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"Energiewende" und was sie bedeutet

Hervorgehobene Antworten

Vor 33 Minuten, phantomas schrieb:

Kritische Infrastruktur ist die Aufgabe des Staates. Jeder Netzbetreiber hat ein Monopol, da gibt es keinen Wettbewerb. Warum sollte man dies gewinnorientierten Privatunternehmen überlassen ?

Habe ich das behauptet ? Ich denke, NEIN !

Es ging um Tankstellen / Ladesäulen. Verdreh jetzt nicht schonwieder alles, damit es zu deinem Geschwätz passt.

Mir scheint, die Partizipation im Faden hier bekommt dir nicht so recht.

Der Gesetzgebende ist doch für die rechtlichen und teils wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zuständig. Dass sich da unsere Führung gerne mal als kurzsichtig und/oder planlos entpuppt, sieht man zB daran, wenn man mal mit seinem Mobiltelefon ein Ballungsgebiet verlässt. Da hat man auf jedem rumänischen Kartoffelacker eine bessere Verbindung.

Bearbeitet ( von schwinge)

Dann viel Spaß im Rumänien.

9 Stunden her, Joschko schrieb:

Das ist ein schönes Beispiel für das Henne-Ei-Problem.

Doch! Obwohl als wichtiger Energieträger der Zukunft erkannt, wurde nur tröpfchenweise in Projekte investiert, die technische Machbarkeiten demonstrierten. Jetzt geht es um einen flächendeckenden Markthochlauf! Und da geht es, wie seinerzeit bei der Kernkraft, um zig Milliarden, nicht ein paar Millionen.

Dazu moechte ich noch etwas ergaenzen. Bedauerlicherweise kann man einen Euro nur ein mal ausgeben. Man muss also Prioritaeten setzen. Und man muss die Bevoelkerung mitnehmen. Ich habe hier ja im Forum gelesen, die Energiewende und wohl auch die Mobilitaetswende, waere Antifaschismus. Merkwuerdig ist ja dann, dass mit steigender Versorgung durch Erneuerbare und zunehmenden Elektromobilitaet, die Wahlerfolge einer rechtsradikalen Partei steigen. Irgendeinen Parameter scheint man da vergessen zu haben.

Wenn man die soziale Komponente bei diesem Umbruch vernachlaessigt, koennen die Folgen weit schlimmer werden als das bisschen Umweltproblematik. Das mag mit einer gewissen Distanz zum Klientel nicht immer leicht nachvollziehbar, die Bemuehungen darum koennten sich aber lohnen.

Vor 39 Minuten, schwinge schrieb:

Dass sich da unsere Führung gerne mal als kurzsichtig und/oder planlos entpuppt, sieht man zB daran, wenn man mal mit seinem Mobiltelefon ein Ballungsgebiet verlässt. Da hat man auf jedem rumänischen Kartoffelacker eine bessere Verbindung.

Scheint ja schlimm zu sein im Osten. Das mit dem rumaenischen Kartoffelacker kann ich aber so nicht bestaetigen, werde es aber vielleicht im Sommer noch mal verifizieren. Er sollte aber an der Donau liegen🙂. aber Du hast recht, der Gesetzgebende ist für die rechtlichen und teils wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zustaendig. Klappt nicht immer optimal, aber das ist wo anders auch nicht besser. Das schoene ist doch, es herrscht inzwischen fast voellige Freizuegigkeit in Europa. Jeder darf ins beste Handynetz oder zu den guenstigsten Stromtarifen ziehen. Was mich etwas befremdet ist, dass es ueberall auf der Welt besser ist als in Deutschland, aber die Fluechtlinge das alle anscheinend nicht wissen. Dabei haben die doch die tollsten Handies 😄!

Vor 10 Minuten, MatthiasM schrieb:

Das schoene ist doch, es herrscht inzwischen fast voellige Freizuegigkeit in Europa. Jeder darf ins beste Handynetz oder zu den guenstigsten Stromtarifen ziehen.

Alles nur ne Frage der Zeit. Um rumänisch zu lernen, bin ich zu alt. Außerdem reichen mir zwei Fremdsprachen.
So wie mir unser aller Elon daheim die Breitbandoffensive geliefert hat, wirds in wenigen Jahren mobil auch funktionieren. )
Und günstige Stromtarife liefert der chinese aufs Dach, so man denn möchte.

Bearbeitet ( von schwinge)

Vor einer Stunde, MatthiasM schrieb:

Dazu moechte ich noch etwas ergaenzen. Bedauerlicherweise kann man einen Euro nur ein mal ausgeben. Man muss also Prioritaeten setzen.

Sehr richtig. Damals hatten wir schon funktionierende Autos mit H2-Antrieb, als Verbrenner, wie auch mit Brenstoffzellen elektrisch (das Ei). Da jedoch keinerlei H2- Infrakstruktur vorhanden war (die Henne), und jeder zu Hause eine Steckdose hatte, war die Entwicklung hin zu BEVs klar und folgerichtig. Jetzt fehlt aber die H2 Infrastruktur, um energiehungrige Anwendungen erneuerbar zu versorgen. In Nischen wie Gabelstaplern, zu nennen wären hier Linde und Still, ist H2 durchaus Stand der Technik, nicht nur in F, wie Phanti schrieb, sondern regulär im Portfolio der deutschen Marktführer.

Vor einer Stunde, MatthiasM schrieb:

Ich habe hier ja im Forum gelesen, die Energiewende und wohl auch die Mobilitaetswende, waere Antifaschismus. Merkwuerdig ist ja dann, dass mit steigender Versorgung durch Erneuerbare und zunehmenden Elektromobilitaet, die Wahlerfolge einer rechtsradikalen Partei steigen. Irgendeinen Parameter scheint man da vergessen zu haben.

Diese krude These höre ich allerdings zum ersten mal. Physik ist nicht politisch.

Vor einer Stunde, MatthiasM schrieb:

Wenn man die soziale Komponente bei diesem Umbruch vernachlaessigt, koennen die Folgen weit schlimmer werden als das bisschen Umweltproblematik.

Von dem "bisschen Umweltproblematik" sehen Klimaforscher immerhin unsere Existenz auf diesem Planeten ernsthaft bedroht. Zur sozial ausgewogenen Beförderung des Prozesses gehört meiner Meinung nach auch die Regionalisierung und Demokratisierung. Das würde die Pfründe der jetzigen Akteure im Energiemarkt schröpfen. Fast jeder kann sich momentan ein Balkonkraftwerk für ab 200€ leisten, und die Panele notfalls unter dem Klofenster der Mietwohnung aufhängen. GB kommt gerade auf den Trichter, dereguliert die Bedingungen und lässt Lidl Balkonkrafwerke unter das Volk bingen. Balkonsolar GB . Und wenn man sich noch eine Batterie kauft und in die Steckdose steckt, die über das Internet ihr Laden- und Entladen nach den aktuellen Strompreisen und Netzbedürfnissen steuert, wäre jeder ein Energieversorger, könnte verdienen und dem Netz helfen.. Die Technik wäre schon vorhanden. Im Weg stehen die Interessen der Profiteure des alten Systems.

1 Stunde her, MatthiasM schrieb:

Was mich etwas befremdet ist, dass es ueberall auf der Welt besser ist als in Deutschland, aber die Fluechtlinge das alle anscheinend nicht wissen. Dabei haben die doch die tollsten Handies 😄

Der Rasen des Nachbarn ist immer grüner, als der eigene.

Grüße,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

6 Stunden her, Joschko schrieb:

Diese krude These höre ich allerdings zum ersten mal. Physik ist nicht politisch.

Leider doch, ich wohne in Sachsen-Anhalt wo sich eine faschistische Partei aufmacht über 40 Prozent zu erlangen. Auf Ihrem Parteitag, egal ob es in Ihrer Macht steht oder nicht , haben die beschlossen, sollten Sie die Macht ergreifen, werden Sie neue Solar- und Windkraftanlagen verbieten, möglichst alte abreißen und zu Gas, Erdöl, Kohle und Atom zurück kehren. Dafür geht man enge Partnerschaft mit Russland ein, führt Fahnenapell und Russisch Unterricht an Schulen ein...

Dazu passt das ein "Experte" dieser Vereinigung im Bundestag gesagt hat , hören Sie auf Luft zu besteuern dann haben wir auch wieder günstigen Strom.

🤮

Die CO2 Besteuerung ist, so wie sie ausgestaltet ist, wirklich zumindest reformbedürftig.

Sie vertreibt energieintensive Unternehmen und belastet besonders Menschen mit niederen Einkommen besonders. Die Grünen wollten diese Steuer einst durch ein Klimageld kompensieren. Das haben weder sie noch die nächste Regierung gemacht. In der Schweiz gibt es das und die Schweiz emittiert weniger CO2 pro Kopf trotz mehr Industrie und Einkommen

Noch dazu schlägt der Staat auf diese ungerechte Steuer nochmals 19 Prozent Umsatzsteuer drauf. Und die dienen nur zur Erhöhung der Steuereinnahmen (um 4 Milliarden Euro in 2025).

Die CO2 Steuer betrug 2025 21,4 Milliarden Euro.

In Deutschland können wir als fortschrittliches hochtechnologie Land zumindest eins sehr gut, auf hohem Niveau jammern.

Das Klimageld gibt und gab es nicht weil es von FDP und CDU verhindert wurde weder Grüne noch SPD haben oder hatten die Macht es einzuführen.

Die CO2 Steuer hat zu effizienteren Einsatz von Energie und der Entwicklung neuer Technologien geführt, so ist Sie ein voller Erfolg.

Vorher gab es immer nur Absichtserklärungen oder die Selbstverpflichtung der Industrie. 😂

Vor 58 Minuten, silver696 schrieb:

[...] Dafür geht man enge Partnerschaft mit Russland ein, führt Fahnenapell und Russisch Unterricht an Schulen ein...

Russischunterricht gabs schon "zu meiner Zeit". Als eine von drei Alternativen wählbar als zweite Fremdsprache. Ich hab mich natürlich in meiner Wahl richtigerweise westlich orientiert - alles andere machte selbst damals schon keinen Sinn.
Die anderen beiden Punkte halte ich auch für frei erfunden.

7 Stunden her, Joschko schrieb:

Jetzt fehlt aber die H2 Infrastruktur [...]

Ganz langsam entwickelt sich da was. An ein paar Orten kann man immerhin schon tanken: https://h2.live/
Gestern las ich, auch in Polen gehts zögerlich voran:

Poland has received a green light from the European Union to launch the bloc’s first hydrogen transmission network operator, paving the way for investment in infrastructure for the clean fuel.

On Wednesday, the Polish energy ministry and Gaz-System, Poland’s state gas transmission operator, announced that the European Commission has approved the certification of Gaz-System to also operate as a hydrogen transmission network operator.

[...]

Last year, Orlen secured 1.7 billion zloty (€400 million) in EU funds to expand its hydrogen projects. The company aims to build capacity to produce 0.9 gigawatts of hydrogen by 2035, most of it in Poland.

While hydrogen cars are still rare due to limited infrastructure, several Polish cities, including Poznań, Gdańsk and Płock, have already introduced fleets of hydrogen-fuelled buses.

By the end of this decade, Orlen aims to have 111 hydrogen refuelling stations operating in Poland (57), the Czech Republic (28) and Slovakia (26), making it the regional leader in hydrogen infrastructure.

https://notesfrompoland.com/2026/04/16/poland-cleared-to-launch-eus-first-hydrogen-grid-operator/

0,9 GW bis 2035 ist allerdings wirklich zögerlich. So langsam, wie einen AKW-Block zum Bauen. Aber erstmal besser als nix.

Zu den hiesigen Plänen hab ich diesen alten Zettel gefunden: https://gh2.org/countries/germany
Wieviel davon sich jetzt manifestiert hat, oder werden wird, das hab ich nicht nachgegraben.

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12 Stunden her, schwinge schrieb:

Und günstige Stromtarife liefert der chinese aufs Dach, so man denn möchte.

Sofern man dann eines hat, womit wir gleich beim naechsten Thema waeren.

11 Stunden her, Joschko schrieb:

Sehr richtig. Damals hatten wir schon funktionierende Autos mit H2-Antrieb, als Verbrenner, wie auch mit Brenstoffzellen elektrisch (das Ei). Da jedoch keinerlei H2- Infrakstruktur vorhanden war (die Henne), und jeder zu Hause eine Steckdose hatte, war die Entwicklung hin zu BEVs klar und folgerichtig. Jetzt fehlt aber die H2 Infrastruktur, um energiehungrige Anwendungen erneuerbar zu versorgen.

Ma sein dass es fuer Energiehungrige sinnvoll ist, fuer Individualmobilitaet war es das jedenfalls nicht. Ich habe noch mal nachgeschaut, vom Mirai, mWn das einzige Wasserstofffahrzeug was nennenswert verkauft wurde, gibt oder gab es in Deutschland etwa 1300 Stueck. Der Kaufpreis betragt mindestens 70 000 Euro. Wenn man das auf die 100 H2 Tankstellen umlegt, wird jedes Fahrzeug noch mal mit der Summe gefoerdert welche dem Kaufpreis entspricht. Haelst Du es fuer sinnvoll, jedem Fahrzeug eine eigen Tankstelle zu subventionieren?

3 Stunden her, schwinge schrieb:

Ganz langsam entwickelt sich da was. An ein paar Orten kann man immerhin schon tanken: https://h2.live/

Haha, die 100 H2-Tanken gab es schon vor 10 Jahren und der ADAC sieht einen ruecklaeufigen Trend.

11 Stunden her, Joschko schrieb:

Diese krude These höre ich allerdings zum ersten mal. Physik ist nicht politisch.

Ja, die These ist wirklich ziemlich steil 🙂. Aber von dieser Physik habe ich auch schon ein mal etwas gehoert, die soll wirklich unpolitisch sein. Nur die Energiewende und ihre Umsetzung ist ziemlich politisch. Und die Haltung die bei dir durchscheint, man muss das Notwendige durchziehen, ist es was es so gefaehrlich macht. Ich habe in meiner Jugend von "Global 2000" die Zusammenfassenden Berichte und einige Kapitel gelesen, Leider oder besser gluecklicherweise ist es nicht so geworden wie prognostiziert. Aber es hat bedauerlicherweise auch den Effekt den eine Fabel beschreibt.

Ich halte die Energie- und Mobilitateswende auch fuer dringend geboten, sehe aber, dass man sie sozial vertraeglich gestalten muss und vor allem die Leute mitnehmen muss. Robert Habeck ist nicht gescheitert weil er schlechte Politik gemacht hat (ganz im Gegenteil!), sondern weil es Populisten gelungen ist Menschen bei ihren nicht ganz unbegruendeten Aengsten zu packen.

Dein Vorschlag mit dem Balkonkraftwerk ist sicher lieb gemeint, aber er verkennt die realen Sorgen der Menschen. Nicht jeder ist in der Lage sich am eigen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Alle Besitzer eines Elektrofahrzeuges, die ich persoenlich kenne, sind Akademiker, erfolgreiche Selbsttaendige, materiell und sozial sorgenfrei. Auch hier im Forum ist mir nur eine Ausnahme bekannt. Fuer mich habe ich es auch mal durchgerechnet, ein Balkonkraftwerk ist bei uns ein Tropfen auf den heissen Stein, deshalb ist auch etwas richtiges in der Planung.

Von dem "bisschen Umweltproblematik", was Du vielleicht besser in doppelte Anfuehrungszeichen haettest setzen sollen*, habe ich gesprochen, weil die politischen Gefahren auch diese klein werden lassen. Welche Folgen es hat, wenn man zB die einst stolze amerikanische Arbeiterklasse abhaengt, kannst Du jeden Tag in den Nachrichten verfolgen. In dem angezettelten Krieg wird mehr Umwelt zerstoert, als wir uns nur vorstellen koennen. Abgesehen mal von dem unglaublichen Leid und Tod von sehr vielen unschuldigen Menschen...

Ja, man kann sich ueber die Leute lustig machen, sie fuer doof erklaeren, ihnen wohlmeindenede Vorschlaege machen, aber das alles verhindert nicht, dass man vielleicht mit ihnen zusammen untergeht. Und mit sehr viel Geld eine Technik zu foerdern, die viele von ihnen als elitaer sehen, ist wenig hilfreich, auch wenn es vielleicht technisch sinnvoll ist.

Nachtrag: Auch wenn viele jubeln, dass Verbrenner jetzt endlich auch so teuer sind wie die BEVs, steigert das kaum die Akzeptanz der Energiewende. Aber man kann ja einfach Wasser predigen ...

*ich wollte es eigentlich in Anfuehrungszeichen setzen, der Spott ueber diese hat mich aber wohl davon abgehalten 😄

Bearbeitet ( von MatthiasM)

Gibt es eigentlich noch den Citroën ë-Jumpy Hydrogen? 2021 groß gefeiert, aber man hört nichts mehr von. Bin ein paar Konfiguratoren durch gegangen, hab ihn aber nirgends mehr gefunden. 🧐

Auch wenn ich ueberzeugt bin, dass H2 mal eine wichtige Rolle in der Energieversorgung spielen wird, halte ich eine starke Subventionierung zZ fuer sehr ineffizient. Da wir keinen wirklich starken Ueberschuss an erneuerbaren Energien haben, ist das Speicherproblem auch nicht das Wichtigste. Man laesst sich da von Phantasten vor sich her treiben! Unser Speicher heisst Verbundnetz und das muss ausgebaut werden. Und jeder Euro der in H2 geht fehlt da.

Denn die Wasserstofftechnik duempelt, trotz Foerderung, seit Jahrzehnten vor sich her, weil sie mMn nicht so ausgereift ist wie die Batterietechnik, die jeden Tag grosse Schritte macht. Eine flaechendeckende Versorgung aus dem Boden zu stampfen, obwohl viele Projekte da nicht an der Versorgung sondern an technischen Problemen scheitern, ist bloedsinn.

Die Technik muss sich an Projekten, die man gerne foerdern kann, bewaehren die nicht von einem aufwendigen Verteilernetz abhaengig sind, wie zb Stadtbussen, oder auch Arbeitsmaschinen die lokal stark gebunden sind. Und da sind die Erfolge doch recht uebersichtlich. Der H2 Verbrenner (BMW) ist ueberings auch nicht am Verteilernetz gescheitert. Abgesehen davon kosten 100km mit dem Mirai etwa 20 Euro Kraftstoffkosten und das mit fossilem H2. Mit Gruenem waere es noch ein mal deutlich mehr. Auch weg subventionieren?

Bearbeitet ( von MatthiasM)

Vor einer Stunde, MatthiasM schrieb:

Ja, man kann sich ueber die Leute lustig machen, sie fuer doof erklaeren, ihnen wohlmeindenede Vorschlaege machen, aber das alles verhindert nicht, dass man vielleicht mit ihnen zusammen untergeht. Und mit sehr viel Geld eine Technik zu foerdern, die viele von ihnen als elitaer sehen, ist wenig hilfreich, auch wenn es vielleicht technisch sinnvoll ist.

Da hast du klar einen Punkt 🙂. Ohne sozialen Frieden ist alles nix. Aber man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Es macht keinen Sinn, Teslafahrer gegen Bürgergeldempfänger oder Batteriespeicher gegen H2 auszuspielen. Meine Vorstellung einer demokratisierten Energieversorgung soll ja Gewinne von oben nach unten umschichten. Es muss auch für Einkommensschwache eine Perspektive aufgezeigt werden, dass sie eben nicht die Verlierer sind. Dinge, wie das ausgefallene Energiegeld sind da ein verherendes Signal in die falsche Richtung. Da hätten Menschen mit kleinem CO2-Fußabdruck direkt profitiert. Und ja, viele Menschen können mit den Dingen, über die wir hier reden, nichts anfangen. Ich sehe da aber vor allem imensen Erklärungsbedarf. Bleibt zu hoffen, das angesichts der jüngsten Verwerfungen auf dem Energiemarkt viele feststellen, das Elektroautos und Strom vom Dach oder dem Acker doch keine so schlechten Ideen sind.

Grüße,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

Vor 10 Minuten, Joschko schrieb:

Es macht keinen Sinn, Teslafahrer gegen Bürgergeldempfänger oder Batteriespeicher gegen H2 auszuspielen.

Natuerlich nicht, aber einige Teslafahrer treten das selbst los, indem sie eben so tun als ob jeder einen "Tesla" fahren muesste und das nur eine Frage des Wollens waere.

Bei Batteriespeicher gegen H2 hingegen muss man schon differenzieren. Keiner der bisherigen Speicher ist eine Fehlinvestition, auch wenn es jeden Tag bessere gibt. Bei H2 ist aber vieles noch im Fluss. LOHCs koennten die bisherigen Strukturen nutzen und ein Tanknetz mit verflussigtem H2 ueberfluessig machen. Es ist ja noch nicht ein mal sicher ob sich das in der Individualmobilitaet gegen BEVs ueberhaupt durchsetzen kann. Milliarden vielleicht in den Sand gesetzt!

Vor 17 Minuten, Joschko schrieb:

Meine Vorstellung einer demokratisierten Energieversorgung soll ja Gewinne von oben nach unten umschichten.

Das passiert mit den Dachanlagen ja im Kleinen schon, aber es hat auch einen paradoxen Effekt. Das es sehr reiche Menschen gibt, wird von den meisten als gottgegeben hingenommen. Wenn es aber in die unmittelbare Naehe kommt, erzeugt es aber oft Unwillen. Ich wohne direkt an einem Wohngebiet welches von starkem Wohlstand gepraegt ist. Grosse Autos , gern auch BEV, Solaranlage auf dem Dach, Natursteine im Garten, von denen man sich frueher eine Eigentumswohnung haette kaufen koenen ... Mir geht es gut, ich habe keine Abstiegsaengste und bin auch nicht neidisch auf das bisschen Luxus. Es gibt aber eben auch andere. Und fuer die ist der soziale Druck zur Enegiewende eben auch ein Statusverlust. Die sagen, ich muss immer mehr fuer meinen Strom zahlen und die bekommen sogar noch etwas dafuer und ich muss auch noch eine Gerinschaetzigkeit ertragen . Natuerlich ist das irrational, aber es ist eben Realitatet.

Die gehen dann da hin, wo man ihnen gegenueber Respekt heuchelt und all das verdammen, von dem sie glauben, dass es an ihrer Misere schuld ist. Und das betrifft nicht nur die Hungerleider, gib mal in die Suche "Misere" ein und du wirst sehen, dass auch Menschen denen es materiell gut geht, Umweltschutz als stoerend empfinden, wenn es fuer sie kleine persoenliche Nachteile hat.

Nachtrag: ich habe gerade eine Kolumne bei SPON gelesen die leider hinter einer Pawall ist. Dort unterhaelt sich ein Demokrat und Rechtsstaatler mit jemandem bei dem sich heraus stellt, das er ein Rechtspopulist ist.

Das Gespräch bewegte sich unweigerlich auf die Grünen zu. Wir waren uns einig in der Feststellung, dass die Überheblichkeit dieser Partei dem Klimaschutz eher schade als nutze.

Das wuerde ist nicht verallgemeinern, aber eben auch nicht bezweifeln, dass es nicht wenige so empfinden. Und die finden eben bei der AfD ein offenes Ohr.

Bearbeitet ( von MatthiasM)

8 Stunden her, EntenDaniel schrieb:

Gibt es eigentlich noch den Citroën ë-Jumpy Hydrogen? 2021 groß gefeiert, aber man hört nichts mehr von. Bin ein paar Konfiguratoren durch gegangen, hab ihn aber nirgends mehr gefunden. 🧐

Sieht aus, wie stillschweigend versenkt. Auf Mobile nur Hyundai, Toyota…

https://m.mobile.de/fahrzeuge/search.html?isSearchRequest=true&s=Car&vc=Car&dam=false&ft=HYDROGENIUM&od=up&sb=rel&ref=dsp

14 Stunden her, silver696 schrieb:

In Deutschland können wir als fortschrittliches hochtechnologie Land zumindest eins sehr gut, auf hohem Niveau jammern.

Das Klimageld gibt und gab es nicht weil es von FDP und CDU verhindert wurde weder Grüne noch SPD haben oder hatten die Macht es einzuführen.

Die CO2 Steuer hat zu effizienteren Einsatz von Energie und der Entwicklung neuer Technologien geführt, so ist Sie ein voller Erfolg.

Vorher gab es immer nur Absichtserklärungen oder die Selbstverpflichtung der Industrie. 😂

Nein, das Klimageld scheiterte an organisatorischen Hürden und dem Unwillen, damit eine Lenkungswirkung erzielen zu wollen. Und sicher auch am Geld.

Natürlich erzielt eine CO2 Steuer Wirkung. Die Deindustrialisierung ist ja real. BASF investiert einen zweistelligen Milliardenbetrag in China. Hier wird am Firmensitz Ludwigshafen Personal reduziert.

Der Wirtschaft werden so Milliarden entzogen.

9 Stunden her, EntenDaniel schrieb:

Gibt es eigentlich noch den Citroën ë-Jumpy Hydrogen? 2021 groß gefeiert, aber man hört nichts mehr von. Bin ein paar Konfiguratoren durch gegangen, hab ihn aber nirgends mehr gefunden. 🧐

Würde letztes Jahr beerdigt. Null Nachfrage.

https://www.autohaus.de/nachrichten/autohersteller/wasserstoff-antrieb-warum-stellantis-nicht-mehr-an-die-brennstoffzelle-glaubt-3689467

Klingt erstmal interessant:

Widerstands-Heizen?

Bearbeitet ( von schwinge)

2 Stunden her, Aakim schrieb:

Klingt erstmal interessant:

Das ist eine elektrische Direktheizung. 1 KWh Wärme kostet dann 1 KWh Strom, zuzüglich der Transformationsverluste auf 50V. Ok, die werden auch als Wärme frei. Das können Wärmepumpen viel besser. Für Nischenanwendungen allerdings schon interessant.

Grüße,

Joschko

Spontan dazu: Fachwerk.

Vor 20(+) Jahren haben wir im Vogtschen Hof Wandflächen & Fußleistenheizung verbaut. Funzt top.

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Bearbeitet ( von Ebby Zutt)

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