Zu Inhalt springen
In der App anschauen

Greife bequemer auf unsere Website zu. Mehr erfahren.

André Citroën Club

Eine Vollbild-App auf dem Startbildschirm mit Push-Benachrichtigungen …

Um die App unter iOS/iPadOS zu installieren
  1. Klicke das Teilen-Symbol in Safari
  2. Wähle die Funktion Zum Startbildschirm hinzufügen aus dem Menü.
  3. Klicke Hinzufügen in der rechten oberen Ecke.
Um die App unter Android zu installieren
  1. Klicke die drei Punkte (⋮) in der rechten Ecke des Browsers.
  2. Klicke Zum Startbildschirm hinzufügen oder App installieren.
  3. Durch Klick auf Installieren bestätigen.

"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

vor 12 Stunden schrieb -martin-:

Echt? Welches AKW in Polen ist denn schon fertig, so dass man die Kosten berechnen könnte? Und welches AKW in Frankreich, Tschechien, Rumänien, USA, China oder Korea wurde schon komplett abgebaut, damit man die Kosten für die Entsorgung berechnen könnte?

Sogar die Vorzeige-AKW-Profis der EDF haben sich ganz offensichtlich massivst verkalkuliert (s.o.). Hätte man nur besser Dich gefragt, wenn es um Rechenkunsttricks geht!

Die EDF macht zumindest hohe Gewinne. Warum steigen denn Polen und andere Länder in die Kernkraft ein? 

Im Kernkraftwerk Olkiluoto ging 2023 ein EPR-Reaktor in Betrieb. Der Bau war 2005 begonnen worden und hätte eigentlich 2009 fertig sein sollen. Der reguläre Betrieb begann aber erst am 16. April 2023. Als Kaufpreis waren 3 Milliarden Euro vereinbart worden; 2022 wurden die tatsächlichen Kosten auf 11 Milliarden Euro geschätzt. Areva erlitt Milliarden-Verluste, wurde vom Staat Frankreich gerettet und im August 2017 per Squeeze-out von der Börse genommen.

Im Januar 2025 mahnte der französische Rechnungshof eine bessere Planung und bis dahin einen Aufschub der sechs neuen Reaktoren an. Der Rechnungshof beklagte auch, dass EDF sich bislang „absichtlich und beharrlich geweigert“ habe, detaillierte Zahlen zu Rentabilität und Produktionskosten vorzulegen.[50]

...

Wegen der beschriebenen Problematik waren die französischen Kernkraftwerke um das Jahr 2008 nur zu etwa 75 % ausgelastet. Wegen des hohen Fixkostenanteils an den Gesamtbetriebskosten eines Kernkraftwerks ist dies aus ökonomischer Sicht schlecht.[17][54] Manchmal wurde behauptet, Frankreich habe zu viel in nukleare Erzeugungskapazitäten investiert, Strom wurde zu niedrigen Preisen ins Ausland exportiert; subventionierte Preise und niedrige Steuern befeuerten die Nachfrage im Inland. Dies führte zu einem relativ hohen Elektrizitätsverbrauch in Frankreich, u. a. durch elektrische Warmwasserbereitungsowie Gebäudeheizungen. Aus dem hohen Heizbedarf im Winter, dem kein äquivalenter Bedarf für Kühlung im Sommer gegenüber steht, ergibt sich auch ein stärker saisonales Lastprofil als in vielen anderen Ländern.

...

Deutschlands Atomausstieg im April 2023 (die letzten drei Kernreaktoren wurden abgeschaltet) löste auch in Frankreich Diskussionen aus.

...

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima wurde auf EU-Ebene ein Stresstest aller bestehenden Kernkraftwerkedurchgeführt. Bei diesem Stresstest fielen neben nordeuropäischen Kernkraftwerken v. a. französische Anlagen besonders negativ auf. Bei allen 54 Kernkraftwerken wurden größere Mängel nachgewiesen, selbst das beste französische Kernkraftwerk lag mit fünf Rügen unter dem EU-Schnitt. Andere Kernkraftwerke lagen mit bis zu sieben Rügen am Ende der Tabelle. Bei allen Kraftwerken besteht erheblicher Nachrüstbedarf, europaweit wird pro Reaktorblock je nach Schwere der Mängel mit ca. 30 bis 200 Millionen Euro kalkuliert.[73]

...

Gestaffelte Notmaßnahmen sahen unter anderem vor, bestimmte Haushaltsgeräte nur zu unkritischen Zeiten zu betreiben, verbrauchsstarke Industrieunternehmen nicht mit Strom zu versorgen, vorübergehend vom Netz zu nehmen und ggf. einzelne Regionen stundenweise ganz vom Netz zu nehmen. In Deutschland erhöhten Netzbetreiber kurzfristig die Übertragungskapazität von Stromtrassen nach Frankreich; zudem wurden geplante Wartungsarbeiten an Stromleitungen außerplanmäßig verschoben, um möglichst viel Strom nach Frankreich exportieren zu können.[81] Auch wurden in Deutschland Kraftwerke aus der Kaltreserve hochgefahren und Redispatch-Maßnahmen durchgeführt, um die Versorgungssicherheit in Frankreich zu erhöhen.[82]

...

Im Oktober 2017 warnte die französische Atomsicherheitsbehörde ASN vor verrosteten Kühlleitungen in 29 der 58 Kernreaktoren des Landes. Manche der Kühlleitungen seien derart stark verrostet, dass „es ein reales Risiko gibt, dass die Leitungen im Fall eines Erdbebens den Erschütterungen nicht standhalten“. Dies könne zu einer Kernschmelze wie in Fukushima führen. Aufgrund dieser Gefahren stufte die ASN die Rostprobleme auf INES-Stufe 2 ein. Als Ursache für die Rostprobleme nannte die ASN mangelhafte Wartung der Kraftwerke.[83][84]

Ende 2021 wurden wieder Korrosionsschäden entdeckt, im Mai 2022 waren insgesamt 30 von 56 Reaktoren zu Wartungszwecken abgeschaltet,[11] im September sogar 32.[85][86] Bei zwölf dieser Reaktoren war Korrosion an Schweißnähten aufgetreten. Unter anderem die Unsicherheit darüber, ob hinreichend viele Reaktoren bis zum Winter 2022/23 wieder Strom produzieren werden, führte zu Rekordstrompreisen in Frankreich.[14]

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_in_Frankreich

Resümee:

Totaler Schrott, absichtliche Fehlplanung, irre teuer und eine extreme Gefahr für alles Leben auf dem Planeten Erde. 

vor 2 Stunden schrieb Auto nom:

 

...

Deutschlands Atomausstieg im April 2023 (die letzten drei Kernreaktoren wurden abgeschaltet) löste auch in Frankreich Diskussionen aus.

...

Resümee:

Totaler Schrott, absichtliche Fehlplanung, irre teuer und eine extreme Gefahr für alles Leben auf dem Planeten Erde. 

Schöne Zusammenfassung.

- Ja, Okiluoto wurde als Prototyp teurer als angenommen. Als Konsequenz plant Finnland weitere AKW, eines mitten in Helsinki zur Versorgung der Stadt mit Fernwärme. Finnland ist da im Gegensatz zu uns konsequent : weg von russischen fossilen Quellen.

- ja, auch AKW müssen repariert werden. Das unterscheidet sie nicht von anderen Kraftwerken. Ja, durch AKW wird der Strompreis gesenkt. Ja, F subventioniert die Kernkraft. Mit ca. 400 Millionen für mehrere Jahre. Das entspricht der EEG Förderung in D für eine Woche.

- ja in F wird mit Strom geheizt. Letztes Jahr wurden über 1 Million Wärmepumpen verbaut. Weil sie in Frankreich durch unbürokratische Förderungen deutlich günstiger sind als in D und der Strom deutlich günstiger ist.

- ja, in F hat das Elektroauto einen höheren Marktanteil wie bei uns.

- in F steigt die Stromproduktion und der Bedarf an neuen Kraftwerken. In D sinkt die Stromproduktion, dafür steigt der Import an Strom aus F. 

- hier die Halbjahresbilanz der EDF

https://www.edf.fr/en/the-edf-group/dedicated-sections/journalists/all-press-releases/2025-half-year-result

 

Bearbeitet ( von phantomas)

vor 3 Minuten schrieb phantomas:

Hier die Gründe für den CO2 Rückgang in D. Das liest sich anders und deutlich realistischer als die Jubelmeldung der Lobbyisten von Agora Energiewende.

https://www.focus.de/earth/weil-sondereffekte-wegfallen-offenbaren-sich-deutschlands-grosse-klima-baustellen_a4f202d8-e494-4fe8-a521-c3f7ac0fdf87.html

Für welche Lobby genau ist denn Agora Energiewende tätig? Ach ja, die lobbyieren für Umwelt und son Zeugs und nicht für Aktienkurse.
 
Mir scheint du hast den Focus-Artikel wieder mal gar nicht gelesen sondern  willst nur wieder Stimmung machen.
Wenn sogar der Focus schreibt das es zu langsam geht und das der Weg der Energiewende richtig ist und das die derzeitige Zappelpolitik kontraproduktiv ist dann sollte das zu denken geben:

Zitat

Diese Klima-Baustellen muss Deutschland angehen

Der Blick auf 2025 verdeutlicht: Die strukturellen Fortschritte im Klimaschutz sind bislang begrenzt. Um das Ziel für 2030 zu erreichen, halten Dr. Niklas Höhne und Dr. Sascha Samadi ambitionierte Maßnahmen für notwendig:

Gebäudesektor: Festhalten am Gebäudeenergiegesetz, klare Mindestanteile erneuerbarer Energien, Ausbau energetischer Sanierungen über „One-Stop-Shops“.

Mobilität: Beschleunigte Elektrifizierung, zum Beispiel durch Bonus-Malus-Systeme, um Verbrenner teurer und E-Autos attraktiver zu machen.

Industrie: Planungssicherheit für klimafreundliche Investitionen, CO₂-Differenzverträge, „grünes“ öffentliches Beschaffungswesen.

Erneuerbare Energien: Beschleunigter Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen, um trotz langsamerer Elektrifizierung zusätzliche Emissionseinsparungen zu erzielen.

Sozialverträglichkeit: Gezielte Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen, Klimageld zur Entlastung, Verbesserungen im öffentlichen Verkehr und beim Fernwärmeausbau.

Die Expertinnen und Experten warnen: Ohne klare politische Impulse, besonders in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Industrie, droht Deutschland, das Klimaziel 2030 zu verfehlen. Die Zeit der günstigen Sondereffekte ist vorbei – nun zählen strukturelle Fortschritte und ein starkes Klimaschutzprogramm. 


 



 

vor 23 Minuten schrieb phantomas:

Schöne Zusammenfassung.

- Ja, Okiluoto wurde als Prototyp teurer als angenommen. Als Konsequenz plant Finnland weitere AKW, eines mitten in Helsinki zur Versorgung der Stadt mit Fernwärme. Finnland ist da im Gegensatz zu uns konsequent : weg von russischen fossilen Quellen.

- ja, auch AKW müssen repariert werden. Das unterscheidet sie nicht von anderen Kraftwerken. Ja, durch AKW wird der Strompreis gesenkt. Ja, F subventioniert die Kernkraft. Mit ca. 400 Millionen für mehrere Jahre. Das entspricht der EEG Förderung in D für eine Woche.

- ja in F wird mit Strom geheizt. Letztes Jahr wurden über 1 Million Wärmepumpen verbaut. Weil sie in Frankreich durch unbürokratische Förderungen deutlich günstiger sind als in D und der Strom deutlich günstiger ist.

- ja, in F hat das Elektroauto einen höheren Marktanteil wie bei uns.

- in F steigt die Stromproduktion und der Bedarf an neuen Kraftwerken. In D sinkt die Stromproduktion, dafür steigt der Import an Strom aus F. 

- hier die Halbjahresbilanz der EDF

https://www.edf.fr/en/the-edf-group/dedicated-sections/journalists/all-press-releases/2025-half-year-result

 

Fazit : Den Schuss nicht gehört.

Und ab Morgen wechselt das Rotwild die Farbe:

image.png.6ed9763f4108e63491581cd83d029dce.png
(lizenzfreies Foto, aus dem verschneiten Wald bei Krümmel) 😉

 

vor 31 Minuten schrieb SeppCx:

Für welche Lobby genau ist denn Agora Energiewende tätig? Ach ja, die lobbyieren für Umwelt und son Zeugs und nicht für Aktienkurse.
 
 

Die Agora wird von NGOs und der Regierung finanziert.

Im Artikel wird die Einführung des Klimagelds und die Stärkung des ÖPNV gefördert. Das halte ich für richtig.

Der Ausbau der Erneuerbaren (durch massive Subventionierung) bei gleichzeitiger Deindustrialisierung sowie die Stärkung des Individualverkehrs mit Elektroautos (betrieben von unserem dreckigen Strom) halte ich für völlig ineffiziente Massnahmen. Da stimme ich nicht überein. 

Das ändert aber an der richtigen Analyse nichts.

vor einer Stunde schrieb phantomas:

Die Agora wird von NGOs und der Regierung finanziert.

Ja und? Die Finanzierung ist transparent und öffentlich. NGOs sind in deinen Augen des Teufels, in meinen Augen eine sehr gute demokratische überparteiliche Organisationsform. Aus diesem Grund wird die von den Populisten auch massiv verteufelt und angegangen. 

 

vor einer Stunde schrieb phantomas:

Der Ausbau der Erneuerbaren (durch massive Subventionierung) bei gleichzeitiger Deindustrialisierung sowie die Stärkung des Individualverkehrs mit Elektroautos (betrieben von unserem dreckigen Strom) halte ich für völlig ineffiziente Massnahmen. Da stimme ich nicht überein. 

Was sollen deine Verlinkungen eigentlich bringen wenn du dann etwas hinschreibst was komplett ohne  Bezug dazu ist? Es steht kein Wort über  Subventionen, Deindustrialisierung und Stärkung des Individualverkehrs im von dir angeführten Artikel. Alles Hirngespinste deinerseits.

Der Lokus schreibt:

Zitat

Frankreichs Milliarden-AKW-Fiasko zeigt, wie falsch Merz und Weidel liegen

Zitat

Ende Dezember ging Frankreichs modernstes Kernkraftwerk ans Netz – mit zwölf Jahren Verspätung. Nun stellt der französische Rechnungshof dem Projekt ein katastrophales Zeugnis aus.

Zitat

Der französische Rechnungshof hat nach der Inbetriebnahme des dritten Reaktors am Kernkraftwerk Flamanville einen Bericht veröffentlicht , der dem Projekt allenfalls eine „mittelmäßige Rentabilität“ bescheinigt. Aufgrund „neuer Dynamiken“ und der „Anhäufung von Risiken und Zwängen“ fordern die Kontrolleure einen sofortigen Stopp aller Kernkraft-Ausbaupläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser möchte innerhalb der kommenden Jahre zwischen sechs und 14 neuen Atomreaktoren bauen.

Zitat

Die EDF gleicht die Differenz zu den Erzeugungskosten ihrer Kraftwerke aus. Durch dieses System und die exorbitant hohen Kosten für den staatlich finanzierten Strompreisdeckel in der Energiekrise hat die EDF inzwischen einen Schuldenberg von über 50 Milliarden Euro angehäuft. Auch Emmanuel Macron hat inzwischen einsehen müssen, dass das System Reformbedarf hat. 2026 wird der Industriestrompreis um rund zwei Drittel auf sieben Cent steigen.

https://www.focus.de/earth/energie/neuer-atom-boom-in-vollem-gange-frankreichs-milliarden-akw-fiasko-zeigt-wie-falsch-merz-und-weidel-liegen_id_260644887.html

Zitat

Während Solar- und Windenergie im großen Maßstab produziert dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme zufolge schon für zwischen 4,1 und 10,3 Cent erzeugt werden können, kostet Kernenergie aus neuen Atomkraftwerken unter Einbeziehung von Abbruch-, Entsorgungs- und weiterer Kosten zwischen 13,6 und 49 Cent pro Kilowattstunde.

 

Bearbeitet ( von Auto nom)

vor 10 Stunden schrieb phantomas:

Die EDF macht zumindest hohe Gewinne. Warum steigen denn Polen und andere Länder in die Kernkraft ein? 

Wenn Kernkraft gewinnbringend wäre würden die Finanzmärkte einsteigen und nicht die Länder. Gewinne liegen sicher bei Zulieferern, bist du da investiert?

Die EDF hat Stand 2025 50 Mrd. Schulden und sitzt auf 52 AKW (von 57!) deren geplante Laufzeit von 40 Jahren überschritten ist. Die französische Aufsichtsbehörde hat schon 2021 der Laufzeitverlängerung von 32 AKW zugestimmt, dieses Jahre weitere 20 AKW. Man hat ein paar Auflagen zur Sicherheit gemacht, Skeptiker wie ich sehen hier eine Entscheidung die aus finanzieller Sicht und der Versorgungssicherheit alternativlos war (vorsichtig formuliert).

Halten wir fest: Die alten Möhren haben nicht mal sich selbst finanziert und erst recht keine Mittel für zukünftigen Ausbau erwirtschaftet. Schon 2031 endet die verlängerte Laufzeit von 32 AKW. Fest geplant sind 6 neue AKW höherer Leistung von denen das erste 2038 fertig sein soll. Selbst wenn die Planung aufgeht stehen hier also weitere Verlängerungen an.

Fazit: Frankreich steckt in der Atomfalle. Die Lage der EDF ist prekär. Alle Hoffnung liegt darin, dass die alten Möhren noch lange durchhalten ...

 

vor 6 Stunden schrieb phantomas:

 

Im Artikel wird die Einführung des Klimagelds und die Stärkung des ÖPNV gefördert. Das halte ich für richtig.

 

Was zwei kleine Punkte für Sinn und Verständnis einen erheblichen Unterschied machen können !

vor 6 Stunden schrieb magoo:

Wenn Kernkraft gewinnbringend wäre würden die Finanzmärkte einsteigen und nicht die Länder. Gewinne liegen sicher bei Zulieferern, bist du da investiert?

Die EDF hat Stand 2025 50 Mrd. Schulden und sitzt auf 52 AKW (von 57!) deren geplante Laufzeit von 40 Jahren überschritten ist. Die französische Aufsichtsbehörde hat schon 2021 der Laufzeitverlängerung von 32 AKW zugestimmt, dieses Jahre weitere 20 AKW. Man hat ein paar Auflagen zur Sicherheit gemacht, Skeptiker wie ich sehen hier eine Entscheidung die aus finanzieller Sicht und der Versorgungssicherheit alternativlos war (vorsichtig formuliert).

Halten wir fest: Die alten Möhren haben nicht mal sich selbst finanziert und erst recht keine Mittel für zukünftigen Ausbau erwirtschaftet. Schon 2031 endet die verlängerte Laufzeit von 32 AKW. Fest geplant sind 6 neue AKW höherer Leistung von denen das erste 2038 fertig sein soll. Selbst wenn die Planung aufgeht stehen hier also weitere Verlängerungen an.

Fazit: Frankreich steckt in der Atomfalle. Die Lage der EDF ist prekär. Alle Hoffnung liegt darin, dass die alten Möhren noch lange durchhalten ...

 

Warum steigen Google, Alphabet, Microsoft etc. In die Kernkraft ein? Weil sie nicht rechnen können?

EOn hat eine Verschuldung von 44 Mrd. Euro, die EnBw benötigt eine Finanzspritze vom Land BaWü. Die EDF reduziert Verbindlichkeiten und überweist einiges noch dazu an den Staat. Dass die EdF überschuldet ist, dieee Ansicht hat unser ehemaliger Wirtschaftsminister exklusiv gehabt.

Hier der ETF mit Nuklearaktien. Ob ich jetzt noch einsteigen würde, kann ich nicht sagen - nach 150 Prozent Kursgewinn in 2 Jahren.

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE000M7V94E1#uebersicht

 

vor 7 Stunden schrieb magoo:

Gewinne liegen sicher bei Zulieferern, bist du da investiert?

 

vor 21 Minuten schrieb phantomas:

Hier der ETF mit Nuklearaktien. Ob ich jetzt noch einsteigen würde, kann ich nicht sagen - nach 150 Prozent Kursgewinn in 2 Jahren.

Nicht ein Kraftwerksbetreiber dabei. Uranlieferanten und Dienstleister. Danke für die Bestätigung meiner Aussage.

Der Kursgewinn begann auch erst im April 2025 mit der Rechenzentren/AI/Nuclear Hype dieses Jahres und hat seinen Zenit womöglich schon überschritten. Wärst du im Oktober eingestiegen hättest du bis heute schon wieder 20% verloren.

Auf die Jubelmeldungen müssen halt auch Fakten folgen. Vielleicht fällt ja doch mal jemandem auf, dass man mit neuen AKWs kein Geld verdienen kann (ausser den Moneten die man dem Staat aus den Rippen leiert). Und dass die immer wieder von dir zitierten Erträge von alten abgeschriebenen Gurken abhängen die doch bitte bitte noch ein Weilchen störungsfrei weiterlaufen mögen ...

 

vor 49 Minuten schrieb Kronberger:

Warum steigen Google, Alphabet, Microsoft etc. In die Kernkraft ein? Weil sie nicht rechnen können?
 

Weil die die Werke nicht selbst betreiben?

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-atomkraftwerk-microsoft-100.html
 

Richtig, so geht es schneller.

vor einer Stunde schrieb magoo:

 

Nicht ein Kraftwerksbetreiber dabei. Uranlieferanten und Dienstleister. Danke für die Bestätigung meiner Aussage.

Der Kursgewinn begann auch erst im April 2025 mit der Rechenzentren/AI/Nuclear Hype dieses Jahres und hat seinen Zenit womöglich schon überschritten. Wärst du im Oktober eingestiegen hättest du bis heute schon wieder 20% verloren.

Auf die Jubelmeldungen müssen halt auch Fakten folgen. Vielleicht fällt ja doch mal jemandem auf, dass man mit neuen AKWs kein Geld verdienen kann (ausser den Moneten die man dem Staat aus den Rippen leiert). Und dass die immer wieder von dir zitierten Erträge von alten abgeschriebenen Gurken abhängen die doch bitte bitte noch ein Weilchen störungsfrei weiterlaufen mögen ...

 

Kraftwerksbetreiber haben in einem Nuklear-ETF nix verloren. Das sind ja Konzerne, die nicht nur in Atomkraft investieren. An der EdF als größten Betreiber von AKW kann man sich nicht beteiligen. Ich habe Kepco Aktien, das ist ein Betreiber von AKW, der wie die EDF einen hohen Anteil Kernenergie hat und auch hochprofitabel ist.

In Energiewende ETF investiere ich nicht. Die sind zu stark von Subventionen abhängig. Ohne Subventionen rechnen sich solche Anlagen nicht. In LNG Infrastruktur bin ich dagegen auch investiert (Rubis). In Infrastruktur kann man sicher auch gut investieren.

 

Bearbeitet ( von phantomas)

vor 8 Minuten schrieb phantomas:

Richtig, so geht es schneller.

Damit haben die aber auch kein größeres wirtschaftliches Risiko, kein Atommüll etc.

Und man kann die Betreibergesellschaft vielleicht auf Schadenersatz verklagen wenn der Betrieb doch mal stockt oder fatal schiefgeht …

Die Chinesen wollen die SMR für dünn besiedelte Regionen bauen. Saubere und jederzeit verfügbare Energie wird in Zukunft eine der Schlüsselfaktoren für die Wirtschaft sein. Das ist das Gegenteil unserer Energiepolitik, die zur Deindustrialisierung führt. 

https://www.focus.de/earth/mit-mini-atomkraftwerken-will-china-jetzt-seine-aermsten-regionen-mit-strom-versorgen_8c9934d5-f048-4525-b5ad-f8d9eb7f80c4.html

vor 15 Minuten schrieb Kronberger:

Damit haben die aber auch kein größeres wirtschaftliches Risiko, kein Atommüll etc.

Und man kann die Betreibergesellschaft vielleicht auf Schadenersatz verklagen wenn der Betrieb doch mal stockt oder fatal schiefgeht …

 

vor 17 Minuten schrieb Kronberger:

Damit haben die aber auch kein größeres wirtschaftliches Risiko, kein Atommüll etc.

Und man kann die Betreibergesellschaft vielleicht auf Schadenersatz verklagen wenn der Betrieb doch mal stockt oder fatal schiefgeht …

Ich vermute, es geht vor allem um vorhandene Standorte mit der Infrastruktur zum Stromtransport. Parallel investieren die Konzerne sicher in moderne Kraftwerkstypen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. 

vor einer Stunde schrieb phantomas:

An der EdF als größten Betreiber von AKW kann man sich nicht beteiligen.

Dein Glück? :) Das ging mal bis die Aktie ins Bodenlose fiel und EDF wieder komplett verstaatlicht wurde.

vor einer Stunde schrieb phantomas:

Ich habe Kepco Aktien, das ist ein Betreiber von AKW, der wie die EDF einen hohen Anteil Kernenergie hat und auch hochprofitabel ist.

Kepco ist breiter aufgestellt mit deutlich kleinerem Anteil Kernenergie als EDF. Die Aktie profitiert aber offensichtlich ebenfalls von der momentanen Hype und ist seit April steil aus dem Keller geklettert. Also eher etwas hochspekulatives als langfristig hochprofitabel.

Eine langfristige Einschätzung aus der Aktienwelt:

"Auf 10-Jahres-Sicht liegt das durchschnittliche Gewinnwachstum von Korea Electric Power bei -4,78% pro Jahr, was schrumpfenden Gewinnen entspricht. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwarten Analysten einen Zuwachs des Gewinns um 148,2%. Insgesamt spricht die unzuverlässige Gewinnentwicklung für ein unsicheres Investment mit erhöhtem Risiko."

Bearbeitet ( von magoo)

vor 2 Minuten schrieb magoo:

Dein Glück? :) Das ging mal bis die Aktie ins Bodenlose fiel und EDF wieder komplett verstaatlicht wurde.

Kepco ist breiter aufgestellt mit deutlich kleinerem Anteil Kernenergie als EDF. Die Aktie profitiert aber offensichtlich ebenfalls von der momentanen Hype und ist seit April steil aus dem Keller geklettert. Also eher etwas hochspekulatives als langfristig hochprofitabel.

Eine langfristige Einschätzung aus der Finanzwelt:

 

"Auf 10-Jahres-Sicht liegt das durchschnittliche Gewinnwachstum von Korea Electric Power bei -4,78% pro Jahr, was schrumpfenden Gewinnen entspricht. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwarten Analysten einen Zuwachs des Gewinns um 148,2%. Insgesamt spricht die unzuverlässige Gewinnentwicklung für ein unsicheres Investment mit erhöhtem Risiko."

Das ist doch eine schöne Analogie zur Atomkraft. Erst geht die Energieproduktion mit Hilfe von Subventionen durch die Decke, dann merkt man, daß man prinzipiell immer wieder subventionieren muss (Bewachung der Castoren, Zwischenlager) und irgendwann geht dann was anderes durch die Decke (oder den Boden) und jedweder Gewinn ist auf Jahrhunderte (-tausende) perdu. Nur daß der Gewinn vorher von der Wirtschaft abgeschöpft wurde und das Desaster von der Allgemeinheit bezahlt werden muss. Im "Idealfall" "nur" die Endlagerung.

Von Schäden an Leib und Leben garnicht anzufangen.

vor 2 Stunden schrieb Kronberger:

Warum steigen Google, Alphabet, Microsoft etc. In die Kernkraft ein? Weil sie nicht rechnen können?
 

Weil die die Werke nicht selbst betreiben?

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-atomkraftwerk-microsoft-100.html
 

Weil für die nur der kurzfristige Erfolg im hier und jetzt zählt. Unterm Strich müssen die Zahlen stimmen und die Aktionäre befriedigt werden. Was interessiert so einen Konzern denn, was in 50 oder 100 Jahren ist ! 

Genau wie die Politiker auf 4 Jahre Wahlperiode regieren. Nach Möglichkeit so, daß sie nochmal gewählt werden. Dem Wahlvolk muss es jetzt gut gehen, daß es wieder auf die gleichen Lügen reinfällt. Was in 50 Jahren ist, ist doch den Politikern, die i.d.R. Ü50 sind, völlig egal.

vor 3 Stunden schrieb silvester31:

Weil für die nur der kurzfristige Erfolg im hier und jetzt zählt. Unterm Strich müssen die Zahlen stimmen und die Aktionäre befriedigt werden. Was interessiert so einen Konzern denn, was in 50 oder 100 Jahren ist ! 

Genau wie die Politiker auf 4 Jahre Wahlperiode regieren. Nach Möglichkeit so, daß sie nochmal gewählt werden. Dem Wahlvolk muss es jetzt gut gehen, daß es wieder auf die gleichen Lügen reinfällt. Was in 50 Jahren ist, ist doch den Politikern, die i.d.R. Ü50 sind, völlig egal.

Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Konzerne haben sich zu klimaneutralem Betrieb ihrer Unternehmungen verpflichtet. Und sie wollen unabhängig von China und seltsamen Gaslieferanten sein. Da passen weder fossile Kraftwerke noch seltene Erden aus China dazu.

So eine langfristige nachhaltige Denkweise ist aber deutschen Politikamateuren völlig fremd. 

International denken unsere Konzerne natürlich auch in diese Richtung, z.B. Vattenfall oder Siemens Energy. Hier in D greifen Sie aber lieber staatliche Subventionen ab und verdienen gut dabei.

https://www.heise.de/news/Siemens-Meta-und-weitere-wollen-Atomkraft-auf-der-Welt-bis-2050-verdreifachen-10317031.html

Bearbeitet ( von phantomas)

vor 4 Stunden schrieb silvester31:

Das ist doch eine schöne Analogie zur Atomkraft. Erst geht die Energieproduktion mit Hilfe von Subventionen durch die Decke, dann merkt man, daß man prinzipiell immer wieder subventionieren muss (Bewachung der Castoren, Zwischenlager) und irgendwann geht dann was anderes durch die Decke (oder den Boden) und jedweder Gewinn ist auf Jahrhunderte (-tausende) perdu. Nur daß der Gewinn vorher von der Wirtschaft abgeschöpft wurde und das Desaster von der Allgemeinheit bezahlt werden muss. Im "Idealfall" "nur" die Endlagerung.

Von Schäden an Leib und Leben garnicht anzufangen.

In Finnland kostet das Endlager rund 3,5 Milliarden für den Bau und 40 Millionen im Jahr für den Betrieb 

40 Millionen Euro sind ungefähr soviel, wie die EEG Förderung in D täglich kostet. Man könnte also locker Endlager nur mit den Schuldzinsen, die wir unseren Kindern für die Energiwende auflasten, betreiben.

Von den Schäden durch den Klimawandel ganz zu schweigen....

Erstelle ein Konto, um zu kommentieren

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.