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"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

-  Magyar kippt Orbáns Energiepolitik
Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar verkündete am Mittwochabend eine Kehrtwende in der Energiepolitik. "Diese Situation hat die Vorgängerregierung durch Vernachlässigung und absichtlich schlechte Entscheidungen herbeigeführt", sagte er. Seine Regierung will 2,2 Milliarden Euro investieren, um schnell Batteriespeicher zu errichten, Stromnetze zu modernisieren und die Windkraft auszubauen. Die Vorgängerregierung unter Viktor Orbán hatte den Ausbau von Windenergie im Land verboten. Dieses Verbot hat Magyar nun gekippt, Ende August sollen erste neue Windparks ausgeschrieben werden.
-  Das Atomkraftwerk Paks in Ungarn, das 40 Prozent der ungarischen Stromversorgung abdeckt, hat nur noch 240 Megawatt der insgesamt zwei Gigawatt Gesamtleistung am Netz. Das Kraftwerk benötigt das Donauwasser zur Kühlung der Reaktoren. Die Gesamtabschaltung konnte durch leicht steigende Pegelstände am Montagabend in der Donau verhindert werden. 
-  Die Lage hat sich in Ungarn auch deshalb noch weiter verschärft, weil am Mittwochabend ein Gaskraftwerk unter der Extremhitze kollabiert ist. Wie das Energiefachportal "Montel News" berichtet, fiel das 400-MW-Kraftwerk um 17.44 Uhr am Mittwochnachmittag aus und konnte erst um 21 Uhr wieder ans Netz gebracht werden. Damit fehlte eine weitere Stromquelle in den Spitzenlastzeiten. 

www.t-online.de/energie/hitzewelle-in-osteuropa-gaskraftwerk-kollabiert-weiteres-akw-gedrosselt
_____

Derweil RWE in USA: 
- Der deutsche Energiekonzern RWE zieht sich aus drei Offshore-Projekten zurück und bekommt dafür Geld von der Trump-Regierung. Das fließt in fossile Energie.
- Die 1,22 Milliarden Dollar investiert RWE nun stattdessen in US-Gasprojekte. Für 900 Millionen Dollar beteiligt sich das Unternehmen an einem Flüssigerdgas-Projekt in Louisiana. Weitere 300 Millionen Dollar fließen in Turbinen für 15 Erdgas-Spitzenlastkraftwerke.

www.t-online.de/aktuelles/trump-zahlt-rwe-milliarden-fuer-den-stopp-von-windkraft-projekten

Bearbeitet ( von 15cv)

Die Aussage, dass vor allem Länder betroffen sind, die auf Atomkraft setzen, ist technischer Blôdsinn. Wenn in Ungarn dort ein Kohlekraftwerke stehen würde, müsste das genauso abgeschaltet werden. Oder ein Wasserkraftwerk. Da gibt es keinerlei spezielle Problematik bei einem AKW. F hat zum Beispiel auch ein Gaskraftwerk vom Netz genommen. Davon berichtet man aber besser nicht.

Richtig wäre die Aussage : Länder, die sowieso unter Strommangel leiden und die auf Exporte angewiesen sind, können Probleme mit einer Strommangellage bekommen.

Bei uns bricht die Erzeugung durch Windkraft stark ein (letzte Woche um ein gutes Drittel gegenüber der selben KW 2025 und um über 70 Prozent gegenüber einer guten Woche.

Daher importieren wir Atomstrom als Ersatz.

Übrigens ist Ungarn das Land, das am stärksten die PV ausbaut. Bringt nur leider abends und nachts nichts. Batteriespeicher bringen da nichts, es gibt ja keinen Stromüberschuss momentan. Ein Speichersee für das AKW würde das Problem effektiv bekämpfen. Der kostet auch nur einmal Geld und hilft auch bei Hochwasser.

Bearbeitet ( von phantomas)

Vor 3 Minuten, phantomas schrieb:

Die Aussage, dass vor allem Länder betroffen sind, die auf Atomkraft setzen, ist technischer Blôdsinn. Wenn in Ungarn dort ein Kohlekraftwerke stehen würde, müsste das genauso abgeschaltet werden. Oder ein Wasserkraftwerk. Da gibt es keinerlei spezielle Problematik bei einem AKW. F hat zum Beispiel auch ein Gaskraftwerk vom Netz genommen. Davon berichtet man aber besser nicht.

Richtig wäre die Aussage : Länder, die sowieso unter Strommangel leiden und die auf Exporte angewiesen sind, können Probleme mit einer Strommangellage bekommen.

Bei uns bricht die Erzeugung durch Windkraft stark ein (letzte Woche um ein gutes Drittel gegenüber der selben KW 2025 und um über 70 Prozent gegenüber einer guten Woche.

Daher importieren wir Atomstrom als Ersatz.

Übrigens ist Ungarn das Land, das am stärksten die PV ausbaut. Bringt nur leider abends und nachts nichts

Du lernst es echt nicht mehr. Schade drum.

Arme Wurst.

Vor 18 Minuten, phantomas schrieb:

Übrigens ist Ungarn das Land, das am stärksten die PV ausbaut. Bringt nur leider abends und nachts nichts. Batteriespeicher bringen da nichts, es gibt ja keinen Stromüberschuss momentan. Ein Speichersee für das AKW würde das Problem effektiv bekämpfen. Der kostet auch nur einmal Geld und hilft auch bei Hochwasser.

Ruf doch da mal an und lass Dich zu Magyar durchstellen. Eventuell springt ja ein lukrativer Nebenjob als Berater für Dich raus:

51173807cu.jpg

1 Stunde her, bluedog schrieb:

und liegen an sich Schienen und Güterumschlagplätze schon da. Man müsste halt vielleicht für passendes Rollmaterial sorgen und ein paar Flaschenhälse beseitigen.

Die Anwohner wären begeistert, noch mehr Lärm. Und es klingt so einfach, ein paar Flaschenhälse - wie lange wird in Stuttgart am Bahnknoten gebastelt?

Davon bist du natürlich weit genug weg.

Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.

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Die Zukunft im Mittelrheintal soll leiser werden! Die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. setzt sich dafür ein, dass laute Güterzüge aus dem Mittelrheintal versc

Vor 8 Minuten, Ebby Zutt schrieb:

Die Anwohner wären begeistert, noch mehr Lärm.

Ja. Aber nur ein Teil der Wahrheit.

Es gibt Vereinbarungen und Verträge, die Strecke vom Mittelmeer bis in die Niederlande auszubauen. Dazu haben sich die beteiligten Länder verpflichtet. Die Schweiz ist einschliesslich Tunnelbau fertig. Dort gehört es zum Konzept LKW-Transit durch die Bahn zu ersetzen. Auch keine schlechte Idee - und die Schweiz hat einige Herausforderungen mehr, als wir hier im Allgemeinen. Nur in Deutschland hängt es. Alternative Strecken wurden verworfen, Bürgerinitiativen liefen dagegen an (wie schnell eine ökologische Einstellung auf einmal aufpoppt, wenn im Umfeld Veränderung droht). So bleibt nur der Ausbau am Rhein. Der ist durch den geringen Platz absolut ungünstig - die Bahnstrecke geht durch Dörfer, direkt an den Häusern lang, durch das recht enge Tal.

Es ist besser, die LKWs verschwinden von der Straße und die Ware kommt auf die Bahn. Schiffe wären besser, aber zunehmend nicht mehr realistisch als verbindliches Transportmittel. Alternativ könnte jeder mal sein Konsumverhalten überdenken und nicht alles immer (und sofort) haben wollen. Weniger Ware, weniger Transporte. Und manchmal ist es dann eben so, dass eine neue Bahnstrecke 10 Kilometer an meinem Ort vorbei geht - besser als am Rhein durch das Schlafzimmer des Fremden. Aber so denkt ja kaum einer - und das mit der Rheinstrecke ist dann eine Auswirkung davon. Ähnlich wie beim Ausbau des Stromnetzes (aber das will ich jetzt nicht vertiefen - das Böse muss ja nicht geweckt werden).

Auch haben wir bei den Güterzügen noch einen Standart von 1950 - es gibt neue Bremssysteme, die deutlich leiser sind. Es gibt auch neue Räder/Achsen, die deutlich leiser sind. Aber diese Neuanschaffungen sind seit Jahrzehnten bekannt und harren der Dinge.

Ganz so einfach wie @bluedog sehe ich es nicht - aber hier ist eines der Probleme definitiv das Sankt Florian Prinzip und die Behäbigkeit des DB-Managments. Und einer Verkehrspolitik, die nur an Straße denkt, wenn es um Verkehr geht.

Vor 21 Minuten, RalphB schrieb:

Probleme

Volle Zustimmung. Die satten Bürokraten und Sparhamster haben die Bahn, die BW, die Autobahnen, die Rentenkasse, Krankenhausversorgung, … nach dem Motto, solange nix passiert, einfach weiter. Genua war ein Weckruf, in Deutschland verhallt; Ahrtal, ein Weckruf, mit Bürokratischen Einrichtungen kaschiert ( wenn sowas wieder passiert, kann keiner den Behörden die Schuld geben), Enschede etc.

Vor 22 Minuten, RalphB schrieb:

Aber diese Neuanschaffungen sind seit Jahrzehnten bekannt und harren der Dinge.

Das ist so nicht richtig. Die s.g. "Füsterbremsen" sind seit 2020 vorgeschrieben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Komposit-Bremssohle#Schweden

daraus:

"Im März 2017 wurde im Bundestag ein von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorbereitetes Gesetz verabschiedet, das ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 den Einsatz von Güterwagen mit lauten Bremsen auf dem deutschen Schienennetz verbietet.[4] Bei DB Cargo waren daraufhin bis Ende 2020 alle Güterwagen im Bestand mit K- oder LL-Bremsklotzsohlen ausgestattet.[5]"

ich wohne selber in Höhrweite der rechtsrheinischen Bahntrasse und kann bestätigen, dass sich der Lärmeindruck etwa halbiert hat. in der Umstellungszeit konnte man einzelne Wagons mit alten Bremsen deutlich im Zug heraushöhren.

Gruß,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

Vor 34 Minuten, Ebby Zutt schrieb:

Genua war ein Weckruf, in Deutschland verhallt

51174505zh.jpg

Vor 31 Minuten, Joschko schrieb:

Das ist so nicht richtig. Die s.g. "Füsterbremsen" sind seit 2020 vorgeschrieben.

Stimmt, da war ich noch etwas hinterher - aber bei dem Tempo der Bahn, ist es auch schwierig immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Sorry. Hätte ich vorher schauen sollen.

Vor 53 Minuten, Joschko schrieb:

Das ist so nicht richtig. Die s.g. "Füsterbremsen" sind seit 2020 vorgeschrieben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Komposit-Bremssohle#Schweden

daraus:

"Im März 2017 wurde im Bundestag ein von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorbereitetes Gesetz verabschiedet, das ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 den Einsatz von Güterwagen mit lauten Bremsen auf dem deutschen Schienennetz verbietet.[4] Bei DB Cargo waren daraufhin bis Ende 2020 alle Güterwagen im Bestand mit K- oder LL-Bremsklotzsohlen ausgestattet.[5]"

ich wohne selber in Höhrweite der rechtsrheinischen Bahntrasse und kann bestätigen, dass sich der Lärmeindruck etwa halbiert hat. in der Umstellungszeit konnte man einzlne Wagons mit alten Bremsen deutlich im Zug heraushöhren.

Gruß,

Joschko

Mich würde interessieren von wieviel db vorher auf jetzt gesunken.

1 Stunde her, ajkon1 schrieb:

Mich würde interessieren von wieviel db vorher auf jetzt gesunken.

Das hängt natürlich stark von der Entfernung zur Lärmquelle ab. Wikipedia sagt:

"Die Minderung gegenüber Fahrzeugen mit Grauguss-Bremsklotzsohlen beträgt 8 dB bis 10 dB."

Die KI sagt, alte Güterwagen haben direkt am Gleisbett gemessen 88-96 dB, neue mit Komposit-Bremsschuhen 77-80 dB.

Gruß,

Joschko

+3db = doppelter Lärm ( wenn ich mich recht erinnere).

2 Stunden her, 15cv schrieb:

51174505zh.jpg

Das ist oft auch eine Frage des Leidensdruckes! Die Salzbachtalbruecke war auch so ein Sorgenkind, bei der sich kaum etwas tat, weil sich Bahn und Autobahngesellschaft sich nicht einigen konnten. Die Bahn wollte keine Unterbrechumg des unter der Bruecke fuehrenden Gleisverkehrs. Bis ein Rentner, mit Hundi, Betonbrocken unter der Bruecke fand. Diese sollte gerade von einem Spezialfahrzeug inspiziert werden das noch auf der Bruecke stand. Man hat sogar in Erwaegung gezogen die Bruecke mit dem millionenteuren, funkelneuen Spezialfahrzeug zu sprengen, weil die Stabilitaet so zweifelhaft war*. Die sofortige Sperrung verursachte ein ziemliches Verkehrschaos. Man hat dann zumindestens eine von zwei Bruecken in etwas merh als zwei Jahren errichtet.

Ueber die Morandi-Bruecke bin ich wenige Wochen bevor sie zusammenstuerze noch gefahren. Die trug eine noch wesentlich hoehere Verkehrslast, unter anderem die des Faehrhafens, als die A66. Die zwei Jahre muessen die Hoelle fuer viele Anwohner Genuas gewesen sein.

*ist im Wikiartikel, mMn, sehr vage dargestellt! Man hatte Befuerchtungen, die Bruecke koennte beim Bewegen des Fahrzeuges zusammenbrechen.

@Ebby Zutt : Der Weckruf verhallte nicht ganz! Zumindestens die "Salzi" ist deswegen inspiziert worden, wie aus dem Wikiartikel hervorgeht. Leider zu spaet ...

Bearbeitet ( von MatthiasM)

4 Stunden her, 15cv schrieb:

51174505zh.jpg

Naja, das ist ja doch ein bisschen plakativ, weil nicht vergleichbar. In Italien MUSSTE es SEHR SCHNELL gehen. Aus blanker Not heraus.

Die Carola Brücke ist nur eine von 4 und das Viaduct in Genua ist elementar für den Transit Italien Frankreich, incl. Autobahn und auch für die Verbindung der Stadtteile.

Ist schon sehr mit der heißen Nadel gestrickt... Aber das muss ja nix heißen.

Sorry, dass ich mal wieder ne Meckerin bin, aber Populismus ist mir jeder Form ein Greuel.

Du doch nicht, da sind andere besser 😎

Vor einer Stunde, Nitsrekds schrieb:

Naja, das ist ja doch ein bisschen plakativ, weil nicht vergleichbar. Populismus

Habs geahnt, irgendwann muss was kommen ;-)
Selbstverständlich hast Du vollumfänglich recht. 💪
Auch ich weiss das sehr genau, gehöre jahrzehntelang zum Team vom Bau (nicht nur Schubkarre schieben) und weiss dass eigentlich kein Bauwerk dieser Klasse direkt miteinander vergleichbar ist. - Und die anderen Dredner Brücken kenn ich auch ganz gut.
Aber wie kams zum bösen Bildchen?
- Heute morgen an anderer Stelle im Netz wurde über einen aktuellen Artikel zur Carolabrücke diskutiert. Der war von heute 7.8.26. Da gings ums Ergebnis einer (unverbindlichen) Volksbefragung/Abstimmung welche Brücke es von 4 Vorschlägen denn sein soll.
- Holla die Waldfee hab ich gedacht, das ist doch schon fast 2 Jahre her. Und hab mich an die vielen Berichte seinerzeit erinnert, die vehement forderten das der Neubau allerschnellstens erfolgen sollte, von wegen wichtige Strasse, der Strassenbahnlinie und vor allem einer zentralen Verbindung der Fernwärmeversorgung die unter der Brücke lief. Ich habs aber seitdem nicht weiter verfolgt, und war heute sehr verwundert das da bisher ausser Abriss so garnix passiert ist. Einen fertigen Plan und ein paar angefangene Brückenpfeiler hätt ich zumindest mal erwartet...
- Hab mir das ganze dann mal angeguckt, tatsächlich, es gibt 4 Vorschläge über die heute unverbindlich abgestimmt wurde, endgültig entscheidet aber der Dresdner Stadtrat am 3.9.2026 welche Brücke definitiv gebaut wird. Gimmik am Rande, die Stadträte favorisieren einen Entwurf der bei der Abstimmung nicht gewählt wurde ;-)
- Nun fehlt aber noch ein bisschen Kleinkram: Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung, das Genehmigungsverfahren - Umweltprüfungsgedöns, Hochwasserschutz usw. Dann die Ausführungsplanung (Es gibt ja bisher nur nen Entwurfsplan zum Angucken) und last but not least die Ausschreibung. Erst wenn das dann alles fertig und in trockenen Tüchern ist kanns wirklich losgehen. Geplant Mitte 2028. Fertigstellung 2031. 
- Summasumarum (ich war erstaunt), wars dann wohl doch nicht ganz so wichtig mit dem "bitte schnellstens Neubau", wie seinerzeit vielfach verkündet. Und wenns beim Fertigstellungstermin bleibt, sind es halt dann 3,5x Bauzeit Genua.
- Dann hab ich, weil sich ein paar andere über den aktuellen Stand der Dinge gewundert haben, nur so aus Spass die mir bekannte kurze Bauzeit des Viadotto Genova-San Giorgio in einem kleinen Bildchen mit der Carolabrücke verglichen. (Für die eher populismusunverdächtige Runde in der diskutiert wurde)
- Ach ja, für Italien ist die kurze Bauzeit auch ne echte Glanzleistung gewesen, da dauerts aus vielen verschiedenen Gründen mit solchen Bauwerken normalerweise auch wesentlich länger.
 Gruß, ein Populist 💥 ;-)

Bearbeitet ( von 15cv)

In Bonn, bei der linksrheinischen Vorlandbrücke der Friedrich-Ebert-Brücke (A 565), soll es mit dem Ersatzneubau richtig schnell gehen. Anfang Juni unverhofft gesperrt, 14 Tage später der Entschluss zum Abriss. Beginn des Abrisses im juli und Ausschreibungsveröffentlichung für den Neubau. Architektur: Hauptsache schnell, wird den durchführenden Unternehmen weitgehend überlassen. In zwei Jahren soll der Verkehr (200.000 Autos pro Tag!) wieder Rollen. Und schon in ein paar Wochen soll ein Rampenturm die Strombrücke wieder für Radfahrer und Fußgänger nutzbar machen.

Bundesstadt Bonn
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Informationen zur Nordbrücke

Auf dieser Seite finden Sie alle aktuellen Informationen rund um die Sperrung der Nordbrücke.

Als Anwohner, dessen Arbeitsweg durch die Sperrung nicht unmittelbar betroffen ist, genieße ich derweil die Ruhe. Zur Sperrung der Nordbrücke kommt noch die sicherheitstechnische Sanierung des Godesberger Straßentunnels, die andauernde Sanierung der Südbrücke und die Sanierung des "Tausendfüßlers", die für weitere Staus sorgen. Obwohl Bonn in Studien als °autounfreundlichste" Stadt Deutschlands benannt wurde, habe ich damit kein ernstes Problem, et kütt, wie et kütt. Aber bin sehr gespannt, ob das mit den zwei Jahren klappt.

Grüße,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

8 Stunden her, Joschko schrieb:

ich wohne selber in Höhrweite der rechtsrheinischen Bahntrasse und kann bestätigen, dass sich der Lärmeindruck etwa halbiert hat. in der Umstellungszeit konnte man einzelne Wagons mit alten Bremsen deutlich im Zug heraushöhren.

Auch hier hat die Schweiz früher angefangen. Es gab hier einen guten Anreiz, den Lärm an der Quelle zu bekämpfen, weil man sonst nämlich an quasi allen Bahnstrecken hätte Lärmschutzwände bauen müssen. Genaue Jahreszahlen hab ich nicht im Kopf, aber es dürften ungefähr die lezten 20 Jahre für die Umrüstung auf leise Bremsbeläge genutzt worden sein.

Bei Persononzügen ist man nochmal einen Schritt weiter und hat schon sehr viel Rollmaterial mit noch leiseren Scheibenbremsen. Aus thermischen Gründen übrigens auch die Tiefladewagen der rollenden Landstrasse Freiburg i.Br. - Novarra, sowie am Lötschberg, die quasi eine Schienenfähre für LKW sind, idealerweise im sog. Nachtsprung genutzt, also dann, wenn die Fahrer ohnehin wegen Nachtfahrverbot und Nachtruhepause den LKW stehen lassen würden.

Ich stelle mir das nicht leicht vor, sondern alternativlos, da der Strassentransport gar nicht die Kapazität hat, die Rheintransporte aufzunehmen und der Rhein auch mit einer tieferen Fahrrinne Sommers standardmässig so wenig Wasser haben wird, dass mans mit dem Wasserweg als zuverlässig nutzbarem Verkehrsweg wird vergessen müssen.

Man darf nicht vergessen, dass die Schiffer heute schon auf Kante kalkulieren, und manch einer ans Aufhören dachte, als es nur schon galt, die Grobstaubdiesel loszuwerden. Wenn man sich nun auch noch überlegt, dass Diesel ja eben auch weg muss, weil fossile Energie, und dann keine verlässliche Kalkulation mehr möglich ist, die Investitionen zu amortisieren, dann wars das erstmal für die Binnenschifffahrt.

Verlagert man auf die Bahn, kriegt man die Dekarbonisierung als Bonus, weil die von Rotterdam bis Basel unter Fahrdraht und damit elektrisch und so effizient wie möglich fährt. Effizienter ist nur die Schifffahrt, aber eben auch nicht, wenn drei Leute und ein 600PS-Diesel für 100t Erdölprodukte nach Basel eine Woche durchlaufen. Bei 800t siehts anders aus, aber das wird in Zukunft Glückssache.

Das Lärmargument ist keins. Auf der Strasse braucht man grob für 22t Fracht einen LKW mindestens, und die Kolonne, die dann nur einen einzigen 750t-Güterzug ersetzen müsste, fiele lärmmässig sehr viel stärker ins Gewicht. Mal noch nicht vom zigfachen Energiebedarf gegenüber der Schiene gesprochen.

Bearbeitet ( von bluedog)

Vor einer Stunde, bluedog schrieb:

Das Lärmargument ist keins.

Sag das mal den Anwohnern im Mittelrheintal! Da führt eine der meist befahrenen Bahntsrecken Europas (sic!) teilweise direkt am Schlafzimmerfenster vorbei.

Gruß.

Joschko

1 Stunde her, bluedog schrieb:

Genaue Jahreszahlen hab ich nicht im Kopf, aber es dürften ungefähr die lezten 20 Jahre für die Umrüstung auf leise Bremsbeläge genutzt worden sein.

Bereits 2013 hat der Bonner MdB Ulrich Kelber genau dies für Deutschland mit initiert und die Zulassung der "LL-Sohle" europaweit forciert. Ich kann dies sagen, weil ich mit ihm dies vor Ort an der Bahntrasse im Rahmen eines Bürgervereinstreffens diskutiert habe. Was Sinn macht, da das rollende Material ja grenzüberschreitend unterwegs ist. Bis dahin waren sie in EU-Europa schlicht unzulassig,.Die Schweiz dagegen hat nach dem Gotthardtunnelunfall 2023 versucht, die Ursache abstrakt den Komposit-Bremsschuhen zuzuschreiben und den Rest Europas augefordert, dies doch mal zu untersuchen. Es war ein Radreifen gebrochen, durch Überhitzung. Ein klarer Ursache-Wirkung-Zusammenhang konnte nicht belegt werden. Fakt ist: "Flüsterbremsen" waren in Deutschland wie auch in der Schweiz erst seit 2020 Pflicht.

Gruß,

joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

8 Stunden her, 15cv schrieb:

Kleinkram:

Als absehbar war, dass die alliierten Truppen Eiropa von den deutschen Nazis befreien, gab’s ein Handbuch für Offiziere, wie mit den Deutschen umzugehen sei. Da hieß es:

Die Deutschen halten sich für gut organisiert. Das stimmt nicht, sie sind überorganisiert.

Und da sind wir heute noch bei.

Zum Lärm, ich hatte als SiFa im Unternehmermodell mit denen hier zu tun:

Lärm

wenn man die Regeln für Arbeitsstätten auf Wohnungen an Bahnstrecken/ Autobahnen/ innerstädtische Rennstrecken etc. Überträgt, laufen viele Menschen nur noch mit Gehörschutz rum.

9 Stunden her, Joschko schrieb:

Sag das mal den Anwohnern im Mittelrheintal! Da führt eine der meist befahrenen Bahntsrecken Europas (sic!) teilweise direkt am Schlafzimmerfenster vorbei.

In so einem Haus hab ich als Student auch mal gewohnt. Auf dem Niveau etwa des (nicht existenten) zweiten Kellergeschosses verlief die Doppelspurlinie Bern-Genf. Problem war aber nicht der Lärm, da störte die Strasse auf der anderen Seite viel mehr, zumal auch noch in einer Steigung... Aber die Erschütterungen waren nicht ohne. Der Bau war so um die 150Jahre alt, und die Bahn erschütterte die Fundamente. -Nur: Ich hab da zwei Wochen gewohnt, um ne Arbeit fertig zu schreiben und nicht pendeln zu müssen. Nach drei oder Vier Tagen hab ichs nicht mal mehr mitgekriegt, wenn da die Züge vorbei schossen. Man gewöhnt sich da dran. Für den Lärm gibts Schallschutzfenster.

Ich wohne seit ein paar Wochen wieder direkt an einer Strasse. Also direkt dran. Da ist nicht mal mehr ein Bürgersteig zum Strassenrand hin. Das Rauscht halt ein bisschen. Wirklich mitkriegen tue ich aber nur Trecker und LKW und Mopeds. Egal. So war das schon, als ich Kind war. Zum Glück auf dem Lande, wo zwar jeder ein Auto hat, der kann, aber keiner den Egoismus, extra aufzudrehen. Das hat man in der Stadt dafür manchmal fast minütlich, und das stört wirklich.

Neuerdings wohne ich in einem abgelegenen Winkel des Kantons Bern. Und Berner Dörfer haben in der Tendenz keine absoluten Hauptstrassen, wenn es sich vermeiden lässt, sondern da verzweigen sich im Dorf die Strassen zu Wegen, die buchstäblich um jedes Haus und jede Milchkanne herum führen. Das bringt jede Menge recht unvorhersehbarer Biegungen und somit eine natürliche Verkehrsberuhigung, Gekoppelt mit dem eher behäbigen, bedachten Naturell der Leute hier. - Kurz: Man hat trotz Verkehr seine Ruhe, solange man nicht wirklich direkt an einer Hauptachse wohnt. Das Haus, wo ich wohne, hat zudem die typische Form eines Berner Bauernhauses, wo das Dach bis auf Höhe der ersten Etage heruntergezogen ist. Der Verkehrslärm fängt sich da eher unterm Dach und beeinträchtigt mich im 2. OG weniger. Ich muss dafür mit der Mansarden-Atmosphäre und Dachfenstern Vorlieb nehmen, was aber Lärmtechnisch nicht schlecht ist. Wird halt, trotz Dachboden über einem guten Teil der Wohnfläche und guter Isolation im Sommer dann recht warm... Macht man s Fenster auf. Wie gesagt, zum Glück keine Verkehrshauptachse, sondern eins der kleinen Dorfer, die mal mit drei Gehöften und einer Kirche und ner Kneipe angefangen haben. Gibt zwar Nahwärme auf privater Basis, aber noch immer keinen Bahnhof. Mit Bus oder Auto ist man aber in 10Min in der nächsten Stadt. Das ist aber, ganz nach meinem Geschmack, eigentlich immer noch mitten im Nirgendwo.

Kurz: Es kommt hier niemand drauf, sich über Verkehrslärm zu beschweren, weil man aus täglicher Erfahrung weiss, dass man auf genau den Verkehr selbst angewiesen ist. Und wärs nur auf dem Weg zur nächsten Autobahn, wenn man zur Arbeit fährt. Die ist, je nach Fahrweise und Verkehrsdichte, 15 bis 25Min entfernt, denn die Wege dahin sind nicht immer breit genug zum Kreuzen zweier PKW. Man muss also Zeit mitbringen. Und Trecker gehören da hin. Die sind kein Verkehrshindernis. Leider fahren die aber alle noch mit Diesel. Im Gegensatz zur Bahn.

Worauf ich hinaus will: Ja, man kann sich über Lärm beschweren. Oder man lebt abseits der Zivilisation. Da ist es nur bedingt leiser, aber es gibt weniger Menschen von der Sorte, die aus allem ein Problem machen müssen. Da profitiert man davon, dass gut ausgebaute Strassen Verkehr anziehen. Da wo ich wohne, wäre nämlich eigentlich eine der direktesten Routen zwischen Luzern und Bern. Sie liegt nur weit ab von jeder Autobahn und führt durch ein paar Berner Sttreudörfer zuviel, um stark genutzt zu werden... Ich weiss aber noch, dass ich als sparsamer Student hier öfter durch fuhr. Weil halt weniger Km zur Uni als per Autobahn, auch wenns (oft nur theoretisch) ein paar Minuten länger dauerte. Dafür garantiert Stress- und Staufrei. Schätzt heute nur keiner mehr. Sonst wärs hier lauter.

p.s.: Gerade mitbekommen, dass einige Bundesländer wegen des niedrigen Rheinpegels ab diesem Wochenende das Nachtfahrverbot für LKW aufheben. Wir können also mal rechnen: Vierachsiger Bahnwagen hat Voll standardmässig 80t (entsprechend 20t Achslast. Man kann auch mehr, wenns die Strecke trägt, aber das ist nicht überall der Fall. Man fährt also im Zweifel mit zwei Containern pro Bahnwagen, statt dreien. Tara eines solchen Bahnwagens ist natürlich unterschiedlich, aber wenn wir von Ölprodukten reden und von Tankwagen ausgehen, würde ich grob mal 35t schätzen. Im Flachland hat man Zughakenlasten bis 1'500t. Wenns dann Steigungen drin hat, macht man die Hälfte. Damit kommt man dann aber über jede Bergstrecke Europas, die fürn Transit genutzt wird. Pro Wagen also 45t Ladung, oder grob zwei funfachsige LKW.

750t eines Zuges passen gut neun 80t-Wagen. Bei gutem Wetter mögen auch 10 funktionieren, aber dann am Berg nur mit Schublok, damit die Zughakenlast nicht überschritten wird. Neun Wagen enstsprechen 405t. Das ist ein halbes oder ein Drittel eines Rheinschiffes, wenn denn voll geladen werden könnte.

Mindestens 18 LKW mit 5 Achsen. Eine Schiffsladung sind dann 36 bis 48 solche LKW. Die machen auch dann Lärm, wenn sie elektrisch fahren. - nun auch nachts. - Aber mehr Bahn geht ja nicht, weil zu laut.

Geht man nun von 20 Schiffsladungen am Tag aus, die Basel erreichen würden, wenn sie könnten, sind das mal eben 720 LKW täglich mehr. Das ist einer alle 2 Minuten, wenn rund um die Uhr gefahren wird. Und das zusätzlich zu dem, was sonst schon auf der Strasse ist. - Aber Bahn geht ja nicht. Ist zu laut.

Bearbeitet ( von bluedog)

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Die Seite mit der Maus - AtomMaus

Wie funktioniert ein Atomkraftwerk? Wir selbst und alles um uns herum besteht aus Atomen. Sie sind so klein, dass man sie nicht mal mit den stärksten Mikroskopen sehen kann. Obwohl sie so klein sind,

Wie funktioniert ein Atomkraftwerk? jeder Mensch und alles um uns herum besteht aus Atomen. Sie sind so klein, dass man sie nicht mal mit den stärksten Mikroskopen sehen kann. Dennoch kann man mit ihnen riesige Mengen Strom erzeugen. Armin erklärt, wie das in einem Atomkraftwerk gemacht wird und warum diese Art der Stromerzeugung so gefährlich ist.

23 Stunden her, Joschko schrieb:

Die Schweiz dagegen hat nach dem Gotthardtunnelunfall 2023 versucht, die Ursache abstrakt den Komposit-Bremsschuhen zuzuschreiben und den Rest Europas augefordert, dies doch mal zu untersuchen. Es war ein Radreifen gebrochen, durch Überhitzung. Ein klarer Ursache-Wirkung-Zusammenhang konnte nicht belegt werden.

Mittlerweile kam aus, dass sich der Unfall vermutlich hätte vermeiden lassen, wenn die Fehlalarme der Überwachungseinrichtungen, die es im und um den Tunnel gab, nicht so zahlreich gewesen wären, dass man Fehlermeldungen Dutzendweise ignorierte.

Selbst wenns aber an den Flüster-Bremsbelägen gelegen hätte, müsste man dazu sagen, das das halt auch eine zweihundertjährige Bauweise in ihrer modernsten Variante ist. Das Grundproblem ist da, dass an der Radlauffläche gebremst wird. Das macht die in der Tendenz uneben und verursacht Lärm. Ausserdem macht es die Räder heiss. Ziehmlich egal, welchen Typ Bremsklötze man verwendet.

Scheibenbremsen wären nur noch beim Bremsen laut, und auch dann nicht so laut, wie die heutigen Klotzbremsen auf den Laufflächen. Es bleiben auch die Räder kühler. Sie sind aber halt teurer.

Das Thema wiederholt sich bei den Kupplungen - die sind immer noch buchstäblich Haken und Ösen, bzw. schwere Schäkel, die man nur von Hand verbinden und trennen kann, und die ausserdem die übertragbare Zugkraft limitieren. und die Puffer rattern und knarren nicht zu knapp. Automatische Kupplungen könnten grössere Zugkräfte übertragen, bräuchten keine separaten Puffer mehr und wären leiser. Zumindest, solange pneumatisch dicht. Wenn nicht, läuft dann halt der Kompressor auf der Lok durch, damit die Fuhre nicht stehen bleibt. - Nur kostet die Umrüstung halt Milliarden auf einen Schlag. Daran sind alle Modernisierungsversuche in Europa seit den Siebziger Jahren gestorben.

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