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"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

Vor 2 Minuten, XMV6 schrieb:

Wichtig ist auch endlich konsequent Marktprinzipien für Wind- und Solarenergieerzeuger einzuführen. Der Markt regelt alles.

Dann müssten auch marktgerecht die Folgeschäden der fossilen Energieträger eingepreist werden. Der Markt regelt eben nicht alles, der Markt legt immer Kosten auf die Allgemeinheit und die Zukunft um.

Vor 1 Minute, XMV6 schrieb:

Der Markt regelt alles.

Stimmt und zwar immer zu Gunsten derer, die sowieso schon reich sind. Dann kann ja auch der Mindestlohn wieder weg, der stört nur im Turbokapitalismus.

http://nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19547

Vor einer Stunde, XMV6 schrieb:

Und was, wenn die "Populisten", offenbar immer öfter näher an Vernunft und Realität, alsbald demokratisch die Mehrheit sein werden?

Das ist eine gute Frage. Können wir Beispiele aus anderen Weltregionen für diese Frage heranziehen oder passt das für Deutschland nicht?

Würde das ähnlich wie in den USA aussehen? Da werden ja explizit einige der wesentlichen Forderungen umgesetzt: Massenhafte Abschiebung, Steuererleichterungen, Abbau der Bürokratie in Gesundheitswesen und Umweltschutz, Massive Zölle zur Abschottung des eigenen Marktes und so weiter ...

Ist das die Richtung oder gibt es andere Beispiele?

Nachdem was man so hört, würde das ziemlich genauso wie 1933 aussehen.
Lassen wir uns mal überraschen.

Vor 29 Minuten, schwinge schrieb:

würde das ziemlich genauso wie 1933 aussehen.

Kann nicht sein. Das war ja Planwirtschaft. Gefordert ist aber der freie Markt bei größtmöglicher Abschottung. Autarkie! Gut, das hieße Verbrenner-Aus. Aber man kann nicht alles haben ...

Italien oder bald Frankreich sind auch Beispiele, dass Populisten und Konservative ein Land nicht ins Chaos stürzen, sondern zu Stabilität verhelfen. Allerdings sind bei der AFD meiner Ansicht nach noch viele krude Gestalten dabei, die von Realpolitik keine Ahnung haben.

Jedenfalls wäre mir alles lieber als eine Republik, bei der irgendwie die Enkel der SED mit regieren. SPD und Grüne sollten sich besser in der Opposition daran erinnern, für was sie einst standen. Für Arbeitnehmerrechte, Gerechtigkeit bzw. für Umweltschutz. Falls sie überhaupt noch eine Zukunft haben wollen.

Bearbeitet ( von phantomas)

Wie war das, der Markt wird es schon richten, Abschottung und Zölle sind sinnvoll, Popolisten und Rechte machen es besser 🤔

Wallstreet-online meldet heute:

In den Weiten von Iowa und Illinois spielt sich derzeit ein bizarres Drama ab. Während ihre Kollegen in anderen Teilen des Landes, die Winterweizen oder Baumwolle angepflanzt haben, Ernteausfälle beklagen, stehen die US-Maisbauern vor Bergen aus Gold, die niemand haben will. Nach zwei aufeinanderfolgenden Rekordjahren quellen die Silos im Mittleren Westen buchstäblich über. Gute Ernten, die eigentlich ein Segen sein sollte, entwickeln sich zum wirtschaftlichen Albtraum für die Farmer.

Grund dafür ist nicht mangelndes Geschick der Farmer, sondern die unbeherrschte Geopolitik Washingtons. Die Liste der Spannungen ist lang: Neue Zollbarrieren gegen zahlreiche Länder und die aggressiven Militärschläge gegen Nicaragua und den Iran haben das Vertrauen internationaler Handelspartner erschüttert. Sogar engste Verbündete gehen auf Distanz, nachdem offene Übernahmedrohungen gegen Grönland und diplomatische Attacken gegen Kanada das politische Klima vergiftet haben. Die Welt kauft ihren Mais zunehmend woanders – und die US-Farmer bleiben auf ihren Millionen Tonnen sitzen.

7 Stunden her, XMV6 schrieb:

Marktprinzipien auf nationaler oder auch auf EWR-Ebene, Zölle auf alles, was von außen kommt. Dann lohnt sich Landwirtschaft auch wieder! Wobei auch Bürokratiewahnsinn, überteuerte Energiersteuern den Landwirten das Leben schwer machen.

Lebensmittel sind im Grunde in Deutschland teilweise so billig, dass ohne Subvention kaum gewinnorientiert produziert werden kann.

Das Wort "Butterberge" gibt es auch schon seit Jahrzehnten.

Wichtig ist auch endlich konsequent Marktprinzipien für Wind- und Solarenergieerzeuger einzuführen. Der Markt regelt alles.

Landwirtschaft wird sich vor allem wieder lohnen, wenn der Kunde im Supermarkt und Discounter endlich lernt aufs Etikett zu schauen.

Steht auf den Kartoffeln Ägypten, bleiben sie im Regal. Spargel aus Peru ? Nein danke ! Es muss nicht zu jeder Jahreszeit alles geben. Klar. Bananen, Orangen, Zitronen und Kollegen kann man schlecht aus Deutschland beziehen. Da ziehe ich persönlich die Grenze bei Spanien.

Wenn da ein Großteil auch so handeln würde, wäre für die deutsche Landwirtschaft und das Klima schon einiges erreicht.

Aber "billich, billich will ich" ist ja viel cooler.

Vor 15 Minuten, silvester31 schrieb:

Bananen, Orangen, Zitronen und Kollegen kann man schlecht aus Deutschland beziehen.

'Kollegen' kannste aber noch von hier 'beziehen'. 😎😅

Bearbeitet ( von PuckX2)

Die Zitrone wächst bei mir im Wintergarten, reicht leider noch nicht für Limoncello.

Dad mit dem Etikett angucken ist wie bei Zigaretten, da guckt auch keiner hin.

In Kalisz im Supermarkt griff ich in das Regal mit Nüssen ( Walnuss) mit dem Gedanken, die wachsen hier reichlich. Irgendwie hab ich dann doch geguckt, wissen wollend aus welcher polnischen Region. Dass China jetzt schon polnisch wäre war mir aber neu. Also zurück.

Aber das Problem liegt ja noch viel tiefer, Wo wachsen denn die Klamotten, die in Europa verkauft werden ( fastfashion ) das kommt fast alles aus Asien und wenn Z.B. Made in Italy draufsteht, wurde dort der Aufnäher reingetackert. Wenn das jemand versucht per Zollschranke auszubremsen, selten so gelacht.

Es klingt immer mal nach einfachen Lösungen, so einfach ist es aber nicht. Sieht man ja prima an DT, Zölle gegen China und der US-Industrie gehen mal eben die seltenen Erden aus ( das mit dem Mais hatte ich vorher schon).

Usw…

6 Stunden her, schwinge schrieb:

Nachdem was man so hört, würde das ziemlich genauso wie 1933 aussehen.
Lassen wir uns mal überraschen.

'Ziemlich genauso' wohl eher nicht.

Anne Frank Website

Deutschland 1933: von der Demokratie zur Diktatur

Nach Hitlers Machtübernahme 1933 wird Deutschland eine Diktatur. Hier lesen Sie, wie die Nazis Juden und politische Gegner durch Unterdrückung und Gewalt ausschalten.

Bearbeitet ( von PuckX2)

Werden wir jetzt Rassistisch?

Vor 33 Minuten, Auto nom schrieb:

Danke, sehr interessanter Bericht. Das zeigt wieder, intelligente und flexible Lösungen sind gefragt.

Neues aus dem Erdgasministerium

( Wetten, die Blöd wird darüber nicht berichten):

Deutsche Städte und Landkreise können ihre Einnahmen aus erneuerbaren Energien bis 2033 von 5,5 auf 12,4 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Wenn die Ausbauziele für Solar- und Windkrafterreicht werden, könnten in den kommenden zehn Jahren mehr als 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Vor allem ländliche Regionen würden von zusätzlichen Gewinnen örtlicher Firmen und höheren Steuereinnahmen profitieren…

taz.de
No image preview

Studie zur regionalen Energiewende: Mehr Jobs und Geld du...

Eine Studie zeigt, wie die Energiewende regionale Wirtschaften bereichert. Viele Städte und Landkreise könnten so Millionen Euro einnehmen.

🦾 ( Aber okay, könnten…)

2 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

könnten in den kommenden zehn Jahren mehr als 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Vor allem ländliche Regionen würden von zusätzlichen Gewinnen örtlicher Firmen und höheren Steuereinnahmen profitieren…

In der deutschen Industrie gehen derzeit monatlich etwa 10.000 bis 15.000 Arbeitsplätze verloren.

Dieser massive Stellenabbau betrifft vor allem das verarbeitende Gewerbe, den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Also den Export und damit Einnahmen, die ausserhalb von Deutschland generiert wurden.

Neue Arbeitsplätze, die von Staats wegen durch Schulden subventioniert oder finanziert werden, bringen am Ende keine Wertschöpfung.

Irgendwann ist das Erbe aufgezehrt, und die Zinsen für den schuldenfinanzierten Umbau der Volkswirtschaft nehmen den Jungen jeden Handlungsspielraum.

Ein neues Geschäftsmodell für Deutschland ist derzeit nicht in Sicht. Andere Mitbewerber sind zwischenzeitlich auf Augenhöhe, und auf allen Märkten billiger. Oder überfrachten den Import mit Zöllen.

Und nun?

13 Stunden her, silvester31 schrieb:

Aber "billich, billich will ich" ist ja viel cooler.

Viele können garnicht anders als bilich, weil sie einfach nicht genug Geld haben für teures Essen.

Sind die dann Cool, weil sie wenig zum Leben haben?

Geh mal mit 50 Euro einkaufen und guck dann in den Einkaufswagen ................

Vor 50 Minuten, StefanMartin schrieb:

Dieser massive Stellenabbau betrifft vor allem das verarbeitende Gewerbe, den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Also den Export und damit Einnahmen, die ausserhalb von Deutschland generiert wurden.

Soviel ich mitbekommen habe, hat das schon was mit der Zollpolitik eines Mafiabosses in den USA zu tun. Fehlentscheidungen hiesiger Automobilkonzerne, in welche Richtung es geht, weil sie die Entwicklung der E-Mobilität vernachlässigt haben, vervollständigen das Puzzle.

Aktuelles Beispiel aus einer anderen Branche: Biontech.

Aufgrund rückgängiger COVID Impfstoffnachfrage, werden Standorte geschlossen. Stellenabbau von , wenn ich da richtig liege, ca. 2000 Arbeitsplätzen.Neuausrichtung bis 2030 Richtung Krebsmedikamente. Okay, in der Pandemie groß geworden, sogar einen Mitbewerber übernommen. Hat man geglaubt, daß das so bleibt? Hätte man da nicht frühzeitiger reagieren können?

Vor 55 Minuten, StefanMartin schrieb:

Andere Mitbewerber sind zwischenzeitlich auf Augenhöhe, und auf allen Märkten billiger

Na eben, das Land der Dichter & Denker, das war mal. Die Konservativen haben Stück für Stück unser Bildungssystem vor die Wand gefahren, den Dipl. Ing. durch das verschulte Bachelor/ Master ersetzt.

Ah, Man hätte es schon vor 20 ( oder mehr ) Jahren wissen können - so gewollt, Industrie hat hier keine Zukunft. Deutschland sollte schon deutlich weiter sein. Und, was ist? ( rhetorisch gefragt) Gewerkschaften, Betriebsräte und ( ob der Wählerstimmen) zitternde Politiker beschwören die Wichtigkeit der Industrie, statt das Handwerk zu fördern ( Achtung Kalauer) Da fehlen nämlich massiv Arbeitskräfte. Ich muss allerdings zugeben, die Jahre in denen ich die Tischlerei betrieb, hätte ich keinen Ex-AuWehmitarbeiter ( Bananental ist nur um die Ecke) eingestellt. Die sich bewarben, waren alle verdorben. ( ein paar Statements):

Müssen wir im Winter auf Baustelle?

Was, so wenig Lohn?

40 Stundenwoche?

Möglicherweise am Wochenende arbeiten (Ladenbau)!

Keine Betriebsrente?

Den demographischen Faktor sollte man dabei nicht unberücksichtigt lassen und wenn hier mit 10tausenden Arbeisplatzverlusten schwer aufgeblasen wird, wieviel % der in der Industrie beschäftigten sind das?

Antwort gibt’s u.A. hier:

„Die deutsche Industrie steckt in einer tiefen Krise – 2025 war das zweite Jahr in Folge mit einem rückläufigen Umsatz, und eine Trendwende ist nicht in Sicht“, sagt Jan Brorhilker, Managing Partner des Geschäftsbereichs Assurance von EY in Deutschland. „Seit 2023 sind die Industrieumsätze in Deutschland um fast fünf Prozent geschrumpft. Da ist ein Beschäftigungsrückgang um 3,5 Prozent im gleichen Zeitraum noch als moderat zu bezeichnen…

Und die Autoindustrie, da gucken wir doch mal grade auf die Zukunftskonzepte.

Was für Zukunftskonzepte, ne, die haben doch die Chinesen. Tesla hat es seinerzeit vorgemacht, wie man Automobil neu denken kann & die germanischen Konzernlenker wollten bloß keine Veränderung. Usw…

5 Stunden her, StefanMartin schrieb:

Dieser massive Stellenabbau betrifft vor allem das verarbeitende Gewerbe, den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Also den Export und damit Einnahmen, die ausserhalb von Deutschland generiert wurden.

Finde den Fehler.

2019 (vor Corona) 833.000 Beschäftigte in der Autoindustrie, 2025 (letzte vollständiges Berichtsjahr) 732.000 = minus 100.000 Beschäftigte (minus 12%)

2019 Brutto Löhne/Gehälter 57,4 Mrd, 2025 56,9 Mrd = minus 0,5 Mrd (-0,9 %) (weniger Beschäftigte, Lohnsteigerungen 2019-2025)

2019 Umsatz gesamt 436,1 Mrd, 2025 533,7 Mrd = plus 97,6 Mrd (+ 22,4%)

davon 2019 Ausland 282,7 Mrd, 2025 363,2 Mrd = plus 80,5 Mrd (+ 28,5%)

Anteil Löhne und Gehälter am Umsatz: 2019 13,2%, 2025 nur noch 10,7% (um 2,5% gedrückt)

Merksatz für den Vertreter der Autolobby: Schmeiße Leute raus (für die Börse: optimise human resources) und jammere über den industriellen Rückgang den du genau damit belegst. Superclever. Achtung: In diesem Zusammenhang keine Umsätze nennen. Wenn du deine Vorgehensweise verfeinern möchtest: Vor Entlassungen schlechte Erträge melden! Gewinne erst kurz vor der Dividendenausschüttung wiederfinden. Doppeltclever. Das findest du superdreist? Keine Sorge, damit kommst du durch in Deutschland ...

5 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

das Land der Dichter & Denker

das Land der dichten Henker.

Vor 33 Minuten, magoo schrieb:

Schmeiße Leute raus

drück die Zulieferer aus wie reife Zitronen, verlagere Produktion ins benachbarte Europa

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MAN verlagert Produktion nach Polen, um Kosten zu senken - Werk in Krakau soll künftig eine Schlüsselrolle einnehmen

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)

Um Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen, bräuchte es gleich mehrere komplette Richtungswechsel.

Dazu bräuchte es auch mehr und günstige Energie. Keine Volkswirtschaft kann ohne ein Plus an Energie wachsen.

Also eigene Gasreserven heben, weg mit der CO2 Steuer, weg mit vielen Subventionen und der Bürokratie. Staat verschlanken, damit er sich aus einigen Bereichen zurück zieht. Atomkraft wieder erlauben, hocheffiziente Kohlekraftwerke bauen. Zuwanderung nur noch in Arbeitsplätze, diese erleichtern. Kriminalität hart bekämpfen. Bildung stärken.

Quasi mehr Milei und weniger Honecker.

In welche Branchen die Wirtschaft investieren will, das überlassen kluge Politiker der Wirtschaft selbst.

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