unterschiedliche Preiszonen aufgeteilt. Das ist auch dort nicht unumstritten weil sich die Verbraucher in den teuren Zonen benachteiligt sehen.

Für den Netzausbau wäre eine Trennung womöglich gut. Da müssten sich die Bayern mal reinhängen um den preiswerten Nordstrom zu kriegen .. :-)

Bearbeitet ( von magoo)
muss "unumstritten" heißen wie Joschko zurecht bemerkte

Vor 33 Minuten, magoo schrieb:

nicht umstritten

"nicht unumstritten" meinst du sicher. Klar gibt es wirtschaftliche Verlierer. Wenn das dann die sind, die sich Erneuerbare vom Leib halten, wie Bayern die Windkraft, soll mir das recht sein. Ein wirtschaftlicher Anreiz, dort selbst zu investieren, ist ja absolut erwünscht. Fakt ist, das ein netzdienlicher, nachfragegerechter und lokaler Stromhandel so nicht möglich ist. Wir sind in der Hand der großen Versorger, und die wollen natürlich das dass so bleibt. Darum haben wir noch fast keine Smartmeter und kaum dynamische Stromtarife. Frau Reiche steht für mich exemplarisch für die alte Energiewirtschaft, die in Zukunft keiner mehr braucht, hoffentlich...

Liebe Grüße,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

Neues aus dem WirtschaftsMinisterium , hier die Meldung von T-Online, detaiillierter stehts im SPIEGEL, da allerdings hinter der PayWall:

Für Gaskraftwerke

Reiche-Ministerium bestellte offenbar Argumente bei Gaslobby
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wird eine große Nähe zur fossilen Energiewirtschaft nachgesagt. Nun soll das Ministerium Vorschläge eines Energiekonzerns bestellt haben.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat beim Energiekonzern EnBW Argumente für Gaskraftwerke bestellt. Die Argumente würden Batteriespeicher im Prozess rund um die sogenannte Kraftwerkstrategie stark benachteiligen. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf ihnen vorliegende Textnachrichten zwischen dem Ministerium und dem EnBW-Lobbyisten.

Mit der Kraftwerkstrategie soll die Stromversorgung in wind- und sonnenarmen Zeiten gesichert werden. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche möchte diese mit Gaskraftwerken bestreiten, der EnBW-Konzern möchte seine Gaskraftwerke ausbauen.
Dem Bericht zufolge habe der Abteilungsleiter Strom des BMWE, Christian Schmidt, am 13. Januar eine Nachricht von Holger Schäfer, dem Cheflobbyisten von EnBW, erhalten. In der seien fünf Vorschläge gelistet gewesen, die den Einsatz von Batteriespeichern im Rahmen der Kraftwerksstrategie fast unmöglich machen dürften.

Die Vorschläge seien "auf ein Ersuchen des Ministeriums" erstellt worden, nicht auf Initiative von EnBW. So habe es der Konzern dem "Spiegel" erklärt und auch das Ministerium dementiert die Darstellung auf mehrfache Anfrage nicht. Es handelt sich also offenbar nicht um einen Lobby-Impuls sondern um eine Auftragsarbeit.

Reiche wird eine große Nähe zur fossilen Energiewirtschaft nachgesagt. Anders als von der Gesetzgebung gefordert, hatte der Konzern den Text nicht im Lobbyregister vermerkt. Erst nach der Nachfrage des "Spiegel" habe EnBW das Papier dort hochgeladen. Eine Erklärung dafür lieferte der Konzern nicht.

Bearbeitet ( von SeppCx)

6 Stunden her, Joschko schrieb:

Wir sind in der Hand der großen Versorger, und die wollen natürlich das dass so bleibt

Deshalb gibt es ein paar kleine aufständische Gemeinden, die drauf gekommen sind:

Dezentralisierung, Energie in Bürgerhand!

Wenn man will, findet man eine wachsende Zahl erfolgreicher Projekte.

Vor 26 Minuten, SeppCx schrieb:

Neues aus dem WirtdchaftsMinisterium , hier die Meldung von T-Online, detaiillierter stehts im SPIEGEL, da allerdings hinter der PayWall:

Die Bestätigung des ohnehin Offensichtlichen. Kann man die nicht zur Solateurin umschulen? Auch solche Marionetten sollte eine zweite Chance auf Resozialisierung bekommen.

7 Stunden her, magoo schrieb:

Schweden z.B. hat sein Netz in 4 unterschiedliche Preiszonen aufgeteilt. Das ist auch dort nicht umstritten weil sich die Verbraucher in den teuren Zonen benachteiligt sehen.

Ja, da rumort es gewaltig, weil Stromkosten für viele Haushalte der höchste Posten sind. Da Elektrizität bis vor ca. 15-20 Jahren lächerlich billig war, wurden die meisten Häuser außerhalb der Städte, wo es noch günstigere Energieträger wie Fernwärme gibt, mit Strom beheizt. Die einfacheren Hütten sogar ohne Wasserkreislauf.

In den nördlichen Landesteilen ist es kälter als in den südlichen, folglich wird dort in den Haushalten wesentlich mehr Strom benötigt. Bisher hält die Zoneneinteilung die Kosten erträglich. Man ist dort also eher gegen eine Abschaffung der Zoneneinteilung, während der äußerste Süden trotz milderer Winter über die immer höheren Kosten stöhnt und die Zonen am liebsten abschaffen möchte.

Was ich nicht verstehe ist, daß viele Schweden freiwillig einen dynamischen Stromtarif mit Tages-, Stunden- oder demnächst 15-Minuten-Preisen wählen. Das ist doch nur sinnvoll, wenn man einen eigenen Speicher hat und seine gesamte Haustechnik möglichst automatisiert je nach aktuellem Preis steuern kann, oder für Haushalte, die komplett ohne Strom heizen können und daher wenig verbrauchen. Ich wohne in der zweitteuersten Zone 3 und habe bewußt einen Festpreisvertrag gewählt, denn gerade im Winter, wenn die dynamischen Preise oft am höchsten sind, braucht die Wärmepumpe am meisten Strom. Von niedrigen dynamischen Preisen im Sommer hätte ich fast nix, das bisschen Wärmepumpe für Warmwasser und der Kühlschrank reißen es nicht raus, da zahle ich gerne den dann relativ hohen Preis pro kWh im Festtarif.

Wenn doch irgendwann dynamische Stromtarife zwangsweise eingeführt werden, muß eben noch ein richtiges E-Auto mit großer Batterie her, das dann als Zwischenspeicher agieren kann.

8 Stunden her, Joschko schrieb:

"nicht unumstritten" meinst du sicher

Ja. Habe es korrigiert. Merci.

2 Stunden her, Kirunavaara schrieb:

Ja, da rumort es gewaltig, weil Stromkosten für viele Haushalte der höchste Posten sind

Hier eine Reportage die Strompreiszonen gerade im Hinblick auf Schweden thematisiert:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/meldungen/Schweden-verlangt-weiter-Neuaufteilung-der-deutschen-Strompreiszone,strompreiszonen104.html

Grüße,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

Inklusive des Lichts am Ende des Tunnels?

das ist der Lehrsaal für Atomsemiotik der FU Asse. Das soll so abschreckend wirken. 😉

Vor 26 Minuten, schwinge schrieb:

Inklusive des Lichts ...

... over at the Frankenstein place?

Ja, unter der Erde ist Atommüll plötzlich sehr gefährlich. Besser über der Erde lagern.

Zumindest ist dies die Logik der Ideologen.

Für die Atom Ideologen ist die Sache einfach: Das Problem verschwindet, wenn man es nicht sieht.

5 Stunden her, Kirunavaara schrieb:

Ja, da rumort es gewaltig, weil Stromkosten für viele Haushalte der höchste Posten sind. Da Elektrizität bis vor ca. 15-20 Jahren lächerlich billig war, wurden die meisten Häuser außerhalb der Städte, wo es noch günstigere Energieträger wie Fernwärme gibt, mit Strom beheizt. Die einfacheren Hütten sogar ohne Wasserkreislauf.

In den nördlichen Landesteilen ist es kälter als in den südlichen, folglich wird dort in den Haushalten wesentlich mehr Strom benötigt. Bisher hält die Zoneneinteilung die Kosten erträglich. Man ist dort also eher gegen eine Abschaffung der Zoneneinteilung, während der äußerste Süden trotz milderer Winter über die immer höheren Kosten stöhnt und die Zonen am liebsten abschaffen möchte.

Was ich nicht verstehe ist, daß viele Schweden freiwillig einen dynamischen Stromtarif mit Tages-, Stunden- oder demnächst 15-Minuten-Preisen wählen. Das ist doch nur sinnvoll, wenn man einen eigenen Speicher hat und seine gesamte Haustechnik möglichst automatisiert je nach aktuellem Preis steuern kann, oder für Haushalte, die komplett ohne Strom heizen können und daher wenig verbrauchen. Ich wohne in der zweitteuersten Zone 3 und habe bewußt einen Festpreisvertrag gewählt, denn gerade im Winter, wenn die dynamischen Preise oft am höchsten sind, braucht die Wärmepumpe am meisten Strom. Von niedrigen dynamischen Preisen im Sommer hätte ich fast nix, das bisschen Wärmepumpe für Warmwasser und der Kühlschrank reißen es nicht raus, da zahle ich gerne den dann relativ hohen Preis pro kWh im Festtarif.

Wenn doch irgendwann dynamische Stromtarife zwangsweise eingeführt werden, muß eben noch ein richtiges E-Auto mit großer Batterie her, das dann als Zwischenspeicher agieren kann.

Schweden als vorbildliches Land bei der Dekarbonisierung regt sich über die EU und Deutschland auf. Deutschland nützt parasitär ausländischen Strom zur Verbilligung der Strompreise und zur Stabilisierung der Stromnetze und treibt so die Strompreise in Schweden hoch. Jetzt soll Schweden für die Netzstabilität in Europa mit bezahlen.

https://www.government.se/speeches/2026/03/statement-by-minister-for-energy-business-and-industry-and-deputy-prime-minister-ebba-busch-at-the-energy-council-meeting-in-brussels/

Bearbeitet ( von phantomas)

Vor 10 Minuten, magoo schrieb:

Für die Atom Ideologen ist die Sache einfach: Das Problem verschwindet, wenn man es nicht sieht.

Probleme müssen gelöst, nicht verschoben werden.

6 Stunden her, Auto nom schrieb:

Die Bestätigung des ohnehin Offensichtlichen. Kann man die nicht zur Solateurin umschulen? Auch solche Marionetten sollte eine zweite Chance auf Resozialisierung bekommen.

Die EnBW im Grün regierten BaWü muss einige Gaskraftwerke zur Minderung des selbst erzeugten Stromdefizites bauen. Daher hat man sich in Berlin für die Gründe dieser Strategie interessiert.

"Neue Gaskraftwerke werden besonders im Süden Deutschlands benötigt, um Netzengpässe zu reduzieren und den Kohleausstieg abzusichern"

https://www.enbw.com/unternehmen/themen/kohleausstieg/kraftwerksstrategie.html

In BaWü wird aktuell nur rund die Hälfte der benötigten Strommenge selbst erzeugt.

Bearbeitet ( von phantomas)

15 Stunden her, magoo schrieb:

Energiewende Deutschland:

2005: Anteil Drecksenergien Fossil und Atom - 59,1% + 29,5% = 88,6% / Erneuerbare 11,4%

2025: Fossil 35,4% / Importsaldo 4,4% / Erneuerbare 60,2%

In nur 20 Jahren. Faszinierend.

Die Strommenge ist um über 20 Prozent gefallen. Durch Deindustrialisierung, Effizienzsteigerungen, Importe und Preissteigerungen.

2006 : 225 Twh Strom aus dekarbonisierten Quellen

2025 : 250 Twh Strom aus dekarbonisierten Quellen.

Am gesamten Primärenergieverbrauch machen 25 Twh Strom so gut wie nichts aus. Das zeigt das Scheitern der Energiewende.

Hier sieht man : Die Reduktion der fossilen Energieträger basiert fast ausschließlich auf der geringeren Stromproduktion

images?q=tbn:ANd9GcRpHhDCInoWSiigV1nR278

https://www.theguardian.com/science/2026/mar/18/world-first-quantum-battery-australian-scientists-say

Is this the world’s first quantum battery? Australian scientists say so

Researchers say their prototype is a big step towards fully functioning batteries with rapid charging times

Quantum batteries are charged wirelessly with lasers, so another potential application is in remote charging.

“You could put a quantum battery, for example, on a drone … and you could charge it while it’s in flight,” Quach said. “Once the technology matures … you would no longer need to stop your car at a petrol station to charge it up; you could charge it on the go.”

7 Stunden her, Auto nom schrieb:

Auch solche Marionetten sollte eine zweite Chance auf Resozialisierung bekommen.

Marionette? Ich fürchte da unterschätzt du die Frau, die ist eher die Puppenspielerin. Die hat einen ausgeprägten egoistischen Ehrgeiz und Machtinstinkt. Beispielhaft sind da die Umstände 2015 beim Wechsel vom Staatssekretärinnenamt unter Vermeidung der drohenden Karenzzeiten in die Wirtschaft. Und obwohl sie öffentlich etwas ungelenk wirkt hat sie im Hinterzimmer ein wirkungsvolles Netzwerk gebastelt sonst wäre sie spätestens nach dem Streit mit Klingbeil fällig gewesen, so wird sie sogar noch gelobt und bestärkt.
Das sie jetzt mit dem Guttenberg unter einer Decke steckt passt da auch gut dazu. In Bayern entwickelt sich Söder nach der vergeigten Kommunalwahl derzeit rasant zum Scheinriesen und da er in der CSU keinen neben sich hat großwerden lassen kann ich mir durchaus vorstellen das der Karl-Theodor da von der Seitenlinie als Retter der CSU wie ein Schachtelteufelchen aus der Dose hüpft.

Vor 20 Minuten, SeppCx schrieb:

Marionette? Ich fürchte da unterschätzt du die Frau, die ist eher die Puppenspielerin.

Auf mich wirkt die völlig unqualifiziert und das liegt nicht an der Parteizugehörigkeit. Die wirkt auf mich wie eine übrig gebliebene Tupperware Vertreterin.

Soeben, Auto nom schrieb:

Auf mich wirkt die völlig unqualifiziert und das liegt nicht an der Parteizugehörigkeit. Die wirkt auf mich wie eine übrig gebliebene Tupperware Vertreterin.

Ein Minister(in) muß nicht unbedingt qualifiziert sein (es schadet natürlich nicht und im Prinzip ist sie das sogar was die Sache gerade so perfide macht) ,dafür hats Referatsleiter und Sachbearbeiter im Ministerium. Aber da arbeitet die Fr. Reiche gerade daran einen Haufen verbrannte Erde zurückzulassen, da werden nur so E-Fuel-Schnüffler wie die Fr. Connemann überleben. Mit dem Erfolg das die Ministerin keine vernünftigen Reden mehr halten kann weil keiner mehr da ist und für sie schreiben will und keine Gesetzesbegründungen mehr liefern kann weil die Mitarbeiter sich weigern den Käse mit FakeFacts zu untermauern oder wichtige Teilaspekte einfach untern Tisch fallen zu lassen. Deshalb muß sie das von der Industrielobby machen lassen.

Vor 56 Minuten, SeppCx schrieb:

das der Karl-Theodor da von der Seitenlinie als Retter der CSU wie ein Schachtelteufelchen aus der Dose hüpft.

vielleicht haben wir ja Glück und der Deckel geht nicht auf ...............

2 Stunden her, phantomas schrieb:

Probleme müssen gelöst, nicht verschoben werden.

Das ist doch eine super Einsicht. Warum schert sich die Atomindustrie dann einen Dreck um ihren Dreck? Und warum machst du dich auch noch lustig über die Versuche, die Probleme in der Asse anzugehen?

1 Stunde her, phantomas schrieb:

... aus dekarbonisierten Quellen

Dein und der Atomlobby üblicher Trick die Atomkraft als saubere Energie zu präsentieren weil sie wenig Karbon ausstösst. Der eigene hochtoxische Dreck wird stets und geflissentlich unter den Tisch gekehrt. Atomkraft ist eine dreckige Kraft.

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