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"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

Vor 46 Minuten, phantomas schrieb:

Die Schweiz zeigt, wie Dekarbonisierung funktioniert und wie man die lokalen Gegebenheiten nutzt. Die Schweiz ist für Solar besser gelegen als wir, hat keine fossilen Rohstoffe (wir hätten zumindest Gas) und verzichtet auf unrentabel Windkraft, hat dafür Laufwasser und Pumpspeicher. So entsteht CO2 armer Strom und so wie die Deindustrialisierung verhindert.

Wir dagegen haben eine gänzlich andere Energiepolitik. Politisch motiviert statt praktisch orientiert, mit langfristiger Strategie und dem Fokus auf Dekarbonisierung und Wettbewerbsfahigkeit.

Ist halt einfach, wenn die Geografie ein Land mit sehr viel Wasserkraft und natürlichen Gegebenheiten für Pumpspeicher beschenkt.

Und, hinter der Fassade, wie bei deutschen Autobauern, viele Teile ( bis ganze Bullis/ Caddy/…) aus dem Ausland zugeliefert.

Allerdings sind das dann auch keine so energieintensiven Fabriken wie zB. BASF

Interessant in dem 1. Link, da haben die Eidgenossen den Jungbrunnen entdeckt. 😎

werden von Uhrmachermeistern mit jahrhundertealter Tradition hergestellt…

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)

Vor 56 Minuten, phantomas schrieb:

Die Schweiz zeigt, wie Dekarbonisierung funktioniert und wie man die lokalen Gegebenheiten nutzt. Die Schweiz ist für Solar besser gelegen als wir, hat keine fossilen Rohstoffe (wir hätten zumindest Gas) und verzichtet auf unrentabel Windkraft, hat dafür Laufwasser und Pumpspeicher. So entsteht CO2 armer Strom und so wie die Deindustrialisierung verhindert.

Wir dagegen haben eine gänzlich andere Energiepolitik. Politisch motiviert statt praktisch orientiert, mit langfristiger Strategie und dem Fokus auf Dekarbonisierung und Wettbewerbsfahigkeit.

Die Schweiz als Gesellschaft hat die Energiewende verpennt. PV haben wir nur, weil private Hauseigentümer die haben wollen. Weils der billigst mögliche Strom ist, selbst, wenn er nicht immer kommt.

Windkraft gibt es quasi nicht, weil die Gesellschaft noch nicht gerafft hat, dass die notwendig ist. Es stehen ein paar Windräder am Gotthard (da ist immer Wind), auf dem Chasseral glaub ich auch, und zwei auf einem Hügel im Entlebuch.

Es ginge bedeutend mehr, aber es gibt allenthalben Widerstand. Wie gesagt, die Notwendigkeit wurde noch nicht erkannt. Es wurde auch die Notwendigkeit von mehr Stauseen nicht erkannt. - Meiner Meinung nach brauchen wir solche, weil die Gletscher in ein paar wenigen Jahren weg sind. Es fällt dann der Rhein im Sommer einfach trocken, und mit dem Inn auch die Donau.

Das verdient kein Lob. Das ist einfach nur nichts tun, Seitens des Staates.

Was man in der Schweiz richtig macht, ist, erneuerbare nicht auf Kosten aller unnötig zu fördern. Man hat Solarparks subventioniert nach Putins Überfall auf die Ukraine, aber grossflächige Umlagerungen ohne politisches Interesse vermeidet man. Erneuerbare Energie ist billig genug. Es reicht, ihr keine bürokratischen Hindernisse entgegenzusetzen. PV floriert, seit man keine extra Baubewilligung dafür mehr braucht, und Gerichte den Heimatschutz in seiner Oppositionsrage dagegen in die Schranken gewiesen haben. Gut so.

Industrie haben wir, aber wenig Schwerindustrie. Sulzer baut schon Jahrzehnte keine Schiffsdiesel mehr. Das LKW-Werk von Saurer stellte 1983 die zivile Produktion ein, 1986 verliess der letzte Militärlaster das Werk, vor dessen Schliessung.

Die Elektroindustrie ist ein Schatten ihrer selbst, auch ohne Dekarbonisierung, die textilindustrie gibt es nicht mehr und auch die Maschinenindustrie kämpft auch ohne Dekarbonisierung. Von drei Grossbanken gibt es noch eine einzige.

All das hat nichts mit der Energiepolitik zu tun. Übrigens auch nicht, dass die Elektro- und Maschinenindustrie überhaupt aufblühen konnte. Es gab halt viel Wasserkraft und daher waren fehlende Bodenschätze kein allzu grosser Nachteil. Auch die Basler Chemie fusste darauf.

Banken? Notwendig für den Bahnbau, und danach Förderer der Industrie. Anders als in D nicht nur der grössten Firmen, sondern bis runter zum Dorfbäcker.

Die Schweiz hat ihre Krisen noch vor sich. Das verschwinden der Gletscher. Wasserkrise. Energiekrise nach Wegfall der Kernenergie. - Zu nichts davon hat man einen Plan. Kein Anlass zu Lob.

Zeit: 15.8.2026 um 13:44, bluedog schrieb:

... bei Beznau 2 werden Brennelemente getauscht. So kann man dann sagen, das sei kein klimabedingter Ausfall.

Weil es sich auf den ersten Blick wie ne Spontanentscheidung liest*, ein möglicher Ablauf, aber kein Muss😁:
 Chef von Beznau wacht am ersten August morgens auf, geht auf den Balkon, um im Baumarktthermometer die Temperatur zu checken. Mist, denkt er, zu warm, können Reaktoren wohl doch nicht hochfahren. Geht rein, richtet sich nen leckeren Cappuccino und ein Croissant und frühstückt gemütlich. Ob der unerwarteten Freizeit sucht er nun gedanklich nach Beschäftigung, um die Zeit totzuschlagen. Da fallen ihm die 20 etwas angenagten Brennelemente in Beznau 2 ein, die er vor 4 Wochen eher zufälligerweise gesehen hat.
   Ha, das isses, wir wechseln die Dinger und können dann auch gleichzeitig verkünden, dass die Abschaltung nix mit klimabedingtem Ausfall zu tun hat. Voller Tatendrang geht er an den Computer, macht Ebay auf und sucht sich aus dem reichhaltigen Brennelemente-Angebot beim günstigsten Anbieter die richtige Größe aus, bestellt, da eh günstiger, gleich 25 Stück, weil ja bei der Montage auch mal einer kaputtgehen könnte. Bezahlt per Sofortüberweisung und klickt beim DHL-Speditionsversand noch EXPRESS an, rein zur Sicherheit. Somit wäre sein Tagwerk fast vollbracht. Am Nachmittag ruft er noch pflichtbewusst seinen Schwager beim Zoll an, damit es auch da keine Probleme gibt. 
 - Am zweiten August steht dann der DHL-Laster pünktlich vor seiner Tür. Beim Ausladen überprüft Cheffe jedes Element einzeln, denn er weiß aus Erfahrung, dass bei billigen Ebay-Angeboten die Fertigung zwar etwas lummelig, die Funktion aber nicht beeinträchtigt ist. Bei Bedarf schleift er einfach mit 40er Schleifpapier die Kanten etwas nach. Ein Element reklamiert er und lässt es zurückgehen, da war eine tote Maus mit eingepresst. Nicht schlimm, sind ja noch 24 Brennelemente, 20 werden voraussichtlich gebraucht.
  Nach getaner Arbeit sind die Brennelemente auf alten Kanthölzern auf der Wiese vor dem Haus gestapelt. Weil Regen angesagt ist, deckt Cheffe vorsorglich den Stapel mit der alten Plane, mit der er sonst sein Brennholz schützt, ab und flickt mit Gaffatape noch die größten Löcher in der Plane.
 Nachmittags ruft er dann 15 seiner Mechaniker, die eigentlich bezahlt hitzefrei haben, an und bittet sie, jeweils mit eigenem Transporter und ner gepackten Werkzeugkiste morgen zum Einsatz zu ihm zu kommen. Der Chefmechaniker möge bitte noch zusätzlich Akkuschrauber/Flex/Stichsäge/2 Taschenlampen mit 5 Reserveakkus und Gaffatape, ne Rolle Zaundraht, 2 Rollen Teflonband und eine Packung Zweikomponentenknetmetall mitbringen. Nur für den Fall, dass irgendwo ne Leitung undicht oder lose ist, das könnte man ja ggf. dann auch noch flicken. 25 Liter Kühlmittel besorgt Cheffe in der Autoabteilung seines Lieblingsbaumarktes selber.
 - Am dritten August dann steht die gesamte Mannschaft bei Cheffe vor der Haustür. Mit vereinten Kräften verteilen die Mechaniker nun die Brennelemente auf ihre Transporter. Gut, dass die alle hinten Flügeltüren haben. Die Brennelemente sind ja länger und schauen hinten raus.
 Nach getaner Arbeit werden die halb offenstehenden Türen provisorisch mit Kälberstricken fixiert damit sie bei der Fahrt nicht klappern und dauernd gegen die Brennelemente knallen. Für die rausstehenden Brennelemente hat Cheffe extra Flatterfähnchen aus dem Baumarkt seines Vertrauens besorgt (kostenlos, aber mit Werbung). Diese werden vorschriftsmäßig mit langen Ankernägeln an die herausstehenden Enden der Brennelemente genagelt. 
  Nach einem ausgedehnten, von Cheffes Frau zubereiteten, gemeinsamen Mittagessen geht's dann in Kolonne, am letzten Fahrzeug hängt ein orangenes Rundumlicht, nach Beznau. Dort werden Brennelemente, sonstiges Material und das Werkzeug abgeladen und in Gängen, grad nicht benutzten Zimmern und sonstigen Ecken von Beznau 2 deponiert und zur Sicherheit die Tür abgeschlossen, Schlüssel zweimal rumgedreht. 5 Brennelemente passten nicht mehr rein, die liegen nun vor der Tür. Zur Tarnung ein paar alte Paletten und Bretter davor gestellt. Das war's für den dritten August.
 - Am vierten August geht's dann los mit dem geplanten Brennelementewechsel. Chef verteilt an seine Mannschaft noch reichhaltige Vesperpakete und lässt auch ein paar Kisten Bier springen. Die Truppe beginnt im Reaktor mit der Arbeit, die Tür immer zu, damit der Lärm nicht so stört. Unterstützt wird die Kernmannschaft von vielen externen Fachkräften.
 Die restliche Belegschaft berichtet, dass es seit dem vierten August bis heute sehr entspannt zugeht. Regelmäßig wird den ganzen Tag gearbeitet, man hört nur sehr gedämpft Hämmern, Klopfen, Flexen, meist fröhliches Pfeifen, ganz selten mal ein leises Fluchen. Nur manchmal, wenn ein paar Arbeiter Werkzeug oder ein Brennelement aus den Gängen holen, wird's laut, wenn aus Versehen die Reaktortür offen bleibt. Die muss dann halt jemand aus der Belegschaft zumachen, aber kein Problem, die Jungs arbeiten hart genug. Klagen wegen Lärm gibt es nur, wenn ab und zu draußen auf dem Parkplatz des KKW die gebrauchten Brennelemente zum besseren Transport mit der Kettensäge auf Palettengröße zersägt werden. Vereinzelt gibt es auch Klagen wegen Staubentwicklung. Da zeigt sich die Geschäftsleitung aber sehr spendabel und vergibt kostenlos Gutscheine für die Autowaschstraße.
-Inzwischen sind alle 20 Brennstäbe getauscht. Keiner ist beim Einbau zerbrochen. Die übrigen vier sind im Rahmen des 14-tägigen Rückgaberechts zurück auf dem Weg zum Händler. Damit es nicht so aufällt hat ein Mitarbeiter die vier Löcher von den Nägeln der Flatterfähnchen am Ende der Brennstäbe geschickt und so gut wie nicht sichtbar mit hochhitzefestem, brennelementfarbenem Silikon verschlossen. Nun kann man sich in Ruhe auf die verbliebenen kleineren Wartungsarbeiten und Flickereien konzentrieren
Alles in allem, auch weils noch nicht größer gerumpelt hat, ist man in der gesamten Belegschaft inklusive Cheffe sehr zuversichtlich, dass alle Arbeiten mit Baustelle aufräumen und fegen im gesetzten Rahmen von 2 Wochen erledigt sein werden und der Reaktor dann wieder ans Netz kann. Vorausgesetzt, das Wasser in der Aare hat sich dann inzwischen wieder etwas abgekühlt. Warten wirs ab. ;-)

 * Nein ich behaupte nicht das Du es wirklich so meinst 😉

https://www.axpo.com/ch/de/newsroom/medienmitteilungen/2026/Kernkraftwerk-Beznau-Block-2-beginnt-mit-Brennelementwechsel.html

https://www.axpo.com/ch/de/energy/generation-and-distribution/nuclear-power/beznau/kuehlwasser.html

Vor einer Stunde, 15cv schrieb:

Chef von Beznau

Und danke für die Links, denn was geht draus hervor, wenn man mal im Wiki über den Konzern guckt?!:

Die Aktien der Axpo Holding sind vollständig in der Hand der nordostschweizerischen Kantone bzw. Kantonswerke. Im Detail sind dies:[38]

Ja und wer schimpft hier immer über die Struktur von EnBw? Und lobt die Schweizer? 🤔 Komisch, Oberkomisch ah, Komiker

4 Stunden her, bluedog schrieb:

Die Schweiz als Gesellschaft hat die Energiewende verpennt. PV haben wir nur, weil private Hauseigentümer die haben wollen. Weils der billigst mögliche Strom ist, selbst, wenn er nicht immer kommt.

Windkraft gibt es quasi nicht, weil die Gesellschaft noch nicht gerafft hat, dass die notwendig ist. Es stehen ein paar Windräder am Gotthard (da ist immer Wind), auf dem Chasseral glaub ich auch, und zwei auf einem Hügel im Entlebuch.

Es ginge bedeutend mehr, aber es gibt allenthalben Widerstand. Wie gesagt, die Notwendigkeit wurde noch nicht erkannt. Es wurde auch die Notwendigkeit von mehr Stauseen nicht erkannt. - Meiner Meinung nach brauchen wir solche, weil die Gletscher in ein paar wenigen Jahren weg sind. Es fällt dann der Rhein im Sommer einfach trocken, und mit dem Inn auch die Donau.

Das verdient kein Lob. Das ist einfach nur nichts tun, Seitens des Staates.

Was man in der Schweiz richtig macht, ist, erneuerbare nicht auf Kosten aller unnötig zu fördern. Man hat Solarparks subventioniert nach Putins Überfall auf die Ukraine, aber grossflächige Umlagerungen ohne politisches Interesse vermeidet man. Erneuerbare Energie ist billig genug. Es reicht, ihr keine bürokratischen Hindernisse entgegenzusetzen. PV floriert, seit man keine extra Baubewilligung dafür mehr braucht, und Gerichte den Heimatschutz in seiner Oppositionsrage dagegen in die Schranken gewiesen haben. Gut so.

Industrie haben wir, aber wenig Schwerindustrie. Sulzer baut schon Jahrzehnte keine Schiffsdiesel mehr. Das LKW-Werk von Saurer stellte 1983 die zivile Produktion ein, 1986 verliess der letzte Militärlaster das Werk, vor dessen Schliessung.

Die Elektroindustrie ist ein Schatten ihrer selbst, auch ohne Dekarbonisierung, die textilindustrie gibt es nicht mehr und auch die Maschinenindustrie kämpft auch ohne Dekarbonisierung. Von drei Grossbanken gibt es noch eine einzige.

All das hat nichts mit der Energiepolitik zu tun. Übrigens auch nicht, dass die Elektro- und Maschinenindustrie überhaupt aufblühen konnte. Es gab halt viel Wasserkraft und daher waren fehlende Bodenschätze kein allzu grosser Nachteil. Auch die Basler Chemie fusste darauf.

Banken? Notwendig für den Bahnbau, und danach Förderer der Industrie. Anders als in D nicht nur der grössten Firmen, sondern bis runter zum Dorfbäcker.

Die Schweiz hat ihre Krisen noch vor sich. Das verschwinden der Gletscher. Wasserkrise. Energiekrise nach Wegfall der Kernenergie. - Zu nichts davon hat man einen Plan. Kein Anlass zu Lob.

Staatliche Beteiligungen an kritischer Infrastruktur sind doch richtig. Bei Stromnetzen ganz besonders, aber auch bei der Energieproduktion.

Bei der EnBW hat man diese leider zum verlängerten Arm der Landesregierung gemacht. Jetzt haben wir Strommangel und verzetteln uns in Projekte außerhalb von Ba-Wü, die viel Geld verbrannten.

Bearbeitet ( von phantomas)

4 Stunden her, phantomas schrieb:

Staatliche Beteiligungen an kritischer Infrastruktur sind doch richtig. Bei Stromnetzen ganz besonders, aber auch bei der Energieproduktion.

Du meinst, die Förderung von Erneuerbaren sollte hochgefahren werden?

Ach ne, das gilt ja nur für die Atomies...

Die Förderung von Erneuerbaren ist eine Privatisierung von staatlich garantierten Gewinnen zu Lasten von Stromkunden und Steuerzahlern.

Das Gegenteil von dem, wie z.b. die Schweiz die Photovoltaik vergütet (marktgerecht). Und dennoch wird PV dort zugebaut.

Die Betreiber der AKW in D haben wenig bis keine Subventionen erhalten. Auch in F machen AKW Gewinne (grob ca. 1 Mio pro AKW und Tag).

1 Stunde her, phantomas schrieb:

... machen AKW Gewinne (grob ca. 1 Mio pro AKW und Tag).

Wenn AKW Gewinne machen würden wären sie in längst in der Hand von private equity und würden aus dem Boden schießen wie die Seniorenheime. Ohne massive staatliche Hilfe läuft bei Kernkraft nichts. Im freien Markt gibt es keine AKW.

2 Stunden her, magoo schrieb:

Wenn AKW Gewinne machen würden wären sie in längst in der Hand von private equity und würden aus dem Boden schießen wie die Seniorenheime. Ohne massive staatliche Hilfe läuft bei Kernkraft nichts. Im freien Markt gibt es keine AKW.

Kannst Du die staatlichen Hilfen in D oder F mal aufführen bzw. verlinken ?

Warum sollte man ein AKW verkaufen, wenn es Gewinne macht?

Ich versteh jetzt dann doch ( nach Schlaumachübung - hier regnet es endlich schöne Bindfäden und füllt mir die Zisterne), seine Abneigung gegen EnBw; die wurde mal an edf verkauft und unter nach ein paar Jahren wieder zurück gekauft. Ist nun zu 47% in Landeshand, 47% gehören den Kreis-/Stadtwerken und nur ein kleiner Teil ist im Streibesitz. ( Wiki grüßt)

Die ach so furchtbaren Ergebnisse der letzten Jahre:

image.png

Von 2016-25. wenn man jetzt die vielen MilliardenInvestitionen in die Energiewende berücksichtigt, dann ist das doch ein profitables Unternehmen.

Beispiel aktuell ( wallstreet-online/ DPA):

Der Windpark sei mit einer Konverterstation auf See und zwei Hochspannungskabeln ans Stromnetz angeschlossen. Diese lägen über 120 Kilometer unter Wasser und auf 110 Kilometern an Land.

…"He Dreiht" ist der fünfte Offshore-Windpark der EnBW. Mit ihm verdoppelt das Unternehmen seine Offshore-Leistung von bisher 976 Megawatt (MW) nahezu. Zudem ist er einer der ersten förderfreien Windparks, erhält also keine Einspeisevergütung aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Stattdessen hat EnBW langjährige Vereinbarungen mit Großabnehmern wie Google , Bosch, Salzgitter , Deutsche Bahn und der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens (Fraport )…

Ach

Vor 2 Minuten, phantomas schrieb:

Kannst Du die staatlichen Hilfen in D oder F mal aufführen bzw. verlinken ?

Guck ein paar Seiten zurück, nimm vorher ein bisschen Baldrian und lies gründlich!

( wenn ich mich recht erinnere hatte ich für D 167 Milliarden verlorene Zuschüsse des Bundes bis 2024 nachgewiesen).

Es ist der Diskussion nicht förderlich, wenn du das dir unangenehme under den Reaktor zu kehren versuchst ( gut, bei ner Kernschmelze wie in Japan, frisst sich der Dreck dann tiefer in den Untergrund).

Vor 8 Minuten, phantomas schrieb:

Warum sollte man ein AKW verkaufen, wenn es Gewinne macht?

Wer sollte denn so blöd sein ein AKW mit allen Risiken und Kosten zu übernehmen? Da wirst du niemanden finden der dir deine Story von den abenteuerlichen "Gewinnen" abnimmt. Du selber forderst ja vom Staat bittschön billigen Strom für deine sonst so selbstherrlich libertäre Welt die wo angeblich alles besser regelt.

Und, wo er so gern von unserer* Deindustrialisierung spricht, das haut schon rein:

…Die Zahlungsausfälle bei Unternehmensanleihen erreichen Rekordniveaus. Die Zahl der Liquidationen von Firmen ist allein in den ersten fünf Monaten 2026 auf 467.000 gestiegen – ein nochmaliger Anstieg um 7,4 Prozent nach 20 Prozent mehr Insolvenzen bereits im Vorjahr…

  • also nicht meiner 😆

ach so, da geht’s ja um Russland

https://taz.de/Wirtschaftliche-Lage-Russischer-Chef-Oekonom-sagt-Niederlage-von-Russland-voraus/!6205009/

21 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:

Ich versteh jetzt dann doch ( nach Schlaumachübung - hier regnet es endlich schöne Bindfäden und füllt mir die Zisterne), seine Abneigung gegen EnBw; die wurde mal an edf verkauft und unter nach ein paar Jahren wieder zurück gekauft. Ist nun zu 47% in Landeshand, 47% gehören den Kreis-/Stadtwerken und nur ein kleiner Teil ist im Streibesitz. ( Wiki grüßt)

Die ach so furchtbaren Ergebnisse der letzten Jahre:

image.png

Von 2016-25. wenn man jetzt die vielen MilliardenInvestitionen in die Energiewende berücksichtigt, dann ist das doch ein profitables Unternehmen.

Beispiel aktuell ( wallstreet-online/ DPA):

Der Windpark sei mit einer Konverterstation auf See und zwei Hochspannungskabeln ans Stromnetz angeschlossen. Diese lägen über 120 Kilometer unter Wasser und auf 110 Kilometern an Land.

…"He Dreiht" ist der fünfte Offshore-Windpark der EnBW. Mit ihm verdoppelt das Unternehmen seine Offshore-Leistung von bisher 976 Megawatt (MW) nahezu. Zudem ist er einer der ersten förderfreien Windparks, erhält also keine Einspeisevergütung aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Stattdessen hat EnBW langjährige Vereinbarungen mit Großabnehmern wie Google , Bosch, Salzgitter , Deutsche Bahn und der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens (Fraport )…

Ach

Der Offshore-Windpark ohne Subventionen ist ein politisch gewolltes Projekt. Er sollte zeigen, dass Windkraft auch ohne Subventionen rentabel ist.

Nun zeigt sich das Gegenteil : Die EnBW gibt andere solche Projekte auf, beklagt hohe Kostensteigerungen und fordert eine Reduzierung des Ausbaus der Windkraft. Offiziell glaubt man natürlich weiter an die Rentabilität des Projekts.

Frau Reiche hat ja ebenfalls gehofft, dass man Erneuerbare nach 25 Jahren nun ohne Subventionen ausschreiben kann. Ergebnis : keine Interessenten. Auch die EnBW will natürlich keine solchen Windparks mehr betreiben. Andere Investoren haben sich längst zurückgezogen.

Das Projekt der EnBw kostet ja 2,4 Milliarden. Lebensdauer 20-25 Jahre. Da wird jeder SMR, der Strom rund um die Uhr liefert und überall gebaut werden kann, zum Schnäppchen.

https://taz.de/Offshore-Windkraft/!6203798/

Bearbeitet ( von phantomas)

Vor einer Stunde, phantomas schrieb:

Der Offshore-Windpark ohne Subventionen ist ein politisch gewolltes Projekt. Er sollte zeigen, dass Windkraft auch ohne Subventionen rentabel ist.

Nun zeigt sich das Gegenteil : Die EnBW gibt andere solche Projekte auf, beklagt hohe Kostensteigerungen und fordert eine Reduzierung des Ausbaus der Windkraft. Offiziell glaubt man natürlich weiter an die Rentabilität des Projekts.

Frau Reiche hat ja ebenfalls gehofft, dass man Erneuerbare nach 25 Jahren nun ohne Subventionen ausschreiben kann. Ergebnis : keine Interessenten. Auch die EnBW will natürlich keine solchen Windparks mehr betreiben.Andere Investoren haben sich längst zurückgezogen.

Das Projekt der EnBw kostet ja 2,4 Milliarden. Lebensdauer 20-25 Jahre. Da wird jeder SMR, der Strom rund um die Uhr liefert und überall gebaut werden kann, zum Schnäppchen.

https://taz.de/Offshore-Windkraft/!6203798/

Ein SMR kann und wird nicht überall gebaut werden können und gewollt werden.

2,5 Milliarden? Wers glaubt.

Der verlinkte TAZ Artikel geht auf EnBW 0,0 ein. Es ist nur allgemein davon die Rede, dass Investoren verunsichert sind, bzw. Ihre Rendite absaufen sehen.

Immerhin hat der deutsche Staat ( ähnlich wie beim Mobilfunkhype - incl. späterem Augenreiben) daran gut verdient.

Wenn’s bei Offshore so läuft, wie beim Mobilfunk, wird es noch ein gutes Geschäft.

Hier was zu den Windparks, welche schon komplett am Netz sind:

Nordsee Windparks EnBW Hohe See und Albatros
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Nordsee Windparks EnBW Hohe See und Albatros | EnBW

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren neuen Offshore-Windpark-Projekten in der Nordsee, EnBW Hohe See und Albatros.

und die generelle Übersicht:

Offshore-Windparks
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Offshore-Windparks | EnBW

Windkraftanlage auf See: Was tragen Offshore-Windparks zur Energiewende bei? Welche Vorteile haben sie? Jetzt mehr erfahren!

Anbei ( hättest du - also Phanti- beim entsprechend früher gesetzten Link auch nachlesen können) gibt es mit der Industrie langfristige Abnahmeverträge. Die Manager bei EnBW sind auch nicht blöd.

Alle mitsingen bitte: So ein Akw ist lustig, so ein AKW macht Spaß...
und wieder ein Batzen Geld sinnlos verstrahlt....

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Drohneneinschlag Anfang 2025: Bundesregierung verspricht...

Die Hülle des ehemaligen Atomkraftwerks ist seit einem Drohneneinschlag beschädigt. Bundesumweltminister Schneider stellt nun Gelder für die Sanierung bereit – erwartet aber auch einen Beitrag von and
21 Stunden her, magoo schrieb:

Wer sollte denn so blöd sein ein AKW mit allen Risiken und Kosten zu übernehmen? Da wirst du niemanden finden der dir deine Story von den abenteuerlichen "Gewinnen" abnimmt. Du selber forderst ja vom Staat bittschön billigen Strom für deine sonst so selbstherrlich libertäre Welt die wo angeblich alles besser regelt.

Vor 20 Minuten, SeppCx schrieb:

Alle mitsingen bitte: So ein Akw ist lustig, so ein AKW macht Spaß...
und wieder ein Batzen Geld sinnlos verstrahlt....

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Drohneneinschlag Anfang 2025: Bundesregierung verspricht...

Die Hülle des ehemaligen Atomkraftwerks ist seit einem Drohneneinschlag beschädigt. Bundesumweltminister Schneider stellt nun Gelder für die Sanierung bereit – erwartet aber auch einen Beitrag von and

Würde ich von den eingefrorenen russischen Geldern bezahlen. Dann spüren die Russen, dass Zerstörung Folgen hat.

Zeit: 18.8.2026 um 12:13, Ebby Zutt schrieb:

Der verlinkte TAZ Artikel geht auf EnBW 0,0 ein. Es ist nur allgemein davon die Rede, dass Investoren verunsichert sind, bzw. Ihre Rendite absaufen sehen.

Immerhin hat der deutsche Staat ( ähnlich wie beim Mobilfunkhype - incl. späterem Augenreiben) daran gut verdient.

Wenn’s bei Offshore so läuft, wie beim Mobilfunk, wird es noch ein gutes Geschäft.

Hier was zu den Windparks, welche schon komplett am Netz sind:

Nordsee Windparks EnBW Hohe See und Albatros
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Nordsee Windparks EnBW Hohe See und Albatros | EnBW

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren neuen Offshore-Windpark-Projekten in der Nordsee, EnBW Hohe See und Albatros.

und die generelle Übersicht:

Offshore-Windparks
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Offshore-Windparks | EnBW

Windkraftanlage auf See: Was tragen Offshore-Windparks zur Energiewende bei? Welche Vorteile haben sie? Jetzt mehr erfahren!

Anbei ( hättest du - also Phanti- beim entsprechend früher gesetzten Link auch nachlesen können) gibt es mit der Industrie langfristige Abnahmeverträge. Die Manager bei EnBW sind auch nicht blöd.

Richtig, die Manager sind nicht blode und haben alle weiteren solche Projekte gestoppt.

Vor 34 Minuten, SeppCx schrieb:

Batzen Geld

Aus dem Artikel:

Nach einem Drohneneinschlag vor rund anderthalb Jahren benötigt die Schutzhülle eine umfassende Sanierung. Die Kosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt…

Zu EnBW gibt es differenziertenAuasagen ( wenn man sie denn lesen will/ kann):

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Größter Windpark, kleinere Ziele: EnBW widerspricht der e...

Parallel zur Inbetriebnahme fordert EnBW-Vorstandschef Georg Stamatelopoulos eine Kurskorrektur bei den staatlichen Ausbauzielen. „Wir müssen die Bezahlbarkeit im Auge behalten“, sagte er laut FAZ. Die Situation habe sich dramatisch verschlechtert, Turbinen, Logistik und Kabel seien im Fünf-Jahres-Vergleich um 30 bis 40 Prozent teurer geworden. Sein Vorschlag: Lasst uns erst einmal 55 Gigawatt bauen und dann sehen wir weiter. Das gesetzliche Ziel der Bundesregierung liegt bei 30 Gigawatt bis 2030 und 70 Gigawatt bis 2045...

Zwischen dem heutigen Ausbaustand, dem selbst gesteckten Zwischenziel von Stamatelopoulos und den gesetzlichen Vorgaben der Regierung liegt also eine erhebliche Lücke, die sich nicht allein mit gutem Willen schließen lässt. Wie it boltwiseeinordnet, lassen sich Kostensteigerungen dieser Größenordnung nicht einfach wegplanen: Sie drücken die Rendite, erhöhen nötige Einnahmen oder verschieben Zahlungen in die Zukunft. Gerade weil He Dreiht ohne staatliche Förderung finanziert wurde, wiegt die Warnung des eigenen Vorstandschefs doppelt. Wer zeigt, dass es ohne Subvention geht, aber gleichzeitig langsamere Ausbauziele fordert, macht deutlich, dass das Modell der Abnahmeverträge nicht beliebig skalierbar ist.

Es braucht genügend zahlungskräftige Industriekunden, die sich langfristig binden wollen und diese Zahl ist begrenzt. Dass EnBW im Januar zwei britische Projekte, Morgan und Mona, wegen weggefallener Förderung aufgegeben und dabei 1,2 Mrd. Euro abgeschrieben hat, zeigt, wie schnell politische Rahmenbedingungen ganze Bilanzen kippen können. Der Konzern begründete den Rückzug vor allem damit, dass beide Projekte in Großbritannien zuletzt keine staatliche Förderung mehr erhalten hatten. Die Episode liefert den Kontrast zu He Dreiht: Ein Projekt funktioniert ohne Förderung, wenn Abnahmeverträge stehen, zwei andere scheitern, sobald die Förderung wegfällt und keine gleichwertigen Verträge existieren. Genau in dieser Differenz liegt der eigentliche Kern der Debatte um die Ausbauziele

Vor 9 Minuten, Ebby Zutt schrieb:

[...] Die Situation habe sich dramatisch verschlechtert, Turbinen, Logistik und Kabel seien im Fünf-Jahres-Vergleich um 30 bis 40 Prozent teurer geworden. [...]

Kann man doch alles aus Khina kaufen, mittlerweile.

Shanghai-based Envision Energy is to supply the 23 turbines for Neoen Australia’s 179 megawatt (MW) Narrogin wind farm in Western Australia’s wheatbelt, a major coup for the Chinese developer, a new player in the Australian market.

[...]

The potential shift to Envision was flagged two years ago by Neoen when it expressed frustration with the quality and pricing of existing suppliers, and the move suggests a major shakeup of the local industry which has been creaking under the pressures of rising costs, planning delays and the lack of contracts.

“We do see today … some equivalence between the quality of Chinese turbines and Western turbines and we see, of course, more competitive prices coming from those potential suppliers,” Neoen CEO Xavier Barbaro said at the time. [...]

https://reneweconomy.com.au/construction-starts-on-new-wind-farm-as-leading-developer-switches-to-new-chinese-made-turbines/

Nicht nur in "gut und billig", sondern auch in "groß":

The first wind turbines to be sent to Australia by Chinese manufacturer Envision Energy have set sail, bound for Port Hedland in Western Australia and to the first wind project to be built by iron giant Fortescue as it chases its goal of reaching “real zero” emissions by the end of the decade.

The Envision EN-182/7.8 megawatt (MW) wind turbines will be the most powerful yet seen in Australia, and will also be the first delivery by the Chinese manufacturer in the Australian market.

They will be installed in the Pilbara with the help of ground-breaking “self-lifting” technology developed by Spain’s Nabrawind, now owned by Fortescue itself.

The self-lifting technology allows for smaller foundations, less concrete, smaller cranes and lower costs – and is particularly important for remote areas such as the Pilbara, and where the extreme summer heat can make such installations very difficult.

A total of 17 Envision turbines will be used for the 132 MW Nullagine wind project, which is likely to be followed by a much bigger installation at the neighbouring Bonney Downs facility to take total wind capacity to more than 800 MW.

https://reneweconomy.com.au/biggest-ever-turbines-set-sail-for-australia-headed-for-fortescues-first-wind-project-in-pilbara/

Vor 12 Minuten, schwinge schrieb:

aus Khina kaufen

Ik hör die Deindustriealisierung trapsen 😱

Ach so, selbst das was vor deutschen Küstten steht, das kommt sowieso nicht aus D 😂

Na, dann

132 MW Windpark sind immerhin schon ordentlich, damit können sie ein paar Kängurus antreiben ( oder so)

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)

Es läuft. Der Bürgermeister von Raguhn-Jeßnitz hat bei der Landesregierung Sachsen-Anhalt die Zuschüsse für neue leistungsstärkere Windkraftanlagen (aka Windmühlen der Schande) beantragt. Der Beschluss für einen 3 ha Batteriepark mit 250 MW Speicherkapazität ist im Stadtrat ebenfalls schon durch.

Geht doch.

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