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"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

vor 4 Minuten schrieb Andreas Strunk:

 Und bei den Kosten der Wärmepumpe fehlt die Förderung.

nö, die scheinen schon berücksichtigt. nachbar hat schon kurz vor der krise umrüsten lassen, da blieben nach förderung noch 24k. wenns jetzt ein paar % mehr förderung geben sollte, machte das den kohl auch nicht wesentlich magerer.

vor 25 Minuten schrieb frommbold:

wer allerdings glaubt, damit jetzt generell geringere heizenergiekosten realisieren zu können, hat objektive fakten möglicherweise falsch interpretiert.

Kann man das bei einer Wärmepumpe exakt voraus errechnen? Bei der Therme kennt man über Jahre den Verbrauch, bei der WP ist es die vermutetete JAZ,welche größer sein sollte als das Verhältnis von Strom-zu Gaspreise.

Den Effizienzsprung der WP von 200% auf Leistungs Zahl 5 konnte bzw. wollte hier auch keiner erklären.

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vor einer Stunde schrieb ajkon1:

Und wieviel Atom Müll ?

Null zusätzlichen.

vor einer Stunde schrieb Ebby Zutt:

Wie schlecht das Wetter ist und wie wenig Speicher wir haben 😂

Wetter können wir nicht beeinflussen, Speichermedien sind nicht in Sicht.

vor 44 Minuten schrieb Ronald:

Kann man das bei einer Wärmepumpe exakt voraus errechnen? n

die herstellerangaben sind laborwerte (die besagen über den tatsächlichen wirkungsgrad ebensoviel, wie die abgas- oder verbräuche bei der zulassung einer neuen autoserie. sie erlauben lediglich vergleiche mit anderen fabrikaten, aber wenig über den einzelfall. schau bei spritmonitor, wie unterschiedlich die verbräuche identischer fahrzeuge variieren können.

sicherlich existiert software, die die verbauer schon zur dimensionierung der anlage verwenden. exakt ist dabei allerdings gar nichts, das ganze basiert auf näherungswerten.

die wesentlichen faktoren des wirkunggrades sind notwendige vorlauf- und aussentemperatur. für mich sind w55 irrelevant. meine heizkurve ist so eingestellt, dass ich in den letzen jahren mit max 47 grad hingekommen bin, aktuell sinds nur anfang, mitte 30. somt variiert der wirkungsgrad ganz erheblich. was meine anlage betrifft: die 3 monate, in denen die hälfte des heizenergiebedarfs anfällt, ist gas (auch bei einem kalkulatorischen aufschlag von 10% für abgasverlust und stromverbrauch) immer noch billiger als der stromverbrauch der wp. über die periode betrachtet - am neujahtrstag galt das dieses jahr natürlich nicht!  in wieweit man auch in den kalten monaten milde aussentemperaturen ausnutzen kann, hängt wiederum  von den speichermöglichkeiten ab. diese ermöglicht es es dann beispielsweise, die heizung nur tags (und nicht in den noch kälteren nächten zu heizen oder gar noch einen heizstab zuzuschalten).

immerhin lagen meiner pumpe nicht nur die genannten werte bei, sondern auch noch die kurven, aus ich den wirkungsgrad auch bei realen bedingungen in etwa ablesen kann.

der exakten reale jahreswirkungsgrad lässt sich nur im nachhinein als quotient aus wärmemenge und verbrauchten kw errechnen. bei vielen pumpen ist diese option in der software bereits enthalten. bei einigen zeigen sich allerdings auch deutliche abweichungen zwischen interner abrechnung und den resultaten aus zusätzlich angebrachten, externen zählern. das mag jetzt jeder interpretieren wie er mag.

vor 2 Stunden schrieb phantomas:

Null zusätzlichen.

Der vorhandene ist auch schon zuviel.

vor 2 Stunden schrieb phantomas:

Wetter können wir nicht beeinflussen, Speichermedien sind nicht in Sicht.

Sogar der AKW-Umarmer im Forum sieht also, was jetzt zu tun ist. Speicher ausbauen. Dafür ist dann auch politischer Wille da, sobald Söder endlich ausgeflennt hat.

Um mal den Blick auf die Schweiz zu lenken: So langsam dämmert einigen hier, dass wir mehr Photovoltaik und Windenergie brauchen, aber bis das wird, sinds noch Jahrzehnte. Derweil ist relativ klar, dass bis in 5 oder 6 Jahren die Hälfte des Atomstroms wegfällt. Da hilft dann auch nicht, dass man schon immer in etwa so viel erneuerbaren Strom hatte, wie Deutschland jetzt hat. Dafür gabs ja auch bis jetzt keine ernsthaften Bemühungen in Richtung Energiewende beim Strom.

Für mich sieht das so aus, als ob die Schweiz erst den einen oder anderen grösseren Stromausfall erlebt haben muss, ehe man mal vorwärts macht mit allem was ausser AKW und fossilem Strom geht. Umso mehr, als der Ausstieg auch aus Öl- und Gashheizungen in vielen Kantonen bereits rechtliche Realität ist, oder zumindest planungssicher ist, dass man nicht mehr einfach so Öl- oder Gasbrenner verbauen darf.

Vergleiche ich das mit der Situation in D, dann steht man dort als Musterknabe da. Dem Rest Europas wird das klar, wenn auch der letzte AKW-freak zugeben muss, dass man die Dinger nicht mehr schnell genug bauen kann, um ohne Stromproblem in den nächsten 20 Jahren dazustehen. Dann wirds zu spät sein. Für alles. Dann wird man im Winter den Dieselgenerator ausm Keller holen, weil die AKW werdens nicht machen können.

Die Schweiz hat genau das als Notfallplan: Bei Strommangellage sollen vorhandene Notstromanlagen erstmal ans Netz gehen, bevors dann zum Stromausfall kommt. Das kostet nur schon als Plan einen Haufen Geld, denn man muss in der Regel Akteure der Privatwirtschaft, die die Anlagen ja für sich selber gebaut haben, davon überzeugen, die jederzeit auf Anforderung von aussen zu starten, und muss den Verschleiss und die übrigen Betriebskosten abgelten. Recht kleinteilig, denn es geht da um ein paar hundert Anlagen, bis man auch nur ein AKW-Äquivalent hätte. Als Notnagel sicher ok, aber im Grunde ist es das Eingeständnis, dass man staatlicherseits schlicht nicht weiss, wie man eine mögliche, und irgendwann sichere Stromlücke sichern soll.

Es ist aber immerhin meistens so, dass man sich in der Schweiz bewegt, wenn wirtschaftlicher Schaden droht. Es kann also sein, dass es dann auf einmal schnell geht mit einem Windpark, wenn Max Mustermann mal eingesehen hat, dass sein Arbeitsplatz dran hängt, und es kann auch sein, dass dann das Ortsbild und der Denkmalschutz und noch anderes mehr als nicht überzeugendes Argument gegen erneuerbaren Strom erkannt wird... Man wird sehen.

Wenn alle in Europa so blauäugig sind, wie wir in der Schweiz wirds aber mehr als eng. Deshalb ist das gar nicht so schlecht, dass Deutschland da ein, zwei Schritte weiter ist als der Rest des Kontinents.

Ich schätze, Frankreich wird das zu Zeiten des nächsten Präsidenten zugeben müssen. Nur so als Beispiel.

Was wird, wenn nochmal ein AKW-Unfall passiert, irgendwo auf der Welt? Naja, einfacher wird das dann auch nicht, für die, die einfach mal so davon ausgehen, man könne einfach weiter AKW bauen. Auch dann nicht, wenn man an sich das Fachwissen und die Zeit eingeplant hätte, um das zu schaffen, was in keinem Staat Europas zutrifft.

Nur zum besseren Verständnis : Niemand plant in D den Neubau von AKWs. Die Kritik richtet sich ja gegen das frühzeitige Abschalten der AKW und den Rückfall auf fossile Energien.

Die Schweiz ist bezüglich Speichermmedien viel weiter wie wir hier. Das ist aber natürlich auch keine Kunst.

Hat eigentlich schon mal irgend jemand durchgerechnet, ob es in Deutschland überhaupt möglich wäre, zu 100% auf Solar- und Windkraft zu setzen? Nach meinem Verständnis (und ich bin da kein Fachmann) muss es doch so laufen, dass bei Wind und Sonne Strom erzeugt wird. Da das nicht gleichverteilt ist, braucht man ein Speichermedium. Bekannt sind mir klassische Batteriespeicher oder die Möglichkeit mit überschüssigem Strom Wasserstoff zu erzeugen und den dann im Bedarfsfall wieder zu Strom zu verbrennen. Haben wir genug Flächen, um uns wirklich selber zu versorgen? Oder begeben wir uns dann wieder in neue Abhängigkeiten?

vor 2 Stunden schrieb GuenniTCT:

Hat eigentlich schon mal irgend jemand durchgerechnet, ob es in Deutschland überhaupt möglich wäre, zu 100% auf Solar- und Windkraft zu setzen? Nach meinem Verständnis (und ich bin da kein Fachmann) muss es doch so laufen, dass bei Wind und Sonne Strom erzeugt wird. Da das nicht gleichverteilt ist, braucht man ein Speichermedium. Bekannt sind mir klassische Batteriespeicher oder die Möglichkeit mit überschüssigem Strom Wasserstoff zu erzeugen und den dann im Bedarfsfall wieder zu Strom zu verbrennen. Haben wir genug Flächen, um uns wirklich selber zu versorgen? Oder begeben wir uns dann wieder in neue Abhängigkeiten?

Das Zauberwort dazu heisst "Europäisches Verbundnetz". Deswegen wärs so wichtig gewesen, die grossen Stromtrassen eben ausgebaut zu haben. Die bringen den Strom nämlich von da wo grad Wind und Sonne sind dahin, wo nicht und deshalb zu wenig Strom. Das wäre ein eleganter Weg, um weniger von den teuren Speichertechnologien zu brauchen.

Das schafft im übrigen nicht mehr Abhängigkeit, als jetzt schon besteht. Ohne das Verbundnetz hätte es Deutschland nämlich nicht geschert, dass seit letztem Sommer nur die Hälfte der Französischen AKW arbeiteten. Dafür hätte man wahrscheinlich noch mehr unter dem Gasmangel gelitten.

Will man autark bleiben, dann führt das immer zu teuren Insellösungen, ob mit oder ohne AKW. Mit, weil man dann die Last im Zweifel über den Kühlturm ausgleicht, also Dampf produziert, der zwar Kernbrennstoff kostet und die Anlage belastet, aber kein Geld bringt. Ohne, weil man dann nicht ohne Speicher auskommt, oder den Bedarf so auslegen muss, dass Stromausfälle toleriert werden. Glas oder Stahl Schmelzen wird dann schwierig, und Banken und Spitäler werden auch teurer, weil die einen gewissen Anteil an Dieselstrom aus Klein- und Kleinstanlagen in die Betriebskosten einrechnen müssen, und wahrscheinlich wird auch das Benzin teurer, nicht nur weil Brennstoff für Generatoren gebraucht wird, sondern weil eine Tankstelle ohne Notstrom keinen Sinn macht. Das gibt es in D und CH heute so gut wie gar nicht. Und die Last steuern ist auch nicht zum Nulltarif zu haben und nur begrenzt möglich. Smartmeter und Lastabwurf-fähige Installationen muss man schliesslich auch erstmal haben. Selbst, wenn einer Wärmepumpe oder einem Boiler oder einer Waschmaschine wahrscheinlich grundsätzlich egal ist, ob sie ein oder zwei Stunden aussetzen müssen, damit genug Strom da ist. Die beiden einzigen Waschmaschinen in einem 18-Parteien-Mietshaus hingegen können nicht einfach mal 2h Pause machen. Jedenfalls nicht in Ländern wie der Schweiz, wo es keine Waschsalons mehr gibt.

Das Verbundnetz reduziert aber immerhin tagelange Dunkelflauten auf ein Mass, dem man vielleicht zumindest annähernd mal beikommen kann. Dann kann man ja auch Gewohnheiten ändern. Ehe man absehbar eine Woche im Schneereichen Winter auf Strom verzichtet, räumt man dann im Zweifel halt den Schnee von den PV-Panels auf dem Dach... so wie man heute ab 1m Schneehöhe auch die Dächer räumt, damit sie unter der Last nicht einbrechen.

Man wird aber für den Langzeitausgleich, der über 48h oder so hinaus geht, wohl auf Wasserstoff und alles andere was geht setzen müssen. Allerdings nicht so, wie sich das Politiker wohl gerade vorstellen, indem man Gasbrenner einfach mit Wasserstoff betreibt, und so Gaskraftwerke von heute weiter nutzt, sondern eher über Brennstoffzellen, wegen besseren Wirkungsgrads. Ob das dann mit vor Ort produziertem Wasserstoff oder welchem aus z.B. Wüstenstaaten passiert, ist wohl eine Standortfrage. Investieren muss man also schon, aber vielleicht nicht mehr in die ganz grossen Gigawattanlagen, wie sie die AKW waren, sondern eher dezentral. Ich glaube aber, es wird auch eigentliche Speicherwerke geben. Etwa aus alten Auto-Akkus. Auch wenn die weniger als 80% ihrer ursprünglichen Leistungsfähigkeit haben, wären die noch gut genug für die stationäre Anwendung, und vermutlich günstig zu kriegen, da das Einschmelzen ja auch wieder - dann erneuerbare - Energie braucht, und also auch teuer wäre, so dass man sie erstmal wohl lieber fast gratis für ein Speicherwerk verkauft, statt zu entsorgen.

vor 7 Stunden schrieb phantomas:

Speichermedien sind nicht in Sicht.

grobe Fehleinschätzung. Allein Tesla baut grade die 2. Fabrikbfür Großspeicher. Die Autohersteller sind auch wach usw…

vor 3 Stunden schrieb GuenniTCT:

mit überschüssigem Strom Wasserstoff zu erzeugen und

den ins vorhandene Gasnetz einspeisen. (z.B.)

vor 35 Minuten schrieb bluedog:

Das Zauberwort dazu heisst

Dezentralisierung & EVU in Bürgerhand!

vor 8 Stunden schrieb GuenniTCT:

Hat eigentlich schon mal irgend jemand durchgerechnet, ob es in Deutschland überhaupt möglich wäre, zu 100% auf Solar- und Windkraft zu setzen? Nach meinem Verständnis (und ich bin da kein Fachmann) muss es doch so laufen, dass bei Wind und Sonne Strom erzeugt wird. Da das nicht gleichverteilt ist, braucht man ein Speichermedium. Bekannt sind mir klassische Batteriespeicher oder die Möglichkeit mit überschüssigem Strom Wasserstoff zu erzeugen und den dann im Bedarfsfall wieder zu Strom zu verbrennen. Haben wir genug Flächen, um uns wirklich selber zu versorgen? Oder begeben wir uns dann wieder in neue Abhängigkeiten?

Wir haben weder die Speicher. die Netze noch die Anlagen zur Wasserstoffproduktion. Wenn wir den aktuellen Bestand der Erneuerbaren verachtfachen, dann können wir zwischen 10 und 20 Prozent des benötigten Wasserstoffs hier in D selbst herstellen. Der Rest ist Import.

Wasserstoff speichern ist in den Mengen, die eine Volkswirtschaft benötigt, schlicht illusorisch. Schon deshalb brauchen wir dann den Import, dieser wird die Speicher entlasten.

Wichtig ist vor allem, wie hoch der Bedarf der Industrie sein wird. Das ist sehr schlecht zu prognostizieren. Momentan ziehen sich ganze Bereiche der Industrie aus D zurück, das entlastet den Strombedarf.

vor 4 Stunden schrieb Ebby Zutt:

grobe Fehleinschätzung. Allein Tesla baut grade die 2. Fabrikbfür Großspeicher. 

Wieviele Sekunden oder Minuten kann D so mit Strom versorgt werden? 

Speichermedien in den Größenordnungen einer Volkswirtschaft sind nicht in Sicht. Im Gegenteil, durch das EEG wurden Pumpspeichermedien unwirtschaftlich, hier in BaWü wurden sie dazu auch politisch verhindert.

Aber auch riesige Pumpspeicher dienen nur zur Glättung der Spitzenlast.

vor 28 Minuten schrieb phantomas:

Pumpspeichermedien unwirtschaftlich, hier in BaWü wurden sie dazu auch politisch verhindert.

Aber auch riesige Pumpspeicher dienen nur zur Glättung der Spitzenlast.

Das hast du gefühlte 100 mal beweint, nützt aber nix. Das ist ähnlich deiner geliebten Strahlenemitenten: Genehmigungs & Bauzeiten, kosten- und wartungsintensiv. Hier am Edersee gibt’s 2 Hochbecken; Bauzeit je 3 Jahre.
dazu braucht’s noch die passende Landschaft zum auf- und ab, da kannst du oben gleich 4 Windräder hinstellen, die dauerleistung liefern.
Und mit den Speichern, hatte ich auch schon näher beleuchtet, wo die Entwicklung hin geht.

https://www.pv-magazine.de/marktuebersichten/grosse-batteriespeicher/#Datenbank

und:

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/batterie-die-groessten-energiespeicher-der-welt/

Mit einem Wirkungsgrad von rund 80 bis 90% sind Batteriespeicherkraftwerke effizienter als Druckluft- oder Pumpspeicher. Seit 1991 sind die Kosten für Lithium-Ionen-Akkus außerdem um rund 97% gesunken und dieser Trend hält weiter an. So rückt auch die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte immer mehr in den Fokus…

auf Platz 2 der Liste ( der größte ist erst 2025 - aber immerhin- am Netz):

Mit 50 MWh Kapazität und Spitzenleistungen von 48 MW reiht sich der Batteriespeicher Jardelund im Kreis Schleswig-Flensburg auf Platz 2 ein. Im Jahr 2018 fertiggestellt, soll der Speicher primär dazu dienen, Regelleistung zur Verfügung zu stellen, um die Netzstabilität zu sichern. Erbaut wurde die Anlage jedoch auch mit dem Hintergedanken Speichern statt verlieren. Das heißt, Windkraftenergie kann jederzeit eingefangen und bei Bedarf ins Netz einspeist werden. Verbaut sind bei diesem Speicher rund 10.000 einzelne Lithium-Ionen-Batterien, die ansonsten notwendige Gas- oder Kohlekraftwerke überflüssig machen.

Da müsste auch ein Bericht über offshorespeicher zu finden sein; aktuell im Dauertest (& sieht gut aus). Betonbehälter ( kugelförmig) werden tief im Meer verankert und mit Windstrom leer gepumpt, wird Energie gebraucht, funktioniert die Pumpe als Generator, wenn der Wasserdruck die Kugel füllt. Fast so simpel wie Kernspaltung 😂

Die Frage ist, wie hoch ist dein Tellerrand, bzw. kannst du Klimmzüge?

Nachsitzen: die HNA berichtete 1995 über meine (1.) PV* und schrieb:
„… Solche Anlagen werden niemals Großkraftwerke ersetzen können…“ 

*das hatte ich vor ein paar Seiten zwar schon geschrieben, aber für die „wieheißtdieKrankheitwennmanjedenTagdiegleichenLeuteneukennenlernt“ Fraktion gern nochmal.

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)
Ergänzt

vor einer Stunde schrieb phantomas:

Speichermedien in den Größenordnungen einer Volkswirtschaft sind nicht in Sicht. Im Gegenteil, durch das EEG wurden Pumpspeichermedien

Was sind Pumpspeichermedien?

Ist das dann, wenn Wendehälse wie Söder mit Medien zusammenspannen? So dass die Windmaschine, die daraus entsteht, bei Bedarf in beide Richtungen durch den Blätterwald luftpumpen kann?

Ich frag ja nur.

vor 14 Stunden schrieb ACCM Claude-Michel:

Ob Brennwert oder Wärmepumpe, wichtig ist, dass die Rücklauftemperatur so gering wie möglich ist.

Das stimmt so nicht. Brennwertgeräte brauchen niedrige Rücklauftemperaturen, um das Wasser aus dem Abgas auszukondensieren, korrekt. Wärmepumpen hingegen ist (theoretisch) die Rücklauftemperatur völlig egal, in den Carnot-Wirkungsgrad geht nur die Vorlauftemperatur ein. Die muss also so weit gesenkt werden wie möglich. Damit wird klar, dass deine Vorschläge in Verbindung mit Wärmepumpen nur so mittel effizient sind. Bei

Man kann auch mit Heizkörpern auf vernünftige Arbeitszahlen kommen. Ein klassischer Fall ist, das Haus zu dämmen ohne die Heizkörper zu tauschen. Lüfter in die Heizkörper einbauen hilft auch.

Bei einer Kombination von Fußbodenheizung und Heizkörpern lohnt es sich, darüber nachzudenken, die Heizkörper und die Fußbodenheizung abwechselnd zu beheizen, falls man die Heizkörpervorlauftemperaturen nicht mit o.g. Tricks weit genug gesenkt bekommt. Mit Speicher für die Heizkörper um die FBH-Zeiten zu überbrücken. Die FBH ist in sich träge genug, da würde ich keinen Speicher vorsehen.

vor 10 Stunden schrieb GuenniTCT:

Hat eigentlich schon mal irgend jemand durchgerechnet, ob es in Deutschland überhaupt möglich wäre, zu 100% auf Solar- und Windkraft zu setzen? Nach meinem Verständnis (und ich bin da kein Fachmann) muss es doch so laufen, dass bei Wind und Sonne Strom erzeugt wird. Da das nicht gleichverteilt ist, braucht man ein Speichermedium. Bekannt sind mir klassische Batteriespeicher oder die Möglichkeit mit überschüssigem Strom Wasserstoff zu erzeugen und den dann im Bedarfsfall wieder zu Strom zu verbrennen. Haben wir genug Flächen, um uns wirklich selber zu versorgen? Oder begeben wir uns dann wieder in neue Abhängigkeiten?

das frag ich mich auch. heize ich artig mit meiner wp, werden das wohl so 3000 bis 3500 kw extra. hinzu kommen dann noch weitere 2 bis 3000 kw fürs e-mobil. mein zukünft(ger  privater strombedarf, der nicht all zu weit vom durchschnitt abweichen dürfte, wurde sich dann (meine vor-pv-zeit als basis) verviereinhalbfachen. dachflachenbesitzer können zwar einen teil davon selbst erzeugen, doch trifft das nur auf einen teil der bevölkerung zu, so dass sich der gesamte strombedarf trotzdem vervielfachen wird. den dann (wenigstens zum großteil regenerativ zu erzeugen, wird vermutlich eine recht sportliche herausforderung.

vor 1 Stunde schrieb bluedog:

Was sind Pumpspeichermedien?

Ist das dann, wenn Wendehälse wie Söder mit Medien zusammenspannen? So dass die Windmaschine, die daraus entsteht, bei Bedarf in beide Richtungen durch den Blätterwald luftpumpen kann?

Ich frag ja nur.

Das weltweit leistungsfähigste Pumpspeicherkraftwerk ging letztes Jahr in der Schweiz in Betrieb:

Nant de Drance – Wikipedia

zur Einordnung: wenn die Speicher dort ganz gefüllt sind, könnte man damit Strom für 20-30 Minuten in D produzieren.

Die Jahresproduktion würde etwa 0,5 Prozent unseres aktuellen Strombedarfs decken.

Eindrucksvolle Zahlen, dennoch kann damit keinerlei Grundlast abgedeckt werden. Als Ersatz von Gaskraftwerken aber gut geeignet,

Batteriespeicher sind dagegen Spielzeug. Zumal richtig große solcher Speicher standortmäßig neben bestehende Kraftwerke und deren Infrastruktur  gebaut werden müssen.

vor 1 Stunde schrieb phantomas:

Zumal richtig große solcher Speicher standortmäßig neben bestehende Kraftwerke und deren Infrastruktur  gebaut werden müssen.

Wieso? Gibt’s nur da ein Leitungsnetz?
( wer sprach hier mal von Knotenpunkten…)

 

vor 1 Stunde schrieb phantomas:

Als Ersatz von Gaskraftwerken aber gut geeignet,

Nee mein lieber, die Gaskraftwerke ( in Zukunft Wasserstoff - so verfügbar) sind ideal um die Differenzen zu Solar & Wind auszugleichen , bis wir von letzteren genug haben.
Also Wind und Sonne = Grundlast, Speicher in den Häusern sind Nachtpuffer und die Gaser machen den Rest.

vor 3 Stunden schrieb frommbold:

das frag ich mich auch

Ja, aber die Milchzahnrechnung geht so nicht auf. Fährst du Verbrenner, kommen die kW umständlich aus der Tankstelle ( sagen wir mal 6l/100 = ~72 kW/100) und kommt der aus der Wallbox liegst du bei 15 - 20 ( es sei denn du fährst Freizeitpanzer).
Mithin geht’s um die Betrachtung des Gesamtsystems. Steigst du z. B. (Weil sich es anbietet) auf das 49€ Ticket um - so für die täglichen Wege…

Und letztlich gilt natürlich immer noch, wir in D verbrauchen zu viel.

edit 15:00
heite 3 Brote gebacken, Auberginen- Kartoffelauflauf danach gleich durch den Ofen; 2 Waschmaschinen gewaschen und: Der Speicher ist jetzt wieder voll, trotz durchwachsenem Wetter

Bearbeitet ( von Ebby Zutt)
Steht drin

Am 16.4.2023 um 01:04 schrieb phantomas:

Und dann wundern sich die Grünen darüber, warum das Vertrauen in die Politik so stark schwindet.

Nö, eigentlich nicht.

Bundestagswahl 26.9.2021

Grüne (AKW-Gegner): 14,8%
FDP (AKW-Befürworter): 11,5%

Sonntagsfrage 15.4.2023 (Emnid):

Grüne (AKW-Gegner): 17%
FDP (AKW-Befürworter): 8%

 

Am 16.4.2023 um 10:13 schrieb phantomas:

Steigende Baukosten der AKWs sind sicher nicht das Problem. Sonst würde man keine neuen AKWs bauen.

Genau, wenn es auf die Kosten ankäme, würde man keine neuen AKWs bauen. 😉

Solange der Staat alle Kosten übernimmt (wie in Frankreich), kümmert es den Stromkunden erst, wenn er drauf kommt, dass ja er selbst der Staat ist.

 

vor 18 Stunden schrieb Ronald:

Kann man das bei einer Wärmepumpe exakt voraus errechnen?

Nein, nicht exakt. Aber so genau, dass einen eine reale Abweichung weder arm noch reich macht.

Man kann ziemich genau den Wärmebedarf bestimmen und in Kombination mit der NAT kann man den Strombedarf einer WP berechnen. Plusminus 5%.

vor 14 Stunden schrieb GuenniTCT:

Hat eigentlich schon mal irgend jemand durchgerechnet, ob es in Deutschland überhaupt möglich wäre, zu 100% auf Solar- und Windkraft zu setzen?

Ja, schon x mal. Grob und verkürzt zusammengefasst: bei einer installierten Leistung von 100% Erneuerbaren benötigt man für Dunkelflauten noch 10 bis 20 GW installierte Leistung mit Gaskraftwerken. Dazu noch ein paar lokale Speicher (Autos und Kellerspeicher). Das wird insgesamt zu niedrigeren Strompreisen als vor dem Krieg führen.

Bearbeitet ( von -martin-)

vor einer Stunde schrieb Ebby Zutt:

Ja, aber die Milchzahnrechnung geht so nicht auf. Fährst du Verbrenner, kommen die kW umständlich aus der Tankstelle ( sagen wir mal 6l/100 = ~72 kW/100) und kommt der aus der Wallbox liegst du bei 15 - 20 ( es sei denn du fährst Freizeitpanzer).
Mithin geht’s um die Betrachtung des Gesamtsystems. Steigst du z. B. (Weil sich es anbietet) auf das 49€ Ticket um - so für die täglichen Wege…

Und letztlich gilt natürlich immer noch, wir in D verbrauchen zu viel.

für das e-auto habe ich schon die fahrstromkilowatt gerechnet, 20kw und 10 bis 15 tkm p.a. mehr als die hälfte der km geht für betrieb und instandhaltung der mietshäuser drauf.

fürs alltägliche brauche ich gar kein auto: marktplatz, bahnhof, krankenhaus und ärzte, park oder gegenüber die endlose wildnis sind in 500 m fußläufig zu erreichen. schwergewichte einkäufe erledige ich grundsätzlich auf dem heimfahrten - und das nicht erst seit kriegsausbruch. das 49er ticket bringt mir folglich kaum etwas.

obwohl meine fz auch mit 4,5 litern auskommen, wird der durisotti schon der nachhaltigkeit halber im nächsten sommer umgerüstet. komlpettsätze gibs fast gleich um die ecke (e-drive-solution.de), alles tüv-zertifizierte komponenten und eine wohlwollende tüv-station, die solche umbauten gern einträgt. nur irgendwie schayce, wenn man dann zig qm pv auf dem dach hat und an der säule tanken muss.

Ich halte die Einschätzung mit den sinkenden Strompreisen für arg optimistisch bei dem geplanten stetig steigenden Bedarf durch Wärmepumpen und Elektroantrieb. Man schafft ja derzeit nicht einmal annähernd den aktuellen Bedarf regenerativ abzudecken. Die Idee gerade im Winter den Bedarf vom Ausland decken zu lassen wenn die alle selbst Einbrüche bei der Erzeugung haben, halte ich für gewagt, das ist eine Hypothek auf Zukunft und Abhängigkeit, gepaart mit Wohlwollen derjenigen, die uns finanziell wohl einiges kosten wird.

vor 3 Minuten schrieb Manson:

Man schafft ja derzeit ...

Ich schrieb ja auch nicht von "derzeit", sondern von dem Zeitpunkt, ab dem wir 100% installierte Leistung als EE haben werden. Voraussichtlich so ab 2040 oder 2050.

 

vor 1 Stunde schrieb Ebby Zutt:

Nee mein lieber, die Gaskraftwerke ( in Zukunft Wasserstoff - so verfügbar) sind ideal um die Differenzen zu Solar & Wind auszugleichen , bis wir von letzteren genug haben.
Also Wind und Sonne = Grundlast, Speicher in den Häusern sind Nachtpuffer und die Gaser machen den Rest.

Wind und Sonne sind nicht grundlastfähig. Speicher in den Häusern sollen im Winter welchen Stromüberschuss speichern? Wie groß muss dieser Speicher dann sein? Woher soll das Gas kommen? Industrie gibt es dann nicht mehr ?

Ach, in Niedersachsen ist das jetzt schon so weit. Wir deckten bereits 2020 rechnerisch 96% unseres Energiebedarfs mit Erneuerbaren. Trotzdem ist nur die Hälfte der hiesigen Stromerzeugung regenerativ, irgendwer muss ja fürs Licht der Südländer sorgen... Belohnt werden wir dafür übrigens mit höheren Netzentgelten als bspw in Bayern, weil wir hier die entsprechenden Leitungen gebaut haben. Aber bei den Strompreisen selbst ist so eine Regionalisierung natürlich nicht möglich :rolleyes:

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