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Dreher

Hallo,

wie ist denn der aktuelle Kenntnisstand zum Thema eCall aushebeln / deaktivieren?

Ich habe einfach keinerlei interesse für diverse Konzerne Bewegungsprofile und Fahrstilprofile zu erstellen ...

 

Weiss jemand mehr, wie man den Dreck in neueren Fahrzeugen lahmlegt?

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Memphisto
vor 7 Stunden, Dreher sagte:

Ich habe einfach keinerlei interesse für diverse Konzerne Bewegungsprofile und Fahrstilprofile zu erstellen ...

Modern Stalking.

Die Eingangsfrage würde mich auch interessieren. Eigentlich müsste es doch möglich sein, das sich das System wirklich nur im Unfall-Fall aktiviert. Sprich: Wird der Airbag ausgelöst, wird die Position ermittelt und ein e-call abgesetzt.

Als jahrzehntelanges Stalkingopfer technisch-versierter Zeitgenossen kann ich nur berichten: Geraten Daten in die falsche Hände, dann kann man sich vom normalen Leben verabschieden. Immerhin kann ich noch Schmerzensgeld verlangen, aber das macht den Schaden am Ende nicht wieder gut. Sicher sind Daten wirklich nur, wenn es gar keine gibt. 

bearbeitet von Memphisto

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schwinge
18 minutes ago, Memphisto said:

Modern Stalking.

Die Eingangsfrage würde mich auch interessieren. Eigentlich müsste es doch möglich sein, das sich das System wirklich nur im Unfall-Fall aktiviert. Sprich: Wird der Airbag ausgelöst, wird die Poition ermittelt und ein e-call abgesetzt.

[...] 

Wenn zB der Unfallort in einem engen Tal liegt, oder das Auto auf dem Dach, ist ein GPS Fix erschwert oder unmöglich. Und ähnlich wie das Airbag-Steuergerät wird das Ecall System im Falle des Ausfalls der Bordelektronik nur über eine eher kurze Energiereserve verfügen. Der aktuelle GPS Standort muss daher ständig ermittelt/aktualisiert werden, sollte allerdings nur im Falle eines Unfalles, oder andernfalls nur wenn der Fahrzeugführer es ausdrücklich wünscht, übermittelt werden.
Eigentlich ein sinnvolles System, vor allem wenn man häufiger auf abgelegeneren Strecken unterwegs ist.

Zur Einbuchung ins Mobilnetz ist in D/Europa eine SIM-Karte notwendig. An die muss irgendwie ranzukommen sein. Raus das Ding - fertig.

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Memphisto
vor 28 Minuten, schwinge sagte:

Wenn zB der Unfallort in einem engen Tal liegt, oder das Auto auf dem Dach, ist ein GPS Fix erschwert oder unmöglich.

Wenn ein Notruf abgesetzt werden kann, dann kann auch eine grobe Ortung erfolgen. Mir würde das als Sicherheit genügen.

Es gibt ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, Bewegungsdaten sollten nicht, sie dürfen nicht übermittelt werden ohne Zustimmung des Halters. Es gibt Gerichtsurteile zu versteckt installierten Trackern (durch Privatdetektive) mit empfindlichen Freiheitsstrafen. Bei mir wurde z.B. spätestens 2008 permanent so etwas gemacht (bemerkte man an den Störgeräuschen in Lautsprechern), weil einfach kein Bewusstsein dafür vorhanden war, eine Straftat zu begehen. 

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schwinge
4 hours ago, Memphisto said:

Wenn ein Notruf abgesetzt werden kann, dann kann auch eine grobe Ortung erfolgen. Mir würde das als Sicherheit genügen.

[...]

Hier auf dem Land ist die Ortung per Mobilfunkzellen derart unpräzise, oft ein Kreis mit mehreren km Durchmesser. Wenn du dann Nachts ein unbeleuchtetes Fahrzeug im Rapsacker finden willst...

Ich bin ja prinzipiell der gleichen Ansicht, daß die Ortsdaten im Fahrzeug bleiben sollten und nicht ohne Notwendigkeit oder expliziter Zustimmung des Fahrzeugführers übermittelt werden sollten. Ich würde mich damit begnügen, beim Fahrzeughersteller zu erfragen, unter welchen Umständen der Standort des Fahrzeugs abgefragt werden kann, oder ob etwa Bewegungsprofile erfasst/gespeichert werden. Die besuchten Adressen jedes Internetzugangs werden ja auch drei (?) Monate lang gespeichert. Wahrscheinlich sind wir alle (zumindest potentielle) Terroristen. Genausogut könnte ja ein KFZ zB als Fluchtfahrzeug für einen Banküberfall verwendet werden. ;)

bearbeitet von schwinge

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bx-basis
vor 9 Minuten, schwinge sagte:

Hier auf dem Land ist die Ortung per Mobilfunkzellen derart unpräzise, oft ein Kreis mit mehreren km Durchmesser. Wenn du dann Nachts ein unbeleuchtetes Fahrzeug im Rapsacker finden willst...

Noch unpräziser wird es wenn man sich in einem der zahlreichen Funklöcher zwischen den Mobilfunkzellen befindet...

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Gernot

Ich parke immer ganz bewußt in den übelsten Ecken der Stadt. Der erste, der mich darauf anspricht, hat eine fette Anzeige am Hals.

Gernot

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bluedog

Erfragen, wo das betreffende Sendegerät sich findet, und die Antenne entweder, sofern möglich, ausstecken, oder abknipsen.

Wenn einem das reicht, kann man auch an den Hersteller schreiben und verlangen, dass sämtliche Ortungsfunktionen deaktiviert werden.

Zum Sicherheitsgedanken: Sicherheit sollte niemandem aufgezwungen werden dürfen, und erst recht nicht, wenn das, wie hier nur im Tausch gegen die Privatsphäre geht.

Ginge es nach schweizer Datenschutzrecht, hätte man ein Auskunftsrecht darüber, welche persönlichen Daten wo erfasst sind, und könnte auch deren Löschung verlangen. Eine Zustimmung kann ja auch jederzeit zurückgezogen werden.

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Auto nom
vor einer Stunde, bluedog sagte:

Erfragen, wo das betreffende Sendegerät sich findet, und die Antenne entweder, sofern möglich, ausstecken, oder abknipsen.

Wenn einem das reicht, kann man auch an den Hersteller schreiben und verlangen, dass sämtliche Ortungsfunktionen deaktiviert werden.

Zum Sicherheitsgedanken: Sicherheit sollte niemandem aufgezwungen werden dürfen, und erst recht nicht, wenn das, wie hier nur im Tausch gegen die Privatsphäre geht.

Ginge es nach schweizer Datenschutzrecht, hätte man ein Auskunftsrecht darüber, welche persönlichen Daten wo erfasst sind, und könnte auch deren Löschung verlangen. Eine Zustimmung kann ja auch jederzeit zurückgezogen werden.

Wer Pflichtausstattungen funktionslos macht, der verliert m. W. die Betriebserlaubnis. 

https://www.tagesschau.de/ausland/e-call-101.html

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Dreher

Beim eCall gehts auch garnicht um die Autofahrer, da hat sich einfach die Lobby entsprechend stark gemacht das das Pflicht ist und so von vielen Millionen Autofahrern Profile erzeugt werden können. Oder glaubt hier ernsthaft wer, das es um die 3 Leute im Jahr geht die irgendwo landen wo  keiner vorbeikommt und auch nicht selbst den Anruf tätigen können?
Sie hoffen auf 2500 tote weniger von 741 Millionen Einwohnern ... das sind 0.0000033738 % der Einwohner.


Es ist äußerst wahrscheinlich das der Kram irgendwo gespeichert und verwertet wird.
Z.b. ein Neuronales Netz was auf deine Bewegung trainiert wird und praktisch vor dir weiß, wo du morgen um 5 hin fährst.

Auch wenn das jetzt für die meisten sehr Abstrakt wirkt, ein Hochstufen der Versicherung stichwort "üble ecken Parken" ist genauso wahrscheinlich wie Erziehungsmaßnahmen der Krankenversicherung weil du schonwieder was ungesundes getan hast ... Ist nur noch eine Frage der Zeit.

 

Und was die Aussagen von Konzernen wert sind, wissen wir alle. Z.b. auch Daimler o.ä. die für irgendeine Gerichtsverhandlung vorlegen konnten, das der Fahrer so und so schnell gefahren ist beim Crash. (Habe den genauen Fall nicht mehr im Kopf, wie das war).


Hat jemand ein solches Fahrzeug und kann berichten ob man überhaupt eine SIM einlegen kann/muss?
Ich nehme an, die SIM wird nicht wirklich benötigt, weil ein Mobiltelefon ja auch ohne SIM den Notruf erlaubt.
Oder anderes Wissen, wie man den Dreck los wird?

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Ronald

Bei Citroen wird es die Connect-Box sein, die raus muss. Nicht verwechseln mit der Connecting Box. (USB,Line-In).

Theoretisch wird nur eine Verbindung über "112" zur nächsten Rettungszentrale aufgebaut, wenn die Crashsensoren oder die SOS-Taste ausgelöst wird. Datenpaket: Position, Zeit, Fahrtrichtung,Fahrzeugidentifikation

Problematisch sind die damit koppelbaren Zusatzdienste wie Pannenhilfe, Assistenz, Opel Onstar.

Ich habe nur 6, 36, und 40: Navi, Freisprechen, USB

large_smeg.JPG.06033d779782135d130a3afe8e60af75.JPG

17, 18,19, 28,30 könnten Teile Connect-Box sein.

17 - TELEMATIK GEHÄUSE STROMLOS
18 - NOTRUF BATTERIE
19 - BOX LOKALIS GESTOHLENES FAHRZ
28/30 - TELEPHON SCHNITSTELLE GEHAUSE

25 ist ein Verstärker

Ronald

 

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CX Fahrer

Ich habe einen CX und der hat sowas nicht. Trotzdem habe ich fast immer ein Handy in der Tasche und bin somit Auch auffindbar. Handys kann man Auch Orten wenn sie ausgeschaltet sind und die nehmen die meisten Menschen wohl freiwillig sogar in den Puff mit. Soviel zur Möglichkeit Bewegungsprofile zu erstellen.

Ich bin aber grundsätzlich Auch der Meinung dass wir so einen Müll nicht Auch noch jedem Aufzwingen müssen. Es geht schliesslich um Jedermanns eigenes Leben und wenn sich einer Umbringen will dann will er eben nicht den Notarztwagen bestellen wenn er sich um den Baum wickelt.

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Dreher

Das ist aber was völlig anderes, über das Mobiltelefon hast du eine gewisse Kontrolle.
Über das was das Auto alles Mitschneidet, speichert, überträgt und letztlich wie alles an den meistbietenden via Hersteller verkauft nicht.

Abgesehen davon ist der letzte Absatz schon genau auf Linie der Lobby ... Mit Angst schnell was durchdrücken.

Die Realität ist eher, das der Nutzen für den Fahrer äußerst gering ausfällt. Kaum schnellere Rettungszeiten etc.

https://netzpolitik.org/2018/ecall-verpflichtend-eingebaute-sim-karten-nun-in-jedem-neuwagen/

Davon ab, gab es auch schon 2016 von BMW eine Verhandlung wo das Bewegungsprofil plötzlich doch super detailliert war obwohl angeblich nichts gespeichert wird.
https://netzpolitik.org/2016/bmw-speichert-keine-standortdaten-gibt-aber-bewegungsprofil-an-gericht/

 

Aber zurück zum Kern, eCall ist vielleicht nicht wirklich das Problem ... aber wir wissen ja alle, wenn GPS Daten und Fahrdaten bereitstehen ... Speicher auch vorhanden ist ... findet sich schnell jemand der das haben möchte für andere Zwecke.

Ich möchts nicht und wäre für Lösungen den Dreck abzuschalten dankbar ...
Zur Not auch ausbauen.

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CX Fahrer
vor 1 Stunde, Dreher sagte:

Abgesehen davon ist der letzte Absatz schon genau auf Linie der Lobby ... Mit Angst schnell was durchdrücken.

Ich glaube du hast mich massiv missverstanden. Ich gehöre definitiv nicht zu denen die Angst haben, würde ich sonst einen CX fahren der hat weder ABS noch Luftsäcke?

Ja ich bin Auch dagegen dass der Autohersteller Wissen könnte wann ich wo wie schnell gefahren bin aber genau dieses Problem habe ich mit meinem CX nicht.

Wer ist ohne Handy unterwegs? Ich mache keine Dinge wo der Handyhersteller, sein Kunde, der Staat, etc. nicht wissen darf wo ich bin also ist mir das mittlerweile recht wurscht weil dagegen wehren geht nur über das konsequente daheimlassen dieses teufelszeugs. Wie gesagt ich bin nicht dafür aber weil millionen von Konsumjüngern Milliarden von diesen Handys gekaufthaben ist es heute nahezu nicht mehr möglich ohne eines zu leben. Ich könnte es aber meine Frau will nicht, die Kontrolliert mich Auch und da sind die Konsequenzen viel drastischer wie bei käuflichen Bewegungsprofilen :wub: 
Wenn die Menschen diese Autos verweigern würde wäre das schnell wieder abgeschafft aber sie tun es ja nicht. Ich verweigere es und wurde Jahre lang als Ewiggestriger abgestempelt, mittlerweile wird das besser, da der CX immer öfters als Oldtimer bewundert wird. Mir ist das egal für mich ist das mein Auto, basta. Ich gehe damit Auch nicht zu Oldtimerveranstaltungen Auch wenn sie mich regelmässig darum bitten oder gar betteln.

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Dreher

Find ich cool, den CX. :-)

War auch nicht böse gemeint. Es ist halt zufällig genau die scheinheilige Begründung für alles was alternativlos durchgedrückt wird.

Oh mein Gott es könnte ja vorkommen das jemand ohne stirbt an einem Unfall.

Fehlt eigentlich nur noch der Schuh mit Pulsmesser und eCall ... könnte ja sein der Träger fällt hin und bricht sich was ...

 

Wie gesagt, die Versicherer lecken sich doch jetzt nach allen möglichen Daten, Risikoprofile, Payback Kundenprofile usw usw.
Mit der im Schnitt nicht so hellen Bevölkerung seh ich da eine düstere Zukunft ... Daten werden zu deutlichen Einschränkungen führen.

 

"Hmm hier steht sie trinken zuviel ... nun dann können wir sie leider nur mit Aufschlag versichern ... Oh und sie sind regelmäßig in heruntergekommenen Gegenden ... nun da brauchen wir auch noch Aufschlag ..."

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Ulrich T
Am 30.4.2018 at 21:59 , Dreher sagte:

Das ist aber was völlig anderes, über das Mobiltelefon hast du eine gewisse Kontrolle.

Das verstehe ich nicht. So lange ich mit eingeschaltetem Mobiltelefon unterwegs bin, muss ich mir über eCall keine Gedanken machen. Auch wenn ich dort die Ortungsfunktion deaktiviert habe.

Das soll nicht heißen, dass ich das Sammeln von Daten unkritisch sehe und dass derartige Systeme nicht auch kritisch hinterfragt werden sollten.

Grundsätzliche Frage: Hier herrscht offensichtlich die Überzeugung, dass eCall permanent Positionsdaten sendet, nicht nur im Notfall (Airbag, SOS-Knopf). Ist das belegt? Von wem werden die gespeichert? PSA bzw. ein damit beauftragtes Unternehmen? Ich habe m.W. darüber keinen Vertrag abgeschlossen. Damit verstieße die Übertragung und Speicherung persönlicher Daten gegen europäisches Recht. Ich bezweifle, dass PSA bewusst rechtswidrig handelt.

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bluedog

Der Link bestätigt alle Befürchtungen:

Das System muss an Bord sein, darf nicht deaktiviert werden und die Hersteller können es frei nach ihrem Gusto einbinden, vernetzen und andere Dienste darüber abwickeln.

Eine zwingende und vollständige Übersicht darüber, was das eigene Fahrzeug genau macht gibt es nicht. Der Artikel stellt es aber als beruhigend dar, dass die verpflichtend zu übertragenden Daten offenliegen. Dass es mit dem FSD schon in der Rechtsgrundlage fürs eCall eine Blackbox gibt, in der der Hersteller/Dienstanbieter so gut wie alles verstecken kann, und dass dieser Dienst auch ausgelagert werden darf, darauf geht man nicht weiter ein, weil damit, das weiss auch der Autor, könnte sich Widerstand und Unverständnis ausbreiten, weil die Grenzen der Toleranz nicht nur Technikkritischer Zeitgenossen damit deutlich überschritten würden.

Damit aber noch nicht genug wird eingeräumt, dass Versicherungsunternehmen schon seit Jahren scharf auf die zu erwartenden Daten sind, und basierend darauf neue Tarifmodelle entwickeln wollen, und sie dann, EU-Recht seis gedankt, NIEMAND mehr in die Schranken weisen kann.

Und als ob das nicht genug wäre, wird die mit eCall verbundene Aussage einer namentlich genannten SPD-Politikerin auch noch damit in Verbindung gebracht, die sich offenbar gegen die Abschaltbarkeit von eCall äusserte.

Ich muss schon sagen: Sozialer und sozialgerechter gehts nicht, als mit eCall eine (auch permanente und von Gesetzes wegen nicht deaktivierbare!) Abhöreinrichtung nicht nur zu befürworten, sondern auch noch dafür einzutreten, dass es keinen Abschaltknopf geben dürfe!

Die Dame gehört mit der Einstellung nicht in die Politik und schon gar nicht in eine angeblich soziale Partei.

Insgesamt: eCall öffnet Datenmissbrauch und digitaler Sklaverei Tür und Tor, kümmert sich einen Dreck um den Datenschutz, und dem Zwangsnutzer wird unter Androhung des Verlusts der Betriebserlaubnis für  das Fahrzeug auch noch verboten, was dagegen zu unternehmen.

Leute, kauft euch Fahrzeuge aus Kleinserien! Die dürfen ohne diese Schweinerei fahren.

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Ulrich T

So unterschiedlich lesen die Leute.

Ich entnehme dem Artikel, dass

1.) aktuell eben nicht permanent Positionsdaten übertragen werden, sondern das im Falle eines Unfalls/Notrufs passiert und

2.) unabhängig von eCall bereits in der Vergangenheit in manchen Fahrzeugen jede Menge Daten abgespeichert wurden, die vom Hersteller später ausgelesen und i.R.d. Gewährleistung verwendet wurden (Beispiele BMW, Nissan). Das entspricht in der Tat der umstrittenen Black Box.

Bei aller berechtigter Kritik an fehlender Information seitens des Herstellers darüber, was denn nun das jeweilige Fahrzeug so an Daten sammelt und weitergibt, eCall ist da m.E. nicht das Problem.

Entsprechende Notrufsysteme werden im Übrigen bereits seit mehr als zehn Jahren im gehobenen Preissegment verbaut (der C6 hatte das von Beginn an an Bord), ohne dass sich jemals einer darüber beschwert oder über Nachteile berichtet hätte. Jetzt wird eine solche Sicherheitstechnik auch für das "Fußvolk" zum Standard bestimmt und dieses wehrt sich dagegen. Ich empfinde es als unsozial, wenn Käufern einfacherer Autos Sicherheitstechnik verwehrt wird, durch die Käufer teurer Fahrzeuge selbstverständlich geschützt werden. Ich werde einen Teufel tun und das System in meinem Armeleutecactus deaktivieren.

bearbeitet von Ulrich T
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bluedog
vor 23 Minuten, Ulrich T sagte:

So unterschiedlich lesen die Leute.

Ich entnehme dem Artikel, dass

1.) aktuell eben nicht permanent Positionsdaten übertragen werden, sondern das im Falle eines Unfalls/Notrufs passiert und

2.) unabhängig von eCall bereits in der Vergangenheit in manchen Fahrzeugen jede Menge Daten abgespeichert wurden, die vom Hersteller später ausgelesen und i.R.d. Gewährleistung verwendet wurden (Beispiele BMW, Nissan). Das entspricht in der tat der umstrittenen Black Box.

Bei aller berechtigter Kritik an fehlender Information seitens des Herstellers darüber, was denn nun das jeweilige Fahrzeug so an Daten sammelt und weitergibt, eCall ist da m.E. nicht das Problem.

Zu 1.: Das kann sich aber schon in einer Stunde ändern, und zwar, ohne dass es die Fahrzeuginsassen merken, und absolut nichts und niemand schützt einem davor, oder gibt einem ein wirksames Mittel, das auch nur bemerken zu können, ganz zu schweigen davon, es verhindern zu können.

Zu 2.: Doch, eCall ist das Problem. Daten, die der Hersteller beim Kundendienst oder sonstwann am Fahrzeug auslesen kann, sind einerseits nicht permanent zugänglich, und müssen andererseits bis zum Abruf im Fahrzeug gespeichert werden. Der Hersteller riskiert also immerhin, dass ihm einer auf seine krumme Tour draufkommt. Via eCall kann er die Daten jederzeit und völlig unbemerkt abrufen, und kann auch Speicher löschen, damit ihm keiner drauf kommen kann. Ausserdem kann er auf dem Weg wesentlich mehr und aktuellere Daten bekommen, und das auch noch auf Kosten des Zwangsnutzers von eCall, denn der zahlt die Mobilfunkverbindung, ohne die Kontolle darüber auch nur haben zu dürfen.

ps: Noch ein Punkt, warum eCall das Problem ist:

Speichert und verwendet der Hersteller Daten ohne Zustimmung und wissen des Kunden, so ist das strengenommen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage und damit illegal, spätestens nach Datenschutzrecht.

eCall ist aber Vorschrift, und als ob das noch nicht reicht, spricht die Rechtsquelle die Möglichkeiten der Datensammlung explizit an, und verbietet die Deaktivierung des Systems.

Das ist nichts anderes, als den Nutzer jedem Datenmissbrauch schutzlos auszuliefern, denn wehren darf er sich ja nicht gegen eCall, und auch was das Ding macht, weiss er mit voller Absicht und expliziter Duldung des Staats nicht!

bearbeitet von bluedog

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Wurzelsepp

Wenn man heute mit einem neueren BMW bei seinem Vertragshändler vorfährt oder den Wagen 100 m weiter entfernt parkt und mit dem "Schlüssel" dieses Wagens in die Nähe des Vertragshändlers kommt, dann weiß der schon bevor man den Mund aufmacht, was für Probleme der Wagen hat. Anderes logischerweise auch.

Jetzt gibt es bestimmt eine große Anzahl an BMW-Fahrern, die so etwas toll finden und für die das ein musthäffle ist. Genau so eine Klientel ist mit verantwortlich für so einen unkontrollierbaren Blödsinn. Die haben das Denken verlernt, eh zu viel Kohle, sind glücklich und zufrieden. 

Genau dieses möchte unsere Regierung (die, welche die Regierung treiben) natürlich, nur dürfen es nicht zu viele werden. Aus diesem Grund werden die meisten ausgeblutet und wenige hofiert. 

Der große Teil der Bevölkerung, egal wo, ist heutzutage wie schon früher wie selbstverständlich Melkvieh und Kanonenfutter.

 

Ich kann nicht so viel fressen, wie ich k...... möchte.

bearbeitet von Wurzelsepp
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MatthiasM
Am 25.4.2018 at 00:42 , Dreher sagte:

, weil ein Mobiltelefon ja auch ohne SIM den Notruf erlaubt.

Nope! Du bist nicht mehr ganz auf Hoehe der Zeit. Das war ein mal. Durch den Missbrauch zu Testeanrufen, um beispielsweise die Funktion des Telefons ohne SIM-Karte zu pruefen, hat man das abgeschafft. Gott sei Dank, da kann man mich auch nicht mehr ueberwachen, wenn ich keine SIM-Karte mehr habe...oder?:D

bearbeitet von MatthiasM

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bluedog
vor 4 Stunden, Ulrich T sagte:

Ich empfinde es als unsozial, wenn Käufern einfacherer Autos Sicherheitstechnik verwehrt wird, durch die Käufer teurer Fahrzeuge selbstverständlich geschützt werden. Ich werde einen Teufel tun und das System in meinem Armeleutecactus deaktivieren.

Es ist ein Unterschied, ob man das anbietet, aber wenn nicht erwünscht auch deaktivieren darf, oder ob man per Gesetz nicht mehr ohne darf.

Das erste ist die Befriedigung eines Marktes. Das zweite ist Überwachungsstaat, und der ist nie gut. Spätestens dann, wenn die Anzahl der Notrufe oder die gefahrenen Geschwindigkeiten die Versicherungsprämien oder -leistungen beeinflussen, werdet ihr verstehen.

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Auto nom

Ich begrüße es sehr, wenn die schlechten Risiken höhere Prämien zahlen und nicht mehr von den guten Risiken subventioniert werden. Das wird hoffentlich auch mildernde Auswirkungen auf die im Straßenverkehr gelebte Aggressivität haben.

Wer am individuellen Straßenverkehr teilnehmen will, musd die Spielregeln akzeptieren. Wer das nicht möchte, hat eine große Auswahl an Gebrauchtwagen.

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bluedog
vor 42 Minuten, Auto nom sagte:

Ich begrüße es sehr, wenn die schlechten Risiken höhere Prämien zahlen und nicht mehr von den guten Risiken subventioniert werden. Das wird hoffentlich auch mildernde Auswirkungen auf die im Straßenverkehr gelebte Aggressivität haben.

Wer am individuellen Straßenverkehr teilnehmen will, musd die Spielregeln akzeptieren. Wer das nicht möchte, hat eine große Auswahl an Gebrauchtwagen.

Die Anzahl der Notrufe hat nur nichts mit Risiko zu tun. Kann auch einfach einer sein, der mit Technik nichts anfangen kann und nicht rechtzeitig abbricht. Oder ist man jetzt schon ein schlechtes Risiko, wenn man die Gebrauchsanleitung nicht liest?

Diesfalls könnte ich mich auf tiefe Prämien freuen.... Erfahrungsgemäss liest fast niemand Bedienungsanleitungen.

Und dann kanns ja auch noch sein, dass man die Taste nutzt, um für Andere Hilfe zu holen.

Man wird allerdings dann von der Versicherung nicht nach solch unbedeutenden Umständen gefragt, und wenn man ne bessere Einstufung will, kann man solches auch nicht nachweisen, denn Zugriff auf die Daten hat man keinen.

Erst recht nicht auf heimlich beschaffte Daten... die aber genauso solche und noch schlimmere Auswirkungen haben können.

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