Zu Inhalt springen
In der App anschauen

Greife bequemer auf unsere Website zu. Mehr erfahren.

André Citroën Club

Eine Vollbild-App auf dem Startbildschirm mit Push-Benachrichtigungen …

Um die App unter iOS/iPadOS zu installieren
  1. Klicke das Teilen-Symbol in Safari
  2. Wähle die Funktion Zum Startbildschirm hinzufügen aus dem Menü.
  3. Klicke Hinzufügen in der rechten oberen Ecke.
Um die App unter Android zu installieren
  1. Klicke die drei Punkte (⋮) in der rechten Ecke des Browsers.
  2. Klicke Zum Startbildschirm hinzufügen oder App installieren.
  3. Durch Klick auf Installieren bestätigen.

"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

So, so! „Die Antriebe…….“ Es wird sicher weltweit daran gearbeitet, bei Dir umme Ecke sitzt einer von ihnen. Wieviel mögen in Asien daran arbeiten?

 

vor 23 Minuten schrieb phantomas:

Wie hoch sind die Subventionen für Gas, Kohle, Wasserstoff und die Erneuerbaren in D, wie hoch sind die Subventionen für 58 AKW in F?

Frag ChatGPT , den freundlichen Recherchehelfer. 
Hier das Resumee für den letzten Teil der Frage:

"🧠 Fazit

  • Frankreichs Atomkraftprogramm ist massiv subventioniert, insbesondere über günstige staatliche Finanzierung, verdeckte Preisunterstützung und staatlich mitfinanzierte Instandhaltungsprogramme.

  • „Grand Carénage“ und Zukunftsinvestitionen (EPR‑Neubau) summieren sich auf etliche 10‑zig Milliarden Euro.

  • Die künstlich niedrigen Strompreise (ARENH / Preisdeckel) führen jedes Jahr zu Verlusten im Milliardenbereich, die letztlich vom Staat oder Stromkunden getragen werden.

  • Konservative Schätzung: jährliche Förderwirkungen im hohen Milliardenbereich, mit langfristigen Verbindlichkeiten über > 50 Mrd. €.

Wenn du möchtest, kann ich auch die Subventionen auf einzelne Reaktoren herunterbrechen oder internationale Vergleiche liefern! "

Bearbeitet ( von SeppCx)

vor 23 Stunden schrieb phantomas:

Die Ampel hat 12 Milliarden an Steuergeld in die Wasserstoffinfrastruktur versenkt, nur um festzustellen, dass es keine Nachfrage für Wasserstoffanwendungen gibt.

Die Darstellung ist falsch. Anwendung und Infrastruktur gehören in der Förderung wesentlich zusammen. Bei Thyssenkrupp Duisburg geht es beispielsweise komplett um die CO2 arme Stahlherstellung (weg von der Kohle - ist doch eigentlich auch deine Maxime). Und die Busse sind genau so Teil der Förderung wie die zugehörigen Tankstellen. Wenn es denn tatsächlich 12 Milliarden sind (viele Haushaltspositionen beschäftigen sich mit Wasserstoff), so sind sie nicht versenkt sondern investiert.

Und bedenke: Für die Produktion von Wasserstoff wird Strom benötigt. Als Anbieter von billigstem Radioaktivstrom ist das doch dein Markt. Hack lieber weiter auf Kohle, Öl und Gas herum ... ;) 

 

vor 38 Minuten schrieb phantomas:

So sieht deren Aktienkurs aus

Zeit zum Einsteigen.
Such dir was aus:

image.png.9e2cf9714ca7ba4a67d9314dccd45350.png

Dieser Sektor ist allerdings nix für schnelle Trader.
Darüber hinaus erschließt sich mir dein Verweis auf die Aktienentwicklung nicht, die hat doch kaum was mit der technologischen Entwicklung zu tun.
Hier mal ein Auszug, dazu, wohin Ballard Liefert:

https://www.urban-transport-magazine.com/ruhrbahn-und-noch-mehr-auftraege-fuer-solaris-wasserstoffbusse-in-ganz-europa/

Wasserstoffbusse von Solaris schon heute im Einsatz in Deutschland

Schon heute gibt es Wasserstoffbusse von Solaris im Linienverkehr in Deutschland. So laufen sie (in alphabetischer Reihenfolge der Betriebssitze) bei Firma Geldhauser in Brunnthal (südöstlich von München), Firma Winzenhöler im Großraum Frankfurt / Rhein-Main, bei der Regionalverkehr Köln in im Großraum Köln / Bonn, beim Verkehrsbetrieb Weimar und bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Wobei die Regionalverkehr Köln und Wuppertals WSW schon wiederholt Wasserstoffbusse beschafft haben und also sichtlich zufrieden mit dieser Antriebstechnik sind. Wuppertals WSW nennen zurzeit 20 Hydrogen-Busse ihr eigen, bei der Regionalverkehr Köln werden es schon im Frühjahr diesen Jahres über 100 sein.   

Bestellte Wasserstoffbusse von Solaris für Deutschland

Wesentlich beeindruckender sind die Zahlen der bestellten Wasserstoffbusse. So erwarten die Stadtwerke Aschaffenburg 12 Solaris Hydrogen-Busse (10 Solo- und zwei Gelenkwagen), die Rheinbahn aus Düsseldorf 10 Wagen, Duisburgs DVG ebenfalls 10 Wagen, Essens Ruhrbahn die hier besprochenen 19 Wasserstoffbusse (9 Solo- und 10 Gelenkwagen) und Krefelds SWK ebenfalls 10 Solaris Urbino hydrogen. Weitere 23 Wasserstoffbusse (davon 8 Gelenkwagen) haben die Lokale Nahverkehrsgesellschaft mbH Kreis Groß-Gerau (LNVG), 52 REBUS aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern und 5 die Hamburger Hochbahn geordert. 

Seit man bei Solaris mit dem Bau und der Auslieferung von Bussen mit Antrieb durch Wasserstoff begonnen hat, verzeichneten die Auftragsbücher in Bolechowo schon mehr als 710 Wagen mit dieser Technik für Europa. Rund 200 von ihnen stehen schon heute im täglichen Linieneinsatz (eine große Gruppe von ihnen bei der Regionalverkehr Köln), 2023 schloss Solaris allerdings mit der TPER (Trasporti Pubblicci Emilia Romagna) im italienischen Bologna einen Kaufvertrag über 130 12-Meter-Wagen. Das ist die bislang größte Order über Solaris Wasserstoffbusse. Auch die „Azienda Veneziana della Mobilitá“ hat 90 Urbino-Wasserstoffbusse in Auftrag gegeben, und zwar 75 Solo- und 15 Gelenkwagen.

Insgesamt liegen in Bolechowo zurzeit Bestellungen über Wasserstoff-Busse aus Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Schweden, der Slowakei und Spanien vor.

530 Hydrogen-Busse sind derzeit im Werk im Bau oder warten darauf, dass mit ihrem Bau begonnen wird.

Und alle mit Ballardtechnik.
( Ballard baut übrigens grade eine Gigafactory in USA, weil sie so erfolglos sind🤔)

Frage: wie haltbar waren die Motoren der 50er ( oder früherer - also aus der Zeit der Entwicklung) Jahre?

vor 1 Stunde schrieb phantomas:

https://www.deutschlandfunk.de/schon-zwoelf-milliarden-euro-an-subventionen-fuer-wasserstofffoerderung-fuer-ueber-30-firmen-104.html

Es gibt eine Nachfrage nach Subventionen, es gibt keine nach Wasserstoff, wenn eigenes Geld investiert werden muss.

Das ist in ALLEN Bereichen so ! Wenn die Wirtschaft was abgreifen kann, tut sie es ! Oder warum siedeln sich Betriebe an bestimmten Orten an ? Weil Kommunen und Länder "Anreize" bieten.

Ist aber kein deutsches Phänomen. Das ist weltweit so. Außer vielleicht dort, wo von oben diktiert wird.

vor einer Stunde schrieb magoo:

Die Darstellung ist falsch. Anwendung und Infrastruktur gehören in der Förderung wesentlich zusammen. Bei Thyssenkrupp Duisburg geht es beispielsweise komplett um die CO2 arme Stahlherstellung (weg von der Kohle - ist doch eigentlich auch deine Maxime). Und die Busse sind genau so Teil der Förderung wie die zugehörigen Tankstellen. Wenn es denn tatsächlich 12 Milliarden sind (viele Haushaltspositionen beschäftigen sich mit Wasserstoff), so sind sie nicht versenkt sondern investiert.

Und bedenke: Für die Produktion von Wasserstoff wird Strom benötigt. Als Anbieter von billigstem Radioaktivstrom ist das doch dein Markt. Hack lieber weiter auf Kohle, Öl und Gas herum ... ;) 

 

In F hat Wasserstoff bessere Aussichten als hierzulande, das stimmt. Die haben günstigen sauberen Strom und einen Stromüberschuss. Deshalb produziert ja Arcelor grünen Stahl in Zukunft auch in Frankreich und nicht in D.

Wasserstoff gibt es dort auch als Rohstoff, da wird kein Strom benötigt 

https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_100648002/frankreich-riesiger-wasserstoff-bodenschatz-in-moselle-entdeckt.html

Welchen Vorteil haben Wasserstoffbusse gegenüber Elektrobussen? Wasserstoff ist doch eigentlich nur dort sinnvoll, wo Batterielösungen nicht gehen. Beim ÖPNV sehe ich keine sinnvollen Einsatz von Wasserstoff.

Wenn Wasserstoff nachgefragt werden soll, braucht man günstigen sauberen Strom und dies in großen Mengen rund um die Uhr. Das wird es in D nicht geben.

https://www.dw.com/de/arcelormittal-stoppt-umbau-gruener-stahl-wasserstoff-treibhausgase-emission-industrie-subventionen/a-73217137

vor 12 Minuten schrieb phantomas:

Welchen Vorteil haben Wasserstoffbusse gegenüber Elektrobussen? Wasserstoff ist doch eigentlich nur dort sinnvoll, wo Batterielösungen nicht gehen. Beim ÖPNV sehe ich keine sinnvollen Einsatz von Wasserstoff.

Könntestdubeideinerfingerzuckfrequenz
leichtselbstfinden:
Da wo Wasserstoff aus industrieller Produktion als Abfallprodukt anfällt.

🤔Ach, sowas gibt’s?! Fuichbar!
Bei z.B. der Erdgasverbrennung wird H2 frei 😱 da könnten die Gaskraftwerke ja als Perpetuum Mobile - ach nee 😂

vor 1 Stunde schrieb phantomas:

In F hat Wasserstoff bessere Aussichten als hierzulande, 

In Frankreich ist grundsätzlich ALLES besser, als in Deutschland ☝️

Nicht alles aber vieles...

vor 1 Stunde schrieb silvester31:

In Frankreich ist grundsätzlich ALLES besser, als in Deutschland ☝️

Non Monsieur,

bis zu Beginn der 80er war die wirtschaftliche Entwicklung in D und F ähnlich, dann begann das sozialistische Experiment unter Mitterrand und damit eine lange Phase hoher Verschuldung, hoher Staatsquoten, hoher Eigentumsbesteuerung und Deindustrialisierung. Bis Hollande war dies so. 

Ohne ein starkes und stabiles Frankreich und Deutschland verliert Europa an Bedeutung.

 

Bearbeitet ( von phantomas)

Ich lache weiterhin nicht mit dir.

vor 7 Stunden schrieb phantomas:

.... Wir Deutschen sollten nicht immer denken, alle anderen sind dümmer als wir und können nicht rechnen.

Falsch!

Du solltest nicht immer denken, du wärst klüger als der Rest der Diskutanten hier.

Habeck-Pumpe setzt sich durch

Zitat

Im ersten Halbjahr 2025 waren Wärmepumpen erstmals die meistverkauftesten Heizungen. Die Branche warnt die Regierung, Verbraucher zu verunsichern.

 

...die meistverkauftesten...

Qualitätsjournalismus auf Kindergartenniveau. Und das in Zeiten von Autokorrektur. Unglaublich.

Bei der hohen Förderquote ist die Wärmepumpe sicherlich finanziell am attraktivsten.

Vor allem auch, weil z.b. die Fernwärme ja gerade eine Preisspirale nach oben erlebt.

 

Bearbeitet ( von phantomas)

vor 4 Stunden schrieb Juergen_:

Falsch!

Du solltest nicht immer denken, du wärst klüger als der Rest der Diskutanten hier.

Bitte zitiere mich doch mal, wo ich einem Mitstreiter Dummheit attestiert habe.

Naja, zumindest versuchst du immer wieder, die anderen Schreiber hier von deinen abseitigen und singulären Ansichten zu überzeugen. 

Dabei bleibst du oft Belege schuldig, interpretierst falsch oder behauptest einfach irgendeinen Quatsch.

OK, dann wird diese Behauptung, ich würde anderen Dummheit attestieren, schon einmal nicht mehr aufrecht erhalten. Warum sollte ich jemanden, der eine andere Ansicht als ich vertritt, für dumm halten? 

Zitiere mich, wo ich einen Quatsch behauptet habe. Oder wo ich singuläre Ansichten vertrete. Ich glaube nicht, dass die Forderung nach einer effizienten Energiepolitik und nach dem Ausstieg aus fossiler Energie eine singuläre Förderung ist.

 

Bearbeitet ( von phantomas)

Und wieder ein Fall für die Ludolfs und ihre Heavy Metal Gang:

 

vor 7 Stunden schrieb phantomas:

Bitte zitiere mich doch mal, wo ich einem Mitstreiter Dummheit attestiert habe.

Bei jeder, deiner seit Monaten anhaltenden Wiederholungen. Du bist komplett resistent gegen alles, was nicht deinem Weltbild entspricht. Eine Diskussion mit dir ist weder zielführend, noch möglich. Auf Argumente anderer gehst Du nicht ein, auf Kritik an deinen Punkten und Quellen biegst Du zu anderen Aspekten ab.

"Wir" haben sicher auch nicht 100% Recht mit allem was hier geäußert wurde, lassen und aber auf eine Diskussion zu den Punkten ein und können dann auch unsere Meinung ändern, oder zumindest in einzelnen Punkten korrigieren.

Das fehlt bei dir komplett. Scheuklappen auf, und ab durch die Wand.

vor 13 Stunden schrieb phantomas:

bis zu Beginn der 80er war die wirtschaftliche Entwicklung in D und F ähnlich, dann begann das sozialistische Experiment unter Mitterrand und damit eine lange Phase ...

... der Abhängigkeit von staatlicher Atomwirtschaft, die bis heute anhält. Die Entsorgung radioaktiver Abfälle wird auf alle Ewigkeit den Sozialisten überlassen bleiben. Wenn es eine Branche gibt, die sich "weniger Staat" überhaupt nicht leisten kann, dann ist es die schmutzige Atomindustrie.

vor 3 Stunden schrieb phantomas:

OK, dann wird diese Behauptung, ich würde anderen Dummheit attestieren, schon einmal nicht mehr aufrecht erhalten...

Dann lies doch mal richtig! Das sind deine Worte, nicht meine.

Unterdessen, in Namibia und der Uckermark: 

Zitat

Energiewende
Uckermark goes global
Ein Unternehmen im Nirgendwo von Brandenburg entwickelt ein Megaprojekt für die Erzeugung von Wasserstoff – in einer namibischen Wüste.
Die Firma, die im Süden Afrikas das ganz große Rad drehen will, sitzt inmitten von Feldern im Nirgendwo Brandenburgs. Ein alter Hof aus Backsteinen nicht weit von Prenzlau, drum herum Häuser mit Glasfassaden, sie heißen „Ideenschmiede“ oder „E-Werk“. Dahinter steht ein Baukran, er zieht den firmeneigenen „Energie-Campus“ hoch. Und rund herum, soweit das Auge reicht: Windräder. Willkommen in Dauerthal, der Heimat von Enertrag.

......

2021 schrieb die Regierung ein erstes Projekt aus. Und 2023 erhielt ein Konsortium um eine Firma in Dauerthal, Germany, den Zuschlag: Enertrag. Jetzt muss es nur noch werden, das Projekt. Volumen: mehr als zehn Milliarden Euro.

Der Mann, der das ins Werk setzen soll, heißt Tobias Bischof-Niemz und ist im Enertrag-Vorstand für die internationalen Projekte zuständig. Im Gebäude „E-Werk“ sitzt er nun in einem Besprechungsraum, noch leicht gerädert von der letzten Reise. Tags zuvor ist er aus Südafrika zurückgekehrt, auch da ist das Unternehmen im Geschäft, rund um grünen Flugzeug-Treibstoff. Aber Namibia ist noch einmal eine ganz andere Nummer. Das „Trotzdem“ wird global.

600 Windräder sollen dort entstehen. „Das sind ungefähr so viele, wie wir hier haben, auf ungefähr der gleichen Fläche“, sagt Bischof-Niemz. Nur sind die Windräder dreimal so groß und bringen dreimal so viel Leistung. Und stehen sollen sie eigentlich schon bis 2030. Gerade laufen die Vorarbeiten, allein die kosten zig Millionen Euro. Auf einer Fläche von 1000 Quadratkilometern lässt Enertrag gerade prüfen, wie eigentlich der Wind dort weht, mit wie viel Sonne zu rechnen ist, ob Windräder Vögel oder Fledermäuse beeinträchtigen könnten. „Die größte Windmesskampagne auf dem Planeten“, sagt Bischof-Niemz. Derweil beschäftigen sich die Solarexperten von Enertrag mit der Frage, wie eigentlich in der Wüste die Module geneigt sein müssen: Jedenfalls flacher als in Deutschland, wo Regen sie regelmäßig sauber spült. Das Problem in Namibia sei eher der Sand, sagt einer der Enertrag-Ingenieure. Je flacher die Module montiert seien, desto weniger Angriffsfläche habe der fiese Sand. Die Uckermark ist auch eine Art Reallabor für Energiewende im Großen.

Geht der Plan auf, könnte der Strom aus den Windrädern und Solarzellen dort drei Gigawatt Elektrolyse-Kapazitäten speisen. Zum Vergleich: Das Elektrolyse-Ziel für ganz Deutschland liegt bei zehn Gigawatt bis 2030. Und dass die erreicht werden, ist derzeit doch eher unwahrscheinlich. Ob es in Namibia klappt, ist auch nicht ganz sicher. Es gibt Widerstände.

Denn die Enertrag-Windräder sollen in einem Nationalpark namens Tsau Khaeb entstehen, der auch in Namibia meistens beim deutschen Namen genannt wird: Sperrgebiet. Das heutige Namibia war von 1884 an die erste deutsche Kolonie. Zum Sperrgebiet wurde die Gegend im Süden Namibias 1908 von den Kolonialherren erklärt – es waren dort Diamanten entdeckt worden. Beides, Nationalpark und Kolonialgeschichte, ruft Gegner auf den Plan.

Auch die Kampagne zur Windmessung soll helfen, Vorbehalte aufzulösen. Enertrag arbeitet an einer Umweltverträglichkeitsstudie nach den strengen Maßstäben der Weltbank. Was aber bleibt, sind Vorbehalte gegen die Firma aus der Heimat der einstigen Kolonialherren. „Da werden Konflikte ausgetragen, die weder mit uns noch mit grünem Wasserstoff zu tun haben“, sagt Bischof-Niemz. „Aber wir stehen voll in der Schusslinie.“ Immerhin ist aber auch der namibische Staat inzwischen mit 24 Prozent an dem Projekt beteiligt. Das macht eine plötzliche Abkehr unwahrscheinlicher. Zwischenzeitlich war selbst der damalige grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck schon in Windhoek, um für das Projekt zu werben.

Bleiben die Probleme daheim, denn die Wasserstoffwirtschaft will nicht recht in die Gänge kommen. Stahlkonzerne, die in ihren Hochöfen auf Wasserstoff umsteigen könnten, legen Pläne für den grünen Umbau vorerst auf Eis. Die Bundesregierung setzt beim Bau neuer Kraftwerke wieder lieber auf Erdgas als auf die grünen Moleküle. Preislich ist der neue Rohstoff noch lange nicht wettbewerbsfähig.

Enertrag setzt deshalb erst einmal auf grünes Ammoniak, hergestellt aus namibischem Wasserstoff und Stickstoff. Der lässt sich ohnehin leichter nach Europa transportieren als Wasserstoff, und Ammoniak ist ein begehrter Grundstoff für Dünger. „Die bestehende chemische Industrie ist eigentlich der perfekte Abnehmer“, sagt Bischof-Niemz. „Dann wäre man erst einmal in der Produktion drin.“ Preislich sei das grüne nicht mehr weit vom grauen Ammoniak entfernt. Die Differenz ließe sich über eine staatliche Förderung ausgleichen – sogenannte Differenzkostenverträge, bei denen der Staat die Mehrkosten der klimafreundlichen Variante schultert. Ist sie irgendwann sogar günstiger als das herkömmliche Verfahren, fließt Geld zum Staat zurück.

Solange es dergleichen aber nicht gibt, kämpft auch Enertrag mit dem Henne-Ei-Problem des Wasserstoffs. Ohne sichere Nachfrage entwickelt sich kein Angebot. Und ohne sicheres Angebot keine Nachfrage. Andererseits: Wie man aus solchen Teufelskreisen rauskommt, wissen sie gerade in der Uckermark ganz gut. Schließlich gab es auch dort keinen Bedarf an zusätzlichem grünem Strom, als die ersten Windräder entstanden. Inzwischen aber steht gegenüber dem Hof ein kreisrundes Gebäude voller Bildschirme, in dem die Daten Tausender Windräder zusammenfließen. Die Leitwarte von Enertrag managt nicht nur die Anlagen in Deutschland, sondern auch in Polen und Frankreich. Geheizt werden die Gebäude übrigens mit der Abwärme eines Rechenzentrums. Im Keller vom „E-Werk“ betreibt Enertrag noch Bitcoin-Mining. Nichts Großes, nur ein Hobby des Gründers. Macht aber schön warm.

Und auch daheim in der Uckermark ist noch einiges in Planung, Namibia hin, Wasserstoff her. Bischof-Niemz träumt von einem Radweg, der die verschiedenen Teile des Verbundkraftwerks miteinander verbindet. Es gehe schließlich auch darum, die Energiewende erfahrbar zu machen. Buchstäblich.


https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/energie-li.3285774

vor 12 Stunden schrieb phantomas:

Bei der hohen Förderquote ist die Wärmepumpe sicherlich finanziell am attraktivsten.

Im Gegenteil, die hohe Förderquote lässt bloß die Preise steigen, aber das hatten wir ja auch schon x mal. Im Ausland ist eine Wärmepumpe mit Montage auch ohne Förderung oft günstiger als hier mit. Das lässt sich in dem Ausmaß nicht durch unterschiedliche Löhne erklären, erst recht nicht im Vergleich mit Skandinavien. 

vor 2 Minuten schrieb NonesensE:

Im Gegenteil, die hohe Förderquote lässt bloß die Preise steigen, aber das hatten wir ja auch schon x mal. Im Ausland ist eine Wärmepumpe mit Montage auch ohne Förderung oft günstiger als hier mit. Das lässt sich in dem Ausmaß nicht durch unterschiedliche Löhne erklären, erst recht nicht im Vergleich mit Skandinavien. 

Das ist das Schmiergeld die Subvention, damit die häufig auf Gas, Öl und vielleicht noch Pellets fixierten Heizungsbauer umdenken. Ohne die geht es leider nicht. 

Erstelle ein Konto, um zu kommentieren

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.